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    Raffaele


    Jenny sass an der Kuechenarbeitsplatte, den Ellbogen auf dem kuehlen Stein, das Handy in der Hand, das Display noch dunkel. Draussen war der Nachmittag vergangen, das Licht schob sich schraeg durch die Jalousien und legte Streifen auf den Boden, die langsam wanderten. Sie war allein im Haus, Jens war auf Dienstreise, und die Stille hatte eine Dichte, die sie seit Tagen spuerte, ohne sie benennen zu koennen.
    Sie oeffnete die App, nicht die, die sie sonst nutzte, sondern die andere, die sie vor drei Monaten angelegt hatte, aus einem Impuls heraus, den sie selbst nicht verstanden hatte. Jenny. Der Name war willkuerlich gewesen, eine Verkuerzung, die nichts mit ihr zu tun hatte und deshalb alles erlaubte. Sie hatte Bilder hochgeladen, zuerst zoegerlich, dann schneller, als sie gemerkt hatte, dass das Anonyme etwas freisetzte, das das Vertraute nicht erreichte. Ihre Achseln auf dem einen Foto, das Haar dort dunkel und struppig, wo andere Frauen in ihrer Altersgruppe laengst rasierten oder laserten. Ihre Fotze auf einem anderen, der Slip zur Seite geschoben, das Schamhaar wuchernd ueber den Stoff, auf die Oberschenkel hinaus, dort wo die Haut begann, die sie rasierte, weil sie das wollte, nicht weil es jemand verlangte.
    Sie hatte Kommentare gelesen, manche hoeflich, andere direkt, und sie hatte gelernt, dass ihr die Direktheit mehr gab. Die hoeflichen Saetze verschwendeten Zeit, bauten einen Rahmen aus Vorsicht, der sie langweilte. Die direkten Saetze trafen etwas, das sie nicht gewusst hatte, dass sie treffen wollte.
    Heute Morgen hatte sie den Status geschrieben, ohne lange zu ueberlegen. Stell dir vor, du koenntest mich fuer eine Nacht treffen. Was wuerdest du mit mir erleben wollen? Sie hatte die Tasse Kaffee gehoben, einen Schluck genommen, und dann das Handy beiseitegelegt. Die Frage war ein Experiment, nichts weiter. Sie wollte sehen, wie Menschen antworteten, wenn man ihnen eine Leerstelle hinlegte und sie selbst fuellen lassen musste.
    Jetzt, Stunden spaeter, sass sie wieder an derselben Stelle. Das Handy lag vor ihr, zwei Benachrichtigungen blinkten. Sie holte es heran, die Daumen ueber dem Display, und spuerte ein leichtes Ziehen im Unterleib, das sie ignorierte. Zwei Antworten. Sie wuerde sie nacheinander lesen, hatte sie sich vorgenommen, jede fuer sich, ohne den Blick voreilig zu verschieben.
    Sie tippte die erste auf.
    Der Name stand oben, ein Profilbild, das sie nicht kannte. Raffaele. Sie las den Text einmal durch, schnell, die Augen flogen ueber die Zeilen, und dann legte sie die Tasse weg, die sie in der anderen Hand gehalten hatte, und las ihn noch einmal, langsamer, Wort fuer Wort.
    Als erstes moechte ich deine Achselhaare lecken und dich dort schmecken. Wenn unsere Sinne davon aufgeputscht sind, moechte ich deine Fickfotze und die Arschfotze so lange mit Fingern, Fickstange und ggf. Faust bearbeiten, bis wir voellig erschoepft sind. Dabei moechte ich, dass wir uns im obzoensten dirty talk sagen, was wir alles voneinander wollen. Du bist sooo geil!
    Sie blieb sitzen, der Hintergrund verschwamm, die Kueche zog sich zurueck. Sie las den Absatz ein drittes Mal, und diesmal hoerte sie die Worte, wie sie gesprochen werden koennten, nicht nur geschrieben. Achselhaare. Fickfotze. Arschfotze. Fickstange. Faust. Die Worte waren grob, sie waren ungehobelt, und sie waren eindeutig. Niemand hatte hier einen Standardtext abgeliefert, den man auf jede beliebige Frau haette kopieren koennen. Jemand hatte gesehen, was sie gezeigt hatte, und hatte darauf geantwortet, nicht drumherum.
    Ihr wurde heiss, zuerst im Gesicht, eine Waerme, die von den Wangen ausging und sich nach unten zog. Gleich darauf spuerte sie es zwischen den Beinen, ein deutliches, langsames Ziehen, das sie nicht wegtat, das sie sitzen liess, um es zu fuehlen. Sie war feucht, ohne dass jemand sie beruehrt hatte, nur durch die Worte auf dem Display, durch die Bilder, die sie hervorgerufen hatten.
    Sie ging auf sein Profil. Kein Bild, kein Gesicht. Unter dem Namen die Jahreszahl. 1960. Sie blieb haengen, die Zahl stand dort wie eine Grenze, die sie sich selbst gezogen hatte, unsichtbar, aber fest. Maenner ueber 50, hatte sie gedacht, ohne es je auszusprechen, das ist nicht mehr meine Welt. Jetzt stand die Zahl vor ihr, und sie schob sie beiseite, nicht absichtlich, sondern weil etwas anderes staerker zog.
    Sie blaetterte zu den Bildern, die er kommentiert hatte. Ihre eigenen, sie erkannte sie sofort, und darunter seine Worte, aus derselben Zeit wie die Antwort auf ihren Status.
    Wie gerne wuerde ich an deinem riesigen Wichszapfen saugen und schmatzen und deinen Geruch und Geschmack in mich aufnehmen, bis du abgehst ..
    Sie stiess die Luft aus, ein kurzer, hoerbarer Laut in der stillen Kueche. Wichszapfen. Das Wort kannte sie, sie hatte es gelesen, unter anderen Kommentaren, aber jetzt, neben der Frage nach einer ganzen Nacht, setzte es tiefer an. Sie spuerte den Schlag genau dort, wo er den Mund haben wollte, einen Puls, der gegen das Hoeschen drueckte, das sie trug. Sie aergerte sich kurz ueber die Schnelligkeit ihrer Reaktion, ueber die Direktheit ihres Koerpers, und merkte zugleich, dass sie das Wort wollte, gerade weil es nicht zaertlich um die Sache herumging, weil es das nannte, was es war, ohne Schoenfaerberei.
    Weiter unten, unter dem Bild, auf dem der Slip die Behaarung nicht hielt, das dunkle Haar seitlich herauswuchs, ueber den Rand:
    Zu sehen, wie deine Fotzenbehaarung aus dem Slip wuchert, turnt mich wahnsinnig an! Mehr davon!
    Und bei den Oberschenkeln, dort, wo das Haar begann, das sie stehen liess, waehrend sie die Beine rasierte:
    Ich liebe borstige fotzenbehaarung, die sich bis auf die oberschenkel, die arschritze und die arschfotze ausbreitet. deinen wichszapfen wuerde ich so lange saugend und schmatzend bearbeiten, bis du im orgasmus abspritzt.
    Sie schob das Handy auf die Tischplatte, die Finger umklammerten den Rand. Sie blieb sitzen, atmete, und spuerte, wie die Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln sich ausbreitete, langsam, unaufhaltsam. In ihr lag Begehren und Rechnung gleichzeitig. Ein Mann, der fast zwanzig Jahre aelter war als sie, der ihre Achseln und ihre Fotze so genau ansah, als haette er lange darauf gewartet, dass jemand aufhoert, beides wegzuschaffen. Und sie selbst, die aus Neugier einen Satz in den Status gesetzt hatte und nun merkte, dass aus dieser Neugier laengst etwas anderes geworden war.
    Die zweite Antwort beruehrte sie nicht. Sie lag dort, ungelesen, unwichtig geworden, bevor sie ueberhaupt geoeffnet war.
    Sie griff wieder zum Handy. Ihre Finger tippten, langsamer als sonst, als haetten sie ploetzlich ein Gewicht. Ein Treffen kommt infrage, schrieb sie. Zuerst an einem oeffentlichen Tisch. Mit genug Abstand, um noch gehen zu koennen. Ein Zimmer habe ich vorsorglich genommen.
