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Wenige
Tage später, an einem Freitag, war es dann auch soweit, ich wurde
von Mama zum Bahnhof gebracht und mit meiner Reisetasche etwas
unterkühlt aus dem Auto geworfen. Für einen Moment kamen in mir
Gedanken daran hoch, mich einfach aus dem Staub zu machen,
wegzulaufen, während ich mit den Tränen kämpfend dem wieder davon
fahrenden Auto hinterhersah.
Aber
ich hatte kaum Geld und so fügte ich mich letztlich. Ich versuchte
mich damit zu trösten, dass es schon nicht so schlimm kommen würde.
Und zwei Wochen waren ja auch keine Ewigkeit.
Am
Ankunftsort angekommen, wartete Ingrid bereits auf mich. Wir hatten
uns schon ein Paar Jahre nicht mehr gesehen; früher war sie häufig
bei uns zu Besuch, aber seit sie in das geerbte Haus umgezogen war,
war sie natürlich auch nur noch seltener in der Stadt.
Ingrid
war etwas älter als meine Mutter, vielleicht Mitte oder Ende Vierzig
und sie hatte sich unglaublich gut gehalten, war attraktiv, hatte
einen Hammerbody und sah viel jünger aus, als sie es wirklich war.
Ich war aber zu sehr mit meinem Ärger beschäftigt, als dass ich das
bemerkt hätte.
Die
Begrüßung viel dementsprechend recht kurz aus, während der
Autofahrt zum Haus hing ich meinen Gedanken nach und antwortete wohl
auch nur knapp und spürbar lustlos auf ihre Fragen, so dass sie bald
die Versuche unterließ, ein Gespräch am laufen zu halten.
Am
Haus angekommen sagte Ingrid, dass es wohl das Beste sei, wenn sie
mir erst einmal mein Zimmer zeigen würde und ich könne dann auch
duschen. Man sähe mir an, dass die Bimmelbahn nicht klimatisiert
gewesen sei und das an einem so schwülen Tag...
Ich
sah an mir herunter und musste eingestehen, dass sie wohl recht
hatte, ich hatte sichtbare Schweißflecken am T-Shirt und fühlte
mich auch nicht mehr so ganz frisch.
Gesagt,
getan, sie zeigte mir das kleine Gästezimmer im Obergeschoss und
auch hinter welcher Türe das Bad lag, und verschwand auch gleich
wieder ins Erdgeschoss mit den Worten, dass sie das Abendessen
vorbereiten würde.
Ich
sah mich kurz im Zimmer um, räumte meine Klamotten in den Schrank,
so wie sie es mir gesagt hatte – oder, ehrlich gesagt, ich stülpte
mal eben die Reisetasche über dem Bett von innen nach außen und
warf den Wäscheberg dann in den Schrank - und schnappte mir meinen
Kulturbeutel. Ich freute mich jetzt ehrlich auf eine kühle Dusche,
unter der ich dann auch etwas länger blieb, weil es einfach
wunderbar angenehm war an einem solch schwülen Tag.
Das
böse Erwachen folgte, als ich das Wasser abdrehte und aus der Dusche
herauswollte: Kein Duschtuch!
Ich
stieß einen lautlosen Fluch aus und sah mich im Badezimmer um, ob es
wenigstens ein kleines Handtuch gäbe. Nichts. Vielleicht eine
Kommode oder Schränkchen in dem welche liegen könnten? Nichts.
Was
nun? Nach Ingrid rufen? Ging nicht. Ich war ja nackt. Und tropfnass.
Also kam es auch nicht in Frage, dass ich die Dusche verließ, ich
konnte ja unmöglich eine Pfütze auf dem Boden hinterlassen, während
ich das Haus nach einem Handtuch absuchte. Und sicher auch nicht die
verschwitzten Sachen wieder anziehen, die dann ja auch triefend nass
geworden wären. Also, was sollte ich tun?
