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Grundsätzlich war die Rohrstockstrafe an unserer
Schule (es war im Jahr 1952) noch erlaubt. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer
an unserer Schule verhängten damals allerdings Strafarbeiten oder verordneten
Arrest. Dieser Arrest war allerdings auch äußerst unangenehm. Bedeutete es
doch, dass man am Nachmittag in die Schule musste, wenn die anderen spielten.
Unsere Schule hatte dazu einen richtigen Karzer unter dem Dach, der ein Oktogon
(Achteck) bildete und auf allen Seiten mit Holzläden fest verschlossen war.
Hinein kam man über eine Leiter und eine Bodenklappe. Man konnte dort nur durch
die Ladenschlitze sehen und warten, bis einen der Pedell auch wieder
herausließ. Nur zwei Personen an unserer Schule verwendeten den Rohrstock.
Allerdings eher selten, dann aber nachdrücklich. Der eine war ein älterer
Lehrer, der Mathematik unterrichtete. Bei ihm musste man sich über die
vorderste Bank legen, die Beine spreizen und der gelbe Onkel trat in Aktion.
Das hatte ich schon einmal beobachtet, als bei seinem Unterricht, wegen der
großen Hitze, die Klassentüre aufstand und ich auf dem Flur an dessen Schulraum
vorbei ging. So war es nur ein flüchtiger Eindruck, den ich damals gewann. Ich
selbst hatte allerdings nie bei ihm Unterricht und so kann ich aus eigener
Erfahrung darüber nicht berichten.
Der andere, bei dem der Rohrstock nachdrücklich in
Aktion trat, war unser Rektor, den wir wegen seiner Allgewalt Herrscher
nannten. Zunächst hatte ich auch noch keine Bekanntschaft mit seinem Rohrstock
gemacht. Nur vom Hörensagen wusste ich, dass es in aller Regeln deftige und
schmerzliche Prügel nach sich zog, wenn man wegen einer Verfehlung zu ihm
beordert wurde. Allgemein galt er als gefürchteter Fachmann im Erteilen einer
Prügelstrafe, obwohl er weniger grausam zuschlage wie viele unserer Väter oder
bei einigen deren Mütter, was ich mir nicht vorstellen konnte. Straffällige
Schüler beorderte er, so erzählte man sich, am Nachmittag in die Schule und dann
gebe es Prügel, die man noch am anderen Tag spüre. Ich war also auch nicht
besonders scharf darauf, unter den Rohrstock von unserem Herrscher zu geraten.
Dass Papas Rohrstock gelegentlich auf meinen Hinterbacken tanzte, reichte mir
vollkommen.
Häusliche Züchtigung
Daheim hatten meine Geschwister und ich dazu eine
sogenannte Strafhose zu tragen, die den Hintern nicht schützte. Meine Eltern
hatten auch so eine solche anziehen müssen erzählten sie und meine Großeltern
auch. Das war nun nicht etwa eine Hose, die man hätte kaufen können. So eine
Strafhose sei an seiner Schule Pflicht gewesen. In der Schulordnung habe
gestanden, dass bei einer strengen Bestrafung den Schülern eine Strafhose
zuzubilligen sei. Diese dürfe das Geschlecht bedecken und müsse die Pobacken
stramm umspannen. Auch sei darauf zu achten, dass diese aus dünnem Stoff
gefertigt werde. Solche Strafhosen fertigte Mama, nachdem einmal eine Nachbarin
meiner Züchtigung beiwohnen durfte, für die ganze Nachbarschaft. Nur mit dieser
Strafhose bekleidet, musste ich mich über den Küchentisch beugen und von den
schadenfrohen Geschwistern die Handgelenke halten lassen. Danach gab es
Dresche, die mir durch und durch ging und besonders die rechte Pobacke dazu
brachte, zwei bis drei Tage lang weh zu tun, da Papa immer nur von einer Seite
her zuschlug. Prügel gab es so lange, bis Mama sagte, dass es reicht.
Der Rabatt
Wir hatten einen ziemlich gutmütigen Klassenlehrer,
der kaum einmal einen Schüler bestrafte und, wenn es nötig war, allenfalls eine
Strafarbeit verhängte oder einmal eine Stunde Arrest verordnete. Mit ihm konnte
man deshalb sehr gut auskommen. Ich hatte meine Schulzeit fast hinter mir, als
ein Ereignis eintrat, an das ich mich noch so gut erinnere, als sei es erst
gestern gewesen.
