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M alle u s M a l e f i c a r um
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Verfaßt von den beiden Inquisitoren
Sprenger und Heinrich Institoris
•Wie nämlich im zweiten Teile klar wird, geschehen sehr viele
Mordtaten, Hurerei, Tötung von Kindern und Vieh, und andere
Hexentaten werden vollbracht. Daher werden auch diejenigen,
die sich solcher Künste bedienen, mälefici (Hexen) genannt von
maleficare (Böses, tun, hexen). Also eine solche intellektuelle
Natur, mit deren Hilfe derartige Hexenkünste geschehen, ist bezüglich
der Tugend nicht gut angelegt, mag sie auch der Natur
nach gut sein, weil sie es zu sein hat, und alles danach strebt,
wie jedem Sehenden klar ist. — Item ist es nicht Zeichen eines
wohlangelegten Verstandes, mit Verbrechern vertraut zu sein
und ihnen Unterstützung zu gewähren und nicht den Tugendhaften.
Aber der von ihm stammenden Werke der Hexen bedienen
sich die verbrecherischen Menschen, weil sie an den
Früchten erkannt werden.
Über die Art, die Angezeigte
zu den peinlichen Fragen zu verurteilen,
und wie sie am ersten Tage peinlich
zu verhören sei, und ob man ihr die Erhaltung
des Lebens versprechen könne.
Was hat endlich der Richter an zweiter Stelle zu
bedenken? Es besteht der Akt danach darin, daß er in
der Weise, wie folgt, das Urteil fällt: „Wir, Richter und
Beisitzer, die wir auf die Ergebnisse dieses von uns geführten
Prozesses gegen dich, den und den, von dem und
dem Orte der und der Diözese, achten oder seine Ergebnisse
erwägen, finden nach sorgfältiger Prüfung aller
Punkte, daß du in deinen Aussagen veränderlich bist,
weil du nämlich sagst, du habest die und die Drohungen
ausgestoßen, aber nicht in jener Absicht. Und doch sind
nichtsdestoweniger verschiedene Indizien vorhanden,
welche genügen, dich den peinlichen Fragen und Foltern
auszusetzen. Deswegen erklären, urteilen und erkennen
wir, daß du am gegenwärtigen Tage und zu der und der
Stunde den peinlichen Fragen und Foltern ausgesetzt werden
sollst.
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Posted on : Sep 11, 2012
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