Während
ich noch darüber nachdachte, während ich noch nackt und triefend
nass in der Duschtasse stand, wurde mir die Entscheidung abgenommen:
Mit einem kräftigen Schwung flog die Türe auf und Ingrid kam ins
Bad, in der Hand ein Duschtuch: „Tut mir leid, Sven, ich hab total
vergessen, dass ich die Handtücher vorhin noch in die Wäsche getan
hatte!“
Erst
jetzt schien sie zu bemerken, dass ich splitternackt vor ihr stand,
sie hatte das Duschtuch wohl nur schnell ablegen wollen, während ich
noch unter der Dusche stand: „Ach, du bist ja auch schon fertig,
tut mir leid, wusste ich nicht.“ Ihre Blicke wanderten langsam an
meinem Körper herunter, ruhten kurz auf meinem Penis. Ich war noch
immer zu perplex, um die Hand davor zu halten oder mich hinter dem
Duschvorhang zu verstecken, und so konnte sie sich alles in aller
Ruhe ansehen.
Nach
einer gefühlten Ewigkeit konnte sie sich endlich wieder beherrschen,
sah mir wieder in die Augen und hielt das Duschtuch am ausgestreckten
Arm in meine Richtung, ohne es mir aber wirklich zu reichen. Ich
musste aus der Dusche herauskommen, wollte ich es haben und mich
endlich abtrocknen und - vor allem auch – bedecken.
„Nichts,
was ich nicht schon mal gesehen hätte, Kleiner! Also nur keine
Scham!“, waren ihre Worte dabei.
Ich
wollte nur noch, dass die Peinlichkeit ein Ende nimmt, und so fügte
ich mich, trat aus der Dusche auf Ingrid zu, schnappte mir wortlos
das Handtuch und begann umgehend, mich vor ihr abzutrocknen. Trotzig,
wie um ihr zu zeigen, dass ich schon erwachsen sei und mit so etwas
umzugehen wisse, achtete ich dabei darauf, eben nicht zu hektisch zu
wirken, und trocknete mir zuerst das Gesicht, so dass mein Penis noch
immer gut für sie zu sehen war. Dann rubbelte ich mir die Haare
trocken, ohne daran zu denken, dass mein kleiner Freund dabei sicher
im Rhythmus der Trockenbewegung hin- und her- und auf- und
niederwippte.
Als
ich schließlich bei meinem Oberkörper und den Armen angelangt war,
löste Ingrid endlich ihren Blick von mir und verließ das Bad mit
den Worten: „Abendessen ist auch gleich fertig. Komm dann runter,
wenn Du soweit bist!“
Der
Rest des Abends verlief ohne weitere Vorkommnisse; wir aßen zu
Abend, schauten etwas fern und gingen früh zu Bett.
Am
nächsten Morgen hieß es dann erst einmal ausschlafen, für uns
beide. Ingrid hatte auch Urlaub genommen, wollte ihn aber daheim
verbringen, da ein Paar Investitionen in das Haus ihr finanzielles
Polster strapaziert hatten.
Eine
dieser Investitionen konnte ich auch gleich beim Frühstück
bewundern: Einen wunderschön angelegten, recht großen Badeteich,
der sich gleich an die ebenfalls neu angelegte Holzterrasse hinter
dem Haus anschloss, auf der Ingrid uns das Frühstück angerichtet
hatte.
Ich
hatte gleich große Lust, in den Teich zu springen, auch heute war
wieder schönstes Wetter und der Tag versprach ebenso schwül zu
werden wie der vergangene, aber Ingrid bremste meinen Übermut: Ich
sollte sie zuerst mit in die Stadt begleiten, schließlich war
Samstag und der Wochenendeinkauf stand noch bevor.
Ich
war zwar etwas enttäuscht, aber letztlich tröstete ich mich mit
dem, was Ingrid darüber sagte, dass ich ja gleich nach dem Einkauf
hineinspringen könnte, während sie dann das Mittagessen machen
würde. Und auch der Ausblick, hier die nächsten zwei Wochen
festgesetzt zu sein, schien mir nicht mehr ganz so unerträglich, so
dass meine Laune gleich viel besser war. Die Unterhaltung mit Ingrid
war so auch angeregter, sie war eine wirklich nette, zuvorkommende
Person, die mir die Zeit bei ihr so schön machen wollte wie irgend
möglich. Echte Ferien bei einer Art Tante, sozusagen.
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