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Sabrina
braucht Hilfe
Bereits
seit einer Woche klagte Sabrina über Krämpfe im Unterbauch. Nach langem hin
und her stimmte sie einem Besuch beim Frauenarzt zu den ihre Mutter ihr schon
lange ans Herz gelegt hatte. Heute ist es soweit. Ihre Mutter hatte sie heute
morgen extra daran erinnert direkt nach der Schule nach Hause zu kommen da der
Termin bereits für halb drei vereinbart ist.
Sabrina ist es ganz schön mulmig
zumute. Nach dem Mittagessen sagt ihre Mutter zu ihr dass sie sich noch schnell
duschen soll und dass sie dann gleich losfahren will damit sie bereits
frühzeitig beim Arzt sind. Sabrina wird immer aufgeregter. Sie duscht schnell
und zieht frische Sachen an. Als sie ihre Schuhe anzieht hat die Mutter schon
den Autoschlüssel in der Hand. Auf dm Weg zum Arzt fragt Sabrina ob das
wirklich sein muss. Aber ihre Mutter bleibt hart. Termin ist Termin und es war
ja wohl an der Zeit das sie untersucht wird, zumal sie ja auch Schmerzen hat. Um
viertel nach zwei kommen sie an der Praxis an. Sie steigen aus und gehen zum
Eingang. Sabrina folgt widerwillig ihrer Mutter.
An der Anmeldung erledigt ihre
Mutter die Formalitäten. Die Arzthelferin schaut in das Terminbuch und meint
nur :”Da haben sie aber Glück. Vor ihnen ist nur noch eine Patientin. Da
brauchen sie nicht lange zu warten.” “Glück?” denkt Nina. “Von Glück
habe ich aber andere Vorstellungen!” Dann sagt die Helferin :”Nehmen sie
doch bitte einen Moment im Wartezimmer platz. Es dauert höchstens noch 20
Minuten. Im Wartezimmer setzt sich Sabrina neben ihre Mutter die sich sofort
eine Zeitschrift greift. Sabrina ist zu aufgeregt um etwas zu lesen. Sie schaut
sich im Wartezimmer um. Dort sitzt noch eine Frau mit ihrer Tochter die in etwa
so alt ist wie Sabrina. “Die hat ja noch mehr Glück. Die ist noch vor mir
dran....” Und sie lächelt ironisch. Das andere Mädchen schaut
auch aufgeregt umher. Kurz darauf kommt eine andere Arzthelferin mit
einer Karte in der Hand ins Wartezimmer :” Svenja Kunz?!” Das Mädchen
schaut erschrocken die Helferin an. Ihre Mutter steht auf. Das Mädchen folgt
ihr. Die Helferin sagt: ”Folgen sie mir bitte.”
Sabrina
bekommt immer weichere Knie. Nun ist sie die nächste. Aufgeregt täppert sie
mit dem Fuß. Nach und nach füllt sich nun das Wartezimmer. “Siehst du, wenn
wir später gefahren wären hätte es bestimmt länger gedauert.” sagt ihre
Mutter. Aber Sabrina ist zu sehr in Gedanken vertieft und nickt nur kurz. Sie
versucht die ganze Zeit irgendwelche Geräusche von draußen mitzubekommen und
vor allem zu hören wenn das andere Mädchen rauskommt. Dann kommt die
Arzthelferin in das Wartezimmer. Sabrina ahnt schon dass sie nun an der Reihe
ist aber wundert sich auch weshalb das andere Mädchen noch nicht gegangen ist.
“Sabrina Weller?” Ok, sie hat es wohl nicht mitbekommen wie das andere
Mädchen gegangen ist. Nun ist sie dran. “Kommst du mit mir?” Sabrina steht
auf und ihre Mutter folgt ihr. “Ich messe dir jetzt noch den Blutdruck, den
Puls, wiege dich und messe deine Größe, ja?” Sabrina nickt und ist wieder
etwas erleichtert. Schonfrist. Nachdem im Labor alles erledigt ist soll sie noch
kurz vor dem Arztzimmer Platz nehmen. Sie setzt sich auf die Sitzbank und ihr
Blick fällt sofort auf die offene Tür des Untersuchungszimmers.
Da steht der
Stuhl. Sabrina ist erschrocken. Sie hat ja schon Bilder von diesem Ding gesehen
aber der hier sieht irgendwie anders aus. Da sind keine Beinschalen dran sondern
irgendwelche Fußstützen.
Und die sind so angebracht dass man sich normal
draufsetzen kann. Sabrina kann es sich nicht erklären wie das funktionieren
soll. Sie fragt ihre Mutter aber die meint sie sollte sich einfach draufsetzen
und die Füße in diese Halter stellen. Alles andere geht von allein, Tolle
Antwort denkt sich Sabrina. Sie schaut geradeaus in Richtung des Arztzimmers.
Von drinnen kann man verschiedene Sprachfetzen hören. Dann öffnet sich die
Tür. Das Mädchen aus dem Wartezimmer gefolgt von ihrer Mutter und dem Arzt
verlassen den Raum und gehen zum Untersuchungszimmer. Die Tür schließt sich.
Sabrina versucht etwas zu deuten was in dem Zimmer nun vor sich geht. Sie hört
wieder Gesprächsfetzen. Dann ein Geräusch wie wenn ein Vorhang aufgezogen
wird. Kurz darauf ein summen, dann das Öffnen einer Schublade und etwas
geklappert. Schließlich wie ein Wasserhahn aufgedreht wird und wieder die
Stimme des Arztes. Sabrina hält es kaum noch aus. In ihrem Bauch bewegt sich
alles. Jetzt die Vorstellung von diesem fremden Mann gleich untersucht zu werden
treibt ihr die Gänsehaut den Rücken rauf und runter.
Nach etwas zehn Minuten
hört sie ein klacken und wieder das summen. Kurz darauf kommt die Arzthelferin
und bringt Sabrina und ihre Mutter in das Sprechzimmer.
***END***
Diese Story wurde mir gemailt,
die Autoren sind mir allerdings unbekannt.
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