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    Agrippina 2


    Vorwort zu meinen BDSM-Geschichten, um Missverständnissen vorzubeugen. Bitte lesen!

    Nichts von dem, das hier niedergeschrieben ist, entspricht meinen persönlichen moralischen Vorstellungen, die von Toleranz für die Verschiedenartigkeit jedes Menschen geprägt sind.

    Es handelt sich um Fantasien, die seit meiner Kindheit, zunächst ohne mein Zutun auftauchten, später von mir als Gegenpol zu den Widrigkeiten des realen Lebens genossen wurden.

    Etliche dieser Märchen der Grausamkeit habe ich niedergeschrieben, etwa so, wie ein Krimiautor eben über Morde fantasiert, die zu begehen er sicher nicht vorhat.

    Wer Fantasien ins reale Leben einbringen will, muss sich bewusst sein, dass es in der Realität Grenzen gibt, persönlicher Natur durch die Leidensfähigkeit der Partnerin, des Partners, moralischer Natur, was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem andern zu und legistischer Natur in Form der Gesetze.

    Fantasien dagegen sind wie Träume, grenzenlos, bunt und unverbindlich, dienen lediglich der eigenen Lust und der Lust der Leserin, des Lesers.

    Wer diesen Unterschied zwischen dem realen Leben und reiner Fantasie nicht zu verinnerlichen bereit ist, sollte hier aufhören zu lesen und sich anderen Dingen zuwenden.

     Agrippina 2 

             Kaum aus dem Circus maximus zurückgekehrt, ließ sich die Kaiserin von ihren herbeieilenden Dienerinnen entkleiden und in eine hauchdünne Tunika hüllen. Nachdem sie ihren schwächlichen Gatten Claudius ermordet und ihrem Sohn Nero zur Kaiserwürde verholfen hatte, war sie nun eine Frau von 39 Jahren, voll erblüht und gepflegt. Das Schauspiel in der Arena hatte ihre Sinne angesprochen und sie in eine sexuelle Erregung versetzt, die sie gierig nach weiteren Grausamkeiten machte. Sie erinnerte sich an die Gotenprinzessin Amala und ließ sie rufen. Sie witterte instinktiv eine verwandte Seele in ihr.

                Bald stand das Mädchen vor ihr, in dem kurzen Kleid der Gladiatorinnen, einer Palla ähnlich. Stolz und trotzdem ehrerbietig verbeugte sie sich vor der Kaiserin. Als Kriegssklavin waren ihr die Handgelenke mit Stricken hinter dem Rücken gebunden. Agrippina befahl, ihr die Fesseln abzunehmen. Sie musterte das Mädchen wohlwollend und fragte:

    „Amala, Prinzessin der Goten, jetzt aber Sklavin der römischen Kaiserin, wie alt bist Du?“

    „Ich bin 22 Jahre alt, Herrin!“

    „Du sprichst sehr gut in unserer Sprache, Amala! Sprichst Du auch andere Sprachen?“

    „Ja, Herrin. Alle germanischen Idiome natürlich, aber auch das Griechische und das Arabische! Ich hatte hervorragende Lehrer und weilte als Gesandte in verschiedenen Ländern!“

    „Beim Jupiter, Amala, Du bist ein brauchbares Mädchen. So jung und schon so klug! Wenn Du mir feierlich schwörst, jeden meiner Befehle zu befolgen und niemals in Deinem Leben irgendetwas zu meinem Schaden zu unternehmen, lasse ich Dich nicht wieder fesseln. Willst Du das?“ Begeistert und mit leuchtenden Augen erwiderte die Prinzessin:

    „Ja, Herrin, das will ich. Ich will alles tun, was Ihr verlangt, wenn ich nur nicht gefesselt in einem Kerker einem ungewissen Schicksal entgegensehen muss!“ Lauernd fragte die Kaiserin:

    „Ich bin aber eine grausame, launische Herrin! Vielleicht will ich Dich quälen?“

    „Tut mit mir, was Ihr wollt, Gebieterin. Ich kann Schmerzen ertragen und ich kann Euch auf eine Weise dienen, die Euch mehr nützt, als wenn Ihr mich quält!“, erwiderte das Mädchen stolz.