    Sie drueckte Senden, legte das Handy beiseite, und ging unter die Dusche, obwohl sie keine hatte nehmen wollen.

    Das Café lag in einer Seitenstrasse, die vom Hauptverkehr abgeschirmt war, mit Kopfsteinpflaster, das unter den Schuhen knirschte, und Fenstern, die ins Innere blickten liessen, ohne auszuspionieren. Sie kam nach ihm, absichtlich, weil sie den Moment des Hereinkommens wollte, das Sich-selbst-Sehen-lassen, bevor das Gespraech begann.
    Er sass an einem Tisch am Fenster, ein Mann mit grauem Haar, das noch dunkle Reste trug, und einer Haltung, die nicht entspannt war, sondern gespannt, als wuerde er auf etwas warten, das ihn veraendern koennte. Er trug ein Hemd, nicht ganz geschlossen, darunter eine dunkle Hose, nicht elegant, aber passend. Seine Haende lagen auf der Tischplatte, die Finger leicht gekruemmt, als haetten sie etwas zu tun verlernt.
    Sie setzte sich ihm gegenueber, behielt die Jacke an, eine leichte, schwarze, die sie ueber einem engen, grauen Kleid trug, das bis zu den Knien reichte. Sie griff nach der Karte, die dort lag, und dabei schob sich der aermel hoch, ein unbewusstes Ziehen, das sie oft tat, und das dunkle, dichte Achselhaar lag frei, ein Dreieck aus struppigem Braun, das sich gegen die helle Haut abhob.
    Sein Blick blieb dort einen Moment zu lang. Sie sah es, obwohl sie nicht hinsah, spuerte es an der Waerme, die an seinem Gesicht vorbeizog. Er holte den Blick zurueck, als haette er sich ertappt, und raeusperte sich, einen kurzen, trockenen Laut.
    „Ich hab die Frage wirklich nur aus Neugier reingestellt“, sagte sie und legte die Karte wieder hin, ohne sie gelesen zu haben. „Ich wollte sehen, was passiert, wenn man so einen Satz einfach hinstellt und die anderen selbst schreiben laesst. Es sind zwei Antworten gekommen. Du warst der Erste, und du hast zur selben Zeit unter die Bilder geschrieben. Genau das hab ich laenger gelesen als den Status.“
    Raffaele raeusperte sich noch einmal, suchte kurz nach einem Satz, und fand dann einen, der sich umstaendlicher anhoerte als alles, was sie unter den Fotos gelesen hatte.
    „Ich hab ueberlegt, ob ich ueberhaupt antworten soll“, sagte er. „Wegen dem Alter, meine ich. Und weil so eine Frage schnell nach Spiel klingt, und ich wollte nicht der sein, der sich da reinsetzt und hinterher merkt, dass er sich etwas zusammengereimt hat. Dann hab ich’s trotzdem geschrieben. Nicht besonders geschickt, wahrscheinlich. Aber ich wollte nicht wieder einen von diesen Saetzen abliefern, die nach Kompliment aussehen und nichts enthalten.“
    Sie sah ihn an, die Haende um die Tasse, die sie nicht geholt hatte, die aber vor ihr stand, als haette jemand sie hingesetzt, waehrend sie nicht aufgepasst hatte. Sie wartete, was nachkam, und spuerte, dass er das merkte, dass er den Druck ihrer Stille fuehlte.
    „Ich hab deine Bilder laenger angeguckt, als mir lieb ist“, fuhr er fort, und die Stimme blieb leise, als saessen am Nachbartisch Leute, die mithoeren koennten, obwohl der Raum fast leer war. „Die Achseln. Das Haar, das aus dem Slip kommt und auf die Schenkel geht. Ich wusste, wenn ich dir schreibe, muss ich das benennen, sonst sitzen wir nachher hier und tun so, als haetten wir ueber Wetter und Wein gesprochen. Gleichzeitig hab ich gedacht, du liest das und denkst, da schreibt einer, der nur eine Liste abarbeitet. Deshalb bin ich unsicher, ob der Text zu hart war. Fuer den Bildschirm ging er. Hier faellt’s mir schwerer.“
    „Der Text war hart“, sagte SIe, und ihre Stimme klang ruhiger, als sie sich fuehlte. „Aber er war klar. Deshalb sitze ich hier.“ Sie machte eine kurze Pause, liess den Blick ueber sein Gesicht wandern, die Falten, die nicht nur vom Alter kamen, sondern von etwas, das man nachdenklich nannte, wenn man es hoeflich sein wollte. „Sag mir in Ruhe, warum du zuerst an die Achseln willst. Die meisten tun so, als waere das ein Umweg. Etwas, das man nebenbei mitmacht, bevor man zum Wesentlichen kommt.“
    Er nickte, trank einen Schluck aus der Tasse, die vor ihm stand, und brauchte einen Anlauf, der sichtbar war, ein leichtes Zittern der Lippen, bevor sie sich oeffneten.
    „Weil dort der Geruch sitzt, den fast alle wegnehmen, und weil du ihn laesst. Ich will den Mund da haben, bevor sonst etwas passiert. Nicht als Nummer, die man absichtlich seltsam macht. Sondern weil mich das an dir festgehalten hat, schon unter den Bildern. Wenn das erst da ist, will ich weiter. An die Fotze, an den Arsch. Mit den Fingern, mit dem Schwanz. Die Faust hab ich hingeschrieben, weil sie fuer mich dazugehoeren kann, nicht weil ich glaube, dass man damit beweisen muss, wie weit man geht. Und ich will, dass wir dabei reden. Was wir wollen, waehrend wir es tun. Bei dir hab ich das Gefuehl, stumm zu bleiben waere das Falsche. Bloss sitze ich jetzt hier und merke, dass Schreiben einfacher war.“
    Sie spuerte unter dem Tisch wieder die Waerme, die sie in der Kueche gespuert hatte, und hielt die Tasse fester, als wuerde sie sonst wegrutschen. „Den Schwanz hast du unter dem einen Bild so genannt, als gaebe es dafuer keinen anderen brauchbaren Namen. Ich sag dir unumwunden, dass mich das Wort anmacht, gerade weil es unschoen ist. Die meisten tun so, als laege da unten etwas, das man nur streicheln darf. Du schreibst, du wuerdest daran saugen und schmatzen, bis ich abspritze. Steht das so, wie du es meinst, oder war das Mut auf der Tastatur?“
    Raffaele sah kurz zur Seite, aus dem Fenster, wo ein Radfahrer vorbeifuhr, dann wieder zu ihr, und seine Augen hatten eine Farbe, die sie nicht gleich benennen konnte, Gruen mit Braun, oder Braun mit Gruen.
    „Das meine ich so. Deine Klitoris ist gross, und ich will sie nicht nebenbei mitnehmen. Ich will den Mund dort lassen, bis du kommst. Das Haar gehoert fuer mich dazu. Das aus dem Slip, das auf die Oberschenkel, in die Ritze, an den Arsch. Fuer mich sieht das erst dann aus, wie es aussehen soll. Ich weiss, dass das grob klingt. Ich versuch gerade, es so zu sagen, dass du hoerst, dass ich dich will, und nicht, dass ich eine Seite aus einem Forum vorlese.“
    Sie lachte leise, ein kurzer Laut, der ihre Schultern hob. „Lass es wachsen, hast du geschrieben. Das klingt nach Aufforderung und nach Bitte zugleich. Ich lass es wachsen, weil ich das will, nicht weil jemand unter einem Bild darum bittet. Aber ich mag, wenn jemand das Bitten nicht versteckt. Deine Saetze unter den Fotos haben mich nass gemacht, bevor ich ueberhaupt ueberlegt habe, ob ich dir antworte. Das erfaehrst du jetzt, damit du weisst, worauf du triffst. Ich stehe auf das Haar. Ich stehe auf das Reden. Anal haengt bei mir nicht hinten dran, wenn vorne schon alles gelaufen ist. Die Faust kommt nur, wenn ich weit genug bin. Nicht weil sie in deinem ersten Text vorkommt.“
    Er atmete hoerbar aus, ein langsamer Laut, als haette er auf genau diesen Satz gewartet, ohne ihn verlangen zu duerfen. Seine Schultern sanken ein wenig, die Spannung, die sie in seiner Haltung gesehen hatte, veraenderte sich, wurde zu etwas anderem, nicht weniger intensiv, aber anders gelagert.
