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    Sommerferien - Teil 2

    Wenige Tage später, an einem Freitag, war es dann auch soweit, ich wurde von Mama zum Bahnhof gebracht und mit meiner Reisetasche etwas unterkühlt aus dem Auto geworfen. Für einen Moment kamen in mir Gedanken daran hoch, mich einfach aus dem Staub zu machen, wegzulaufen, während ich mit den Tränen kämpfend dem wieder davon fahrenden Auto hinterhersah.

    Aber ich hatte kaum Geld und so fügte ich mich letztlich. Ich versuchte mich damit zu trösten, dass es schon nicht so schlimm kommen würde. Und zwei Wochen waren ja auch keine Ewigkeit.

    Am Ankunftsort angekommen, wartete Ingrid bereits auf mich. Wir hatten uns schon ein Paar Jahre nicht mehr gesehen; früher war sie häufig bei uns zu Besuch, aber seit sie in das geerbte Haus umgezogen war, war sie natürlich auch nur noch seltener in der Stadt.

    Ingrid war etwas älter als meine Mutter, vielleicht Mitte oder Ende Vierzig und sie hatte sich unglaublich gut gehalten, war attraktiv, hatte einen Hammerbody und sah viel jünger aus, als sie es wirklich war. Ich war aber zu sehr mit meinem Ärger beschäftigt, als dass ich das bemerkt hätte.

    Die Begrüßung viel dementsprechend recht kurz aus, während der Autofahrt zum Haus hing ich meinen Gedanken nach und antwortete wohl auch nur knapp und spürbar lustlos auf ihre Fragen, so dass sie bald die Versuche unterließ, ein Gespräch am laufen zu halten.

     

    Am Haus angekommen sagte Ingrid, dass es wohl das Beste sei, wenn sie mir erst einmal mein Zimmer zeigen würde und ich könne dann auch duschen. Man sähe mir an, dass die Bimmelbahn nicht klimatisiert gewesen sei und das an einem so schwülen Tag...

    Ich sah an mir herunter und musste eingestehen, dass sie wohl recht hatte, ich hatte sichtbare Schweißflecken am T-Shirt und fühlte mich auch nicht mehr so ganz frisch.

    Gesagt, getan, sie zeigte mir das kleine Gästezimmer im Obergeschoss und auch hinter welcher Türe das Bad lag, und verschwand auch gleich wieder ins Erdgeschoss mit den Worten, dass sie das Abendessen vorbereiten würde.

    Ich sah mich kurz im Zimmer um, räumte meine Klamotten in den Schrank, so wie sie es mir gesagt hatte – oder, ehrlich gesagt, ich stülpte mal eben die Reisetasche über dem Bett von innen nach außen und warf den Wäscheberg dann in den Schrank - und schnappte mir meinen Kulturbeutel. Ich freute mich jetzt ehrlich auf eine kühle Dusche, unter der ich dann auch etwas länger blieb, weil es einfach wunderbar angenehm war an einem solch schwülen Tag.

    Das böse Erwachen folgte, als ich das Wasser abdrehte und aus der Dusche herauswollte: Kein Duschtuch!

    Ich stieß einen lautlosen Fluch aus und sah mich im Badezimmer um, ob es wenigstens ein kleines Handtuch gäbe. Nichts. Vielleicht eine Kommode oder Schränkchen in dem welche liegen könnten? Nichts.

    Was nun? Nach Ingrid rufen? Ging nicht. Ich war ja nackt. Und tropfnass. Also kam es auch nicht in Frage, dass ich die Dusche verließ, ich konnte ja unmöglich eine Pfütze auf dem Boden hinterlassen, während ich das Haus nach einem Handtuch absuchte. Und sicher auch nicht die verschwitzten Sachen wieder anziehen, die dann ja auch triefend nass geworden wären. Also, was sollte ich tun?