Alles begann damit, dass unser Klassenlehrer ausgerechnet Albert und mich damit
beauftragte, für alle Schüler unserer Klasse besondere Vokabelhefte zu
besorgen, die er neu einführen wollte. Vermutlich hatte er nur vergessen uns
allen rechtzeitig zu sagen, dass wir uns solche besorgen sollten. Also zogen
wir los und kauften die Hefte. Der Händler gewährte auf den Preis, weil wir auf
einmal so viele Hefte kauften, einen Rabatt, den wir gleich anschließend in Eis
umsetzten. Dumm war nur, dass uns dabei der Pedell beobachtet hatte, wie sich
später herausstellte. Doch zunächst gaben wir Hefte und angebliches 'Restgeld'
ab und alles war erledigt.
Aufgabenteilung
Wie es manchmal so geht, kommt alles zusammen. Einige Tage
später sollten wir als Hausarbeit einen Aufsatz schreiben. Meist ging unser
lieber Lehrer nur durch die Klasse und überzeugte sich, dass jeder der Schüler
seinen Aufsatz geschrieben hatte. Albert mein Banknachbar und Freund hatten das
längst gemerkt. Da wir unsere Hausaufgaben gemeinsam machten, teilten wir uns die
Arbeit. Jeder machte die Hälfte und schrieb die andere Hälfte nur ab. Dies
schien uns eine ganz praktische Aufgabenteilung zu sein. Das Los für den
Aufsatz traf diesmal mich und Albert durfte ihn später abschreiben, während er
die Matheaufgaben gelöst hatte, die ich dann wiederum von ihm abschreiben
durfte.
Ungünstig war nicht etwa, dass Albert seinen Aufsatz laut vorlesen musste,
während sich unser Klassenlehrer nebenbei mit einem Vater an der Türe
unterhielt, problematisch war nur, dass er danach ausgerechnet mich dazu
aufforderte, meinen Aufsatz auch noch vorzulesen. Er wollte mit der Klasse
anschließend die unterschiedliche Bearbeitung des Themas diskutieren. Da hatte
ich es. Das Gelächter wollte nicht enden, als ich begann. Empört verglich nun
unser Klassenlehrer die Aufsätze und uns blieb nichts anderes, als zu gestehen,
was wir getrieben hatten. Da ordnete er an:
„Eine Stunde Karzer, nein, zwei Stunden Karzer für Euch, meldet Euch heute
Mittag beim Pedell, ich lasse mir berichten, ob Ihr den Arrest abgesessen
habt."
Natürlich waren wir ärgerlich. Der Nachmittag war futsch und das schöne
Sommerwetter hatte uns Hoffnung gemacht, ins Freibad zu dürfen.
Nach der großen Pause hatten wir bei unserer
Biologielehrerin Unterricht. Kaum hatte diese begonnen, erschien unser
Klassenlehrer und wir mussten nach vorne kommen. Wo wir das Geld hätten, das
wir als Rabatt für den Kauf der Hefte erhalten hätten, der Händler habe ihn
gefragt, ob das recht gewesen sei und er habe sich schrecklich blamiert. Da
blieb nichts als zu gestehen und zu versichern, ihm das Geld morgen zu bringen.
Leider wussten wir nicht, dass uns der Pedell beim Verzehren unseres Eises
beobachtet hatte. Wie sich herausstellte, wusste unser Klassenlehrer auch
darüber Bescheid und wir sahen uns genötigt, unser Geständnis, sehr zum
Amüsement der Mitschüler, zu erweitern. Die grinsten schadenfroh, als unser
Klassenlehrer schließlich erklärte:
„Das Geld schenke ich Euch, auch den Karzer, aber nicht den Gang zum Direktor.
Ihr meldet Euch nach Schulschluss bei ihm, ich werde ihm den Vorfall berichten.
Er soll entscheiden, was mit Euch zu geschehen hat."
