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„Hallo. Hier ist Lara.“
„Das Mädchen mit den nackten Brüsten aus dem Warenhaus.
Grüss dich Lara.“ Ihre Stimme klang rauchig. Erotisch.
Auf der Visitenkarte standen ihr Name, ihre Adresse, Email und
Handynummer. Unter Beruf stand: Selbständige Unternehmerin. Ich hatte mich fürs
Handy entschlossen.
„Was hat dich bewogen mich anzurufen, Lara?“ fragte sie
sanft.
„Weiss nicht genau. Neugier?“ antwortete ich.
Ich hatte das Gefühl sie lächeln zu hören. Ich hörte sie
atmen. Wir schwiegen eine Weile.
„Du hast hübsche süsse Brüste, Lara. Deine Show auf der
Rolltreppe war sehr erregend,“ lobte sie mich schliesslich. Ihr Atem war lauter
geworden.
„Danke.“ erwiderte ich. Stolz klang in meiner Stimme mit.
Wartete. Lauschte ihrem Atem.
„Ich bin eine lesbische Frau, Lara.“ sagte sie nach einer
Weile. Ich nickte ins Handy. Das überraschte mich nicht.
„Was macht eine selbständige Unternehmerin?“ fragte ich stattdessen.
„Dies und das. Lebenshilfe,“ lachte sie verführerisch ins
Telefon. Ihr Atem war schneller geworden. Wieder schwiegen wir eine ganze
Weile.
„Magst bei mir vorbeikommen Lara? fragte sie. Ihre Stimme
klang belegt. Heiser. Ihre Atemzüge kamen schneller.
„Klar doch, morgen Mittag?“ erwiderte ich.
Ihr heftiges Atmen rauschte laut und tief in meinen Ohren. Ich
wartete. Schwieg. Lauschte. Wartete.
„12.30 Uhr Lara,“ antwortete sie schliesslich. Mit normaler,
entspannter und rauchiger Stimme.
„Ich werde da sein!“ Damit beendete ich das Gespräch.
(c) Lara Space
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