    „Gut“, sagte er. „Dann muss die Faust nicht fallen. Die steht da, weil sie moeglich ist. Ich will den Abend nicht abarbeiten. Ich will hoeren, was dir fehlt und was dir zu weit ist, und ich will das rechtzeitig merken, nicht erst, wenn ich schon irgendwo falsch bin. Dass du ueberhaupt gekommen bist, hab ich bis eben nicht fuer selbstverstaendlich gehalten.“
    Die Kellnerin kam, ein junges Maedchen mit einem Notizblock, und sie bestellten ein zweites Mal, er einen Espresso, sie einen Tee, obwohl beide ihre ersten Getraenke kaum angeruehrt hatten. Das Gespraech blieb bei der Sache, nur der Ton wurde lockerer, als haetten sie einen Raum betreten, in dem man sich umsehen konnte, ohne Angst haben zu muessen, sich zu verlaufen.
    Er fragte, seit wann sie die Achseln stehen lasse, und sie erzaehlte von der Entscheidung, die vor drei Jahren gefallen war, ohne dass sie es gross angekuendigt haette, einfach aufgehoert, das Rasiermesser zu nehmen, weil sie die Reizungen satt hatte und die Zeit, die es kostete. Er fragte, ob ihr auffalle, dass in Kommentaren oft erst hoeflich getan werde, bevor dann doch die Behaarung dran sei, und sie nickte, sagte, das Muster kenne sie, und ihr seien die direkten Saetze lieber als die, die drei Umwege nehmen, ehe sie Fotze sagten.
    Sie fragte ihn, ob das Reden bei ihm erst im Bett anfange oder schon vorher, und er ueberlegte, die Finger auf der Tassenunterseite, die er nicht bemerkte.
    „Beides“, sagte er schliesslich. „Weil mich das Benennen selbst anmacht. Das Wort in den Mund nehmen, es spueren, bevor es geschieht. Aber ich bin am Tisch noch der, der denkt, er koenne sich damit vermachen. Dass es zu viel wird, zu direkt, zu schnell. Du scheinst das anders zu sehen.“
    Sie sahen sich an, ueber den Tisch hinweg, und die Stille zwischen ihnen war keine Leere, sondern gefuellt mit dem, was gesagt worden war und was noch kommen wuerde. Die Tassen vor ihnen waren kalt geworden, die Kellnerin kam nicht mehr, und draussen hatte sich das Licht veraendert, war weicher geworden, naeher an dem, was man Abend nannte.
    Spaeter lag zwischen ihnen nichts mehr, das noch haette geprueft werden muessen. Sie hatten von Musik gesprochen, von Filmen, von Staedten, die sie beide kannten, und immer wieder war das Gespraech zurueckgekehrt, zu dem, was sie hierhergefuehrt hatte, wie ein Fluss, der nicht vergessen kann, wo er herkommt.
    „Das Zimmer ist um die Ecke“, sagte sie, als die Tassen abgeraeumt waren und sie aufstanden, die Jacke noch immer an, die Tasche ueber der Schulter. „Ich habe es heute Nachmittag genommen, falls wir uns das nach dem Kaffee noch geben. Wir geben es uns.“
    Raffaele nickte, etwas zu schnell, und laechelte unsicher, ein Zucken der Mundwinkel, das nicht ganz ein Laecheln war und nicht ganz etwas anderes.
    „Dann gehen wir. Bevor ich noch einen Satz anfange, den ich besser bleiben lasse.“
    Sie gingen nebeneinander, nicht beruehrend, die Seitenstrasse entlang, dann um die Ecke, wo ein kleines Hotel lag, dessen Eingang sie kannte, weil sie am Nachmittag schon einmal hier gewesen war. Die Rezeption war ein Schalter, hinter dem niemand sass, nur eine Klingel und ein Schild. Jenny laeutete, holte den Schluessel, ein altes Modell mit einer Nummer darauf, die sie nicht laut sagte.
    Der Flur war schmal, die Waende in einem Gelb gestrichen, das einmal heller gewesen war. Sie gingen nebeneinander, ihre Schritte fielen unterschiedlich, seine schwerer, ihre schneller, und dann standen sie vor der Tuer, die sie oeffnete, ohne dass er ihr dabei zusah.
    Das Zimmer war klein, ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl, ein Fenster, das auf einen Hof hinausging, wo eine Klimaanlage surrte. Sie legte die Tasche auf den Stuhl, zog die Jacke aus, langsam, nicht auffordernd, sondern weil sie warm war, und haengte sie ueber die Rueckenlehne. Darunter war das graue Kleid, eng an den Hueften, weiter oben, und ihre Arme waren frei, die dunklen Dreiecke unter den Achseln sichtbar, das Haar, das sie wachsen liess, seit drei Jahren, das jetzt struppig und dicht war, ein Kontrast zur glatten Haut ihrer Unterarme.

    Jenny machte nur die Stehlampe an. Das schwache Licht warf einen warmen Schein auf das aufgeschlagene Bett, das wie eine Einladung in der Mitte des Zimmers lag. Sie stellte die Tasche neben dem Kleiderschrank ab, zog die Jacke aus und blieb stehen, bis Raffaele endlich nachkam. Er hatte gezoegert, einen Moment lang auf dem Flur verharrt, als haette er noch immer die Moeglichkeit, sich umzudrehen.
    Er blieb einen Schritt zu weit weg. Die Distanz zwischen ihnen war fast greifbar, eine unsichtbare Grenze, die er nicht ueberschreiten wollte. Was er unter die Bilder geschrieben hatte, diese groben, unverbluemten Saetze ueber das Lecken ihrer Achseln und das Bearbeiten ihrer Genitalien, liess sich am Tisch im Café noch sagen. Da hatten Worte als Filter zwischen Wunsch und Wirklichkeit gestanden. Hier, im gedaempften Licht des Hotelzimmers, lag es ihm schwerer im Mund.
    Jenny sah ihn an. Seine Unsicherheit war deutlich ablesbar in der Art, wie er die Haende an den Seiten verkrampfte, wie sein Blick zwischen ihrem Gesicht und dem Boden hin und her wanderte. Sie wuerde nicht warten, bis er sich ueberwand. Sie wuerde ihm die Entscheidung abnehmen.
    Sie nahm das Shirt ueber den Kopf. Der Stoff rutschte leise ueber ihre Haut, fiel zu Boden. Die Achseln lagen frei, dunkel, dicht, ungeschnitten. Das Haar dort war fein, aber zahlreich, eine natuerliche Krone, die sie seit Monaten nicht mehr angefasst hatte. Raffaele erstarrte. Sein Atem ging einen Moment langsamer, als haette er vergessen, wie das Lungenfuellen funktionierte.
    „Du wolltest hier anfangen", sagte sie. Ihre Stimme war ruhig, fast beilaeufig, als wuerde sie ueber das Wetter sprechen. „Also fang an."
    Raffaele trat naeher, ein halber Schritt, dann noch einer. Er hob die Haende, die Finger leicht geoeffnet, als wollte er etwas Beruehren, das sich in Luft aufloesen koennte, und liess sie wieder sinken. Seine Unschluessigkeit war beinahe beruehrend in ihrer Nacktheit.
    „Am Tisch ging das noch", sagte er. Seine Stimme klang rau, tiefer als zuvor. „Da sass ich mir erst mit dem Handy und dann gegenueber von dir, und die Worte waren nur Worte. Jetzt stehst du da, und ich weiss nicht, ob ich gleich mit dem Mund rangehen soll."
    „Ja", sagte Jenny. Keine Frage, keine Bitte um Erlaubnis. Eine einfache Bestaetigung dessen, was er selbst geschrieben hatte. „Mit dem Mund. Genau das hast du geschrieben."
