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Kaffeeklatsch
2 COR
Kapitel
1
Martina
Martina
sah auf die Uhr in dem Taxi, als sie endlich los kam: 6:30. So spät
war sie ewig nicht mehr nach Hause gekommen.
„Wo
solls denn hingehen?“ Sie musste erst registrieren, dass sie seit
langem mal wieder Taxi fuhr. Automatisch war sie auf den
Vordersitz eingestiegen „Äh, Kniestraße 13.“
„Ist
gebongt.“, Der Taxifahrer beobachtete sie von der Seite. „Waren
sie auch bei dieser Veranstaltung, von der niemand etwas weiß oder
wissen darf?“
Sie
musste dabei lachen. „Sie wissen es doch, oder?“
„Ich
bin nur einer von denen, der die Gäste dort hinfahren darf, obwohl
nichts stattfindet und die später wieder abholt, obwohl nichts dort
gewesen ist. Verrückt, oder?“
„Sie
bekommen als Taxifahrer wohl auch vieles mit, was der gemeine Bürger
im Allgemeinen kaum mitbekommt, oder?“
Jetzt
musste er lachen. „Wie ein gemeiner Bürger klingen sie aber auch
nicht. Und sie waren sogar da drinnen. Haben sie da …gearbeitet?“
Sie
schmunzelte. „Kann man so sagen. Sieht man das nicht?“
Selbstbewusst lehnte sie sich zurück auf ihren Sitz. Nun erst wurde
ihr bewusst, dass der Sicherheitsgurt mitten zwischen ihren Brüsten
lag, die durch die Korsage noch zusätzlich hochgepresst
wurden und etwas scheuerten.
Verdammt,
ich hätte doch das Kleid anziehen oder zumindest überziehen sollen.
„Ich
habe da gearbeitet, obwohl es dort ja nichts zum Arbeiten hätte
geben konnen. Klingt doch logisch, oder?“
„Darum
auch dieses Outfit, das wohl auch nicht so sein dürfte, oder?“
„Wie
bei des Kaisers neue Kleider. Sie müssen sich den Rest halt dazu
denken.“
„Dann
spielten sie also die Kaiserin?“
Plötzlich
war sie wieder hellwach. „Stimmt. Gespielt habe ich wirklich.
Einmal eine Magd und danach die Femme Fatale…“ „Klingt
interessant! Und wobei spielten sie diese Rollen?“
„Dafür,
dass sie nichts wissen dürften, spekulieren sie aber schon recht
gut.“
„Das
ist meine 4. Tour von hier seit heut Morgen. Und die anderen Gäste
waren zwar nicht so interessant wie sie, aber gesprächiger.“ „Und
was haben sie von denen gehört?“
„Hmm,
aber nichts weiter erzählen. Sie wissen ja. Viele Casinotische,
viele nackte Frauen, ein Theaterstück mit diesem Schauspieler, dem…
„Hennig Stamm“, stimmt und ner toll gespielten Magd auf der
Bühne… Halt, waren sie das?“ Martina nickte. „Sie wurden
dort von dem Stamm ..gevögelt?“ „Das gehörte mit zur
Rolle, ja. Enttäuscht?“
„Hab
ich nen Grund dazu?“ Er sah an ihr runter. Einer meiner Fahrgäste,
dieser Steingräber, unterhielt sich mit seinem Begleiter über eine
Frau mit auch so nem Busch wie sie da unten haben. Einer
Schauspielerin, ähh Marina?“ „Martina“ „Genau. Der war
ganz begeistert von der.“ „Stimmt. Er war aber auch ein sehr
lieber.. Hat er noch mehr erzählt?“ „Von einem großen
Bauprojekt. Und dass da noch irgendein Problem auftauchen
könnte.“ „Aha?“ Martina horchte auf. „Wurden die
auch konkreter dazu?“
Wieder
sah er zu ihr rüber. „Ich darf doch keine Geheimnisse ausbreiten!“
„Na
kommen sie,“ sie legte ihre linke Hand sanft auf seinen
Oberschenkel, streichelte ihn unmerklich, „und wenn sie es nur mir
sagen?“ Ihr Streicheln wurde intensiver.
Sein
Blick fiel kurz auf ihre Hand, dann auf ihre Brüste und ihren
nackten Unterleib.
„Vielleicht
fällt es mir wieder ein, wenn sie…“
Sie
schaute ihn nachdenklich an. „Na gut, wenn sie kurz auf den
Waldparkplatz fahren und dort … nachdenken. Fällt es ihnen dann
wieder ein?“ Sie sah, wie sich ein Schmunzeln über sein Gesicht
breit machte. „Aber dann schalten sie den Taxameter ab!“
Nun
lag seine Hand auf ihrem Oberschenkel und wusste, wo sie hinwollte.
„Warum bist du so interessiert daran, worüber die zwei geredet
haben?“
„Vielleicht,
weil ich auch neugierig bin?“ Jetzt lag ihre Hand auf seinem
Schwanz und ja, sie spürte, wonach ihm war. „Halt endlich an!“
Sie löste ihren Sicherheitsgurt und beugte sich zu ihm runter,
knöpfte seine Hose auf, „Ihr Männer seid doch alle gleich!“,
dann hatte sie sein Glied in ihrem Mund. Blasen hatte sie ja in den
letzten Tagen ausgiebig gelernt.
Nachdem
sie den Mund wieder frei hatte, blickte sie zu ihm hoch. „Was für
ein Problem könnte denn auftreten?“ Er packte seinen Schwanz
wieder ein. „Der eine bekam eine Meldung aufs Handy und sagte zu
dem ganz Alten, dass diese Amis etwas Druck aufbauen würden. Kannst
du damit was anfangen?“
In
Martina schaltete es. Diese
Ami-Delegation hatte man ja ganz außer Acht gelassen.
Sie müsste mit Maren sprechen.. „Ach nein, die spielten keine
große Rolle mehr. Aber danke. War … nett mit dir.“ Sie sah ihn
an, als er vor ihrem Haus hielt. „Vielleicht fällt dir noch mehr
ein? Gib mir doch deine Nummer. Eventuell können wir das eben noch
mal wiederholen und auch etwas .. vertiefen?“
Er
lachte und sagte ihr seiner Nummer, sie rief sein Handy an. Nun
hatte sie ihn gespeichert. „Wie heisst du eigentlich?“ „Ach,
nenn mich einfach Ismir.“ Sie reichte ihm einen 20er. „Stimmt so.
Ich ruf dich an.“
Endlich
zuhause! Jetzt musste sie bloß noch den blöden Geschmack im Mund
loswerden. Hoffentlich schlafen die noch alle. Als sie nach Toilette
und Scheidenspülung zum ´Frisch machen` ihre die Zähne putzte,
wurde ihr bewusst, was sie gerade erfahren hatte. Hoffentlich konnte
Maren damit etwas anfangen…
Aber
zuerst…
Barfuss,
aber immer noch in der Korsage tappte sie ins Schlafzimmer, wo ihr
Stephan friedlich vor sich hin schnarchte. Sie wusste, was sie
wollte!
Sie
schob ihre Hand unter die Bettdecke, fand sofort, was sie suchte,
schob nebenbei seine Unterhose nach unten und dann, als sie spürte,
wie ihre Zielstrebigkeit etwas bewirkt hatte, wurde die Bettdecke
weggeschoben und ihr Mund verstärkte die Standfestigkeit. Er blieb
still auf dem Rücken liegen, begann aber schon schneller zu atmen.
Jetzt wollte sie nicht länger warten: Was Maren und Hennig vor ihr
und den Zuschauern getrieben hatten – jetzt war ihr auch danach.
Sie stieg über ihn, führte sein Glied ein und begann ihn sanft
anzureiten.
Vor
einer Stunde erst war sie von ihrem Meister ´bestraft` worden und
nun … das mit Stephan brauchte sie aber auch. Immer schneller wurde
sie, begann zu keuchen, er inzwischen ebenfalls. Diese hektischen
Bewegungen ließen auch das Bett knarzen, bis es .. knackte und die
hintere Bettumrandung mitsamt Lattenrost und Matratze auf den
Boden sackte. „Scheiße!“ Sie musste lachen, aber ließ sich
nicht abwerfen. Immer heftiger bewegte sie ihen Unterleib, bis sie
wieder diese Welle spürte, auch wie er heiss in ihr abspritzte und
sie sich auf ihn fallen lassen konnte.
Erst
da wurde ihr bewusst, dass sie mit Stephan nicht alleine war: Rolf
und Claudia mussten wohl von dem Lärm wach geworden sein und standen
nun etwas irritiert vor dem Bett.
„Was
macht ihr denn hier?“
„Was
wohl, die ficken mal wieder!“ Claudia sah das ganz realistisch,
allerdings fiel ihr sofort die Korsage auf. „Was hast du da denn
an, Mama? Das Ding sieht ja geil aus!“
Nun
fiel auch ihrem Männe auf, wie sie da auf ihm hockte und vor allen,
wo nun die Matratze lag. „Nun muss auch noch das Bett neu gekauft
werden. Wie sollen wir das bloß noch schaffen?“ Sein Blick fiel
nun intensiver auf sie. „Aber wirklich, das Teil da sieht auch
rattenscharf aus.“
„Auch?“
„Na,
wie du!“ Endlich küsste er sie und… es tat ihr gut.“ Sie sah
anschließend hoch zu Claudia. „Hol mal aus der Küche meine
Handtasche. Sie kam wieder „Was ist die prall, Mama. Was hast du
denn da bloß alles drin?. Martina lachte und streichelte das
inzwischen geschrumpfte Glied ihre Mannes.
„Ich
hab heute Nacht Roulette gespielt“ „Du hast was?“
„Über
14000 hab ich verloren…“ sie sah geknickt Stephan an, aber
mehr als 53000 gewonnen!“ Sie griff in die Handtasche und holte
einen Stoffbeutel heraus, in die Maren ihre eingelösten Jetons hatte
einpacken lassen. „Und für 25000 ist eure Mutter zudem noch
verkauft worden!“
„Du
wurdest was?“
„Hab
ich das noch nicht erzählt? Um 1 Uhr war Versteigerung und mich hat
ein alter Kaufmann ersteigert.“ „Warst du SO auf auf dieser
Versteigerung?“ Sie sah Stephan an. „Sicher. Das hat meinen Wert
doch so gesteigert.“ „Und was hat der mit dir so gemacht?“
„Ach
Schatz…“ Sie beugte sich runter und küsste seinen klebrigen
Schwanz. Wir haben lange geredet, dann … hört mal weg, Kinder, hat
er mich gefickt, der Prof danach, dann Walther noch mal und dann habe
ich immer noch so wie ich jetzt bin teilgenommen an einer Konferenz.
Und ich hab die anderen alle in den Sack gesteckt. So wie’s
aussieht, haben Roger und Maren das Projekt an Land ziehen können.“
„Ich
verstehe nur Bahnhof… Warst du deswegen auf dieser Veranstaltung?“
„Nein,
für meine Teilnahme an der Konferenz hatten der Prof. und
Walther gesorgt.“ „Wer waren die?“
„Die
mich bei der Versteigerung gekauft hatten.“
„Und
auch gefickt…“
„Ja,
auch das. Aber das war sekundär. Auf der Bühne wurde ich das doch
auch schon.“
„Mama!“
Sie
zog ihren Jüngsten zu sich runter auf das Bett. „Ich hab dir doch
schon gesagt, dass ich bei meiner Arbeit auch Filme machen werde. So
wie auch Tante Maren.“
„Solche
…Fickfilme?“ Ihr Stephan wurde hellhörig.
„Solche
Fickfilme, ja! Warum hab ich mich denn plötzlich so anders
entwickelt? Und du hast selber gesagt, ich soll dabei bleiben. Es tut
mir gut, uns beiden auch. Schließlich – ich nutz doch nicht ab
davon, im Gegenteil.“ Sie sah selbstbewusst zu den Kindern hoch:
„Eure Mutter kann eben öfter.. Aber jetzt muss ich endlich
ein paar Stunden schlafen. Und heut Nachmittag kaufen wir uns ein
neues Bett und einen neuen Tisch. Und du Stephan, baust zuerst wieder
für heut Nacht das alte Bett noch mal zusammen.
Gegen
12 wurde sie wach, weil sie aus der Küche Geräusche hörte.
Kochten
die etwa irgendetwas ohne sie?
Sie
stand langsam auf und schlich über den Flur, schaute vorsichtig in
die Küche. Ihre Claudi stand da, nur im Hemdchen und versuchte
Kartoffeln zu schälen.
„Sag
nicht, du willst etwas kochen?“
Erschrocken
zuckte ihre Mittlere zusammen. „Du bist schon wach? Soll ich dir
einen Kaffee aufsetzen?“ „Ich mach das schon, Kind.“ Sie
füllte kurz die Maschine und setzte sich dann zu ihr, begann
ebenfalls zu schälen. „Das hab ich letzte Nacht auch auf der
Bühne gemacht. Ich hab dabei eine Magd gespielt.“ „Und dann
deinen Herrn verführt?“ „Wie kommst du denn darauf?“
„Na,
du hast doch erzählt, dass du auf der Bühne ..äh gefickt hast.“
„Aber nicht nur. Den Zuschauern hat’s sogar so gefallen, dass wir
anschließend sogar ne Zugabe geben mussten.“ Claudia
kicherte. „Wie geht das denn? Können ältere Männer so
schnell und oft hintereìnander?“
Was
kennst du denn davon?“
„Mama,
ich bin 17. Glaubst du, ich bin noch unschuldig?“
„Wohl
kaum.“ Martina hob ihr das Hemdchen hoch, sah auf das blanke
Pfläumchen.
„Ich
vergaß, dass meine unschuldige Tochter damit auch schon rummacht.“
„Unschuldig
bin ich doch schon lange nicht mehr. Du hast mich doch damals selber
zum Frauenarzt gebracht wegen der Pille.“
„Und,
war sie notwendig?“
„Ich
denke schon. Ich hab inzwischen drei Freunde gehabt und die wollten
auch.. Du weißt schon….“
„Du
nicht?“
„Doch,
dann auch.“
„Und
hast du auch schon mal von dir aus gewollt?“
„Mama!
Wie geht das denn?“
Martina
legte die Kartoffel aus der Hand. “Als ich heute Morgen nach Hause
kam, wollte ich mit deinem Vater schlafen. Ich! Frauen können auch
´wollen`.
Und
auf der Bühne gestern wollte ich auch, dass Hennig mich fickt.“
„Hat er?“
„Er
hat. Und heute Morgen, als alles vorbei war, wollte ich mit meinem
Meister ficken. So als Belohnung für seine Dienerin.“
Claudia
schaute sie entsetzt an. „Und? Hat er?“
„Sicher. Aber
zuerst ließ er mich bestrafen, weil ich es von ihm ´gewollt` habe.
Deswegen hat er mich von Maren und Jenn anketten und
auspeitschen lassen und anschließend mussten sie mich beim Abficken
festhalten. Man, was das geil….“
„Aber
warum hat er dich festhalten lassen? Du wolltest doch auch, oder?“
„Ich
bin nur Rogers Dienerin und eine Dienerin hat nicht von sich aus zu
wollen. Also hat er mich erst bestrafen lassen und dann festhalten
lassen!“
„Aber
warum?“
„Kind,
beim Sex müssen auch die Bilder im Kopf dazu stimmen. „Wenn
du mit einem Freund schläfst – was denkst du dabei? Oder denkst du
dir dabei gar nichts? Nicht, dass du dabei gerne auf einer Wiese
wärst oder auf einem mit Rosenblüten bestreutem Bett oder in einem
Schlammloch, wo er dich hemmungslos abfickt!“
„Mama,
was hast du für kranke Fantasien!“
„Sind
die nur krank?“
„Die
mit dem Schlamm ja. Aber manchmal denk ich auch, dass ich gerne
woanders oder mit einem anderen…“
„Na
also. Meine Kleine lässt sich nicht auch nur einfach abficken.“
„Du?
Mama? Einmal hab ich bei sowas auch mal mitgemacht.“
Martina
sah zu ihr hoch.