Mir fuhr der Schreck in alle Glieder. Augenblicklich
hätte man eine Stecknadel fallen hören. Alles sah auf mich, dann auf Albert und
wieder auf mich. Das war noch nie da gewesen. Unsere Mitschüler grinsten
verständnisinnig. Ich konnte dem Unterricht kaum folgen zumal ich immer wieder
daran denken musste, was uns wohl bevorsteht. Schnell war die restliche Stunde
um. In der kleinen Pause wurden Albert und ich mit Fragen bestürmt. Ob wir uns
auf die Schläge, die wir ja verdient hätten, freuen? Wir sollten morgen
erzählen, wie es gewesen sei. Andere bedauerten uns, weil wir eine Tracht
Prügel erhalten, aber mehr schadenfroh grinsend als ernst gemeint. Die nächste Stunde
plätscherte an mir vorbei wie ein Wasserfall, genauso wie die anschließende
letzte Stunde.
Beim Herrscher
Schnell begaben wir uns in den 1. Stock und meldeten uns im Vorzimmer. Die
Sekretärin sah uns wissend an und ließ uns gleich ins Zimmer durch. Der
Herrscher saß hinter seinem großen Schreibtisch und sah kurz auf und arbeitete
weiter. So standen wir abwartend was passiert vor dem großen Schreibtisch. Da
meldete sie Sekretärin, dass der Neffe des Schulleiters, Rolf auch da sei. Rolf
soll sofort hereinkommen, bestimmte dieser. Vom Sehen her kannte ich Rolf er
ging in die Klasse unter uns. Der sagte sofort:
„Lieber Onkel ich habe wieder einmal Strafe verdient und bitte Dich um acht
Schläge auf meinen Popo, damit ich wieder artig bin!"
Der Onkel aber fauchte, dass es sich mit dem lieben Onkel erledigt habe. Sein
Lehrer habe berichtet, dass Rolf nicht mitarbeite und schon wieder oft zu spät
zur Schule komme. Inzwischen habe er erfahren, dass Rolf mit dem Fahrrad eine
Frau angefahren hat. Mit acht Schlägen sei es dieses Mal nicht getan. Rolf
wurde rot und er musste neben uns stehen bleiben. Wieder arbeitete der Rektor
einfach weiter. Schließlich legte er seine Unterlagen weg.
Was wir wollen, fuhr uns der Herrscher an und, da er
mich dabei anblickte, sagte ich kleinlaut, dass wir uns auf Anweisung des
Klassenlehrers melden müssen. Nun wurde ich angedonnert:
„Name, Klasse, Grund und kurz?
Ich, sagten meinen Namen und die Klasse, berichtete verlegen von unserer
Arbeitsteilung und der Blamage mit den inhaltgleichen Aufsätzen. Dann musste
ich auch noch gestehen, dass wir den Rabatt für die Hefte in Eis umgesetzt
hätten. Rolf kicherte. Ihm werde das Lachen schon noch vergehen, sagte dessen
Onkel. Der sagte zu mir, ich höre das heute noch:
„Wenn ich kurz sage, meine ich kurz. Das heißt: Mein Name ist Stefan und ich
gehe in die Kasse acht b. Ich habe abgeschrieben und Geld veruntreut und bitte
darum mich dafür angemessen zu bestrafen!"
Schon als er dieses sagte, ging es mir durch und durch. Dann musste ich auch
noch wiederholen, was er gesagt hatte. Albert, der nach mir dran war, sagte
schließlich Gleiches. Danach blickte der Herrscher Rolf an und der sagte:
„Es stimmt lieber Onkel, ich bin wieder zu spät gekommen und habe auch die Frau
angefahren. Bitte bestrafe mich angemessen dafür!"
Der Rektor nahm seinen Kalender und bestimmte, dass
wir drei uns am Nachmittag um 16:30 Uhr bei ihm zum Strafantritt zu melden
haben. Er müsse unsere Hintern bedauerlicherweise in beträchtlichen Aufruhr
versetzen, um uns nachhaltig klar zu machen, wie wir uns zu verhalten haben.