    Er beugte sich. Die Bewegung war langsam, fast zoegerlich, als wuerde er sich an kaltes Wasser herantasten. Zuerst die Nase, ein kurzes Schnuppern, das Einatmen des Geruchs, den er so oft beschrieben hatte. Dann die Lippen. Die Haare waren rau und warm unter seinem Mund, eine Textur, die er so noch nicht kannte, obwohl er sie sich in unzaehligen Naechten ausgemalt hatte. Darunter der Geruch ihrer Haut, nicht parfuemiert, nicht versteckt, sondern echt und unverfaelscht. Der Geruch eines langen Tages, der sich in den feinen Haerchen festgesetzt hatte.
    Jenny hob den Arm, einen langsamen, bewussten Schwung, und liess ihn dort. Ihr Handgelenk beruehrte seine Wange, leicht, ohne Druck.
    „Bleib", sagte sie. „Nicht gleich weiter. Erst das."
    Raffaele blieb mit dem Mund in ihrer Achsel, nahm das Haar zwischen die Lippen und liess die Zunge langsam durch das Dichte gehen. Die einzelnen Haerchen kratzten sanft gegen seine Zunge, ein Widerstand, der sein Atmen beschleunigte. Jenny hob den anderen Arm ebenfalls und lehnte den Hinterkopf gegen die Wand hinter sich. Ihre Brust hob sich beim Atmen, ein langsamer Rhythmus, der ihn in seinen Bewegungen leitete.
    „Du musst nicht so tun, als koenntest du mich kaputtmachen, wenn du fester leckst", sagte sie. Der Satz kam in einem Zug, fluessig, ohne die Zoegerlichkeit, die andere Frauen an den Tag legten, wenn sie ueber ihre eigenen Wuensche sprachen. „Ich hab dich extra hierher mitgenommen, weil du geschrieben hast, dass du zuerst die Achselhaare lecken und mich dort schmecken willst, und genau das sollst du jetzt tun, gruendlich und ohne die ganze Zeit nachzufragen, ob das noch in Ordnung ist."
    Er brummte gegen ihre Haut, ein tiefes Vibrieren, das sie in den Rippen spuerte. Er leckte tiefer in die Grube, wo das Haar dichter wurde und der Geruch intensiver. Als er sprach, kamen die Woerter feucht und undeutlich zwischen dem Haar haengenbleibend, halb verschluckt von ihrer Haut.
    „Ich frag nicht, weil ich das nicht will", sagte er, und seine Stimme zitterte leicht vor Anstrengung, den Mund nicht ganz wegzunehmen. „Sondern weil es sich am Bildschirm leichter geschrieben hat, als es sich jetzt anfuehlt, wo du wirklich den Arm hochhaeltst und ich den Geruch endlich da habe, den ich unter den Fotos nur behaupten konnte. Du schmeckst nach Haut und nach dem Tag, und das Haar kratzt mir an der Zunge, und ich koennte hier bleiben, bloss weiss ich nicht, wann ich auf die andere Seite darf."
    Jenny drehte den Oberkoerper ein Stueck, eine fliessende Bewegung, die ihre Brueste im Halbschatten des Lampenlichts schaukeln liess. Sie bot ihm die zweite Achsel an, ohne ihn von der ersten wegzuschieben, einfach nur durch die Drehung zugaenglich machend, was er sich ersehnt hatte.
    „Jetzt die andere", sagte sie, „und du bleibst genauso lange dort, weil du beide gemeint hast und nicht nur die, die zufaellig zuerst offen war, und waehrend du leckst, redest du weiter, damit ich hoere, dass du merkst, wo du den Mund hast, und nicht nur irgendwas abarbeitest, das du dir vorher aufgeschrieben hast."
    Raffaele wechselte die Seite. Seine Lippen glitten ueber ihre Haut, nass hinterlassend, wo er gewesen war. Er nahm die zweite Achsel genauso gruendlich in den Mund, das Haar, die warme Grube, der Geruch, der sich jetzt fest in seinem Gesicht setzte, eine Maske aus ihrem Duft. Jenny hob den anderen Arm und streckte sich, eine Katze, die sich sonnte, waehrend sie mit der freien Hand an seinen Guertel ging. Die Finger fanden die Schnalle, oeffneten sie mit einer Bewegung, die uebung verriet.
    „Ich mach dir die Hose auf", sagte sie, ohne die Stimme zu senken, als haette sie nicht gerade einen fremden Mann an den unrasierten Achseln geleckt. „Weil ich deinen Schwanz im Mund haben will, bevor du irgendwoanders weitermachst." Der Bund glitt herunter, schwer, und er fuellte ihre Hand, warm und bereits angeschwollen. „Du kannst an der Achsel bleiben, solange ich ihn anfasse."
    Er liess ihre Achsel los, setzte sich auf die Bettkante, sein Gesicht noch feucht von ihr, und sah zu, wie Jenny vor ihm auf die Knie ging. Der Teppichboden war weich unter ihren Knien, eine kleine Nachgiebigkeit, die sie nicht brauchte. Sie hielt den Schaft in der Hand, befuehlte das Gewicht, den Daumen ueber die schon feuchte Spitze, wo sich die erste Fluessigkeit gesammelt hatte.
    „Wenn du das jetzt machst", sagte Raffaele, und sein Atem ging schneller, unregelmaessig, „muss ich mich sehr zusammennehmen." Der Satz kam laenger und unsicherer als alles, was er nachts unter die Bilder gesetzt hatte, diese kuehnen Versprechen von Zungen und Fingern. „Ich hab den ganzen Nachmittag daran gedacht, wie sich das anfuehlen wuerde, und jetzt kniest du vor mir, die Achseln noch nass von meinem Mund, und ich hab Angst, dass ich zu schnell bin oder zu grob oder dass ich den Mund halte, obwohl du gerade gesagt hast, dass du das Reden brauchst."
    Jenny beugte sich ueber ihn. Ihr Haar fiel nach vorne, streifte seine Oberschenkel, eine zusaetzliche Beruehrung, die ihn zittern liess. Sie strich mit der Zunge einmal breit ueber die Eichel, einen langen, langsamen Strich, und blieb knapp davor, ihn ganz zu nehmen. Ihr Atem war warm auf seiner Haut, ihr Mund so nah, dass er die Feuchtigkeit spueren konnte.
    „Dann nimm dich zusammen", sagte sie, „und sag mir, wie sich das anfuehlt, sobald ich ihn drin hab, und du kommst nicht in meinem Mund, jedenfalls nicht jetzt, weil ich ihn spaeter noch brauchen will."
    Sie nahm ihn in den Mund. Zuerst nur die Eichel, fest mit den Lippen geschlossen, eine Art Versiegelung, die ihn in ihr Gefangener sein liess. Die Zunge lag flach an der Unterseite, still, wartend, waehrend sie ihn spueren liess, was es bedeutete, von ihr umschlossen zu sein. Dann schob sie sich tiefer, langsam, Millimeter fuer Millimeter, bis der Schaft schwer auf der Zunge lag und Speichel an ihrem Kinn herunterlief, eine schimmernde Spur auf ihrer Haut.
    Raffaele griff ins Laken hinter sich, die Finger krallten sich in den Stoff, den Kopf nach hinten geworfen. Er brauchte einen Moment, einen langen, keuchenden Moment, bevor der Satz kam.
    „Dein Mund ist nass und eng", sagte er atemlos, die Worte stossweise, als wuerden sie gegen seine Zaehne geprallt. „Und ich spuer jede Bewegung, weil du nicht nur rauf und runter gehst, sondern mit der Zunge arbeitest, als wolltest du ihn wirklich schmecken und nicht bloss abfertigen. Ich muss mich festhalten, dass ich dir nicht in den Hals stosse, und gleichzeitig will ich genau das, bloss tu ich's nicht, weil du gesagt hast, dass du ihn selbst nimmst, und ich will das nicht kaputtmachen, nur weil es sich besser anfuehlt, als ich's mir am Nachmittag zusammengereimt hab."
    Jenny liess ihn ein Stueck heraus, nicht ganz, nur so weit, dass die Spitze noch zwischen ihren Lippen lag. Sie speichelte nach, eine bewusste Geste, die ihn ansehen liess, wie sie ihn vorbereitete, nahm ihn wieder bis knapp an die Grenze, wo ihr Gaumen ihn empfing, und blieb dort, die Kehle eng um die Spitze, die Hand fest am restlichen Schaft, die sie nicht aufnehmen konnte. Als sie zurueckkam, wischte sie sich nicht einmal den Mund. Der Speichel glaenzte auf ihrem Kinn, verschmierte sich mit dem, was sie von ihm abbekommen hatte.