„Wir
hatten alle zusammen bei Dennis gechillt und auch ne Flasche Gin
getrunken. Und irgendwann war die Flasche leer und wir haben dann mit
Flaschendrehen angefangen.“
„Wer
ist wir?“ „Na, Mike und seine Freunde.“ „Aha.“
„Zuerst
gings ja nur um Wahrheit oder Pflicht. Und irgendwann dann eben ums …
Ausziehen.“
„Und
komischerweise warst du als erste nackt.“
„Woher
weißt du das?“
„Ist
doch logisch. Wenn du als eine Frau gegen 4-5 Männer spielst, ist
die Wahrscheinlichkeit größer, dass du öfter verlierst.. Aber
egal. Und wie gings dann weiter?“
„Na
ja, wir haben weitergedreht und ich musste, weil ich nichts mehr
ausziehen konnte, bei einem aus der Runde den Schwanz blasen.“
„Den
du wolltest oder…?“
„Nein,
das gab die Flasche vor.“ „Und du hast es gemacht.“
Verlegen
nickte sie. „Ja“
„Und
wann fingt ihr mit der Fickerei an?“
„Irgendwann
wurde mir auch so komisch. Ich war wieder ganz feucht hier und .. ich
hatte Lust. Dann haben sie mich gefickt.“ „Alle?“ “Alle!“
„Mein
kleine Sau!“ Martina beugte sich vor und küsste ihrer Kleinen auf
die Schamlippen.
„Hast
du’s bereut?“
„Nein.
Dabei nicht. Erst hinterher... Aber – es war geil. Ich glaub,
ich bin mindestes einmal gekommen oder wie das heißt.“
Martina
lächelte. „So ein Orgasmus kann was Feines sein.“
„Und
als ihr alle zusammen gefickt habt, war da etwas besonderes?“
„Na
ja, ich wollte erst mit Dennis nicht. Aber da haben mich die anderen
festgehalten und…“ „Kind, sowas nennt man vergewaltigen!“
„Mag
ja sein, aber als ich so festgehalten wurde, nichts mehr machen
konnte und er dann … ich bin weggeflogen.“
„Ich
glaub, ich muss aufpassen, dass du nicht auch ne ´dev`wirst.“
„Was
ist dev?“
„Sowas
wie deine Mutter ist. Devot oder besser Gehorsam. Manche devs dienen
ihren Herrn wie eine Dienerin. Manche sind bei ihm einfach nur geil,
wenn er’s will.“
„Ist
das nur bei älteren Frauen so?“
Martina
lachte auf. „Weißgott nicht. Du kennst doch Beate, die WG-Freundin
von Babette.“ „Bea, sicher, Wieso?“
„Die
war gestern Nacht auch dabei. Hat dort Tresen gemacht. Ich hab sie
anfangs gar nicht erkannt, weil sie nackt gearbeitet hat.“ „Ganz
nackt?“
„Ganz
nackt. Am Tresen dort ist das dort wohl normal so. Jedenfalls, als
der Meister mich am Kreuz auspeitschen ließ, hat er sie
währenddessen ebenfalls noch zu seiner dev gemacht. Mit allem, was
dazu gehört. Außer dem Ficken, das musste er ja bei mir machen.
Aber vorher musste sie mich auslecken. Und sie war zwar noch ungeübt,
aber hat’s trotzdem brav erledigt.“
„Mama!“
„Warum?
Er musste mich doch bestrafen und… da hat’s eben mit dazu gehört.
Ein guter Herr weiß eben, wann er seine dev belohnen oder bestrafen
soll.“
„Verrückt
irgendwie. Aber, die Bea. Wenn sie nackt war, hat sie nur am Tresen
gearbeitet oder?“
“Sie
hat auch zwischendurch 2 oder drei Gäste bedienen müssen. Das
gehört da anscheinend mit dazu. Sowohl beim Service als bei den
anderen Jobs. Ich hab gehört, dass selbst Babette sich ebenfalls für
diesen Job beworben hatte.“
„Ja,
hatte sie mir auch geschrieben, dass sie abgelehnt worden war. Die
hatten angeblich schon mehr als genügend Bewerberinnen. Aber wieso
bist du dann dabei gewesen?“
„Weil
ich dem Besitzer gehöre. Und dann muss ich hin, wenn er es will.
Mein ganzes Kaffeekränzchen gehört jetzt zu Roger.“
„Whow!
Und nun auch Bea?“
„Er
hat ihr aufgetragen, noch mal darüber zu schlafen…
Bea
Bea
war froh, als sie endlich zuhause war. Sie hatte sich nur einen
Mantel übergezogen, weil’s eh noch warm draußen wurde und ihr die
Morgensonne ins Gesicht schien.
Sie
schloß die Tür auf und hörte noch in der Küche das Radio spielen.
Eine alte Angewohnheit von Bette. Also müsste sie in ihrem Zimmer
sein. Hatte sie jemanden bei sich? Leise sah sie ins Zimmer.. „Bea?“
Scheiße,
sie ist wach geworden.
„Ja ich. Ich bin wieder zuhause.“
Babette
richtete sich schlaftrunken auf. „Wie wars?“
„Interessant.“ „Nur
interessant?“
Bea
setzte sich zu ihr auf die Bettkante. „Ich bin zur dev gemacht
geworden!“
„Bitte
was?“ Bebette war schlagartig hellwach. „Von wem?“
„Meinem
… Chef.“
„Weil
der dich ficken wollte?“
„Das
hätte ich sogar ohne das alles selber gewollt. Und er hat mich auch
gar nicht gefickt.“
„Nicht
mal das. Aber warum…?“
„Wir
hatten uns einfach nur unterhalten Ich hab ihm erzählt vom Studium,
von dir als WG-Freundin und dass du dich auch beworben hattest, aber
nicht genommen wurdest..
Und
dann hab ich ihm erzählt, was ich gerne auch mal machen würde.“
„Das
von der Versteigerung?“
„Das
auch. Aber auch mal im Service arbeiten und dann von meiner Idee von
den Pfandfrauen.“
„Das
Thema schon wieder. Bea, du bist ne geile Sau.“
„Na
und? Hätten die dich genommen, hättest du auch die Beine breit
machen müssen.“
„Schon…
Ich bin ja auch nicht grad prüde.“
Bea
fing an zu lachen. „Liegt wohl bei dir an der Familie..“
„Wie
kommst du denn da drauf.“
„Ach
vergess es einfach.“ Doch Babette löcherte weiter.
„Ich
darf dir das nicht sagen!“ Krampfhaft versuchte sie das Thema
zu wechseln.
„Wir
haben übrigens ein neues Getränk kreiert“
„Wer
ist ´wir`?“
„Mein
Meister und ich. `Dimple
on the Rocks á la Bea`”
„Und
was ist daran so besonders?“
„Es
wird aus mir getrunken.“
„Wie
geht das denn?“
„Na,
erst wird der Whisky ganz normal vorbereitet, also Einschenken in ein
Glas, dann einen Eiswürfel etwas runder lutschen, einführen in die
Mumu und mit der dann in das Glas treffen. Und anschließend leg ich
mich auf den Rücken, heb das Becken hoch, das Getränk wird
eingefüllt in die schon angekühlte Möse und der Gast trinkt
dann aus mir.“
„Und
wie schmeckt sowas?“ „Der Meister meinte, es wäre ein
Whisky/Wasser/Scheiden-Gemisch. Maren hat auch probiert, aber sie
fand das nur interessant für Männer.“
„Kein
Wunder, wenn die aus deiner Fotze schlecken müssen.“
„Aber
alle haben aus mir geschleckt, auch die Frauen.“
„Maren….
Warte mal. Meine Tante Maren? Die Freundin von Mama?“
„Genau
die. Und deine Tante Jenn war auch da.“
„Und
meine Mutter?“
Bea
merkte, dass sie sich verplappert hatte.“
“Scheiße“. „Was
ist?“
„Ich
hab das nicht sagen dürfen!“ „Was?“
„Dass
deine Mutter auch dabei war. Die hat sogar Theater gespielt da. Und
als der Meister sie bestrafen wollte, musste ich ihr vorher die Möse
auslecken.“
Sprachlos
starrte Babette sie an. „Komm zu mir ins Bett!“
Beate
streifte ihren Mantel herunter und schob sich unter die Bettdecke.
„Die
stinkst sogar noch nach dem Whisky,“ stellte Bette irritiert
fest.
„Mir
ist doch der Rest vom Dimple aus der Möse am Bein runter gelaufen..?
„Wirklich?“
Bette leckte nach. „Stimmt. Aber schmeckt lecker. Und du hast
meine Mama ausgeleckt.. Du! Ich dachte, das mit Frauen kannst und
wirst du nie wollen.“
„Das
dachte ich auch mal. Aber irgendwie – ein interessanter Geschmack.
Deine Mam schmeckte erst irgendwie eklig. Wie wenn du nen Schwanz
bläst am Anfang. Aber dann nach ein paar Sekunden wird das dann erst
richtig geil. Und wie schmeckst du?“
Sie
kroch mehr nach unten, schleckte an Bea, „du nach Pisse und Möse,
aber… irgendwie wird das auch geil…“
Kapitel
2
Roger
+ Maren + Jenn
Roger
war froh, als er wieder zuhause war. Zwar hätte er nur über Straße
gehen müssen, aber er wollte Jenn noch den alten Tunnel zeigen, der
von einer Sicherheitstür hinter den Separees unter der Straße
zum Garten hinter seinem Café führte.
„Das
Teil stammt noch aus der Kriegszeit. Das Studio war ja auf den
Fundamentresten einer alten Bunkeranlage gebaut worden. Daher auch
diese Größe und die Höhe der Decken. Und so konnte ich auch die
Sicherheitsauflagen erfüllen.“
„Und
wo führt dieser Tunnel hin?“
„Er
mündet bei mir unten im Keller, neben meinem Spielzimmer..“
„Deswegen
hat Maren wohl auch schon öfters in dem Kreuz hier gehangen.“
„Warum
wohl sind da wohl überall Ringe in den Wänden und in der Decke
eingelassen.“ Maren griff liebevoll an seine Hand, während
sich Jenn leicht fröstelnd mit den Händen umarmte. „Interessant,
aber ich werde allmählich müde. Können wir nicht endlich ins Bett
gehen?“
„Willst
du nur schlafen oder?“ Maren hatte sich von Roger gelöst und nahm
nun die Freundin in den Arm.
„Eigentlich
ist mir momentan nur nach Schlafen,“ gestand Jenn erschöpft,
„dieser Bürgermeister wollte gar nicht Ruhe geben und nachher noch
die Verhandlungen. Die Jüngste bin ich auch nicht mehr.“
„Ach?“
Roger sah sie spöttisch an, „muss ich mir schon was Jüngeres für
dich suchen?“
„Hast
du doch schon. Deine Bea hat dich ja auch schon so rollig angesehen…“
„Nicht
nur angesehen. Sie war es auch. Die wird mal ein richtig geiles
Stück.“
„Geiler
als wir?“ Maren griff ihm fest in die Hoden.“
„Um
da hinzukommen, muss sie doch noch etwas dazu lernen. Aber sie hat
interessante Ideen gehabt.“
„Aha?
Was denn?“
„Ein
Pfandsau-System.“
„Was
soll das denn sein?“
„Ganz
simpel. An der Wand neben der Bar zu den Separees werden 4-5 Frauen
an so nem Klickmechanismus angekettet wie beim Einkaufswagen.
Kunde kommt, sucht sich die zu ihm passende Frau aus, wirft nen Jeton
in den Automaten, nimmt die Dame mit, fickt sie ab, bringt sie wieder
zurück und erhält seinen Jeton zurück. Daher auch der Name
´Pfandsau`.
„Interessant,“
Maren überdachte das System.
„Aber
komm nicht auf den Gedanken, dass du uns als deine Weiber nun hier im
Tunnel ankettest und uns bei Bedarf kurzfristig wie ne Pfandsau
auslöst!“
Jenn
sah spöttisch zu ihm, „aber komm. Ich muss ins Bett. Außerdem
würd ich dich wenigstens noch ein bisschen in mir spüren.“
„Ich
dachte, du bist müde?“
„Ja,
mein Meister, aber trotzdem gilt auch für dich: je mehr Frauen sich
ein Mann hält, desto öfter muss er da auch ran.“
„Oder
er lässt seine Frauen ficken.“
„Hmm,
das ginge zwischendurch auch mal..“
Die
beiden Heldinnen waren einfach zu müde..
Gegen
½ 1 ging Marens Telefon: Martina. „Sag nicht, du schläfst noch!“
„Spinnst
du? Es ist oh, halb Eins. Tina, was weckst du uns zu so
unchristlicher Zeit?“
Sie
erzählte ihr von der Aussage des Taxifahrers. Maren hatte das
Telefon dafür auf laut gestellt.
„Dann
haben die Amis also noch was vor.“ stellte Roger fest.
“Ich
hab die ganz vergessen gehabt. Hab mit denen auch nicht mehr geredet
an dem Abend,“ musste Maren sich eingestehen. „Ich ruf nachher
beim Professor an. „Wenn er oder dein Walther mich sehen will, muss
du aber mit.“
„Was
soll ich denn dabei.“
„Bei
dem Projekt bist du nun voll mit involviert. Im Ernstfall musst du
dir nähere Informationen aus denen rausvögeln.“
„Aber
dann würde der misstrauisch werden, wenn wir beide da aufkreuzen.“
„Stimmt.
Wie kamst du denn an diese Information ran?“
„Wie
wohl? Ich hab dem Taxifahrer einen geblasen.“
„Du
hast was? Martina, du entwickelst dich zur Nutte.“ Maren musste
laut losprusten.
„Ich
hab das alles von dir gelernt.“
„Tina,
weißt du zufällig noch den Namen oder die Taxinummer von dem
Taxifahrer?“
„Ich
hab seine Nr. auf meinem Handy.“
„Okay,
ruf den zuerst an, lock den zu dir oder besser, lass dich von ihm zu
deinem Wagen fahren, dann wird Roger ihn hier abfangen. Vielleicht
kann der uns noch mehr sagen.“
„Und
wie will Roger das rausbekommen?“
„Tina,
er ist ein Mann, oder? Wir bieten ihm drei willige Mösen an für ne
kleine Information. Meinst du, er wird nicht reden wie ein
Wasserfall?“
„Vielleicht
sollten wir den ans Kreuz spannen und ihn unter Strom setzen.“
Jenn
war nun auch wach. „Ich würde unter dem Ding reden, allerdings nur
wie ein Orakel…“
„Bitte
Jenn! Wo bleibt deine Schweigepflicht als Anwältin?“
„Wenn
du mich richtig durchfickst, würd ich darauf scheißen und reden wie
ein Buch.“ lachte sie ihn an.
Maren
wurde wieder ernster. „Maren ruf ihn an, sag, du möchtest
unbedingt ihn haben, weil du… du weißt schon. Und dann sagst du
uns, wann ihr hier ankommt. Aber lass dir noch etwas Zeit. Wir müssen
erst Frühstücken.“
„Und
ich mit meiner Familie Mittagessen. Heute hat nämlich Claudia
gekocht.“
Von
hinten kam es laut „Nachdem sie mit Papa das Bett kaputtgeritten
hat. Sie wollte dir wohl nacheifern, Tante Maren.“
„Was
hast du denen bloß alles erzähl. Ok, bis nachher.“
Maren
drückte das Gespräch weg. „Was machen wir, wenn die uns
rausdrücken wollen? Mehr Kapital als wir haben die trotz allem
noch.“
„Aber
wir haben die Grundstücke, die Verbindungen zur Stadt und…“
Maren
sah ihn an. „Diese Typen vertreten die Mafia. Und deren
Methoden… Ich wundere mich heute noch, warum die so schnell
den Schwanz eingekniffen haben.“
„Die
dürften wohl noch etwas mehr in der Hinterhand haben.“ Jenn sah
das ganz realistisch, „womit habt ihr die denn rausgedrängt? So
ganz ohne Grund werden die doch kaum alles zum Spottpreis abgegeben
haben und sogar eventuell wertvoll werdende Liegenschaften aufgegeben
haben.“
Maren
sah fragend Roger an, als der nickte, fing sie an:
„Die
hatten in dem Studio Snufffilme gedreht. Okay, dabei starben nur 9
Frauen. Drei haben sie im Fundament vom Anbau versenkt, die anderen
sollen bei einem Schweinebauern entsorgt worden sein. Ich fand das
Rohmaterial von allen Filmen im Archiv. Zusätzlich hab ich die
beiden Schwarzen, mit denen damals diese Sachen gedreht wurden, noch
hier wohnen.“
„Die,
die oben im 2.Stock wohnen und jetzt in München sind?“
„Stimmt.