Daraufhin wollte er wissen, ob ich schon einmal Prügel erhalten habe. Ich
gestand, dass ich von meinem Papa auch Dresche beziehe, wenn ich etwas
angestellt habe. Als er fragte, ob ich diese auf den nackten Hintern erhalte,
sagte ich, dass ich dazu eine besondere Strafhose anbehalten dürfe. Das dürfe
ich bei ihm auch, stellte er fest. Eine stramm sitzende Unterhose, dünne
Sporthose oder Ähnliches dürfe man bei ihm anbehalten. Umspanne diese die
Pobacke nicht wie eine zweite Haut müsse auch diese herunter und es gäbe die
Schläge auf den nackten Hintern. Danach fragte er Albert. Sein Papa sei
gefallen, gestand Albert und, dass er und seine Geschwister auch von meinem
Vater Prügel erhalten, wenn sie etwas angestellt hätten. Dann solle er seine
Strafhose nicht vergessen, sagte der Rektor und wir waren entlassen.
Auf dem Flur sprachen wir mit Rolf und fragten
diesen, ob sehr schlimm werde. Der sagte, dass man es aushalten könne, obwohl
der Ablauf ein sehr strenger sei. Manche sagte danach, dass es nicht so
grässlich war wie bei ihrem Papa, andere fänden es sehr schlimm. Sein Onkel
sage immer, dass er ein Anhänger der anhaltenden Prügelmethode sei. Da bekomme
man besonders viele Schläge auf den Hintern, die zögen trotzdem ganz gemein
durch. Wir würden das ja selber erleben. Albert aber fragte, ob es für Rolf
schlimm sei, nun von seinem Onkel Schläge zu erhalten. Der zuckte nur die
Achsel und meinte, dass es dieses Mal vielleicht schon schlimm werde, aber die
acht Schläge, die er bisher herhielt, damit sei er immer prima klargekommen. Da
waren wir auch nicht schlauer.
Der Prügelraum
Als wir uns meldeten, war Rolf schon da. Wir sollten
auf der Toilette unsere Strafhosen als Unterhosen anziehen, verlangte er. Doch
das hatten wir daheim schon gemacht. Der Rektor ging danach mit uns flotten
Schrittes ging es durch Flur und Treppe in den Keller. Dort schloss er eine
Türe auf und wir mussten eintreten. Der erste Blick viel auf einen sechzig
Zentimeter hohen, merkwürdigen Tisch. Auf einer Seite waren zwei Löcher, danach
ein Ledergurt zum Festschnallen und ein dickes Lederkissen, über dem man
sicherlich den Popo darbieten musste, am Ende zwei hölzerne Blöcke mit großen
halbrunden Löschern und ziemlich weit auseinander. Durch diese musste man
sicher, das war mir sofort klar, die gespreizten Beine stecken. Der Herrscher
war kurz angebunden und bestimmte:
„Auf diesem Prügeltisch erhaltet Ihr Eure Strafe mit einem der Rohrstöcke
dahinten. Ihr könnt Euch jetzt schon einmal innerlich darauf vorbereiten und
alles bis auf die Strafhosen ausziehen."
Rolf wisse ja schon was nachher folge und solle uns den Ablauf erklären,
verfügte er und ließ uns alleine. Und wirklich, in einem Kübel war ein ganzes
Bündel dieser schrecklichen Stöckchen. Wir aber mussten uns bis auf die
Strafhosen ausziehen. Rolf hatte allerdings keine richtige Strafhose an,
sondern eine viel zu kleine Unterhose.
Sein Onkel lasse uns ein wenig schmoren, meinte Rolf,
aber das sei ganz normal bei ihm. Ich bekannte offen:
„Mir ist ziemlich flau im Magen."
Rolf stellte fest, dass es ihm auch immer so geht. Sein Onkel verstehe es halt,
einem durch langes Wartenlassen ziemlich zuzusetzen. Danach deutete er auf den
Prügeltisch. Man müsse sich darauflegen und die Arme in die dafür vorgesehenen
Löcher stecken. Die Beine kommen in die jeweiligen Löcher, damit man nicht
strampeln oder gar die Beine zusammennehmen könne. Die Schläge kämen dann mit
einem, der zu einem Drittel gewässerten Rohrstöcke. Sein Onkel habe ihm gesagt,
dass die dann besser zögen und er sich nicht so anstrengen, muss. Zudem könne
Rolf, wen er mit diesen Stöcken seine Schläge erhalte, dieses besser genießen.
Ich konnte nicht lassen nachzusehen, ob die Rohrstöcke tatsächlich gewässert
sind. Sie waren es und das mulmige Gefühl, das ich hatte, wurde nur noch
schlimmer...
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