    „Wie meinst Du das, kleine Hexe?“

    „Ich weiß, dass Ihr grausam seid, Herrin! Euer Ruf ist bis in unsere Lande gedrungen. Ihr genießt es, starke Männer oder Frauen zu demütigen, zu benutzen und zu foltern. Dabei kann ich Euch behilflich sein, Euch Arbeit abnehmen und vielleicht unbekannte Genüsse verschaffen. Ich glaube, das Schauspiel in der Arena hatte Euren Beifall, Herrin, oder nicht?“, erklärte sie eifrig und bemüht. Die Kaiserin lachte und meinte mit vor Erregung heiserer Stimme:

    „Da kannst Du sicher sein, Amala. Am Liebsten würde ich gleich weiter tun!“

    „Was sollte Euch daran hindern, Gebieterin? Darf ich einen Vorschlag machen?“ Vergnügt und gut gelaunt antwortete Agrippina:

    „Du darfst, jugendliche Zeremonienmeisterin!“ Die Prinzessin strahlte und bat:

    „Herrin, es sind unter den Gefangenen Eures Sohnes, des Kaisers und unter jenen, die Euch zugeteilt wurden, viele meiner Verwandten und Gespielinnen. Lasst mich aus ihnen etwa zwanzig Mädchen und Frauen aussuchen, die mir ähnlich sind, nehmt diese unter Eid und Ihr habt eine Truppe, die Euch treu ergeben ist, nicht nur Eure sexuellen Gelüste imstande ist zu befriedigen, sondern auch eine treue Schutztruppe ist, denn man hört in den Verliesen so Manches darüber, dass Ihr Neider habt, die Euch Übles sinnen. Darf ich?“ Finster blickend starrte die Kaiserin vor sich hin. Sie überlegte hin und her, dann sagte sie:

    „Du sprichst mir aus der Seele Mädchen, ich dachte bereits Ähnliches! Selbst mein eigener Sohn neidet mir meine Macht! Amala, Du bist ein Schatz! Ich beauftrage Dich, hundert Frauen und hundert Männer Deines Stammes auszusuchen, mir vorzustellen und mir Treue schwören zu lassen!“ Amala verbeugte sich erfreut und mit flammendem Gesicht und erwiderte feurig:

    „Herrin, Ihr werdet es nicht bereuen. Ich bringe Euch die Stärksten und Treuesten meines Stammes. Wir werden Euren Palast von menschlichem Ungeziefer befreien. Auch darüber konnte ich schon einige Dinge vernehmen!“

    „Gut, Amala, dann gehen wir. Ich stelle Dich als meine neue Kammerfrau vor, wir holen aus den Verliesen Deine Stammesgenossen heraus und dann zeige ich Dir meine Stallungen und meine Arena und natürlich meine privaten Folterräume! Aber Du wolltest einen Vorschlag machen?“

    „Ja, Herrin, wenn Ihr erlaubt? Aber die Stallungen braucht Ihr mir nicht zu zeigen, Pferde interessieren mich nicht!“

    „Ach Du Dummchen, Amala!“, unterbrach die Kaiserin das Mädchen, „Ich meinte die Stallungen meiner Sklaven und Sklavinnen, meiner Gladiatoren und Gladiatorinnen!“ Amala wurde ganz rot im Gesicht, aber sie antwortete tapfer:

    „Verzeiht, Herrin, dass ich Euch missverstand! Aber das hat auch mit meinem Vorschlag zu tun. Eure Palastdiener stehen größtenteils auch im Sold Eures Sohnes, Ihr seid von Verrat umgeben, Herrin. Ich hörte viele einschlägige Berichte in den Verliesen und konnte selbst einige Eurer Gefängniswärter belauschen. Mein Vorschlag lautet dahin, Herrin, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und alle Verräter und Verräterinnen der Folter zu unterwerfen. Da der Fisch vom Kopfe stinkt, würde ich vorschlagen, mit dem Palastvorsteher und Eurer Kammerfrau zu beginnen. Wie ich hörte, sind die beiden Mann und Frau und haben einen Sohn und eine Tochter. Selbstverständlich werden sie leugnen. Wir müssen sie mit Hilfe ihrer Untergebenen überführen und mit der Drohung die Kinder zu foltern zum Geständnis bringen und danach bestrafen. Einige der korrupten Gefängniswärter kenne ich. Ihr ersucht den Vorsteher und seine Frau bei einer Befragung dabei zu sein, meine Leute führen die Beamten vor und nehmen die Kinder in Gewahrsam. Ihr werdet sehen, dass wir vollkommene Geständnisse bekommen!“ Agrippina hatte finster zugehört, offenbar erwog sie den Gedanken, dass sie sich bei einer Zustimmung ganz in die Hand dieser Germanenhorde begab, andererseits waren ihr selbst schon viele Umstände aufgefallen, die den Ausführungen Amala’s entsprachen. Auch hatten manche vornehme Römer bereits Germanen als Leibwache und rühmten deren Treue und Unbestechlichkeit, also gab sie sich einen Ruck und stimmte zu:

    „Beim Jupiter, Mädchen, Du bist ja eine ganz infame Palastintrigantin. Es geschehe wie Du vorschlugst. Ich hoffe nur, dass Du Dich nicht irrst, Amala!“

    „Niemals Herrin! Ihr gebt mir und meinen Leuten Sicherheit und Schutz und ich werde alles, alles daransetzen, Euch zu schützen und zu dienen!“

    „Also dann komm, Amala, legen wir die Fallen aus!“

     

     

    Für abends wurde eine Gerichtssitzung anberaumt, zu der alle Palastbewohner eingeladen waren. Zu diesen Sitzungen erschienen alle gerne, weil die Delinquenten, meist Diebe oder Räuber, aber auch Huren und Lustknaben, Ehebrecher und ähnliches Gesindel immer auf eine höchst anregende und unterhaltsame Weise zur Erlangung eines Geständnisses gefoltert und danach sofort bestraft wurden. Der Palastvorsteher und die Kammerfrau saßen wie immer seitlich vor der Kaiserin, rechts und links, je vier Germaninnen zwischen ihnen und Agrippina, was sie schon ein wenig befremdete, aber als eine der Launen der Kaiserin gedeutet wurde, ebenso wie die Tatsache, dass die Ausgänge und die Wände des Saales von Germanen besetzt waren. Die drei Delinquenten, in Ketten und Eisen gelegt, wurden von je vier kurz geschürzten Germanenmädchen vorgeführt. Das erzeugte ein verwundertes Raunen, da es sich um Palastbewohner handelte, nämlich die drei Gefängniswärter, die im Solde Nero’s standen. Sie wehrten sich und schimpften, hatten aber keine Chance gegen die Amazonen. Zwei der Männer wurden beiseite geführt, der dritte stand, gehalten von den vier Germaninnen vor dem erhöhten Richterpodest, auf dem oben die Kaiserin saß, davor links und rechts der Palastvorsteher und die Kammerfrau, dazwischen die acht Germanenmädchen und an der Seite Agrippina’s Amala. Der Mann stierte die vielen Mädchen und die Kaiserin lüstern an. Letztere fragte:

    „Du bist Solennus, einer meiner Gefängniswärter?“

    „So ist es, Herrin!“

    „Du hast mir einen Treueid geschworen?“

    „Ja, Herrin!“

    „Warum fängst Du dann meine Boten ab, nimmst ihnen die Briefe weg und folterst sie, um zu erfahren, an wen der Brief gerichtet ist?“ Blöd glotzte er die Kaiserin an und stotterte:

    „He., Herrin! Das würde ich nie tun, das ist eine Verleumdung!“

    „Ha, Elender! Du wagst es, mich eine Verleumderin zu nennen?“ Zu den Mädchen gewendet befahl sie:

    „Nehmt ihm die Fesseln ab!“  Die Ketten fielen, aber die Manschetten an Handgelenken, Hals und Fußgelenken blieben.

    „Zieh’ Dich aus!“ kam der nächste Befehl mit kalter Stimme. Verständnislos starrte der Kerl die Kaiserin an, dann fiel sein Blick auffordernd auf den Palastvorsteher, der tatsächlich erregt aufsprang und zur Kaiserin gewandt meinte:

    „Herrin, Ihr greift zu ungewöhnlichen Mitteln. Der Mann ist doch noch Angeklagter, kein überführter Verbrecher!“