Aber ich konnte sie nicht erreichen vorgestern. Wenn die jetzt
inzwischen ebenfalls beseitigt worden sind?“
„Dann
hast du immer noch die drei Leichen im Fundament.“
„Stimmt.
Aber, dass ist noch nicht alles.“
„Was
ist denn noch?“
In
der Liegenschaft am Wasser befand sich damals im Krieg ein Leunawerk
zur Benzinherstellung. Und diese Anlage wurde zwar später von den
Briten demontiert und das Gelände dann als Müllkippe benutzt, aber
irgendwann hat man alles aufgefüllt mit Bauschutt und obendrauf
Mutterboden. Deswegen ist da auch dieser kleine Berg. Aber, wenn
die dort zu tief und zu nahe buddeln sollten, dürfte der ganze Mist
wieder hochkommen.“
Jenn
überlegte kurz. „Wenn wir dort eine weitläufige Parkanlage
anlegen, drumherum zusätzlich einen Golfplatz, wird niemand dort
rumbuddeln wollen. Wir müssten nur…“
„Der
Steingräber müsste Einzelheiten wissen. Martina muss an dem
dranbleiben. Der Mann ist der Schlüssel zu dem ganzen Projekt. Der
Professor ist zwar auch mit sein Mentor, aber der Entscheider war und
ist immer noch dieser Alte.“
Roger
sah das ganz unkritisch. „Vielleicht könnten wir dem auch noch
Regine zuschanzen, damit Tina etwas entlastet ist. Schließlich hat
sie ja noch ihre Familie…“
„Und
nun noch zusätzlich ihren Meister.“ Jenns messerscharfer Verstand
arbeitete auf Hochtouren, „und für ihren Meister wird sie fast
alles tun.“
„Woher
willst du das denn wissen?“ Maren sah unsicher auf die Freundin.
„Solange
Roger uns alte Fotzen regelmäßig ´motiviert`, werden wir auch
weiterhin mit ihm oder dir, Maren, in der Spur laufen. Und diesen 2.
Bürgermeister – den halt ich mir warm. Der ist jung, willig und so
leicht lenkbar: halt ein Bunter. Den lass ich irgendwann aus meinen
Heels trinken.
Und
das Liegenschaftsamt – gehört das nicht zu dem Aufgabengebiet von
Johanna?
Wenn
die nun auch noch meinen Bruder dazu bekommt, sie würd dann sogar
mit dir ins Bett steigen. Bei Barbara bräuchtest du doch auch nur
noch mit dem Finger schnippen und sie macht die Beine breit. Gerade
weil sie grade erst für den Bukicki die Schenkel spreizen musste.“
Roger
und Maren starrten Jenn überrascht an. „Du bist ja inzwischen
genauso analytisch wie Martina!“
Jenn
verschränkte ihre Arme. „Warum sind wir vier noch Freundinnen
geblieben? Wir haben anscheinend alle uns verbindende Attribute.“
„Und
welche hat Regine?“ frgate Roger nach.
„Regine?
Die machen wir zu unserem Joker. Hauptsache,“ sie griff Roger an
seinen noch entspannten Schwanz, „unser Meister vergisst nicht, uns
weiterhin zu motivieren.“
Aller
drei lachten. „Und hol dir diese Bea mit ins Boot. Wenn die dir
ebenfalls aus der Hand frisst, haben zusätzlich noch nen zweiter
Joker.“
Ich
bin gespannt, was Juliette heut Nacht noch erreicht hat bei ihrem
Verleger. Sie sollte ja zu ihm kommen.…
Juliette
In
der frühen Morgensonne erreichte Juliette mittels ihres Navis die
Adresse, die ihr Herrmannich, oder, worum er sie gebeten hatte,
Justus, sein 2. Domizil hatte. Angeblich sollte seine Frau davon
nichts wissen. Sie stieg aus und schaute auf die Klingelknöpfe unten
neben der Eingangstür. Unter Junker sollte diese Wohnung registriert
sein. Mit ihrem Handy fotografierte sie auch dieses Namensschild,
dann drückte sie auf den Klingelknopf. „Ja?“ schnarrte es aus de
Lautsprecher.
„Ihre
Sklavin, Herr,“ beantwortete sie dieses ´Ja`, dann summte schon
der Türmechanismus. „Fahrstuhl 5.Stock,“ hörte sie noch,
während sie neugierig eintrat.
Warum
war sie hier?
Das
hatte sie sich schon während der ganzen Herfahrt gefragt.
Gut,
er hatte sie, als sie ihm von dieser Ratsfrau als persönliche
Anerkennung für die gute Parteiunterstützung seiner Zeitung als
Geschenk überreicht, er hatte sie auch entsprechend angesehen, sie
als Sexspielzeug betrachtet, sie auch nur zweckgerichtet behandelt.
Erst als er sie in dem gemütlich eingerichteten Separee das erste
Mal bestiegen hatte, kam er mehr aus sich heraus. Schon beim ersten
Geschlechtsverkehr konnte sie ihm schon einige Aussagen über seine
Ehe entziehen, dann auch seinen Ärger über die von Seiten des
Verlegerverbandes und des Presserates vorgegebene Meinungsbildung
der Konsumenten. Da schon hatte sie allerdings auch gespürt, dass er
über ihr Hintergrundwissen irritiert war und versucht hatte,
weniger Konkretes preiszugeben.
Und
als dann auch noch Roger mit dieser Barfrau ihn heraus baten und sie
ebenfalls dazu haben wollte, ahnte er, dass an ihr etwas mehr dran
war als nur die kleine willige Nutte. Zumal Maren sie immer beiseite
genommen hatte und sich über einzelne Teilnehmer der Konferenz
informieren ließ. Plötzlich hatte er sie selber anders
behandelt und, als die Besprechung endete, sie eingeladen in sein
´Vogelhaus`. Ihr schien es logisch, dass er sie dort weitervögeln
wollte, andererseits hatte dieser stattliche Mann trotz seiner
zeitweilig geistigen Schwäche auch Eindruck auf sie gemacht.
Und
nun stand sie vor seiner Tür.
Sie
kontrollierte kurz den Sitz und die Korrektheit ihrer Kleidung, mit
der sie zur Arbeit angetreten war, dann drückte sie auf den
Klingelknopf.
As
er ihr die Tür öffnete, spürte sie, wie er sie mit seinem Blick
taxierte. „Ich freue mich, dass sie gekommen sind, Frau Kamen.“
Höflich
und unverbindlich wie bei einem Vorstellungsgespräch
„Danke
für die Einladung, Herr Herrmanich,“ sie senkte ergeben ihren
Kopf, „aber wollen wir uns nur auf diesem Niveau weiter
unterhalten?“ Sie streckte ihm dabei die Hand hin.
„Sollte
ich mich nun, nachdem ich weiß, wer sie sind, nicht etwas
zurückhaltender verhalten?“
Juliette
lächelte. „Wenn sie mir nun einen Kaffee anbieten würden, wäre
ihrer Zurückhaltung schon Genüge getan. Es war doch auch für sie
eine lange Nacht.“
„War
es. Auch … anstrengend. Nicht nur mit ihnen.“ Mit einer
Handbewegung lud er sie ein, ihm in die Küche zu folgen.
„Ich
hoffe doch, dass die Anstrengung mit mir zumindest einen etwas
positiveren Eindruck bei ihnen hinterlassen hat?“
„Hätte
ich sie sonst eingeladen?“
Er
schmunzelte und goss ihr einen Becher Kaffee ein. „Bleiben wir in
der Küche?“ Sie registrierte kurz dieses Umfeld, „es ist
gemütlich hier bei ihnen.“
Sie
nippte an dem noch heißen Getränk. „Was hat den Umschwung ihrer
Bewertung von mir stattgefunden?“
„Als
ich merkte, dass sie nicht nur eine kleine Nutte sind.“
„Möglich. Aber trotzdem wurde ich für einige tausend Euros
ersteigert und wie so eine an sie weiter gereicht.“
„Und
ich habe sie dementsprechend auch gerne benutzt.“
„Stimmt.“
Sie nahm einen weiteren Schluck, sah zu ihm rüber. „Und jetzt bin
ich hier. Nicht mehr als diese kleine Nutte, sondern als Juliette
Kamen. Bin ich nun eine andere Frau?“ Als er schwieg, fuhr sie
fort. „Vor 4 Stunden war ich die Sau, die den aufgegeilten Justus
abgeritten hat. Wer bin ich jetzt für sie … dich?“
„Ich
werd das Gefühl nicht los, das die Kruppke dich auf mich angesetzt
hat.“
Juliette
lehnte sich scheinbar entspannt zurück in ihrem Stuhl. Was sollte
sie ihm sagen? Die Wahrheit? Oder das Spiel weiterspielen zu
versuchen? Immerhin war sie mit ihm schon wieder beim Du.
„Die
Kruppke? Du meinst Maren. Die hat mich selber schon 6 Stunden vorher
enttarnt, als ich etwas zu unaufmerksam war. Ich wollte Daten und
Bilder sammeln über diese Veranstaltung.“ Sie lächelte zu ihm
rüber. „Zwar nichts für deine Zeitung, aber auch ne kleine
selbständige Journalistin muss von etwas leben. Und da sie einige
meiner Artikel kannte, bot sie mir, für ihre Firmen die Pressearbeit
zu übernehmen.“
„Ihre
Firmen?“
„Seit
Maren, äh Frau Kruppke mit Herrn Kremer, also Roger, liiert
ist, hat sie einiges mit ihrem Top aufgebaut bzw. angeschoben.“
„Roger
ist ihr Top? Interessant.. Und ja, ich hatte schon gehört, dass es
unter derselben Firmenadresse einige Neugründungen gegeben hat. Und
alle gehören zu .. Maren?“
„Ich
bin offen und ehrlich zu dir, oder? Die Hündin verteilt oder teilt
auch ihre Knochen.“ Sie zog ihr leichte Jacke aus, „wie wird der
Hund reagieren?“
„Der
Hund ist zwar noch etwas irritiert, allerdings auch interessiert.“
Auch er begann nun, sein Oberhemd aufzuknöpfen.
Juli
stand auf und streifte ihren Rock nach unten. „Wir streichen wie
zwei hitzige Köter um das Futter rum und wissen nicht, wie sie zum
Ziel kommen können. Ich als Hündin jedenfalls bin hier, weil ich
auch gefickt werden will.“
Sie
schob ihren Slip ebenfalls nach unten, setzte sich mit blankem Po auf
den Küchentisch, „lass uns hinterher, wenn du dann noch Lust hast,
weiter um den heißen Brei herumstreichen – ich möchte jetzt
durchgevögelt werden und zwar genau hier, auf diesem blöden
harten Tisch und diesmal sollst du die Arbeit dabei machen.“
Sie streifte sich ihr Top ebenfalls ab und spielte an ihren Brüsten,
während er seine Hose einfach nach unten rutschen ließ und direkt
zwischen ihre Beine trat, mit der Hand über die Scham strich, dann
sein Glied einführte und die wieder aufgestaute Lust in sie hinein
hämmerte.
Juli
wollte selber diesen dreckigen Quickie, wollte einfach nur mal so
abgefickt werden und keuchte ihre Gefühle lautstark auf ihn ein.
Er
kam zwar ziemlich schnell, doch ihr war’s egal.
„Ich
hoffe, deine Nachbarn unter dir sind tolerant, wenn über ihnen
derartige Geräusche laut werden.“ Sie richtete sich lächelnd
wieder auf, blieb auf der Tischkante sitzen und stützte sich an den
Händen hinter sich auf dem Tisch ab. Er wischte sich mit einem
Küchentuch den Schwanz trocken und verpackte ihn wieder in seiner
Hose. „Im Separee hätte ich ihn dir sauberlecken müssen, aber
hier bin ich jetzt privat,“ sie schmunzelte und erbat ebenfalls ein
Wischtuch für ihre Scham.
„Es
war gut, mal so zwischendurch,“ dann holte er aus seinem Jackett
eine Schachtel Zigaretten. „Was dagegen, wenn ich…?“
„Im
Gegenteil. Machst du mir auch eine an?“
Nebenbei
trank sie wieder einen tiefen Schluck ihres Kaffees.
„Wir
waren bei Maren…“ Er lehnte wieder an seiner Küchenzeile. „Wer
ist diese Frau? Nur ein Strohmann für irgendjemand?“
Juli
zuckte mit der Schulter. „Ich weiß nur, sie ist verheiratet, hat
zwei erwachsene Töchter und ist die offizielle dev von Roger. Aber
ihr muss das Geschäftliche liegen, jedenfalls, als die Amis sich
zurückzogen, übernahm sie den Laden.“
„Wer
waren diese Amis?“
„Laut
Handelsregister eine Firma von den Antillen, also Steuerparadies,
aber ich gehe davon aus, dass sie geführt wirden von einer der
Maffiaverbindungen. Geld steckte da anscheinend genügend dahinter.
Nicht umsonst haben die dieses riesige Gebiet, um das es heute ging,
aufgekauft und scheinbar achtlos mit der Filmfirma weiterverkauft.“
Herrmanich
überlegte „Irgendwas war mit diesem Gelände. Es ist schon ewig
eine Kulturbrache. Warum?“
„Ich
werd’s herausbekommen.“ Juli rutschte von der Tischkante. „Wo
ist deine Toilette?“ Kaum war sie dort drin verschwunden, kam die
Frage, „Was dagegen, wenn ich bei dir dusche?“
„Warum
sollte ich?“ Er kam dazu, stutzte und wollte wieder herausgehen,
als er sie noch auf der Kloschüssel sitzen sah, doch sie winkte ab.
„Noch nie ne Frau beim Pinkeln gesehen?“ Ungeniert wischte sie
mit einem Klopapierknäuel ihre feuchte Möse ab, sah zu ihm hoch
„Duscht du mit mir?“
….
Hinterher
lagen beide ausgepumpt auf seinem großen Metallbett, rauchten wieder
gemeinsam. „Das hier ist also deine große Spielwiese. Hast du
öfters wechselnden Damenbesuch?“
„Es
war schon mal mehr.“ Ihn irritierte ihr selbstbewusster Griff, mit
dem sie weiterhin sein klebriges schlaffes Glied umschlungen hatte,
aber irgendwie genoss er ihre Finger.
„Der
Bürgermeister, das ist doch dein Ziehsohn, oder?“
„Wie
meinst du das?“
„Als
Mensch ist er ein Arschloch, fachlich wäre er nichts ohne seine
Assistenten, aber er macht sich gut in der Öffentlichkeit und deine
Zeitung verbreitet dieses familienfreundliche Bild schon seit Jahren.
Warum?“
Er
sog an der Kippe „Lieber einen an der Spitze, der das tut und sagt,
was er soll als einen Idealisten, der eigene Interessen durchsetzen
will.“
„Also
dein Strohmann!“
Nach
einer kurzen Pause nickte er. „Die Kruppke allerdings tanzt kaum
nach der Pfeife ihres Rogers. Eher er nach ihrer.“
„Stimmt.
Warum war er nicht dabei bei dieser Besprechung. Und auch nicht dein
Bürgermeister. Ich wurde ganz gezielt an dich weitergereicht. Du
bist wichtiger. Und Jenn ging genau aus dem gleichen Grund an den 2.
Bürgermeister. Du siehst also, Maren setzt andere Prioriäten.“
„Verdammt,
was läuft da? Aber stimmt, unser Bunter hat vorhin treubrav alles
abgenickt, was mit diesem so großartigen Naturschutzgebiet geplant
ist.“
“Hast
du nicht die Knochen gesehen, die ihm zugeworfen worden sind?“ Juli
lächelte ihn entspannt an.