    „Du schmeckst nach Geilheit", sagte sie, und ihre Stimme war rau, veraendert von der Beanspruchung. „Und nach dem, was schon rauswill. Ich blas dich jetzt so, wie ich das will, langsam und tief, und du haeltst still und redest weiter, auch wenn dir die Woerter wegbleiben, weil ich sonst aufhoere und dich sitzen lasse."
    Sie setzte ihre Bewegungen fort, einen langsamen, tiefen Rhythmus, der ihn in den Wahnsinn treiben musste. Ihr Kopf bewegte sich vor und zurueck, ihr Haar schleifte ueber seine Schenkel, und der einzige Laut war das nasse Schmatzen ihres Mundes an ihm, unterbrochen nur von seinen gequaelten Atemzuegen.
    „Ich spuere", begann er, und seine Stimme brach beinahe, „deinen Mund ueberall, und ich weiss nicht, wie lange ich das aushalten kann, ohne dass ich komme, und du hast gesagt, nicht jetzt, also denke ich an etwas anderes, an die Rechnungen, die ich noch bezahlen muss, aber das funktioniert nicht, weil deine Zunge gerade ueber die Unterseite faehrt, und ich kann nicht mehr denken, ich kann nur noch fuehlen, und das ist genau das, was du wolltest, nicht wahr?"
    Jenny antwortete nicht mit Worten. Sie nahm ihn tiefer, bis ihre Nase an seinem Bauch stiess, einen Moment lang ganz, vollstaendig, und dann wieder zurueck, einen langsamen, qualvollen Rueckzug. Ihre Augen waren offen, blickten zu ihm auf, und darin lag etwas, das er nicht benennen konnte, eine Mischung aus Macht und Lust und der reine, unverfaelschte Genuss daran, ihn zu kontrollieren.
    Er war nah, sehr nah, sie spuerte es an der Art, wie er in ihr zuckte, an den Spasmen, die er unterdrueckte. Sie liess ihn los, einen letzten, langen Zug mit der Zunge ueber die Spitze, und zog sich zurueck. Er starrte auf sie hinab, atemlos, verwirrt, sein Schwanz zuckend in der Luft, wo ihr Mund gewesen war.
    „Jetzt du", sagte sie, und ihre Stimme war fest, trotz ihres raschen Atems. „Ich will deinen Mund an mir spueren. Nicht fragen, nicht zoegern. Komm her."
    Raffaele kniete sich vor sie. Seine Bewegungen waren fast mechanisch, getrieben von einem Beduerfnis, das groesser war als seine Unsicherheit. Er drueckte das Gesicht zuerst ins Haar, das dunkle, wuchernde Dreieck zwischen ihren Beinen, und blieb dort, atmete tief, ein Geruch, der ihn ueberwaeltigte, ihn betrunken machte ohne Alkohol. Er rieb die Wange dagegen, als muesse er sich das festmachen, was er bisher nur unter den Bildern gesehen hatte, muesse es sich einpraegen, unter die Haut bekommen. Das Haar war struppig, warm, schon feucht an den Ansaetzen, wo ihre eigene Naesse begann.
    Erst danach suchte er den Kitzler. Seine Zunge fand ihn fast von allein, geleitet von dem, was sie ihm gesagt hatte, von dem, was er unter den Fotos beschrieben hatte. Er nahm ihn zwischen die Lippen und sog, langsam, schmatzend, die Nase immer noch im Haar, als koenne er beides nicht loslassen, den Geruch und den Geschmack.
    Jenny stuetzte sich hinter sich auf dem Bett ab, die Ellbogen auf die Matratze gepflanzt, und machte die Beine weiter auf. Ihre Hueften kreisten leicht, eine unwillkuerliche Bewegung, die mehr von ihm verlangte.
    „Bleib genau da, wo du jetzt bist", sagte sie, und ihre Stimme zitterte leicht, das erste Anzeichen von Nachgiebigkeit in ihrer Kontrolle. „Und nimm ihn richtig in den Mund, nicht nur so darueber hin, weil der Kitzler Druck braucht und ich das spueren will, waehrend du unten an mir rumliegst. Zwei Finger darfst du auch, bloss nicht gleich mit allem, was du in der Hand hast."
    Er schob zwei Finger in sie. Sie war nass genug, dass es hoerbar war, ein feuchtes, schmatzendes Geraeusch, das im Zimmer widerhallte. Er liess den Mund am Kitzler, saugte rhythmisch, und als er sprach, kamen die Woerter gegen ihre Haut, vibrierten durch sie hindurch.
    „Du bist schon ganz offen", sagte er, und seine Stimme war gedaempft, verstaerkt durch die Naehe zu ihrem Fleisch. „Und das Haar klebt mir an Mund und Fingern, und der Kitzler liegt so schwer auf der Zunge, dass ich merke, warum ich das unter dem Bild so genannt hab. Ich koennt so bleiben. Ich will auch. Bloss sag, wenn's zu fest wird. Am Bildschirm klingt das immer klarer, als es sich anfuehlt, wenn du wirklich vor mir sitzt."
    Jenny schob ihm die Huefte entgegen, eine forsche Bewegung, die seine Finger tiefer rutschte liess und seinen Mund den Kitzler ganz einnehmen liess. Das Schmatzen wurde lauter, unordentlicher, ein Geraeusch, das keine Scham kannte, und dazwischen hoerte man, wie seine Hand in ihr arbeitete, die Finger kreisten, suchten, drueckten.
    „So", sagte sie, und das Wort entwich ihr wie ein Seufzer, „genau so, du saugst an dem Ding und fickst mich mit den Fingern, und ich will das hoeren, was du dabei denkst, auch wenn's dreckig rauskommt und du glaubst, das klingt zu grob fuers erste Mal. Ich komm gleich. Halt den Mund nicht weg, wenn's soweit ist."
    Raffaele blieb dran. Er sog fester, nahm den Kitzler tiefer, die Lippen um die Basis geschlossen, und hakte die Finger, dass er sie von innen mitnahm, eine Massage, die auf ihre Worte hin perfektioniert wurde. Seine Zunge strich ueber die Spitze, immer wieder, ein rhythmisches Pulsieren, das ihren Atem beschleunigte.
    „Du wirst enger und nasser", sagte er gegen sie, und seine Worte waren kaum mehr als Luft, feucht und heiss auf ihrer Haut. „Und ich schmeck dich schon den ganzen Mund voll, Haar und Haut und den Kitzler, der mir gegen den Gaumen stoesst. Komm ruhig. Ich bleib da. Ich will das halten, was ich dir geschrieben hab, und nicht aufhoeren, bloss weil ich merke, wie fest du wirst."
    Jenny kam mit einem tiefen Laut, kein Schrei, sondern etwas Urspruengliches, das aus ihrem Zentrum zu kommen schien. Ihre Schenkel zitterten ihm gegen die Schultern, die Muskeln spannten sich, entspannten sich, spannten sich wieder in Wellen, die ihre Fotze um seine Finger zogen. Sie drueckte ihm den Kopf ins Haar, hielt ihn dort, waehrend der Krampf durch sie hindurchlief, langsam nachliess, sie schlaff zurueckliess.
    Er leckte nach, langsamer, sanfter, ein Nachwirken des Sturms, und liess die Finger erst herausgleiten, als sie die Huefte zuruecknahm, als wuerde sie ihn entlassen. Sie sass da, die Beine noch offen, das Haar an den Schenkeln feucht und verklebt, der Kitzler noch dick und glaenzend von seinem Mund.
    Jenny holte Luft, tief, mehrmals, ihre Brust hob und senkte sich in einem Rhythmus, der langsam ruhiger wurde. Dann zog sie ihn an den Schultern zu sich, eine Einladung, keine Forderung, und er kam, setzte sich wieder auf die Bettkante, wo er vorher gesessen hatte, als waere nichts geschehen.
    Sein Schwanz stand vor ihr, nass von ihrem Speichel, noch hart, unbeachtet in der Zeit, die vergangen war. Sie beugte sich vor, nahm ihn in den Mund, langsam, ein paarmal tief, eine Erinnerung daran, wie er schmeckte, und liess ihn wieder los. Ihre Lippen glaenzten.