    „Setzt Euch, Quintus Quadrus! Und wahrt Eure Zunge, wenn Ihr nicht in den Verdacht geraten wollt, mit Verbrechern gemeinsame Sache zu machen! Der Mann ist durch glaubwürdige Zeugenaussagen mehrfach überführt ein Verräter zu sein, ein Meineidiger und ein Grausamer gegenüber Unschuldigen!“ Kleinlaut setzte sich der Palastvorsteher nieder, warf einen Blick zu seiner Frau, die statt ihm in die Bresche sprang:

    „Herrin, wollt Ihr uns Frauen nicht diesen Anblick eines nackten, einfachen Mannes ersparen?“

    „Ach Quiriniana, Ihr seid doch sonst nicht so prüde. Ich erinnere mich an viele Befragungen, bei denen Ihr mit leuchtenden Augen, offenem Mund und eifrigen Händen die Qualen der nackten Männer und Frauen verfolgtet. Seid Ihr etwa auch mit von dem Komplott?“ Entrüstet setzte sich die Kammerfrau. Agrippina fragte den Angeklagten noch einmal:

    „Also, ziehst Du Dich jetzt aus, oder sollen die Mädchen das für Dich tun?“ Diese traten drohend an ihn heran. Daraufhin begann er mürrisch seine Kleidung abzustreifen und stand nackt vor dem Podium. Angesichts der vielen jungen Frauen vor ihm und um ihn herum stand sein Schweif wippend und hart schräg nach oben. Alle blickten schweigend und fasziniert auf diesen pulsierenden Schwanz. Dann begann eines der Mädchen zu kichern, andere stimmten ein, eine lachte, andere folgten, bis der ganze Saal in brausendes Gelächter ausbrach. Hochrot im Gesicht, wütend und beschämt stand er da. Eine kleine Handbewegung der Kaiserin brachte atemlose Stille. Klar und hart kamen ihre Worte:

    „Nimm Deinen Schweif in die Hand und wichse Dich selbst. Wir alle wollen sehen, ob Du ein ausdauernder Liebhaber gewesen wärest und wie weit Du spritzen kannst!“  Die Kammerfrau sprang wieder auf und rief:

    „Herrin, ich bitte Euch! Diese Demütigung eines verdienten Palastbeamten vor unser aller Augen……!“ Sie wurde von der Kaiserin unterbrochen:

    „Schweige sie und setze sie sich, Quiriniana! Oder soll ich Euch dazu abkommandieren, ihm behilflich zu sein?“ Die Frau gehorchte kleinlaut und erschrocken. So hatte die Kaiserin noch nie mit ihr gesprochen. Diese wandte sich ruhig an den Angeklagten und befahl:

    „Du kannst beginnen! Lass Dir ruhig Zeit! Es wird die letzte Lust Deines Lebens sein. Sieh die vielen hübschen Mädchen hier, in den kurzen Kleidern, die wohlgerundeten Schenkel, Du darfst den Blick auch auf mich lenken, sieh her, ich spreize meine Beine…!“ Dem Mann fielen fast die Augen aus den Höhlen, während er auf den entblößten Schoß seiner Kaiserin starrte. Ein Raunen ging durch den Saal. Gierig und wild bearbeitete er sein Glied und spritzte seinen weißen Saft auf den Boden. Stier und stur blickte er in dem Saal herum. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Die Kaiserin schloss ihre Beine züchtig wieder und sagte mit schneidender Stimme:

    „Das war eine erbärmliche Vorstellung, Solennus. Ich bemitleide jede Frau, die jemals mit Dir zu tun hatte. Du bist ein Versager. Jetzt auf die Knie mit Dir. Binnen zwei Minuten hast Du den Boden sauber geleckt und alles geschluckt, verstanden?“ Zögernd und verständnislos, empört, gedemütigt und zornig stand er da. Zwei Mädchen packten ihn, rissen ihm die Arme auf den Rücken, zwangen ihn in die Knie und drückten seinen Mund auf den ersten Patzen seines Spermas. Gehorsam leckte er ihn auf und alle weiteren, bis der Boden glänzend rein war.