„Wenn
ich das über die Zeitung aufgreifen würde…“
„Könntest
du. Du würdest diesen Zug vielleicht kurzfristig verlangsamen aber
kaum ganz stoppen.
Andererseits
braucht Maren dich. Und zwar dringend. Deine Redaktion wird sicher
noch ne Zeitlang genügend Munition haben, um die Leute mit dieser
Paniksache abzulenken.“
“Hör
mal, das ist ein gefährlicher Vir…“
„Und
du und fast alle einflussreichen Leute waren trotzdem letzte Nacht
auf dieser Veranstaltung. Hat da irgendeiner ne Maske getragen? Okay,
außer Jenn.“
„Wer
ist diese Jenn eigentlich?“
„Sie
ist ne Rechtsanwältin, heißt voll Dr. Jenn Brunner und ist
Parteifreundin von der Frau Dr. Kinderjan, steht bei der nächsten
Kommunalwahl mit bei denen auf dem Listenplatz Platz 5 und jetzt
staune, seit gestern Morgen auf Platz 3. Die Beiden auf Platz 1 und
2, Essmann und der schwule Müller, haben ihre Kandidatur
zurückgezogen.“
Beide
fingen an zu lachen…
Kapitel
3
Martina
Claudia
fing an, gemeinsam mit ihrem Bruder den Tisch abzuräumen, nachdem
alle fertig waren. Martina (wieder in ihrem Kittel) hatte sich auf
ihrem Stuhl entspannt zurück gelehnt und sah rüber zu ihrem
Stefan. „Mit den Einkaufen wird’s heute vielleicht doch
nichts. Hab gesehen – heute ist Sonntag. Ich muss noch meinen Wagen
abholen und dann noch mal zu Maren und Roger.“
„Nicht
eher zu Roger?“
„Nein,
diesmal Maren. Es gibt da ein neues Problem wegen der Planungen mit
dem neuen Stadtteil.“
„Bitte?
Ich dachte, du arbeitest nur als Aushilfe bei deinem Roger!“
„So
war’s geplant, ehrlich. Aber es ist überraschend mehr draus
geworden. Und mal ganz im Vertrauen – es macht mir richtig Spaß.
Ich hatte ganz vergessen, wie viel Vergnügen es machen kann, bei
Kontroversen schlichtend zu vermitteln oder selber die Kontrolle und
Führung dabei zu übernehmen. „Vielleicht sollte ich Maren
vorschlagen, dass sie oder wir eine neue Management-Firma gründen.
„Ein bisschen Kapital hab ich nun ja auch schon..“
Stephan
schüttelte nur den Kopf. „Was ist mit dir bloss passiert. Aber ok.
Soll ich dich dann gleich hinfahren?“
Sie
schüttelte den Kopf. „Es geht leider nicht. Ich muss sehen, dass
ich den Taxifahrer von heute morgen wieder bekomme. Der hat da was
aufgegriffen auf einer seiner Touren vorher und ich will den zu Roger
lotsen. Vielleicht bekommt der noch mehr aus dem raus.“
Claudia
und Rolf starrten sich an. „Das ist mit Mama ja wie beim Krimi!“
Als
diese dann auch noch mit ihrem Handy ins Wohnzimmer ging und nach dem
Gespräch lächelnd wieder kam und sich erneut diese Korsage anzog,
waren sie noch sprachloser. Jetzt erstmals protestierte Stephan. „Du
kannst ja gerne hier so rumlaufen, auch bei deiner Arbeit, aber wenn
du hier aus dem Haus gehst, sind zumindest Brust und Po
bedeckt.“
„Oh
je.“ Martina hatte es tatsächlich ganz vergessen….
10
Minuten später stand sie seriös bekleidet mit einem luftigen
Sommerkleid vor dem Haus und wartete, dass Ismir sie abholte.
Ungefragt setzte sie sich wieder zu ihm nach vorne.
„So
schnell sieht man sich wieder..“ Er betrachtete sie gründlich.
„Heute Morgen sahst du irgendwie aufregender aus.“
„Fehlt
dir der freie Blick auf meine Schambehaarung?“ Sie zog ihr Kleid
hoch bis zum Bauch. „Wirk ich so etwas vertrauter für dich?“
Zwar
wollte er gleich nachfühlen, doch sie vertröstete ihn auf den
Zielort. „Ich zeig dir den Raum, wo die Party gestern gelaufen ist.
Du wirst staunen. Außerdem auch die Bühne, wo ich..“
Umso
bereitwilliger folgte er ihr durch den Rundbogen, hin zum Fahrstuhl,
bei dem der Boden schon wieder mit dicken Teppichen bedeckt worden
war. Als sich unten die Fahrstuhltür aufschob, staunte selbst
Martina. Alles war schon wieder aufgeräumt, weggeräumt und der
ganze Raum wurde hell ausleuchtet vom grellen Neonlicht.
Im
Hintergrund waren noch einige damit beschäftigt, die Tische mit
weißen Planen abzudecken.
„Hallo
Martina. Schon ausgeschlafen?“
„Mein
Meister,“ sie machte einen Knicks, „hi Maren. Schön, dass ihr
kommen konntet. Das hier ist Ismir. Er hat ja einiges mitbekommen auf
seinen Touren heute Morgen.“
Ismir
erkannte, dass er reingelegt worden war. Weg konnte er nicht und
Roger wirkte auch nicht grad wie ein schwächliches Männchen.
„Lasst
uns einen Kaffee trinken gehen,“ schlug Roger nun diplomatisch vor.
Maren ging mit Martina vor durch den langen Fluchttunnel, öffnete
unten im Cafe die Tür zum Spielzimmer im Keller und ging dann hoch,
Kaffee und Tassen zu holen.
Staunend
trat Martina in dieses SM-Kabinett, erkannte das Kreuz, an dem sie
selber noch vor 14 Stunden fixiert worden war und .. hinter dem die
halbnackte Jenn hervor trat, auf sie zulief und umarmte. „Na, du
`ex Femme Fatale`? Schon alles überstanden?“
Dann
bemerkte sie scheinbar überrascht den Taxifahrer, der vor Roger nun
sprachlos in dem Raum stand.
„Ah,
unser neuer Kontakt zur `Anderswelt`..“
„Alleine
schon Anderswelt!“ Dieser hatte erstaunlich schnell die Fassung
zurück gewonnen, drehte sich zu Roger. “Ihr Arbeitszimmer?“
„Sie
kennen sich anscheinend damit aus..“
„Ich
komme viel rum und manchmal auch rein. Was hat sie aufgeschreckt,
dass sie mich so schnell hierher lockten?“
„Ich
mag Männer mit schneller Auffassungsgabe. Und ja, es stimmt, das
mich, besser uns, etwas aufgeschreckt hat.“
Maren
kam mit dem Kaffee, stellte das Tablett ab auf der Streckbank, wandte
sich dann an Ismir. „Martina erzählte etwas von einer SMS zweier
Fahrgäste auf der Tour vor ihr…“
„Darum
geht es also. Schon klar.“ Er sah zu Martina rüber, „Ja, sie hat
mir auch geholfen, dass ich mich besser erinnern konnte.“
„Jeder
halt so gut er kann, oder?“ Jenn trat zu ihm, legte seine Hand auf
ihren nackten Unterleib. Wird damit dein Erinnerungsvermögen erneut
angeregt? Wir können darüber Nachverhandeln…“
„Nun
ja, das war die Tour ins Villenviertel: Steingräber und Bohnsack.
Niemandsweg 23 und 25. Dieser Bohnsack bekam eine Sprachmeldung aufs
Handy. Von wem? Keine Ahnung. Allerdings sprach der Anrufer mit einem
osteuropäischen Dialekt.“
Er
brach ab. „Was passiert, wenn ich ihnen alles gesagt habe?“
Roger
sah zu Maren rüber, die nur nickte, dann zog er aus seiner Hose ein
Bündel Geldscheine und reichte ihm 2 Fünfziger. Ismir lächelte
nur. „Ihre Martina hatte ebenfalls versprochen, mir auch die Bühne
zu zeigen, auf der sie…“
„Ist
schon gut, Ismir.“ Sie streifte ihren Rock herunter, „deinen
Schwanz kenne ich ja schon und ich hatte auch versprochen, dass wir
das noch .. vertiefen wollten. Aber zuerst..“ Sie ging vor ihm auf
die Knie und knöpfte seine Hose auf.
„Der
Bohnsack hat anscheinend Kontakt zur Russenmafia und einer von denen
hat ihm wohl geflüstert, dass die Amis Druck aufbauen wollen. Wer
diese Amis waren, weiß ich leider nicht. Allerdings sagte dann der
Steingräber, dass das es mit diesem Bauvorhaben noch
problematisch werden könnte. Bohnsack meinte daraufhin nur, dass er
mit ihm reden müsste. Wer der ´Ihm` ist, keine Ahnung. Aber der
Alte wusste, wer gemeint war.“
Unten
war schon Martina schon fleißig mit der
´Aufbauarbeit` beschäftigt, sah nun hoch. „Du hörst
anscheinend wirklich gut zu. Hast du öfters solche
interessanten Fahrgäste?“ Jenn hatte sie inzwischen abgelöst.
Maren
verstand sofort, worauf Martina hinwollte.
„Martina
hat Recht. Solche aufmerksamen Ohren können sehr nützlich sein.
Außerdem könnten wir beide davon profitieren. Sie sind doch
selbständig und bekommen zusätzliche Fahrten nur über die
Taxizentrale, oder?“ Ismir nickte.
„Ich
könnte mir gut vorstellen, dass wir sie bevorzugt ordern würden,
wenn sie uns oder unsere Gäste per Taxi anfahren müssten. Auch wenn
wir Schnellfrachten auszuliefern haben.“ Dabei sah sie Martina an.
„Zieh doch nun endlich dein Oberteil aus. Reicht es dir, einen
Schwanz nur zu blasen?
Sollen
wir euch nun allein lassen oder..“ Sie sah Roger an, der
schmunzelnd Jenn am Arm heraus zog. „Macht mir aber keinen Ärger
hier drinnen.“ Und direkt zu Martina „Serviteur, fais ton
travail“ worauf sie nur lächelnd antwortete: „Oui mon
maître“.
Regine
„Nach
einer ¾ Stunde kam Martina etwas erhitzt nach oben in Rogers
Wohnung.
„Ich
hab ihn noch zum Taxi gebracht. Habt ihr schon was rausgefunden?“
„Zieh
dich doch erstmal an, Tina!“ Maren wies auf ihren blanken
Unterleib. „Sag nicht, du warst schon wieder so draußen! Du
entwickelst dich noch zur zweiten Regine. Regine, verdammt! Die haben
wir ganz vergessen.“
„Komm,
wir gehen hoch zu ihr oder zu Peggy, wenn sie da noch bei der ist.“
Alle
vier machten sich auf ins Studio, die Treppe hoch zu den Wohnungen.
Bei
Regine in der Wohnung war niemand, also weiter zu Peggy. Schon von
außen hörten sie lautes Gelächter und wild durcheinander redende
Frauenstimmen. Wach waren die zumindest schon mal.
Leise
schoben sie die Tür auf, trotzdem erspähte Peggy sie. „Der
Meister und seine Weiber sind da. Das Quartett ist wieder komplett.
Oder seid ihr nun schon zum Quintett mutiert?“
Maren
griff in ihre Tasche und warf nach ihr mit einem Feuerzeig. „Du
blöde Kuh!“ lachte sie, dann stürzte sie zu Regine, nahm sie in
den Arm. „Na du Spritdrossel. Wieder unter den Lebenden?“
Dann wandte sie sich Conny zu. „Und du? Tut’s noch weh?“ Sie
ging zu ihr und umarmte sie vorsichtig. „Ich hab das alles erst
hinterher erfahren. Aber – ich kann dir mitteilen, dieses Arschloch
sieht wohl etwas schlimmer aus als du.“
„Dann
weißt du mehr als ich,“ Roger sah sie erstaunt an, „ich hab ihm
doch nur..“
„Er
hat beim Rausgehen angefangen, erneut Randale zu machen und da hat
der Sicherheitsdienst ihn etwas intensiver … beruhigt.“
„Du
hast deine Augen und Ohren wohl immer überall.“
„Eine
muss ja..“ kam als Antwort, allerdings nicht von Maren sondern von
Peggy.
„Es
sieht bei Conny alles gut aus,“ sie nickte ihr zu, dass sie sich
ausziehen sollte. Etwas zögernd kam diese der Aufforderung nach,
Maren kniete sich vor sie, sah sich den Unterleib an. „Noch
Schmerzen?“ Conny schüttelte nur den Kopf. Vorsichtig schob Maren
nun eine Hand an und in die Scheide, beobachtete die Malträtierte
auf Reaktionen, doch weder zuckte noch zeigte sie andere Reaktionen.
„Ich denke, Morgen schon könntest du schon wieder das Gröbste
hinter dir haben. Sollen wir dich noch mal zu einen der beide Ärzte
fahren?“
„Moment.
Wo du grad Ärzte sagst. Die hat mir noch der Sani hochgebracht.“
Peggy gab Maren einen Umschlag mit einem Mikrochip. Die Bilder
hier drauf hier haben die Ärzte noch von ihr gemacht. Falls es zu
einer Klage kommt, dann…“
„Gut,
sowas zu haben.“ Maren reichte den Chip weiter zu Jenn. „Schau
dir das an und setz dann ein Schreiben auf an dieses Arschloch.“
„Ja
Herrin!“ kam lakonisch als Antwort.
Martina
hatte sich inzwischen der jungen Frau angenommen, hatte für sich
auch das Tattoo über den Brüsten übersetzt. „Eigentlich ist für
dich dein Lebensmotto doch voll eingetroffen, oder? Du lebst, du hast
gelitten, sogar extrem, jetzt musst du nur noch lieben. Oder
gibt es da noch oder schon einen?“
Conny
schüttelte den Kopf. „Noch will ich mich nicht festlegen.
Irgendwann sicher.“
Martina
seufzte. In deinem Alter hatte ich schon drei Kinder. Ich will die
zwar nie missen, aber ich hätte damals doch auch noch etwas
mehr erlebt“
„Das
holst du doch gerade sehr intensiv nach, oder?“ Jenn hatte
anscheinend ihren sarkastischen Moment. Ein „Blöde Kuh!“ war die
Antwort.
Peggy
klärte Conny auf. „Die 4 hier sind die apokalyptischen Reiterinnen
von Roger, dem Chef. Alleine sind sie lieb und harmlos, aber als
Quartett…“
Maren
hatte leider nichts mehr zum Schmeißen…
„Und
was ist mit dir, Spritdrossel? Immerhin hast du weitergearbeitet.
Eben hätten wir dich gebraucht. Aber unsere Dienerin ist für dich
eingesprungen.“
Fragend
sah Regine zu Jenn hoch. „Wir mussten jemand zum Reden bringen und
…“
„Jenn
ist nur beleidigt, weil der lieber mich wollte.“ Frech grinsend
schlug Martina der Freundin auf den Po.“
„Ja,
es ist noch viel passiert die letzte Nacht. Unsere treubrave Martina
hat sich zum Vamp entwickelt, kann im Vermitteln selbst schon Maren
in den Schatten stellen. Delegieren kann sie allerdings noch nicht.“
Bei
Jenn läutete das Handy. Sie sah den Anrufer und machte nur das
Zeichen, das alle ruhig zu sein hätten.
´Die
Nachtvögel sind auch schon aufgewacht.. Guten Morgen, Frieder.´
Maren
beugte sich zu Tina ans Ohr. „Unser 2.Bürgermeister.“
´Ja..`
´Natürlich könnte ich mich für dich frei machen`
´Nein,
natürlich arbeitsmäßig. Das andere sowieso.`
´Okay,
um 20 Uhr` ´Aber gerne, der Herr. Aber nicht in so ne Biokneipe`
´Holst
du mich ab?´
´Nein,
ich wohn über der Kanzlei.`
´Bis
dann. Ich freu mich`
„Ja!