    „Jetzt will ich dich in meiner nassen Fickfotze spueren."
    Die Worte fielen schwer zwischen ihnen, unverbluemt, genau das, was sie beide wollten. Sie legte sich aufs Bett, den Ruecken auf die Matratze, und machte die Beine auf. Das Haar lag nass an den Schenkeln, eine dunkle Karte ihres Verlangens, der Kitzler noch dick und glaenzend, geschwollen von seinem Mund. Ihre Fotze war offen, bereit, die inneren Schamlippen sichtbar, feucht und einladend.
    Raffaele kniete sich zwischen ihre Beine. Seine Haende zitterten leicht, als er die Eichel nahm, durch die Naesse strich, die sie fuer ihn bereithielt. Dann schob er sich hinein, langsam, Zentimeter fuer Zentimeter, bis er ganz in ihr war, bis sein Bauch gegen ihren stiess und sie beide den Atem anhielten.
    Einen Moment blieb er nur liegen. Sie spuerte ihn in sich, pulsierend, warm, schwer. Dann begann er zu stossen, erst kurz, fast zoegerlich, dann tiefer, selbstsicherer. Das Haar an ihren Schenkeln wurde feucht, klebte an ihm, klebte an ihr, eine Verbindung aus ihren Koerpern. Jenny hakte die Fersen gegen seine Hueften, fand Halt, kam ihm entgegen.
    „Du bist viel enger", sagte er heiser, nah an ihrem Ohr, sein Atem heiss auf ihrer Haut, „als ich dachte. Viel enger und viel nasser, und ich spuere jeden Zentimeter, und das ist gut, weil sonst waer ich schon gekommen, so oft wie du mich vorher an der Kante gehalten hast."
    Danach war eine Weile nur das nasse Geraeusch zwischen ihnen, das rhythmische Schmatzen ihrer Verbindung, unterbrochen von seinen Stoehnen und ihren unterdrueckten Lauten. Raffaele stiess tiefer, gleichmaessiger, fand einen Rhythmus, der ihn tragen konnte, und Jenny nahm ihn jedes Mal bis zum Ansatz, ihre Hueften hoben sich ihm entgegen, trafen seine Stoesse in der Mitte.
    Zwischen ihnen war es laut, nass, eine Feuchtigkeit, die sich ausbreitete, die Laken unter ihnen durchtraenkte. Das Haar an ihren Schenkeln klebte ihm an Haut und Scham, ein zusaetzlicher Reiz, ein staendiges Erinnern daran, wer sie war, was sie ihm gegeben hatte. Bei jedem Stoss rieb der Kitzler vorn gegen ihn, eine doppelte Empfindung, die ihn schneller machte, unruhiger.
    Jenny krallte sich ins Laken, die Finger weiss vor Anspannung, den Mund offen, kein Laut mehr, nur das Atmen. Sie holte ihn mit den Hueften nach, traf seinen Rhythmus, verstaerkte ihn. Sie sagte wenig, brauchte keine Worte mehr, ihre Koerper sprachen fuer sie. Ab und zu nur ein Laut, wenn er besonders tief kam, wenn er einen Winkel fand, der sie ueberraschte.
    Dann fasste sie nach seiner Hand, die neben ihrem Kopf auf der Matratze lag, und zog sie zwischen sich. Ihre Finger fanden seine, leiteten sie, legten sie auf den Kitzler, wo ihre Koerper sich trafen.
    „Den Kitzler", sagte sie, und ihre Stimme war kaum mehr als ein Hauch, rau von den vielen Lauten. „Fest."
    Er nahm ihn in die Hand, umfasste ihn, fand den Rhythmus, den er mit den Hueften setzte, und rieb im Takt. Jenny wurde enger um ihn, eine Reaktion, die sie nicht steuern konnte, die Naesse lief ihm an die Eier, eine zusaetzliche Feuchtigkeit, die alles noch schluepfriger machte. Sie kam mit einem tiefen Stoehnen, das aus ihr herausbrach wie ein Gestaendnis, die Schenkel hart gegen seine Hueften gepresst, die Fotze zog sich in Wellen um den Schaft, massierte ihn in ihrem Hoehepunkt.
    Raffaele blieb tief und hielt still, spuerte ihren Orgasmus an sich, in sich, und wartete, bis es nachliess, bis sie unter ihm schlaff wurde, nur noch atmend.
    Jenny atmete gegen seine Schulter, ihr Mund offen an seiner Haut, und liess die Beine noch eine Weile offen, eine Einladung, die er nicht annehmen musste, die er aber auch nicht ablehnte. Er war noch in ihr, halb hart, halb weich, ein angenehmes Gewicht, eine Verbindung, die sie nicht trennen wollte.
    „Bleib noch drin", sagte sie, und ihre Stimme war sanft nun, erschoepft, zufrieden. „Nur nicht so hart."
    Er verstand. Er blieb, bewegte sich nicht, liess sie ihn spueren, ohne zu fordern, ohne zu draengen. Sie lagen da, zwei Koerper, die gefunden hatten, wonach sie gesucht hatten, und die Zeit hielt an, bis einer von ihnen den naechsten Atemzug wagte.

    Raffaele zoegerte noch einen Moment, seine Hand ruhte schwer und warm auf ihrer Huefte, dann glitt er mit dem Daumen tiefer, zwischen ihre Arschbacken. Jenny spuerte die Beruehrung an dem dunklen, feinen Haar, das sich dort sammelte, wo sie sich seit Monaten nicht mehr rasiert hatte. Ein kleiner Wuchs, den sie absichtlich wachsen liess, weil sie wusste, wie es sich anfuehlte, wenn Finger oder Zungen daran strichen, wenn sie die Weichheit zwischen den haerteren Konturen ihrer Backen spuerte. Sie drehte das Gesicht weiter zur Seite, presste die Wange in das Kissen, und wartete. Ihr Atem ging flach, fast unhoerbar, waehrend sie spuerte, wie er sich positionierte, wie sein Gewicht sich verlagerte auf dem Bett.
    Sein Zeigefinger fand den kleinen, zusammengezogenen Ring. Er strich darueber, nicht draengend, eher erforschend, massierte ihn mit kreisenden Bewegungen, die langsam intensiver wurden, bis das Gefuehl von Fremdheit zu etwas Vertrautem wurde, zu etwas, das sie oeffnen wollte. Dann drueckte er vorsichtig dagegen, und Jenny atmete einmal tief aus, bewusst, entspannte den Muskel mit einer uebung, die sie sich selbst beigebracht hatte ueber all die Jahre allein, und er ging hinein. Der Finger glitt langsam in ihr enges Arschloch, Millimeter um Millimeter, und sie spuerte jede einzelne Stufe der Dehnung, wie sich der Ring um seine Haut schloss, wie die Waerme sich ausbreitete in ihr. Er war komplett versunken, bis zum dritten Knoechel, und sie spuerte das Pulsieren ihrer eigenen Adern darum herum, die rhythmische Waerme seiner Haut tief in ihr, das leichte Brennen, das nicht wehtat, sondern nur bestaetigte, dass sie hier war, dass sie das nahm.
    Raffaele bewegte den Finger vorsichtig, kreiste damit in ihr, eine sanfte Bewegung, die sie von innen heraus streichelte, dann zog er ihn fast heraus, bis nur noch die Spitze in ihr war, und schob ihn wieder tief hinein, volle Laenge, ohne Hast. Jenny stoehnte in das Kissen, der Laut blieb gedaempft haengen im Stoff, ein heiseres Vibrato, das nur sie hoeren konnte. Ihr Ruecken war hohl gewoelbt, die Arschbacken willig auseinander, sie bot sich ihm dar in einer Haltung, die sie kannte, die sie gelernt hatte zu lieben. Er holte Speichel nach, sie hoerte das feuchte Geraeusch hinter sich, strich damit ueber das dunkle Haar zwischen ihren Backen, und sie spuerte die Naesse kuehl auf ihrer Haut, bevor er den zweiten Finger an den engen Ring setzte.