    „Steh auf!“, befahl die Herrscherin. Mühsam und ächzend erhob er sich. Sie fuhr fort:

    „Nachdem Deine Eier nun leer sind, können wir nur hoffen, dass Dein Hirn nicht, wie es das Sprichwort sagt, dort drin gewesen ist, sondern sich noch in Deinem Kopf befindet. Du wirst es benötigen! Also sag mir, warum Du meine Briefe abgefangen und meine Dienerinnen und Diener gefoltert hast! Aber schnell!“ Ein flinker Blick des Angeklagten zu dem Palastvorsteher, der unmerklich den Kopf schüttelte. Frech leugnete er:

    „Herrin, es kann sich nur um Verleumdungen handeln, die man Euch berichtet hat!“

    „Du armseliger Tropf. Mir scheint, dass Dein Gehirn doch dort unten war!“ Zu den Mädchen ein halblauter Befehl:

    „Erster Grad!“ Daraufhin hakten diese kurze Ketten mit Griffen in die Hand- und Fußmanschetten ein, Amala eilte hinzu und hakte ihre Kette in den Halsring und dann begannen die fünf Mädchen ein aufregendes Ballett der Qualen, ohne ihn zu berühren, nur mit den kurzen Ketten, zerrten sie Arme und Beine auseinander, verschränkten sie, rissen sie hoch, ließen ihn taumeln, waagrecht schweben, zu Boden fallen, streckten ihn aus, ballten ihn zusammen. Scheinbar mit ungeheurer Leichtigkeit fügten sie ihm Schmerzen zu, die ihn aufbrüllen ließen. Wie rasend versuchte er sich zu wehren, vollkommen vergebens. Er war den Mädchen ausgeliefert. Die schrieen auch: kurze, wilde Schreie der Lust. So manches Weib im Publikum versenkte die Hand im Schoß und die Kaiserin genoss das Schauspiel, indem sie ungeniert ihre Brüste durch das dünne Gewand knetete. Nach fünf Minuten leistete Solennus keinen Widerstand mehr, nach zehn Minuten war er vollkommen erschöpft. Die Mädchen rissen ihn hoch und ließen ihn einfach aus Kopfhöhe auf den Bauch fallen. Schnell wie der Blitz waren die Ketten gelöst und alle starrten auf den geschundenen Körper, der sich träge wie ein Wurm vor dem Podest auf dem Boden krümmte und wand.

    „Steh auf, Du jämmerlicher Wicht!“, fauchte Agrippina. „Gibst Du jetzt zu, dass Du meine Briefe abgefangen hast? Oder soll ich die Mädchen noch ein Mal auf Dich loslassen?“

    „Nein, nein, Herrin! Bitte, nur das nicht!“ Dabei erhob er sich stöhnend und zitternd.

    „Nun, Solennus, ich warte auf Antwort!“, forderte Agrippina. Der Kerl wand sich, suchte nach Ausflüchten, aber als die Kaiserin schon die Hand hob, als Zeichen die Folterung fortzusetzen, entfuhr ihm das Geständnis:

    „Ja, Herrin, ich fing Eure Kuriere ab und befragte sie über den Adressaten!“ Schweiß stand auf seiner Stirne, er konnte kaum sprechen so heiser vor Aufregung war seine Stimme.

    „Warum?“, kam es schneidend von der Herrin. Er wand sich innerlich, suchte nach einer Ausrede, seine Gedanken waren ihm ins Gesicht geschrieben, schließlich glaubte er eine Erleuchtung zu haben:

    „Ich wollte Geld damit verdienen, Herrin!“

    „So, so, Du Lump! Wer gab Dir denn Geld für diese Mitteilungen?“ Entsetzt fuhr er auf und schrie:

    „Gnade, Herrin, Gnade. Das kann ich nicht verraten, niemals, gerade Euch nicht Herrin!“

    „Schau, schau!“, höhnte die Kaiserin. „Seit Neuestem entwickeln unsere Verbrecher ein Ehrgefühl oder soll ich sagen Solidarität. Ich weiß die Antwort bereits. Ich wollte Dir Nichtsnutz und uns allen das folgende erbärmliche Schauspiel ersparen. Aber vielleicht lernst Du etwas daraus!“  Zu den Mädchen gewendet zischte sie:

    „Zweiter Grad!“ Diese eilten flink heran, zerrten dem Mann die Beine auseinander und machten sie in dieser gegrätschten Stellung an Ösen im Boden fest, seine Handgelenke wurden mit kurzen Ketten an die Haken zweier Flaschenzüge angeschäkelt und so weit nach oben und außen gezogen, dass er wie ein großes X ausgespannt dastand und außer dem Kopf nichts bewegen konnte, wehrlos allen Angriffen ausgesetzt war. Alle erwarteten atemlos eine Auspeitschung. Stattdessen öffnete die Kaiserin ihre Beine weit und zog den Saum ihrer leichten Tunika hoch und die Mädchen auf dem Podium taten es ihr gleich. Ein Raunen der Erregung huschte durch den Saal. Trotz der erlittenen Schmerzen und der ausgespannten Haltung hob sich Solennus’ Glied ruckweise und wies eisenhart und wippend gegen das Podium. Das Raunen ging in ein erwartungsvolles Stöhnen über. Drei Mädchen traten näher, die anderen beiden zogen sich zurück. Keine hatte eine Peitsche in der Hand, zwei standen rechts und links seitlich vor ihm, Amala genau hinter ihm. Plötzlich ein Klatschen, ein brünstiger Schrei der Qual, der in ein pausenloses Schmerzgeheul überging, die Kleidersäume fielen ebenso plötzlich wieder, das Klatschen setzte sich fort. Im ersten Moment wusste niemand so recht, was da geschah. Amala hatte blitzschnell und kräftig von hinten einen Tritt in die Eier angebracht und gleich darauf mit dem zweiten Fuß, danach eines der Mädchen von vorne seitlich, dann das andere. Das hatte das Klatschen von nackter Haut auf nackter Haut erzeugt, denn die Mädchen trugen ja nur die Schnürsandalen. Sie traten mühelos und ganz präzise zu, ein wenig unregelmäßig, damit das Ganze nicht monoton wurde. Ihre spitzen, anfeuernden Schreie der Lust, mit denen sie die Tritte begleiteten, gingen in dem unmenschlichen Geheul des getretenen Mannes unter. Er bäumte sich in der Fesselung auf, soweit diese es zuließ, wodurch die Obszönität des Geschehens noch verschärft wurde. Wieder verließ ihn nach etwa fünf Minuten die Kraft zum Widerstand und nach zehn Minuten hing er schluchzend in den Fesseln und reagierte auch auf die härtesten Tritte nicht mehr.

    „Solennus! Wem hast Du meine Briefe gegeben? Wem hast Du Bericht über die Befragung meiner Angestellten erstattet? Rede, oder sollen wir fortsetzen?“

    „Nein, nein, beim Jupiter, nein. Ich…, ich musste alles…, nein Herrin, ich kann Euch das nicht sagen. Oh Jupiter hilf, ich muss es sagen, ich, ich musste es dem Geheimsekretär des Kaisers, Eures Sohnes bringen! Beim Zeus, jetzt ist es heraus!“

    „Dein Glück, Bursche! Die Mädchen hätten Dich zu Tode getreten und ich hätte keinen Finger gerührt, hätte es genossen, Dich zappeln zu sehen, Dich schreien zu hören und Dein Flehen um Gnade zu übergehen. Aber nun kommen wir zur entscheidenden Frage: Wer gab Dir den Auftrag diesen Verrat zu begehen?“ Verzweiflung zeichnete sich in seinem Gesicht ab, ein flehender Blick schoss zu dem Palastvorstand. Der sprang auf und flehte bebend:

    „Herrin, seid doch nicht allzu streng. Solennus hat genug gelitten, entlasst ihn bitte!“

    „Quintus Quadrus! Ich warne Euch zum letzten Mal! Wenn Ihr Verbrecher in Schutz nehmt, macht Ihr Euch selbst verdächtig! Setzt Euch wieder nieder und verhaltet Euch ruhig. Eure Zeit kommt noch!“ Schwitzend und höchst beunruhigt nahm Quintus wieder Platz. Unruhig schweiften Seine Augen herum auf der Suche nach einem Entkommen. Seine Frau hatte das Spiel schon durchschaut. Sie verabschiedete sich von der Kaiserin, um nach den Kindern zu sehen. Finster blickte ihr Gemahl ihr nach. Die Kaiserin wandte sich Solennus wieder zu.