Der Fisch hängt an der Angel!“
„Weiß
der eigentlich, dass du bei der Opposition bist?“
„Du
bist blöd, Maren. Natürlich. Wenn ich mich nach der Wahl mit dem im
Stadtrat fetze, kann ich doch trotzdem hinterher noch mit ihm ins
Bett gehen, oder?“
„Dann
bist du also fürs erste versorgt, Jenn. Was wird denn dein Mann dazu
sagen?“
„Den
hab ich doch schon wochenlang kaum noch gesehen, also was soll’s.“
Roger
räusperte sich. „Wir müssen noch etwas abklären mit dem Prof und
Martinas ´Walther`. Können wir euch allein lassen?“
„Geht
ruhig. Heut werden eh noch Rolf und Rodrigo vorbeikommen. Sie wollen
mit Regina die Einweihung nachholen, wenn sie denn schon wieder
kann…“
„He!
Ich war nur besoffen und hab da trotzdem gekonnt. Aber dann muss ich
noch was einkaufen gehen.“
„Okay.
Aber dann denk dran: in den Läden brauchst du zumindest nen
Mundschutz!“
Peggy
grinste frech zu ihr rüber.
„Ja
ja, ich zieh mir schon was an…“
„Und
wir beide,“ sie nahm Conny in den Arm, „wir machen uns nen
schmerzfreien, männerlosen Abend, oder?“
Roger
und Maren
„Meinst
du, der Prof hält uns etwas vor? Wartet er, dass wir selber
drauf kommen?“
Martina
sah nun die drei anderen ganz resolut an. „Was enthaltet ihr mir
vor?“
„Verdammt,
sie ist ja noch eine von den Ahnungslosen! Schau hier.“ Dabei
breitete Maren die Karte vom Katasteramt auf dem großen Tisch aus
und erklärte die bisherigen Planungen und zeigte auf das Gebiet,
welches kontaminiert sein ´könnte`.
Mit
verschränkten Armen stand Martina nun davor. „Und wo wollt ihr nun
bauen?“
Maren
zeigte ihr die ersten Planungsskizzen und legte sie wie eine
Schablone auf die Karte. „Und wo war nun diese alte Anlage?“ Sie
legte den Grundriss der Altanlage auf den neuen Bauplan.
Jenn
hielt sich schweigend im Hintergrund.
„Also
wenn wir hier links das Gebiet um 100 Meter verschieben, hier dann um
diesen Hügel eine Parkanlage anlegen mit viel Laubwald an den
Seiten, dort rechts das Gleiche, dann wird dieser Park das Herz
dieses Stadtteils. Und wenn davon Teilgebiete als zusätzliche
Biotope beziffert werden, wird niemand es auch nur wagen, einen
Schuppen, ne Mauer oder sonstwas anzulegen. Und deswegen sind die
Amis abgesprungen?“
„Irgendeiner
muss die erpresst haben, jedenfalls waren die sehr schnell bereit,
alles fürn Butterbrot zu verkaufen, inklusive dieser
Grundstücksflächen.“
„Und
ich hab den Vertrag überprüft, die haben explizit alle
Ansprüche von uns auf etwaige Umweltschäden ausgeschlossen.“
„Na
und?“ Martina richtete sich auf. „Wer war damals nach dem
Krieg Eigentümer dieser Fläche? Der Bund. Und die haben es sicher
mit allen Rechten und Pflichten übertragen an die Stadt. Und ich
kann mir kaum vorstellen, dass die damals Anwälte gehabt haben, die
an alle, wirklich alle etwaigen Folgeschäden gedacht und
diese ausgeschlossen haben. Und da die Stadt etwaige
Schadensforderungen vermeiden will, werden die das Maul halten. Von
der Seite also wird uns keiner was.“ Martina sah Jenn an. „Kommst
du an die ganz alten Verkaufsunterlagen ran? Und von diesen Plänen
wusste Steingräber angeblich nichts? Ich kann mir das eigentlich
kaum vorstellen.“
Sie
sah Roger an. „Wie sicher bist du dir bei dem Professor?“
Roger
wirkte etwas nachdenklich…
„Auch
wenn er sich nicht bei dir melden sollte, ich werde ganz blauäugig
zu ihm fahren. Erzählen, was ich zufällig aufgeschnappt habe und,
wenn er oder Walther mich für blöd verkaufen wollen..“
„Dass
du das nicht bist Martina, haben beide schon lange erkannt. Bring sie
dazu, dass sie nur mit dir und du nicht ohne Roger willst. Und damit
niemand leer ausgehen soll: Wir gründen eine neue Holding: CoR,
in der wir die gesamten Firmen zusammenführen.“
„Was
heisst CoR?“ Jenn sah Maren ratlos an.
“Was
wohl? Cooperation
of
Reconstruction.
Man könnte es aber auch übersetzen als Cunts
of
Roger
Alle
vier brachen in Gelächter aus.
„Aber
was machen wir mit den Amis? Die geben nachweislich nicht auf.“
„Was
haben die mit den Frauen gemacht, die sie abgeschlachtet haben?“
„Maren,
du kannst doch nicht…“
„Wer
CoR angreift, kennt eben noch nicht den Widerstandwillen von Frauen.
Dann gibt es eben einige Todesfälle, wo einer unserer guten
deutschen Ärzte Herzinfakt oder ähnliches testieren würde. Wenn
die dann ihre eigenen Killer schicken sollten, mieten wir eben
Fachleute in Israel. Die haben auch vor der Mafia keine Angst.“
„Mach
kein Scheiß, Maren. Nachher willst du dann auch noch die Mafia
übernehmen.“
Martina
schüttelte den Kopf. „Macht ihr euch ruhig eure eigenen Gedanken.
Ich mach nen Termin bei meinen Senioren. Aber erstmal fahr ich nach
Hause und kauf mit Männe einen neuen Küchentisch und ein stabileres
Bett.“
„Bitte?“
Maren starrte sie verblüfft an. „Hast du etwa auch…“
“Ich
wollte wie du mit Hennig auch einmal so ausreiten. Nur mein Bett hat
das nicht mehr mitgemacht.“
Wieder
brachen alle in Gelächter aus.
Kapitel
4
Juliette
Von
irgendwo summte ein Handy. Schlaftrunken richtete sich Juliette auf,
sah liebevoll auf den noch schlafenden Verleger und kramte in ihrer
Tasche nach den Störenfried. „Ja?“
„Juliette?
Ich bin’s, Maren. Bist du…?“
Juli
schloss hinter sich die Tür zur Küche, „Ja, bin ich.“
„Konntest
alles noch etwas … vertiefen?“
„Vielleicht…
Maren, das ist kein Thema, über das ich am Telefon reden möchte.“
„Verstehe.
Dürfen wir trotzdem mit deiner Loyalität rechnen?“
Juli
dachte nach. „Und wenn ich auch gerne eigene Interessen verfolge?“
„Was
spricht dagegen, dass du beides haben kannst?“
„Aha?
Quasi als Doppelagentin?“
Maren
am anderen Ende lachte. „Du hast nicht nur mich gestern sehr
beeindruckt. So wie du vorinformiert warst, das hat schon was.
Außerdem, wir brauchen auch den Hermannich. Nicht direkt, aber als
…“
„Sprachrohr?
Wir haben darüber auch schon geredet.“
„Worüber
haben wir geredet?“ Er war noch etwas müde aus dem Bett rüber in
die Küche geschlurft.
Juli
sah lächelnd zu ihm auf. „Maren ist dran. Sie…“
„Darf
ich?“ Er forderte sie auf, ihm das Handy zu geben.
´Guten
Tag, Frau Kruppke. Sie sind ja schon oder aber immer noch sehr aktiv`
´Gerne,
dann Maren. Ja, ich hatte ein sehr intensives Gespräch mit Frau
Kamen, äh Juliette`
´Wir
haben nicht nur geredet, das stimmt`
Er
fing an zu lachen. ´Schon
merkwürdig, darüber sprach ich grad vorhin noch mit Juli. Sie denkt
wohl auch schon zweigleisig`
Dabei warf er einen Blick auf die Journalistin, machte ihr ein
Zeichen, dass sie ihm doch einen Kaffee machen sowie ihm eine
Zigarette geben sollte. Juli machte sich an der Kaffeemaschine zu
schaffen und holte die Zigaretten, steckte 2 an und steckte ihm eine
brennende in den Mund.
´Nein
Maren. Sie werden verstehen, dass ich darüber kaum am Telefon reden
werde`
´Gerne.
Wann und wo?`
´In
Ordnung, ich werde mich mit Juliette abstimmen`
´Danke,
ich oder Juli gebe ihnen Bescheid`
Er
reichte das Handy an sie zurück. „Wir haben eine Verabredung!“
´Hi
Maren. Ich höre gerade, das Justus einen Termin mit dir vereinbaren
will?`
´Na
ja, ich wollte eigentlich einen Artikel schreiben, aber..`
´Gut,
wenn er da zugestimmt hat. Bis dann also`
„Du
willst mit ihr reden?“
Er
zuckte mit der Schulter. „Warum nicht? Schließlich bin ich
anscheinend auch schon bei deren Planungen mit involviert, dann will
ich auch wissen, worum es eigentlich genau geht.“
Sie
reichte ihm seine Kaffeetasse und setzte sich ihm gegenüber. Immer
noch nackt stand er an die Küchenzeile gelehnt, sah sie an. „Wollen
wir Essen gehen oder? Noch haben wir ja Zeit und..“
Sie
beugte sich vor, küsste auf seinen verschrumpelten ´Kleinen`.
„Etwas Kleines essen würd ich schon gerne jetzt. Hast du hier auch
was, damit du deine Besucherinnen auch verköstigen kannst?“
„Ich
hab ne Aufwartefrau, die 2x die Woche hier kommt und auch den
Kühlschrank auffüllt.“ Er öffnete den Kühlschrank. „Was
möchtest du?“
„Etwas
zwischen die Zähne. Aber zuerst was Deftiges. Es war ne heftige
Nacht.“
„Das
kannst du laut sagen.“
Sie
stand hungrig auf. „Hast du Eier da?“
„Da
sind noch 6 im Kühlschrank.“
„Sag
deiner Putzschlampe mal, dass die nicht in den Kühlschrank gehören.
Rührei oder gekocht?“
„Scheinbar
kannst du auch kochen. Was kannst du noch alles?“
Wieder
strich sie ihm über seine Hoden. „Das willst du lieber gar nicht
wissen..“
„Und
wenn doch?“ Während sie die Eier aufsetzte, stellte er sich hinter
sie, schob sie an ihren Brüsten an seinen Oberkörper und spürte,
wie sich ihre Nippel zu kräuseln begannen.
„Ich
hab mal ne Zeitlang in ner Bar gearbeitet..“ „Wie
gestern?“ „Wie Gestern, ja. Dann Theater gespielt, in
einem Pornostudio mitgemacht, in einer Metzgerei gearbeitet.“
„Das
ist aber ganz was anderes.“ „Ich sagte ja, alles willst du gar
nicht wissen…“
Sie
schob seine Hände von ihrer Brust weg. “Machst du nen Toast rein?
Gleich sind die Eier fertig. Magst du sie lieber fest oder labrig?“
„So
mittel.“ Er streichelte ihr über die Schulter. „Ich hab ewig
nicht mehr so entspannt in der Küche gestanden…“
„Dann
musst du deine Frau oder deine anderen Gespielinnen dazu ebenfalls
mal animieren. Wir Frauen sind meistens sehr anpassungsfähig.“
„Du anscheinend ja. Aber meine Frau…“
„Justus!“
Sie drehte sich zu ihm, „seit wann bist du verheiratet?“
„Hmm,
ich glaube 23 Jahre.“ „Wenn du es nur glaubst, ist es eher
eine Zweckehe gewesen, oder? Bedeutet sie dir was?“
„Sie
war die Tochter eines anderen Verlegers.“
Juli
lächelte. „Geld kommt zu Geld. Aber was kommt dabei raus? Manchmal
nur Inzucht.“ „Wir sind doch keine Targaryen.“
„´Game
of Thrones` kennt der Herr anscheinend auch noch..“ Er lächelte,
küsste ihr auf den Hals.
„Sie
ist trotzdem die Mutter meiner Kinder..“ „Du hast zwei,
offiziell. Sohn 22 und Tochter 19. Und dann noch eine Tochter mit,
äh… Annalena Gablenz. Heute müsste die 15 sein.“
„Die
Namen weißt du sicher auch noch?“ „Natürlich. Wenn, dann
informiere ich mich gründlich. Was ich nicht weiß: hat deine Frau
eine Ahnung von dem Ergebnis deines Seitensprungs?“ Er lachte.
„Natürlich nicht.“ „Weißt du es oder glaubst du es?“
„Wie
kommst du auf den Gedanken?“ „Eine intelligente Frau
informiert sich immer über das, was ihr Gatte so treibt.“ „
Und wenn nicht?“
„Ist
sie oberflächlich…“
„Stimmt.
Sie hat ihre Pferde, ihre Freundinnen, ich glaube sogar auch einen
Lover und sonnt sich im Glanze ihres Gatten.“
„Soll
ich dich bedauern?“
„Wir
haben uns arrangiert.“ Er stutzte. „Warum erzähl ich dir
das alles?“ Sie umarmte ihn. „Weil dir doch etwas gefehlt
hat!“
Er
schüttelte seinen Kopf. „Anscheinend ist da was dran.“ Es
klackte. „Der Toast ist fertig. Was machen die Eier?“
„Lassen
wir uns überraschen.“ Er deckte den Tisch, während sie die Eier
abschreckte.
Bevor
beide sich setzten, goss sie noch Kaffee nach, dann küsste sie ihm
auf den Mund. „Bon Appetite, ma Chere.“
Ihr
Ei köpfte sie so geschickt, dass ihm der Mund offen blieb. „Wo
lernt man denn sowas?“
„Es
gibt Frauen, die benutzen ihre Finger nicht nur zum Wichsen…“
„Tz
tz, und zeitweise bist du auch noch vulgär!“ „Stört
es den Herrn? Gestern Nacht hats dir anscheinend wenig
ausgemacht.“ „Da warst du ja auch nur…“
„Die
Nutte!“ „Stimmt.“ „Welche Juliette gefällt
dir besser?“
„Ich
sag’s lieber anders. Das Gesamtpaket von dir.“
„Auch
die Nutte?“ „Auch die…“
Als
sie mit dem Frühstücken fertig waren, stand sie auf, holte den
Aschenbecher, ihren Tabak und seine Zigaretten, zündete ihm eine an
und schob sie ihm zwischen die Lippen, nicht ohne ihm vorher
fürsorglich einen Eigelb-Rest von der Oberlippe abgeleckt zu haben.
„Du bist wie meine Mutter!“
Sie
stubste ihm auf die Nase. „Die ist aber nicht mit drin im
Gesamtpaket!“ dann drehte sie sich eine Zigarette.
„Du
bist Selbstdreher?“
„Justus!
Ich bin ne freiberufliche Journalistin und die haben nicht immer ein
regelmäßiges Einkommen. Gerade in einer Zeit wie jetzt.“
„Stimmt,“
er nickte, „auch ich hab meinen Chefredakteur angewiesen, wenn
möglich ohne Fremdkräfte auszukommen.“
„Ich
weiß. Dir fielen ja auch die ganzen Anzeigen weg.“ Er nickte nur .
„Es
gibt zwar die Beihilfen vom Verband, aber..“
„Woher
weißt denn du das?“
„Justus!“
Kopfschüttelnd sah sie ihn an, „damit muss ich auch leben.“ Sie
lächelte plötzlich. „Du kannst ja den Behörden etwas Zucker
geben.“
„Wie
meinst du das denn?.“
„Indem
du das Feuer schürst, solange es noch brennt.“
„Aha?“
„Nehmen
wir Corona. Kontaktvermeidung, aber auch schon Lockerungen. Alle
halten sich brav an die Vorgaben, egal wie widersinnig die sind. Und
nun leg noch einen drauf.“
Er
sah sie neugierig an.