    Der Druck war staerker jetzt, ein doppelter Widerstand, den sie bewusst durchatmete. Jenny presste den Hinterteil gegen seine Hand, nicht passiv, sondern fordernd, nahm ihn, und die beiden Finger schoben sich in ihr Arschloch, sicherer jetzt, nasser. Naesse aus seiner Hand mischte sich mit ihrem eigenen Saft, der aus ihrer offenen Fotze lief, und sie spuerte, wie er ihre Innenseiten der Schenkel hinunterlief, klebrig und warm. Das Haar zwischen ihren Arschbacken kratzte sanft an seinem Handruecken, jedes Mal wenn er tiefer ging, ein animalisches Gefuehl, das sie schaudern liess, nicht vor Kaelte, sondern vor der Intensitaet ihrer eigenen Reaktion. Sie wollte mehr, immer mehr, diese Dehnung, die sie an ihre Grenzen fuehrte und dann darueber hinaus.
    Sie stoehnte wieder, diesmal lauter, und Raffaele bewegte die Finger in ihr, spreizte sie ein wenig, zog sie fast heraus, bis sie den Verlust spuerte, den leeren Schreck, und dann schob er sie bis zum Anschlag vor, und sie fuehlte sich voll, gestopft, richtig. Aus ihrer Fotze lief warme Naesse die Schenkel hinunter, mischte sich mit dem Speichel an seinem Handgelenk, als er sich ueber sie beugte, um tiefer zu kommen. Jenny klammerte sich ins Laken, die Knoechel weiss vor Anspannung, waehrend sie gegen seine Hand drueckte, sich oeffnete, sich hingab.
    „Noch einen“, sagte sie heiser, ihre Stimme gedaempft vom Kissen, fast unverstaendlich, aber er verstand sie, sie wusste es an der Art, wie seine Finger in ihr verharrten, wie er atmete, schneller jetzt.
    Raffaele nahm den dritten Finger dazu. Jenny krallte sich fester ins Laken, senkte den Ruecken tiefer, liess ihren Koerper ganz locker werden, Muskeln, die sie bewusst entspannte, eine nach der anderen. Drei Finger drueckten gegen ihren Anus, dehnten ihn, und sie nahm sie, nicht ohne Anstrengung, sie spuerte das Brennen, das staerker wurde, aber sie atmete hindurch, entspannte den Bauch, und dann waren sie drin, tief drin, und der Ring schloss sich um seine drei Finger, fest, aber nicht mehr straff, willig geoeffnet. Ihre Fotze darunter war offen und nass, sie spuerte die Luft darauf, den Kitzler hart und drueckend gegen das Laken, unberuehrt und doch so nah.
    Raffaele blieb eine ganze Weile nur dabei, machte ihr Arschloch weiter auf, holte Speichel nach, wenn es zu reiben anfing, und fickte sie langsam mit den Fingern. Der Widerstand gab nach, Muskeln entspannten sich um die rhythmische Bewegung, und Jenny begann, gegen seine Hand zu stossen, tiefer, hungrig, nicht mehr wartend, sondern fordernd. Sie wollte diese Vorbereitung, diese Geduld, die er aufbrachte, sie wollte, dass er sie bereit machte fuer mehr, fuer alles.
    Sie griff nach hinten, blind, ihre Hand fand seine andere, die noch auf ihrer Huefte ruhte, und zog sie zwischen ihre Beine, an die nasse, offene Fotze, direkt an die Stelle, wo sie am meisten brannte. „Da rein. Die ganze Faust.“ Ihre Stimme zitterte nicht, sie war Befehl und Bitte zugleich, ein Laut, der aus tiefer Notwendigkeit kam.
    Raffaele zoegerte nicht. Er zog die Finger aus ihrem Arsch, langsam, und sie fuehlte, wie sie offen blieben, wie die Luft kuehl darauf strich, ein verlassenes Gefuehl, das nur Sekunden dauerte. Dann setzte er die Finger an ihre Schamlippen, die dick und heiss waren, noch nass von ihrem vorherigen Kommen, als er sie mit der Zunge bedient hatte, bevor sie sich umdrehte. Die Lippen schwollen vor Blut, dunkler geworden, und er strich erst einmal darueber, bevor er sich positionierte. Er faltete die Hand, drehte sie leicht, den Daumen in die Handflaeche eingeklemmt, und drueckte gegen den Eingang. Jenny schob die Huefte zurueck, keuchte laut auf, ein Laut, der sich aus ihrer Kehle rang, und nahm ihn.
    Zuerst gingen die Finger in ihre Fotze, vier davon, glitten in die Naesse, dann die Knoechel, ein breiterer Widerstand, und sie drueckte sich gegen ihn, entspannte, atmete, und dann die ganze Faust, bis sein Handgelenk zwischen ihren behaarten Schamlippen verschwand. Das Schamhaar, das sie gepflegt wachsen liess, nicht wild, sondern absichtlich, eine dunkle Krone ueber ihrer Spalte, lag ihm nass ueber dem Unterarm, klebte an seiner Haut, als er sich noch tiefer schob, bis er nicht weiter konnte. Jenny stoehnte tief aus dem Bauch heraus, ein Tierlaut, ungezuegelt, und blieb auf den Knien, waehrend seine Faust vollstaendig in ihr sass, schwer und fest und unbeweglich.
    „Fick mich damit“, sagte sie, und ihre Stimme brach fast, so sehr brauchte sie die Bewegung.
    Er bewegte die Faust in ihr. Nicht hart, aber fest, langsam heraus, bis die Finger fast an ihrem Eingang zerrten, und wieder tief hinein, eine rhythmische Dehnung, die sie spuerte bis in den Bauch. Der Kitzler rieb dabei gegen sein Handgelenk, bei jedem Stoss, und Jenny spuerte, wie sich alles in ihr zusammenzog, Wellen der Lust, die durch ihren Unterleib pulsierten, nicht nur an der Oberflaeche, sondern tief, wo seine Faust sie fuellte. Die Schenkel zitterten, ihre Fotze zog sich in engen Kontraktionen um seine Faust, rhythmisch, unaufhaltsam, und warme Naesse lief ihm ueber die Hand bis zum Unterarm, ihr Saft, der herausgepresst wurde von der Intensitaet. Sie kam daran, heftig, unkontrolliert, die Hueften zuckend gegen seine Hand, waehrend sie schrie in das Kissen, ein gedaempftes, gurgelndes Geraeusch.
    Er liess sie durch, hielt die Faust still in ihr, waehrend sie zuckte und sich krampfte, bis der Krampf nachliess und ihr Atem wieder gleichmaessiger wurde, flacher, erschoepft. Dann zog er sie langsam heraus, Zentimeter um Zentimeter, und sie fuehlte, wie sich ihr Eingang dabei weitete, wie die Muskeln sich um seine austretenden Finger schlossen. Ihre Fotze blieb einen Moment klaffen, nass, dunkelrosa im Halbdunkel des Zimmers, das Haar an den Innenseiten ihrer Schenkel klebte vom Saft, der ihre Haut bedeckte.
    Jenny atmete schwer, ihre Brust hob und senkte sich sichtbar, dann sagte sie, ohne sich umzudrehen, ihre Stimme rau und fest: „Jetzt den Schwanz. In den Arsch.“
    Ihr Arschloch war schon offen von seinen Fingern, leicht geroetet, bereit, willig. Sie spuerte es, wie es sich oeffnete und schloss, ein leeres Pochen, das nach Fuellung verlangte. Raffaele holte noch einmal Speichel, strich ueber das dunkle Haar an ihrem After, das feucht geworden war von ihrer eigenen Erregung, von allem, was aus ihr geflossen war, und setzte die Eichel seines harten Schwanzes an das nasse Loch. Sie war gross, sie spuerte die Waerme, die Groesse, den Druck, und sie senkte den Oberkoerper tiefer, die Arschbacken weiter auseinander, bot sich ihm ganz dar, eine Geste der voelligen Hingabe.
