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Ich konnte die Nacht über unmöglich schlafen. Ich schmeckte den salzigen, bitteren Geschmack seines Samens, es schmeckte nach Trauer, nach Unterwerfung. Die meisten Männer kennen diesen Geschmack nicht, und ich empfand ihn als sehr unangenehm.
Am nächsten Morgen hörte ich sie beide aufwachen. Sie verabschiedete ihn schnell und machte sofort den Schrank auf. "Na?" fragte Sie und klang etwas schuldbewusst dabei. Ich fiel vor Ihr auf die Knie und weinte an ihren festen Oberschenkeln. Sie streichelte sanft meine Kopf.
Wir haben danach drüber geredet. Sie hatte ein bisschen über Dominanz und Kueschheit gegoogelt und ein Paar von den Sachen, die Sie gelesen hatte, gestern Nacht umgesetzt. Der Sex hatte Ihrauch wirklich gut getan, aber das mit dem Sperma, das fand Sie im Nachhinein auch zu krass, auch, dass ich die ganze nacht hatte stehen müssen, und inzwischen vor Rückenschmerzen fast verging.
Sie entschuldigte sich sogar bei mir, aber das musste ich ablehnen.
Sie schloss meinen Käfig auf, und ich schlief erstmal mehrere Stunden lang tief und fest. Dann aßen wir, redeten über unsere Beziehung, und wie es weitergehen sollte.
Sie fragte, ob ich weiterhin keusch gehalten werden wolle, was ich kräftig bejahte. Sie schien sich darüber sehr zu freuen.
Am Abend hatten wir, nach einer Ewigkeit für mich, wieder echten Sex. Sie nannte mir vorher nur Ihre Bedingung: "Ich werde dich die nächsten 50 Treffen keusch halten. Für jede Minute, die du in mir drin bist ohne eigenen Orgasmus, ziehe ich ein Treffen ab. Wenn du mich also 50 Minuten lang befriedigen kannst."
Es war unglaublich, dieses Gefühl, nicht nur frei, sondern in Ihr zu sein, ich jubilierte, mein Herz sprang und spurtete. Ich war einfach glücklich. So glücklich, dass ich, obowohl ich mich wirklich zu kontrollieren versuchte, mich in Gedanken abtörnte, langsam zu Werke ging, nach nur 15 Minuten kam. Schmerzlich schoss der Gedanke durch mein Bewusstsein, während ich mich noch in ihr leerte: 35 Treffen. Das war mehr als ein Jahr.
Als wir danach da lagen, fragte Sie mich, ob ich das wirklich wolle. Sie sagte, Sie wolle sichergehen, dass ich auch wirklich freiwillig mitmache. Und dann schloss ich mich selbst weg. Das Klicken des Schlosses besiegelte meinen Entschluss.
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