„Küssen
fällt eh schon aus, du weißt schon warum. Somit bei vielen auch das
Ficken.“ „Ja und?“ „Nun, lass deine Redakteure
etwas tun für die Geburtenrate. Gib den Leuten Vorschläge, wie sie
weiterhin ihren Trieben nachgehen können.“
Das
Thema interessierte ihn plötzlich immer mehr.
„Geb
dem willigen Volk Vorschläge, wie es gesünder leben sollte. Also
ohne in Blickrichtung verkehren, ergo von nur hinten oder abreiten
mit dem Gesicht zu den Füßen…. „ „Und dann sicher
trotzdem mit Mundschutz.“ Er schmunzelte.
„Sicher.
Damit wird dann wieder der Aerosolausstoß vermindert….“
„Das
will ich von dir haben für die nächste Wochenendausgabe.“
Dein
Chefredakteur soll doch …“
„Wer
ist der Chef?“
„Apropo
Chef. Hast du denn gestern schon gewusst, dass du auf mich angesetzt
wirst?“
„Nein.
Ich wollte ganz normal dort kellnern, nebenbei recherchieren, auch
Bilder machen und … hab mich erwischen lassen. Roger kam ganz
plötzlich so ganz unverfänglich auf mich zu, hat mich ausgefragt
und dann zufällig an meinen Arm gefasst und die Cam ausgelöst. Na
ja, und dann.. Ich dachte schon, er schmeißt mich sofort raus.
Aber
in seinem Büro dort saß Maren, die nun weitermachte. Irgendwas an
mir muss ihr gefallen haben, jedenfalls bot sie mir sogar einen Job
an. Pressearbeit und Werbung für den Betrieb. Sogar selber mit
drehen. Und dann kam sie gegen ½ 1 auf mich zu, selber schon
splitternackt wegen ihrer Aktion am Tensgerät und fragte mich, ob
sie auf mich zählen könnte. Ich also mit hoch hinter die Bühne und
erkannte sofort die Frau Dr. Kinderjan, deren Lebensgefährtin, als
auch Jenn, äh Frau Dr. Brunner und ahnte da schon, dass da wohl noch
mehr laufen würde. Jenn wurde dann gekauft von Susanne, äh der Frau
Kinderjan und weitergereicht an unseren 2. Bürgermeister, diesem
Bunten, diesen Grabow und ich,“ sie lächelte den Herausgeber an,
„an den hiesigen Zeitungsboss. Ja, und nun sitz ich hier bei dir.
Von den Hintergründen hatte ich Null Ahnung. Erst bei der
Konferenz, vor der wir vorher so Uncoronagerecht zusammensteckten und
von Roger gestört wurden, erkannte ich in etwa die Zusammenhänge.
Na ja, und nun bin ich bei dir. Und zwar, weil DU mich eingeladen
hast und ICH es auch wollte, nicht nur, weil es anscheinend im
Interesse von Maren ist.“
Er
legte ihr seine Finger auf ihre Hand, nahm diese und führte sie an
seinen Mund, drückte einen Kuss auf den Handrücken. „Ich glaube
dir.“
„Aber
ich will ehrlich sein: Maren weiß ja inzwischen, dass ich bei dir
bin. Diese ganze Aktion interessiert mich wirklich und nun will ich
auch wissen, wie es weitergeht.“
„Ehrlich
gesagt, mich interessiert es auch. Zumal man mich ja auch
benutzen will. Und vielleicht gibt es sogar Möglichkeiten, selber in
dieses Projekt einzusteigen. Bei dem Plan sah ich sogar Möglichkeiten
für mein Haus, mich zu vergrößern.“
„Aber
du weißt, dass das alles nur langfristig über die Bühne gehen
wird.“
„Glaubst
du, ich bin so blauäugig? Wenn dann rechne ich mit 8-10 Jahren, bis
das umgesetzt werden kann. Bis dahin kann und wird auch noch viel
passieren, was solls.
Und
wenn ich kurzfristig plane, dann,“ er sah ihr in die Augen, „jetzt
mit dir. Heute Abend? Ich möchte mein ´Geschenk` einladen.“
„Und
an was denkst du?“
„Zuerst
dich zum Essen einladen. Aber so kannst du da nicht auftauchen. Hast
du etwas exklusiveres zum Anzuziehen?“
„Justus!
Ich bin eine Frau. Ich kann mich schon anpassen. Wo willst du
mich hinführen?“
„Lass
dich überraschen. Ich werde wieder man meinen grauen Anzug anziehen,
falls du dich etwas anpassen möchtest.“
„Würdest
auftauchen wollen in deiner Badehose, hätte ich also im Bikini
kommen müssen?“
„Dann
aber in einem ganz knappen.“
Wieder
griff er nach ihrer Hand führte, sie an seinen Unterleib.
„Ich
glaube, das Frühstücksei beginnt bei mir zu wirken…“
„Welcher
von meinen vielen Persönlichkeiten sagst du das jetzt?.“
Er
überlegte nicht lange: „Der Nutte. Allerdings dürfte die ja auch
ein fester Teil deines Gesamtpaketes sein, oder?“
Juliette
lächelte nur sibyllinisch und glitt von ihrem Stuhl herunter
zwischen seine Beine…
*
* *
Bea
„Überrascht
schaute sich Bea um, als sie aufwachte. Sie lag im Zimmer und im Bett
von Babette, die allerdings schon lange wieder weg war.
Schlagartig
kam ihr die Erinnerung an die letzte Nacht wieder ins Bewusstsein.
Oh
Gott!
Und
dann war sie im Bett von Bette gelandet, hatte sogar mit ihr
gekuschelt und – nicht nur gekuschelt.
Was
war mit ihr passiert?
Gut,
diese Nacht war sehr anstrengend, auch dass sie wieder Besucher
bedienen musste. Aber dann dieser Roger…
Wie
sie mit ihm in dieses Separee sollte, wo er dieses Pärchen
trennte, sie dazu Sekt reichen sollte und wie selbstverständlich er
den zweien seine Bitte vortrug und, auch wenn es wohl hauptsächlich
den Mann betraf, auch die Frau, die ja an diesem Abend wie sie selber
auch nur eine Quasi-Nutte war, mit einbezog. Er keine Unterschiede
machte.
Wie
mit ihr ebenfalls. Immerhin war er ihr Chef an diesem Abend. Und
dann, als da saß vor ihrem Tresen, sie anschaute, ruhig sein Bier
trank, sich mit ihr unterhielt
Sogar
ihr Vorschlug, sie einzustellen als.. Ja was? Ecortdame? Nutte in
einem Flatpuff? Pornoschauspielerin?
Und
dann das mit dem Whisky und den Eiswürfeln…
Und
wie sie dann vor ihm kniete und er sie zwang, ihn anzuschauen,
während sie diese Eiswürfel wie ein Huhn, das Eier legt, in das
Glas presste. Es hat nur gefehlt, dass sie hinterher gegackert hätte.
Aber erleichtert gekeucht hatte sie trotzdem.
Und
immer sein Blick. Wie ein Hypnotiseur hat er ihr in die Augen
geschaut und sie konnte ihren Blick nicht abwenden…
Und
dann hatte er sie benutzt und sie hat sich gerne benutzen lassen. Er
hat aus ihr getrunken. Aus ihrer Mumu. Und sie hat mitgemacht, war
sogar stolz, dass er sie als ´Dimple on the Rocks á la Bea` anbot
und auch andere aus ihr trinken ließ.
Mit
dem hätte wirklich gerne geschlafen.
Und
als er sie so nebenbei das mit seiner Tätigkeit als Motivator
demonstrierte und sie wirklich motiviert hatte. Sie ihn sogar als
Herr und Meister anredete.
Sogar
seine dev werden wollte..
Wollte
sie es wirklich nur in dem Moment? Er hatte sie als ´Meine Sau`
bezeichnet und sie war wirklich seine Sau, wollte es selber sein.
Diese
Gedanken…
Unbewusst
waren ihre Hände nach unten gewandert, spielten an ihrer .. Mumu?
Muschi? Möse? Fotze?, kreisten über der Klit…
´Schlàf
drüber` Hatte er gesagt. Nun hatte sie darüber geschlafen und sie
wollte es immer noch. Jetzt sogar noch intensiver als vorher. Auch
wenn er sie nur zur Nutte machen würde. Seiner Nutte. Eine von
vielen.
Wie
konnte sie ihn erreichen?
Ihre
Finger wurden schneller, sie spürte sie kommen, diese Welle, ließ
sie erleichtert über sich hinweg rauschen…
„Was
machst du denn schon wieder?“ Bette hatte sich neben sie gesetzt,
streichelte sie. Erschrocken zuckte sie zusammen. „Ich, ich hatte
wieder an gestern gedacht und..“
„Krass,
wie das bei dir nachwirkt. Du schwitzt ja richtig.“ Sie strich ihr
über die Stirn. „Komm, du musst was essen. Und vor allem erstmal
duschen. Du stinkst wie ne läufige Hündin!“
„Ich
fühl mich eher wie ne rauschige Sau…“
„Wieder
diese alte Kerl?“
Bea
nickte. „Ich hab nachgedacht. Ich will!“
„Du
bist verrückt. Und wie soll das vor sich gehen?“
„Ich
fahr einfach zu ihm und…“
„Ohne
vorher Rücksprache zu halten?“ Bea nickte nur.
„Warte.
Wenn meine Mutter und Tante Maren auch da waren…. Maren ist ja die
Freundin von dem Chef.“
„Ich
kann doch nicht seine Freundin anrufen..“
„Sie
war doch dabei, als er dich angemacht hat, oder?“ „Ja schon,
aber..“
„Kein
Aber! Wenn er dich will, wird sie dich auch akzeptieren müssen.
Aber, was passiert, wenn er dich nimmt?“
„Er
wird mich dann wohl bei sich einstellen und vermutlich auch
einsetzen.“
„Wobei?“
„Bei
sowas wie gestern. Oder auch als Escort, so 3-4 mal die Woche. Und
wenn da nichts anliegt, auch in 2 Bordellen…“
„Du
willst im Puff arbeiten?“
„Er,
er hat gesagt, ich wäre dann sowieso nur eine Sau für ihn..“
„Bea,
du spinnst!“
„Deine
Mutter ist das gleiche für ihn und er hat sie vor mir gefickt und
sie hat geschrien…. Ich hatte sie vorher sauber geleckt..“
“Stimmt.
Du hattest mir heut Morgen gesagt, wie sie geschmeckt hat.“
„Jaja
… Und ich war so geil drauf…“ Sie sah die Freundin an:
“Bette, kannst du deine Mutter anrufen? Ich will diese
Telefonnummer. Bitte!“
Bette
schüttelte nur den Kopf, gab aber nach und rief ihre Mutter an.
„Mama,
ich bins.“
„Hallo
Babette. Wie komm ich dazu, dass du mich anrufst?“
„Es
ist wegen Beate..“
„Ich
ahne es. Sie hat geplaudert und..“
„Ja
okay, sie hat. Aber das mit dir ist für sie zweitrangig. Sie will zu
Roger.“
„Mein
Gott!“ Martina seufzte. Ich bin grad auf dem Weg nachhause. Ich
komm vorher bei euch vorbei. Bis gleich.“
Bette
schaute auf Bea runter. „Sie kommt gleich vorbei. Aber geh du
erstmal Duschen. Du stinkst richtig als kämst du grad aus dem Puff.
Ich mach dir was fertig zum Frühstück.
Nach
10 Minute klingelte es an der Tür. Mutter war da.
Bea
kam grad aus der Dusche, wollte kurz noch in ihr Zimmer huschen, um
etwas Frisches anzuziehen, doch Tina stellte sich ihr gleich in den
Weg.
„Na
du Jungsau!“ lächelte sie sie Bea an, „komm, bleib gleich so wie
du bist. Oder hast du etwa noch Hemmungen vor mir?“
„Nein
ich…“
„Komm
her!“ Sie nahm die junge Frau in den Arm. „Ich weiß ja, wie
Roger auf manche Frauen wirkt, nun also auch auf dich. Hat er schon
mit dir geschlafen?“
„Nein.
Er, er sagte, ich soll erstmal darüber schlafen und …“
„Du
wirst für ihn eine seiner Nutten sein, dass sollte dir bewusst
sein.“
Bea
sah sie nur an.
„Ich
hab auch für ihn schon mit etlichen Männern geschlafen, hab’s
sogar gerne gemacht. Schau mich nicht so an, Bette! Ja, auch deine
Mutter ist ne Schlampe. Und? Hätt ich geahnt, was das für ein
Gefühl sein kann…
Ich
fühl mich wie 20 Jahre jünger. Aber Bea, bist du dir ganz sicher?
Roger ist sehr beeindruckend, aber .. er wird nicht immer Zeit für
dich haben. Ich kenn ihn ja auch erst seit drei Tagen etwas..
näher, aber, ich gebe zu – mich hat er verwandelt. Was wird er bei
und mit dir anstellen?“
„Er
sagte was von Einstellen. So nen Vertrag, dass ich regelmäßiges
Geld habe und dazu verdiene und…“
„Du
willst es nicht wegen dem Geld machen, oder?“
Entrüstet
löste sich Bea aus der Umarmung. „Ich weiß doch selber nicht
warum. Aber doch nicht wegen Geld. Er hat mich einfach angesehen und
ich hatte das Gefühl ..“
„Ach
Kind!“ Martina zog sie erneut an sich. „Bist du dir so sicher? Du
hast dein Studium, hast noch dein ganzes Leben vor dir und willst
dich direkt an einen Mann binden, von dem du eh kaum was haben
wirst?“
Babette
mischte sich ein. „Wärst du auch bei mir so liberal, wenn ich das
Gleiche machen würde?“
Martina
setzte sich mit zu den Beiden an den Kaffeetisch. „Wer im Glashaus
sitzt, soll nicht mit Steinen werfen….
Natürlich
würde ich dir ebenfalls ins Gewissen reden. Aber ihr beide seid
erwachsen und würdet euch von einer selber grad frisch Gefallenen
kaum etwas sagen lassen.“
„Siehst
du dich so, Mama?“
Diese
zuckte mit der Schulter. „Ich denke schon. Bea hat’s doch auch
gespürt, als sie mich sauber geleckt hat. Ich bin dem Kerl irgendwie
ebenfalls verfallen. Heut Abend muss ich wieder wegen ihm los, weil
da Probleme auftauchen und ich wieder rausbekommen muss, wer sich da
bei uns einmischt.“
„Bei
uns?“
Martina
lächelte. „Ja bei uns, bei Roger, Maren, Jenn und mir. Ja und auch
Regine.
Wir
sind schon ein verrücktes Quintett und wenn jetzt Bea sich ebenfalls
mit feucht triefender Mumu dazu stecken will…“
„Ich
will das nicht, weil ich nur mit dem ficken will!“ protestierte die
Angesprochene, „ich will… ich weiß es einfach nicht. Wie du
schon selber sagt: Dieser Mann hat irgendwas.“
„Schon
gut, Kleine,“ sie streichelte ihren Unterarm, ich ruf Maren an.“
Nach
einem kurzen Gespräch sah sie Beate ernst an. „Du wirst dich um 19
Uhr vor dem Rundbogen beim Studio einfinden. Um 18.45 wird dich Ismir
von hier abholen und hinfahren. Roger erwartet, dass du dich schon im
Taxi ausziehen und ohne alles vor der Tür hinlegen wirst. Auf dem
blanken Boden, mit seitlich ausgestreckten Armen und Beinen.“
„Aber
ich kann doch nicht… Wie unwürdig ist das denn?“
„Was
erwartest du? Du willst dich ja unterwerfen, also zeige es auch
offen.“
„Aber
der Taxifahrer..“
„Ismir
wird nichts sagen. Der hat mich selbst schon gefickt, der gehört nun
wohl als unser Fahrer mit dazu.“
Martina
stand auf und umarmte Bea von hinten. „Noch hast du Zeit zum
Überlegen. Wenn du kalte Füße bekommst, ruf mich an. Aber bitte
rechtzeitig. Ich muss nämlich jetzt dringend nach Hause.“ Sie
küsste Bea auf die Stirn und nahm Babette ebenfalls in den Arm. „Ich
muss mit deinem Vater einen neuen Küchentisch und ein neues Bett
kaufen. Die alten Teile haben sich leider mit der Zeit nicht mehr
haltbar genug erwiesen.“
„Mama,
hast du etwa?“
„Immer
noch wir! Deine Eltern haben sich nun auch wieder neu … gefunden..“
*
* *
Roger
und Maren
Maren
sah Roger fragend an. „Willst du das mit der Kleinen wirklich
durchziehen?“
Er
holte sich einen frischen Kaffee. „Warum nicht? Sie hat
irgendwas an sich. Außerdem lass ich ihr wie jeder anderen
ein Hintertürchen offen. Sie kann, wenn sie will und wenn nicht…“
„Gockel!“
Maren lachte ihn an. „Wir vier reichen dir nicht mehr? Denkst du
etwa auch schon an Juli oder Barbara? Die haben auch schon an dir
geknabbert.“
„Juliette
wäre ein ideales Pendant zu Martina. Intelligent, manchmal
skrupellos und zudem ein wandelndes Daten- und Adressbuch.“
„Und
sieht nebenbei auch noch gut aus.“ Er konnte nur nickend zustimmen.