    Während ich noch darüber nachdachte, während ich noch nackt und triefend nass in der Duschtasse stand, wurde mir die Entscheidung abgenommen: Mit einem kräftigen Schwung flog die Türe auf und Ingrid kam ins Bad, in der Hand ein Duschtuch: „Tut mir leid, Sven, ich hab total vergessen, dass ich die Handtücher vorhin noch in die Wäsche getan hatte!“

    Erst jetzt schien sie zu bemerken, dass ich splitternackt vor ihr stand, sie hatte das Duschtuch wohl nur schnell ablegen wollen, während ich noch unter der Dusche stand: „Ach, du bist ja auch schon fertig, tut mir leid, wusste ich nicht.“ Ihre Blicke wanderten langsam an meinem Körper herunter, ruhten kurz auf meinem Penis. Ich war noch immer zu perplex, um die Hand davor zu halten oder mich hinter dem Duschvorhang zu verstecken, und so konnte sie sich alles in aller Ruhe ansehen.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte sie sich endlich wieder beherrschen, sah mir wieder in die Augen und hielt das Duschtuch am ausgestreckten Arm in meine Richtung, ohne es mir aber wirklich zu reichen. Ich musste aus der Dusche herauskommen, wollte ich es haben und mich endlich abtrocknen und - vor allem auch – bedecken.

    „Nichts, was ich nicht schon mal gesehen hätte, Kleiner! Also nur keine Scham!“, waren ihre Worte dabei.

    Ich wollte nur noch, dass die Peinlichkeit ein Ende nimmt, und so fügte ich mich, trat aus der Dusche auf Ingrid zu, schnappte mir wortlos das Handtuch und begann umgehend, mich vor ihr abzutrocknen. Trotzig, wie um ihr zu zeigen, dass ich schon erwachsen sei und mit so etwas umzugehen wisse, achtete ich dabei darauf, eben nicht zu hektisch zu wirken, und trocknete mir zuerst das Gesicht, so dass mein Penis noch immer gut für sie zu sehen war. Dann rubbelte ich mir die Haare trocken, ohne daran zu denken, dass mein kleiner Freund dabei sicher im Rhythmus der Trockenbewegung hin- und her- und auf- und niederwippte.

    Als ich schließlich bei meinem Oberkörper und den Armen angelangt war, löste Ingrid endlich ihren Blick von mir und verließ das Bad mit den Worten: „Abendessen ist auch gleich fertig. Komm dann runter, wenn Du soweit bist!“

    Der Rest des Abends verlief ohne weitere Vorkommnisse; wir aßen zu Abend, schauten etwas fern und gingen früh zu Bett.

    Am nächsten Morgen hieß es dann erst einmal ausschlafen, für uns beide. Ingrid hatte auch Urlaub genommen, wollte ihn aber daheim verbringen, da ein Paar Investitionen in das Haus ihr finanzielles Polster strapaziert hatten.

    Eine dieser Investitionen konnte ich auch gleich beim Frühstück bewundern: Einen wunderschön angelegten, recht großen Badeteich, der sich gleich an die ebenfalls neu angelegte Holzterrasse hinter dem Haus anschloss, auf der Ingrid uns das Frühstück angerichtet hatte.

    Ich hatte gleich große Lust, in den Teich zu springen, auch heute war wieder schönstes Wetter und der Tag versprach ebenso schwül zu werden wie der vergangene, aber Ingrid bremste meinen Übermut: Ich sollte sie zuerst mit in die Stadt begleiten, schließlich war Samstag und der Wochenendeinkauf stand noch bevor.

    Ich war zwar etwas enttäuscht, aber letztlich tröstete ich mich mit dem, was Ingrid darüber sagte, dass ich ja gleich nach dem Einkauf hineinspringen könnte, während sie dann das Mittagessen machen würde. Und auch der Ausblick, hier die nächsten zwei Wochen festgesetzt zu sein, schien mir nicht mehr ganz so unerträglich, so dass meine Laune gleich viel besser war. Die Unterhaltung mit Ingrid war so auch angeregter, sie war eine wirklich nette, zuvorkommende Person, die mir die Zeit bei ihr so schön machen wollte wie irgend möglich. Echte Ferien bei einer Art Tante, sozusagen.

     
      Posted on : Aug 4, 2016
     

     
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