    „Schurke! Gib mir sofort die Namen Deiner Auftraggeber! Du wirst es bereuen, wenn Du es nicht tust!“

    „Herrin, das könnt Ihr nicht verlangen, bitte, ich bin durch einen Eid gebunden. Ihr werdet mich doch nicht meineidig werden lassen!“

    „Kerl! Bist Du so frech oder bist Du so blöd? Merkst Du nicht, was Du da zusammenredest. Auch Deinen Eid mir gegenüber hast Du doch gebrochen, oder?“

    „Ja, Herrin, aber der andere war älter!“ Da schaute selbst die Kaiserin ein wenig perplex drein und schrie:

    „Beim Jupiter! Das schlägt dem Fass den Boden aus. Dann warst Du schon als ich Dich vereidigte entschlossen, diesen Eid zu brechen?“

    „Ja, Herrin!“

    „Ich wünsche Namen zu hören! Wer hat Dich beauftragt mich auszuspionieren?“

    „Herrin, ich kann Euch die Namen nicht nennen!“ Brüsk wandte sich Agrippina an die Mädchen und rief mit heller Stimme:

    „Dritter Grad und keine Schonung!“ Mit unglaublicher Behändigkeit wurde Solennus umgedreht und hing nun kopfüber gespreizt vor Agrippina

           

     

                                     Wie von Zauberhand schwang Amala eine lange Bullenpeitsche, deren Ende eine derart hohe Geschwindigkeit erreicht, dass Haut beim Auftreffen zerfetzt wird. Zehn Mal schlug sie mit aller Kraft zu. Jeder Hieb hinterließ einen aufplatzenden Striemen und hatte ein Geheul des Gepeitschten zur Folge. In ohnmächtiger Qual rüttelte er an den Fesseln, wie von Sinnen vor Schmerzen, die in seinem ausgespannten Körper tobten. Amala übergab an das nächste Mädchen und so weiter bis alle je zehn Hiebe angebracht hatten. Danach fragte Agrippina neuerlich:

    „Wie steht es, Solennus? Sollen die Mädchen weiter schlagen? Oder willst Du mir Deine Auftraggeber nennen?“ Der Geschundene gab keine Antwort. Nur sein vor Qualen zischender Atem war zu hören.

    „Wenn Du nicht sprechen willst, Bursche, wirst Du weiter gepeitscht, solange, bis Du den oder die Namen herausschreist. Viel Vergnügen. Mir werden Deine Schreie Musik in den Ohren sein!“ Zu den Mädchen gewandt befahl sie mit vor Erregung heiserer Stimme:

    „Weiter mit der Folter!“ Die Flaschenzüge wurden ein wenig nachgelassen, was zur Folge hatte, dass der Gepeitschte nicht mehr straff ausgespannt war, sondern sich ein wenig bewegen konnte. Bei jedem Hieb wand er sich, schnellte herum, bäumte sich in den Ketten auf, bei jedem Hieb brüllte er jämmerlich und jeder Hieb zog nun Blut aus den einander überkreuzenden Striemen, noch drei Mal kam jedes Mädchen an die Reihe, nach insgesamt 200 Peitschenhieben schwiegen die Peitschen. Erwartungsvolle Stille herrschte im Saal. Amala griff nach einer dicken, kurzen, vierkantigen Hundedressurpeitsche und zog sie dem Kerl kräftig quer über den Hintern. Sofort rieselte Blut. Der Mann schrie gellend auf, lauerte auf den nächsten Hieb, entspannte sich, als keiner kam. Amala stellte sich hinter ihn und drosch mit aller Macht zwischen seine Beine, dass die Spitze der Peitsche den einen Hodensack aufriss. Ein unmenschlicher Schrei brach aus der Kehle des halb Bewusstlosen, dann jammerte er:

    „Halt…, halt, haltet ein, Herrin. Ich sage alles, alles!“ Zischend und mühsam lallte er dann:

    „Quintus Quadrus und Quiriniana gaben mir die Befehle. Ich musste schwören und gehorchen! Vergebt mir Herrin!“

    „Hinaus mit dem Kerl!“, befahl die Kaiserin und zeigte den Mädchen den Daumen nach unten. Die anderen beiden Schufte bestätigten angesichts der Foltervorführung alle Aussagen des Solennus. Auch sie wurden abgeführt. Agrippinas Daumen zeigte nach unten. Schon als Solennus auspackte, hatte Quintus Quadrus versucht sich davon zu stehlen, war aber von seinen Wächterinnen daran gehindert und in den Sessel zurückgedrückt worden.

    „Fesselt ihn und bringt Quiriniana herein!“, gebot die Kaiserin.

     
      Posted on : Feb 3, 2026
     

     
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