„Was
planst du mit Bea?“
„Muss
ich immer gleich so weit denken? Sie reizte mich einfach und wenn sie
sich traut und einsteigt in die Escortschiene… Willig ist sie ja
und..“
„Wenn
sie dich als Mentor an der Seite hat…“
„Eben.
Gespannt bin ich, was Tina aus dem Professor rauslockt. Irgendwas
weiß der, muss der wissen. Ich hoffe nur, die Amis setzen nicht
ihre Hintermänner hier ein. Ich hab keine Lust, wegen dem Projekt
einen von euch oder selbst mich über die Klinge springen lassen.“
„Mal
nicht den Teufel an die Wand. Apropos Teufel: soll ich verschwinden,
wenn Bea auftaucht?“
„Keinesfalls.
Sie muss von Anfang an wissen, wer hier die graue Eminenz ist.“
Maren
griff nach seiner Hand.
„Ohne
dich wäre ich nie soweit gekommen.“
„Möglich.
Aber inzwischen wird es selbst mir schon leicht zuviel.
Vielleicht
gelingt es uns,“
„Dir!“
„Ja
mir, durch dich Barbara und Johanna mit ins Boot zu ziehen.“
„Und
vergesse nicht Juliette…. Ich würd gern wissen, ob und wie sie mit
dem Zeitungsmenschen klar kommt.“
„Wir
sind schon ganz schöne Manipulatoren geworden, oder?“ Dabei zog
sie ihn zu sich. „Wir haben gerade mal wieder etwas Zeit für uns…“
Roger
küsste ihr sanft auf ihr Haar. „Hier oder wollen wir ins
Spielzimmer?“
Kapitel
5
Martina
Martina
lenkte ihr Auto durch den Stadtverkehr Richtung Heimat. Ihr fiel
Ismir ein. Zum Glück hatte sie ihn gespeichert.
´Taxi
Ismir, Wagen 314`
´Hier
ist Martina, die, die du heut Morgen so intensiv durchgebumst hast..`
´Ah,
das starke Weib aus der Kniestraße. Soll ich dich wieder abholen?`
Martina
lachte. ´Danke,
dass du nur ´stark` gesagt hast. Nein, heute noch nicht, aber eine
andere aus meinem Umfeld.`
´Auch
eine Frau?`
´Sicher.
Aber diesmal eine junge, knackige… Lass trotzdem noch die Finger
von ihr. Wenn du sie wieder abholst, ist’s mir egal, aber bring sie
erstmal sauber hin zum Studio. Und auch wenn sie sich während der
Fahrt auszieht – das ist nicht wegen dir!`
´Auch
nicht ein kleines bisschen?` Er lachte über ihre Vorhaltungen.
´Du
und dein ´kleines Bisschen` Sie soll zu Roger. Setz sie also nur ab
vor dem Rundbogen und dann lass sie allein.`
´Das
klingt alles recht verschwörerisch…`
`Ist
es auch. Sie will sich vermutlich unterwerfen`
´Ihr
SMer und eure Rituale..`
Marina
lachte ´Hast
du denn keine? Also, sie wohnt Bielenhof 16. Beate Scheller`
´Hab
ich mir notiert. Und ich lass sie in Ruhe. Hab ja dich…wenn du es
zulässt.`
´Ach
Ismir… Vor ein paar Tagen noch hätte dir deswegen die Augen
ausgekratzt, aber jetzt.. Schönen Tag noch`
Ihr
Blick fiel auf den freien Parklatz vor ihrem Wohnhaus. ´Glück
muss die`Frau haben!`
Also einparken und hoch..
Vor
der Tür schon hörte sie den Streit zwischen Stephan und Claudia.
„Kann
man euch nicht einen Augenblick alleine lassen?“ Sofort war es
wieder still, beide sahen sie verlegen an.
„Na,
worum ging es diesmal?“ Beruhigend umarmte sie die zwei Streithähne
„Claudi
will sich ein Tattoo stechen lassen und ich finde, dafür ist sie
noch viel zu jung,“ versuchte ihr Männe sich zu rechtfertigen.
Tina
wandte sich ihrer Tochter zu, die heute nur im kurzen
Spagettihemdchen wütend mit geballten Händen im Flur stand. „Ach
Mama. Immer werd ich gegängelt und wie ein kleines Kind behandelt..“
„Äußerlich
bist du das weiß Gott nicht mehr, stimmt. Was willst du dir denn
stechen lassen?“
„Nur
einen kleinen Vogel auf den Oberarm. Der sieht so toll aus und..“
„Mit
dem du dann die ganzes Leben rumlaufen musst. Spontane Tattoos sind
leider meistens, wenn der spontane Augenblick vorbei ist, immer recht
peinlich. Wie wäre es stattdessen mit einem Piercing? Dann hast du
was individuelles und wenn man es nicht mehr mag, kann man es auch
wieder rausnehmen.“
„Ein
Piercing?“ Grübelnd sah Claudi sie an „Hätte schon was, ja.
Aber wo?“
„Mach
dich schlau, was deine Freundinnen davon halten. Wir,“ sie sah zu
Stephan, “wir würden sogar was dazu geben.“
„Mama
du bist die Beste!“
„Schon
gut, schon gut.“ Sie sah Stephan an. „Hast du das Bett wieder
reparieren können oder wollen wir nun losfahren?“
„Schon,
es ist wieder heil, der Tisch auch. Aber…“
„Schatz,“
sie nahm ihn in den Arm, „ich möchte, wenn mir oder uns danach
ist, mit dir zusammen sein können, ohne das irgendwas unter uns
zusammenbricht.“
„Du
denkst schon wieder nur ans Pimpern,“ maulte Claudia, wofür sie
von ihrer Mutter sofort eine Ohrfeige bekam. „Entschuldige dich
dafür!“
„Mama!!!“
Claudia
war fassungslos. Noch nie hatte ihre Mutter sie geschlagen, außer
mal nen Klaps auf den Po früher. Doch dieser Blick, den die Mutter
ihr zuwarf…
„Entschuldige,
Mama.“
Für
Martina war dieser Fall wieder gestorben, doch Claudia sah sie immer
noch unsicher an. „Was ist mit dir passiert, Mama? Früher hättest
du nie...“
„Deine
Mutter hat viel gelernt in den letzten Tagen, Schatz. Auch und
gerade, wenn es ums Streitschlichten geht.“ Sie wandte sich an
Stephan, „deswegen muss ich wahrscheinlich heute Abend noch mal
los. Ich muss diesen Professor und den Steingräber ins Gebet nehmen.
Die verschweigen mir, besser uns vielleicht was.“
„Wer
ist uns?“
„Maren,
Jenn, Regine, Roger und mir.“
„Aha?“
Verständnislos starrte Stephan sie an.
„Schatz,
du darfst alles essen, aber nicht immer alles wissen. Es wird da um
sehr viel Geld gehen.“
„Mehr
als das, was du heut Morgen mitbrachtest?“
Martina
lachte auf. „Bedeutend mehr, wenn alles klappt. Und deswegen will
ich für uns ein neues Bett. Und auch für ein paar kleine
zusätzliche Schweinereinen, wenn uns mal danach ist.“
„Mama,“
Claudia hob schützend ihre Hände vors Gesicht, „jetzt denkst du
aber wirklich nur ans Pimpern..“
„Jetzt
ja.“ Lächelnd nahm sie ihre Mittlere in den Arm, „Wo ist Rolf
eigentlich?“
„Der
ist beim Training.“ „Dürfen die denn schon wieder?“
Stephan
nickte. „Sein Trainer hat ihn angerufen. Zwar nur in 10er Gruppen,
aber immerhin.“
“Dieser
blöde Virus! Letzte Nacht hat da auch niemand dran gedacht und …“
„Kannst
du uns dann nun anstecken, Mama?“
Ernst
sah sie ihre Tochter an. „Man muss nicht immer alles glauben, was
uns so erzählt wird. Halt die Augen auf und hinterfrage für dich
diese ganzen Angaben und sich ständig ändernden Vorgaben. Es ist
nicht immer so heiß wie’s gekocht und uns vorgesetzt wird.“
„Aha?“
„Aber
ich muss jetzt zwei Gespräche führen: Erst das mit dem Professor
und dann mit deinem Vater.“ Unbewusst legte sich eine Hand dabei an
seine Hose.
„Mama!“
„Such
du dir lieber ein schickes Piercing raus. Nicht grad son ein
Kitzlerdingens, aber Bauchnabel, Lippe oder Augenbrauen.“
„Was
ist mit einem Nippelpiercing?“
Sie
musste schmunzeln. „Soll was Schönes sein, stimmt. Aber wenn du
damit mal irgendwo hängen bleibst? Oder wenn das dann ständig am BH
scheuert? Und wem willst du das zeigen? Also – ich hab noch keins…“
„Noch?“
Stephan schaut hoch, „du meinst, da kommt noch was?“
„Ach
Stephan. „du denkst zuviel. Oder möchtest du, dass ich eins trage?
Für dich?“
„Ähhh...“
Aber
ich muss nun erstmal…“ Sie ging rüber in die Küche, setzte sich
einen Espresso auf und wählte die Nummer vom eingespeicherten
… Walther.
´Hier
ist die Frau deiner angenehmsten Alpträume… `
´Martina…
Ich hab wirklich grad an dich gedacht und ..`
„Ich
hoffe doch, nicht nur mit dem Kopf sondern auch…`
Er
fing an zu lachen. ´Auch, aber nicht nur. Ich sprach grad eben mit
meinem Nachbarn…`
`Ich
hoffe doch nur mit dem Professor, oder?`
´Sicher.
Also bei Siegbert und mir ging es über gestern Nacht und .. es hat
sich etwas ergeben…`
´Aha?`
´Wir
wollten uns über unser weiteres Vorgehen heute Abend am Kamin
abstimmen und …`
´Nur
ihr beide?`
„Martina,
du bist herzlich eingeladen. Es betrifft ja auch dich und Frau
Kruppke..`
´Bleib
bei Maren bitte`
´Okay,
Maren. Also Siegbert bekam eine Nachricht und er hat, soweit ich
informiert bin, heute nachforschen lassen. Es wäre also sogar sehr
gut, wenn du mit zugegen wärest`
´Auch
Maren oder Roger?`
´Wirst
du nicht alles, was du erfährst, denen ebenfalls mitteilen?`
Martina
lachte. ´Du hast Recht! Wann?`
´Siegbert
kommt gegen Acht. Zieh dir was Bequemes an` `
Sie
musste lachen ´Es könnte warm werden`
´Ich
könnte meinen Bauchweg-Tittenhebe-Anzug drunter anziehen..`
´Irgendwann
werde ich dich einladen, mit mir mal Einkaufen zu gehen. Eine Frau
wie du braucht auch mal etwas Abwechslung und …`
´Und
du würdest mir gerne dabei zuschauen und auch … beraten..`
Sie
kicherte ins Telefon
´Ich
kann es mir leisten, ma Belle. Bis heute Abend`
Das
lief ja schon gut an. Jetzt noch..
´Hallo
Ismir. Hier ist wieder deine liebste Kundin..`
´Martina!
Willst du etwa diese Tour von vorhin absagen?`
´Im
Gegenteil. Du sollst mich ebenfalls abholen von mir zuhause. So, dass
ich um 20 Uhr im Niemandsweg bin.`
´Bei
Steingräber oder bei Bohnsack?`
´Ich
bewundere dein Namens- und Adressengedächtnis! Bei Steingräber `
´Gut,
dann bin ich um ¾ 8 bei dir vorm Haus.`
´Sehr
schön, Ismer`
´Muss
ich dann auch die Finger von dir lassen?`
´Auf
der Hinfahrt ja. Auf der Rückfahrt … sehen wir dann`
Das
wäre also geregelt. Und nun.. Sie trank ihren Espresso aus und
verließ die Küche, schaute rein in Claudias Zimmer. „Na Claudi.
Wieder abgeregt?“
„Ach
Mama. Irgendwie ist das alles so stressig jetzt, wo du immer so oft
weg bist.“
„Ach
Schatz,“ sie setzte sich zu ihr aufs Bett, „gönnst du mir mein
neues Leben nicht?“ „Doch, aber… Es ist so
ungewohnt. Mal bist so wild mit Papa zusammen dann bist du wieder
weg, kommst irgendwann wieder nachhause und musst wie heute heut
Abend wieder weg….“
“Das
wird sich sicher einspielen, irgendwann, bald.“ Sie strich ihr eine
Strähne aus dem Gesicht, „für mich ist das auch alles neu. Aber –
das Gefühl, etwas bewirken zu können, vielleicht Einfluss nehmen zu
können… das ist auch ein sehr irres Gefühl.
„Und
musst du dabei immer mit denen …Bumsen?“
„Wer
A sagt muss auch B sagen. Manchmal gehört das dazu. Wenn du
Schlachter bist, musst du auch ein Tier schlachten können, selbst
wenn du diese Tiere magst.“
„Du
bist aber kein Schlachter!“
„Ich
bin deine Mutter, na und? Ich lieb euch doch alle immer noch genauso
wie früher. Die anderen mag ich zwar auch, zumindest meistens, aber
das ist wie beim Schach spielen: Wenn du den König schützen willst,
musst du manchmal andere opfern.“
„Ist
dein Chef, dieser Roger, dieser König?“
„Ach
Schatz…“ Martina seufzte tief, „wenn ich das wüsste..“
*
* *
Juliette
Juliette
war wieder zuhause in ihrer kleinen Wohnung. Heute Abend Essen gehen.
Und dass sogar etwas exklusiver. Was sollte sie anziehen? Justus gab
sich nach Außen immer sehr konservativ und auch recht arrogant, aber
jetzt, wo sie erstmals hinter seine Fassade schaue durfte?
Zuerst
aber unter die Dusche und dann…
Sie
war gerade dabei, sich die Haare auszuspülen, als dieses blöde
Handy summte.
Klatschnass,
nur die Haare kurz in ein Handtuch gewickelt, tappte sie barfuss zu
ihrem Handy.
´Kamen..?`
´Du
klingst so angestrengt`
´Justus! Ìch
bin doch gerade erst von dir losgefahren. Ist etwas? Willst du für
heute Abend absagen?`
´Nein,
im Gegenteil. Ich wollte dir nur mitteilen, dass wir einen Tisch im
Yachtclub bekommen haben. Nur, damit du weißt, was du anziehen
kannst.`
´Also
nichts mit offenherzig und verrucht?`
Sie
kicherte unbewusst. Der Herr macht sich Gedanken. Um seinen Ruf
oder …?