    Er schob sich vor, langsam, behutsam, und sie spuerte, wie sich der Ring weitete, mehr als bei den Fingern, eine andere Art von Dehnung, voller, draengender. Die Eichel durchbrach den Widerstand, glitt hindurch, und er blieb liegen, nur die Spitze in ihr, waehrend sie sich daran gewoehnte. Jenny fluchte ins Kissen, kurz, heiser, ein Laut zwischen Schmerz und Verlangen, der sie selbst ueberraschte, dann kam sie ihm entgegen, drueckte sich zurueck, forderte mehr. Sein Schwanz glitt tiefer in ihr Arschloch, Zentimeter um Zentimeter, und sie spuerte jede Stufe, wie er sie fuellte, wie er Platz beanspruchte in ihr, bis er vollstaendig in ihr sass, bis zum Ansatz, seine Hueften gegen ihre Backen gepresst. Das Haar an ihren Backen lag ihm am Unterbauch, feucht und dunkel, eine feuchte Verbindung zwischen ihnen.
    Er fickte sie so. Tiefe, gleichmaessige Stoesse, die Haende fest an ihren Hueften, jeder Schub schob seinen Schwanz bis zum Ansatz in ihr Arschloch, dann fast heraus, bis sie den Verlust fuerchtete, und wieder hinein, voll und fest. Zwischen ihnen war es laut und nass, das rhythmische Schmatzen ihrer Verbindung, das Knacken des Bettes unter ihnen, ihr Atem, der sich mischte zu einem undeutlichen Klang der Intimitaet. Jenny stoehnte bei jedem Stoss, den Kitzler gegen das Laken gedrueckt, unberuehrt und doch am Rand, und nahm ihn ganz, jeden Zentimeter, bis sie spuerte, wie seine Eichel gegen etwas Weiches in ihr stiess, einen Punkt, der sie zittern liess.
    Raffaele beugte sich ueber ihren Ruecken, seine Brust beruehrte ihre Schulterblaetter, warm und schwer, und stiess noch ein paarmal fest zu, tief und hart, die Kontrolle verlierend. Sie spuerte, wie er anschwoll in ihr, wie seine Haende zitterten an ihren Hueften, wie sein Atem heiss an ihrem Nacken war.
    „Ich komm“, keuchte er, ein warnendes Fluestern.
    „Dann komm“, sagte sie, und ihre Stimme war ruhig, beinahe sanft, eine Erlaubnis, die alles enthielt.
    Er blieb tief in ihrem Arsch stecken, ganz hinten, und spritzte ab. Der Samen schoss in Schueben in ihr Arschloch, heiss und dick und unendlich viel, mehr, als sie erwartet hatte, eine Fuelle, die sie spuerte, wie sie sich ausbreitete in ihr. Jenny spuerte jeden Puls, wie sein Schwanz in ihr zuckte, rhythmisch, unaufhaltsam, wie sich die Ladung in ihr sammelte, Schwall um Schwall, wie er ihr Inneres fuellte mit seiner Waerme. Er stiess nach, noch einmal, nochmals, pumpte mehr in sie, jede Bewegung presste mehr aus ihm, bis nichts mehr kam, bis er leer war, ausgepumpt in ihr. Er blieb stecken, atemlos ueber ihr, sein Gewicht auf ihrem Ruecken, schwer und besitzergreifend.
    Als er seinen Schwanz langsam aus ihrem Arschloch zog, zentimeterweise, spuerte sie das Vakuum, den Verlust, und dann lief der Samen hinterher, weiss, klebrig, ueber das dunkle Haar am After, das ihn auffing wie ein duennes Netz, die Schenkel hinunter aufs Laken, wo er klebrige Spuren hinterliess. Ihr Arschloch blieb einen Moment offen, klaffend, Samen trieb in einem dicken Faden aus, schwer und langsam, dann zog es sich langsam wieder zusammen, klebrig und nass, verschlossen mit seiner Fluessigkeit in ihr.
    Jenny blieb noch auf den Knien, den Atem schwer, die Schenkel zitternd, waehrend sie die Nachwirkungen spuerte, das Pochen, das langsam nachliess, das volle Gefuehl, das sie behielt. Dann liess sie sich auf die Seite fallen, rollte sich auf den Ruecken, starrte an die Decke, die Augen offen und leer vor Erschoepfung und Zufriedenheit. Raffaele setzte sich neben sie auf die Bettkante, seine Hand lag auf ihrem Schenkel, schwer und warm, ein Anker, der sie in der Realitaet hielt.
    Eine Weile sagten sie nichts. Man hoerte den Fernseher im Gang, gedaempft, eine fremde Stimme, die ueber etwas sprach, das keine Bedeutung hatte, und ihren Atem im Zimmer, langsam wieder gleichmaessiger werdend, synchronisiert fast. Das Laken war nass unter ihnen, von ihr, von ihm, von allem zusammen, eine Landkarte ihrer Vereinigung.
    Schliesslich stand Jenny auf. Ihre Beine waren noch leicht wackelig, die Muskeln nach der Anspannung schwer, und sie ging ins Bad, die Tuer hinter sich schliessend. Wasser lief, lange, das Rauschen durchdrang die duenne Wand, ein weisses Rauschen, das Raffaele auf der Bettkante sitzen liess, starrte auf das zerknitterte, feuchte Laken, auf die dunklen Flecken zwischen den Falten, die er kannte, die er gemacht hatte.
    Als Jenny zurueckkam, trug sie wieder Unterhose und Hemd, die Zeichen der Normalitaet, die sie wieder anlegte wie eine Haut. Ihr Haar war feucht, sie hatte sich gewaschen, das Gesicht noch rot von der Anstrengung und der Hitze, die in ihr gewesen war. Raffaele zog sich an, langsam, mechanisch fast, als wuerde er sich aus einer anderen Welt zurueckholen, die Hose, das Shirt, die Jacke ueber den Arm. Er blieb an der Tuer stehen, unschluessig, als suchte er noch etwas in dem kleinen Raum, das er mitnehmen koennte, einen Geruch, einen Laut, ein Versprechen.
    „Danke“, sagte er schliesslich. Seine Stimme war rau, noch nicht wieder ganz sein, von dem, was zwischen ihnen geschehen war. „Nicht so dahergesagt. Ich mein das. Dass ich dich ficken durfte. Dass du meine Faust in deine Fotze genommen hast, bis ich bis zum Handgelenk in dir steckte. Und dass ich dir in den Arsch spritzen durfte, dass mein Samen jetzt noch in dir ist.“
    Er pausierte, suchte nach Worten, die nicht banal klangen, die das Gewicht tragen konnten, das er fuehlte.
    „Ich hab den ganzen Nachmittag unter deine Bilder geschrieben und gedacht, das bleibt Kommentare. Tut’s nicht. Du hast mich reingelassen. In die Fotze, mit der Faust, in den Arsch. Das vergesse ich nicht.“
    Jenny lehnte an der Tuerzarge und sah ihn an. Ihre Augen waren ruhig, fast weich, der Ausdruck darin schwer zu deuten, obwohl er es versuchte, suchte nach einem Zeichen. Sie sagte nichts eine Weile, liess seine Worte im Raum stehen, schwer wie Samen.
    „Gut“, sagte sie dann. „Dann weisst du’s.“
    Raffaele nickte, suchte noch einen Satz, der alles zusammenfassen koennte, was er fuehlte, diese Dankbarkeit, dieses Staunen, diese Begierde, die schon wieder wach wurde, und liess ihn bleiben. Es gab keinen, nicht hier, nicht jetzt, nicht in Worten.
    „Schreib, wenn du willst“, sagte Jenny, und es war keine Aufforderung, nur eine Moeglichkeit, die sie offen hielt.
    „Ich schreib.“
    Dann ging er. Die Schritte im Gang, entfernten sich, die Treppe hinunter, ein Rhythmus, der langsam verklang. Jenny machte die Tuer zu, blieb einen Moment stehen, die Hand noch auf der Klinke, und atmete aus, tief, als wuerde sie etwas loslassen, das sie festgehalten hatte. Dann ging sie zurueck ins Zimmer.
    Das Laken war nass. Zwischen den Falten klebte sein Samen, weissliche Flecken auf dem grauen Stoff, die im Halbdunkel fast silbern schimmerten. Sie stand am Bettrand, sah darauf hinab, und spuerte, wie noch immer etwas von ihm in ihr tropfte, langsam, unaufhoerlich, eine warme Spur, die sie mit sich trug, eine Erinnerung, die sich nicht waschen liess.
     
      Posted on : Sep 23, 2026
     

     
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