´Ich
werde mich entsprechend dieser Örtlichkeit natürlich stilgerecht
kleiden. Wie eine Dame, die ihren Gatten zum Essen begleitet oder
eher wie eine vom Escort, die einen Kunden zum Essen vorher
begleitet.`
´Du
könntest beides, oder?`
´Mein
Herr! Was sie mir alles zutrauen…`
Sie
kicherte ins Telefon
´Justus,
ich steh hier nackig im Bad und …`
´Was
ich dir eigentlich sagen wollte: Kannst du direkt dort hinfahren? Ich
muss hinterher noch in die Redaktion. Ein Chef muss sich auch da noch
mal sehen lassen`
´Okay
ich bin dann gegen 8 Uhr dort. Kuss!`
Endlich
konnte sie zu Ende duschen. Nachrasieren? Heute wohl
nicht mehr nötig.
Nach
weiteren 30 Minuten hockte sie mit angezogenen Beinen endlich
entspannt auf ihrem Kuschelsofa. Ob sie..?
Instinktiv
griff sie nach ihre Handy.
´Maren?
Hier Juliette. Ich wollt nur mitteilen, dass…`
´Warst
du heut Nacht bei Herrmannich?`
´Ja.
Wie kommst du..?`
´Auch
ich kann mitdenken`
Sie konnte Maren dabei lachen hören.
´War’s
schön?´
´War
es. Und auch anstrengend`
´Na
na. Ein bisschen Anstrengung dabei kann dir doch nichts ausmachen,
oder?´
´Ich
wollt eigentlich nur sagen, dass ich heute Abend mit ihm essen gehe.
Seid ihr so gegen 10-11 noch auf?`
´Sicher.
Wir bekommen um 7 auch Besuch. Bea will sich wohl dem Meister
unterwerfen. Und ich darf dabei sein`
´Aha?
Ist aber doch auch verständlich, dass er seine Top-Dev dabei haben
will. Sollte ich mal auf den Gedanken kommen, müsstest du auch dabei
sein`
´Ehre
der, der Ehre gebührt, oder? Du hast ja schnell die ganzen
Beziehungszusammenhänge bei uns analysiert, oder?`
´Wer
eins und eins addieren kann, kommt da von selber schnell drauf`
`Wolltest
du deinen Verleger bei uns vorführen?`
´Eher
er mich` sie
gluckste.
´Nein, er will hinterher noch in die Redaktion und danach wohl
wieder mal nach Hause zu seiner oder einer seiner anderen Frauen..`
´Hat
er nach dir noch die Kraft und die Zeit dafür?`
Beide
kicherten
´Ich
soll übrigens für ihn einen Artikel schreiben.
Verkehren
unter Corona-Bedingungen`
´Verkehren?`
´Na
zusammen schlafen, ficken halt`
´Aha…?`
´Ach
Maren. So ganz korrekt und mit Mundschutz und nur von hinten und…`
´Hast
du da schon ne Vorstellung?`
´Sicher.
So in etwa zumindest`
´Wir
können ja mal ein Brainstorming machen`
Roger
hatte sich eingemischt.
´Hi
Roger. Hmm, wie meinst du das?`
´Wir
entwickeln da was im Studio, stellen alles nach und sehen dann ja,
was noch ebenfalls dazu gehören könnte.`
´Nur
nachstellen?`
´Warum
nicht gleich parallel dazu aufnehmen?`
´Und
dann gleich auf diese Aufnahmen als Anschauungsfilm hinweisen…`
Juliette
hatte den Gedanken sofort weitergesponnen.
´Und
mit wem?`
´Traust
du dir das nicht zu?`
Roger
war wieder gleich sehr direkt.
´Oder
Bea. Sie kommt ja gleich. Und wenn ich ihr das auftrage…`
´Hmm.
Oder uns Beiden.. Hast du auch nen passenden Mann dazu? Nichts gegen
dich, aber dafür du bist da wohl doch schon zu alt, oder?`
Sie
hörte, wie er anfing zu lachen.
´Danke
für dieses Kompliment. Nein, ich denke da an einen meiner
Schauspielschüler. Kannst dir ja einen Passenden für dich
aussuchen…`
´Wirklich?
Roger, du setzt ja wirklich viel Vertrauen in mich`
´Nicht
nur ich. Auch Maren ist sehr eingenommen von dir. Du würdest gut zu
uns passen`
´Wer
ist uns?`
Maren
mischte sich ein.
´CoR oder
Cooperation
of
Reconstruction`.
´Hä?´
Irritiert stöhnte Juli ins Telefon.
´Kannst
auch CoR Cunts
of Roger sagen. Dazu
gehören jetzt schon ich, Jenn, Martina, Regine und vielleicht auch
bald Bea`
´Aber
ich muss dafür nicht auf die Knie vor ihn fallen und Roger ewige
Treue schwören, oder?`
´Nicht
Treue. Gehorsamkeit! Und letzteres zeigst du ja schon, indem du uns
anzeigst, was du tust, vor hast und hinterher zu uns möchtest`
Juliette
ließ das eben Gehörte kurz bei sich sacken.
´Da
dürfte was dran sein. Nun denn, bis nachher`
´Warte.
Parke vor dem Studio. Am Rundbogen ist eine Codetastatur. Gib da ein
6969, dann geht die Tür auf. Anschließend runter mit dem Fahrstuhl
und dann hinten nach den Separees geht es durch die Stahltür in
einen Tunnel. Den durchgehen bis zum Ende, dann kommst du vors …
Spielzimmer…`
*
* *
Johanna
und Barbara
Wohlig
streckte sich Johanna im großen französischen Bett aus. Barbara
war schon länger auf – sie hatte noch Wolf zu Tür gebracht und
bereitete zum schon späten Nachmittag nun ein 2. ´Frühstück` vor.
„Kommst du oder möchtest du deinen Tee am Bett haben?“
Statt
zu antworten tappte Johanna noch etwas schwerfällig in die Küche,
ließ sich auf dem breiten Küchenstuhl nieder. „Wie spät ist es
denn schon?“
„Gleich
6.“
„Oh
Gott. Was für eine Nacht..“
Barbara
lachte, küsste ihrer Frau sanft auf die Wange. „Ich hab gar nicht
gewusst, dass du auch so aus dir herausgehen kannst.“
Johanna
schlürfte aus ihrer Tasse. „Damit hab ich angefangen. Meinen
ersten Freund hatte ich mit 13. Und irgendwann danach kam Wolf..“
„Irgendwann?“
Ich
war damals sehr frühreif. Meine Eltern tun mir heute noch leid. Dann
wurde ich schwanger, na ja, den Rest kennst du. Die Erste hast du ja
kennengelernt.“
„Und
deinen Sohn?“
Ich
wusste überhaupt nicht, was es geworden ist. Ich hab den nie
gesehen.“
„War
der auch von Wolf?“
Johanna
lachte. „Der war da schon lange wieder weg. Hat glaub ich irgendwo
studiert. Ich war damals ein sehr ungezügeltes Kind…“
„Verlernt
hast du aber davon nichts, wie ich sehe konnte.“
Beide
lachten. „Es war ein Ausrutscher, hoffe ich zumindest!“
„Jedenfalls
im Internat haben sie mir die Männer ausgetrieben. Frauen haben halt
andere Vorzüge…“
Sie
sah Barbara an. „Und wie ist es mit dir?“
Diese
schmunzelte. „Es war… interessant. Allerdings ist Wolf ja auch
ein exzellenter Liebhaber, trotz seines Alters.“
„Ja,
er hat sogar dazu gelernt. Nur damals hatte er mehr Kondition.“ Ihr
fiel etwas ein. „Was hattest du eigentlich zu Roger gesagt, als er
dich runterschickte?“
Barbara
überlegte kurz… „Das er uns mal besuchen sollte.“
„Das
wird er eh machen müssen. Dieser Mistkerl enthält mir meinen Sohn!“
Dass
sie das nicht wörtlich meinte, konnte Barbara an ihrem Grinsen
sehen.
„Ich
könnte ja Jenn anrufen und sie fragen. Vielleicht weiß sie mehr?
Immerhin muss es für sie ja auch neu sein, dass sie nun neben einer
richtigen Mutter auch einen echten Bruder hat. Und dann sogar auch
ein Doktor. Sogar ein Richtiger!“
„Ach
komm, Frau Dr. nur jur Kinderjan, ob der sich dann mit so einer wie
dich abgeben würde? Und wer weiß, vielleicht bist du dann ja auch
schon Oma….“
Daran
hatte Johanna noch gar nicht gedacht.
„Scheiss
auf Roger und seine Maren. Der bringt mein ganzes Leben
durcheinander.“
„Weißt
du was, meine vielleicht Oma-Gattin? Auf den Schreck gehen wir heute
Abend Essen. Ich versuch, einen Platz im Yachtclub zu bekommen. Und
vorher ruf ich Jenn an, die, die sowas nicht geschafft hat..“ „Was
nicht geschafft?“ „Na, dich zur Oma zu machen..“
„Hast
du denn ihre Nummer?“
“Selbstverständlich.
Sklavinnen wie wir tauschen sich doch aus!“
„Hattest
du denn dein Handy mit? Es hieß doch, ´keine Kameras und Handys`“
Vorwurfsvoll
sah Barbara ihre Frau an. „Ich dachte du kennst mich? Ich und
Zahlen..“
„Entschuldige
bitte.“ Barbara tippte schon…
´Dr.
Brunner, guten Tag`
´An
das Dr. Brunner muss ich mich erst noch gewöhnen. Hier ist deine
Stiefmutter!`
´Barbara!
Wo hast du meine Nummer. her?`
´Stieftochter!
Du hast sie mir als gedemütigte, kurz vor ihrem Verkauf stehende
Sklavin nackt an die ebenfalls nackte Leidensgefährtin noch auf der
Bühne zugeflüstert. Schon vergessen?`
´Stimmt.
Mit Zahlen hast du’s ja anscheinend als Steuerberaterin. Weswegen
kam ich dir aber gerade jetzt in den Sinn?`
´Deine
Mutter und deine Stiefmutter wollen heute Abend Essen gehen. Möchtest
du uns begleiten? Wir würden unsere bedürftige Tochter auch gerne
dazu einladen.´
Jenn
musste laut auflachen. ´
´Wie
seid ihr denn grad drauf? …. Aber dann wird’s sicher nur ein
kleiner Imbiss oder ein Döner im Stehen sein, wenn ihr oder du als
die böse Stiefmutter dich so für mich in Kosten stürzen willst`
´Ich
habe deiner Mutter dafür das Taschengeld gestohlen..`
´Schade,
ich würd ja gerne, aber .. mein Käufer hat mich schon eingeladen.`
´Ach?
Na, gegen den können wir leider nicht gegenan stinken. Wo wollt ihr
hin?`
`Ich
hab keine Ahnung. Frieder sagte, ich soll mich überraschen lassen`
´Bestimmt
führt er dich in so einen Bio-vegetarisch verseuchten
Alternativladen`
´Davor
hab ich ihn gleich gewarnt. Wenn schon, dann richtig`
´Na
gut. Schade zwar, aber wir wünsche dir, besser euch trotzdem auch
viel Spaß. Aber wir holen das nach, versprochen?`
´Keine
Sorge. So schnell werdet ihr mich nicht wieder los. Cu`
„Sie
hat schon eine Verabredung. Mit dem von den Bunten, dem 2.
Bürgermeister. „Ob sie das von sich aus macht oder auch von Roger
aus…?“
„Seh
doch nicht überall gleich Gespenster. Ich ruf jetzt jedenfalls
an im Yachtclub.
8
Uhr? Schaffen wir das?“
*
* *
Roger
+ Maren
„Gleich müsste sie kommen.“
Roger hatte sich eine Zigarette gedreht, sie an Maren befeuchtet und
angesteckt. Beide standen an der Ausgangstür zum Garten, direkt
neben dem hinteren Ende des Tunnels. „Willst du sie wirklich
vereinnahmen? Was ist, wenn sie nicht zu uns passt.“
Er
schmunzelte, küsste ihr auf die Stirn. „Dann mach ich euch halt
passend.“
Wieder
ein tiefer Zug, „Zuerst war’s ja auch ein Reiz, wie sie da auf
mich und auch den Augenkontakt reagierte. Aber dann.. Maren, ich bin
halt auch nur ein Mann und..“
„Du
hast ihr Zeit gegeben. Stimmt. Aber nun fühl dich mal in so ein
junges Ding rein. Als was wird sie dich sehen? Als ne Vaterfigur?
Wohl kaum. Sie will auch mit dir schlafen. Als Aufpasser,
besserer Zuhälter? Willst du das? Kaum. Die Kleine studiert. Die
Jobs, die sie hier schon gemacht hat, haben ihre Phantasie angeregt.
Sie möchte das auch. Dazu etwas Sicherheit. Gut, die kannst und
wirst du ihr geben können. Was hast du bisher von ihr gehabt?
Außer dem kleinen Kick für dein Ego?“
„Du
wirst es kaum glauben – Inspiration. Früher mag ich ja härter
gewesen sein, aber seit ich dich habe oder besser du mich, fehlt
mir die Verantwortung.“
Sie
wollte aufbegehren, doch er stoppte sie, indem er sie einfach in den
Arm nahm.
„Ach
Roger!“ Sie schmiegte sich an ihn, „Hoffentlich vergisst du mich
oder uns nicht.“
„Hast
du nie selber dran gedacht, auch mal für jemand anderen die
führende, inspirative Person zu sein?“
Ein
Lächeln schob sich über ihr Gesicht. „Hab ich nicht dich dafür?“
„Manchmal
schon,“ gab er unumwunden zu, „gerade erst gestern, mit dieser
Juliette.“
Maren
nickte. „Ich merke, ich komme auch an meine Grenzen. Martina
lascht mich inzwischen locker ab. Was die in der kurzen Zeit in
passendere Bahnen geschoben hat. Selbst unseren so teuer
ausgearbeiteten Plan mit diesem Baugebiet. Der Architekt hatte erst
sogar Skrupel gehabt, mit diesem Hintergrundwissen überhaupt da ran
zu gehen. Hat dann wochenlang dran gefeilt und die kommt, schaut
nur einmal drauf und sagt, das da muss dann weiter nach da hin und
das da mehr nach hinten. Und in der Mitte kommt das. Und wenn sie das
mit Steingräber und Bohnsack in die Reihe bekommt, dann wird das so
gemacht, da geb ich dir Brief und Siegel drauf. Was hätte die Frau
ohne Kinder alles erreichen können?“
Roger
stimmte ihr zu. „Was hat sie denn die ganzen Jahre über gemacht?
Die musste auch erst geweckt werden. War’s mit dir anders? Fass dir
doch an die eigene Nase! Was hatte ich vorher? Ne kleine Kneipe und
ein paar halbseidene Nebenjobs. Und Ute, die auf mich aufpasste. Und
dann kamst du. Und schon stellen wir eine feste Größe in diesem
Kaff hier dar.“
Maren
stupste ihn an der Nase. „Was sagt uns das? Du brauchst somit noch
mehr Frauen, die du anschieben oder ´erwecken` kannst. Also, lass
uns hochgehen. Die Nächste wartet schon.
*
* *
Bea
„Hast
du dir das wirklich genau überlegt?“ Babette hielt die von
Zweifeln geplagte Bea fest im Arm, „die aus dieser Szene sollen ja
die, die sich drauf einlassen, nie mehr aus ihrem Einfluss
entlassen.“
„Aber…“
„Was findest
du denn an diesem Roger? Und das wird ja nicht nur der, sondern auch
seine Maren sein. Ich seh ja, wie die meine Mama schon umgekrempelt
haben.“
„Bis
vorhin fandest du das sogar noch gut.“
„Aber
wenn du jetzt JA sagst, wird der dir alles vorschreiben. Du bist dann
kein freier Mensch mehr.“
„Und
wenn schon. Wie der mich angeschaut hat und auch behandelt hat. So
hab ich noch bei niemanden reagiert.“
„Aber
wenn der dich nun zur Nutte machen will oder dich in seinen Filmen
ficken lässt…“
“Ich
hab ihm gesagt, dass ich das nicht will. Schließlich mach ich nicht
umsonst meinen Master in BWL.“
„Ist
er drauf eingegangen? Und überhaupt: Wozu will er dich dann?
Und warum willst du überhaupt?“
Bea
löste sich von ihr ud ging unruhig im Zimmer herum. „Wenn ich das
nur selber wüsste! Schau mich doch an. Kaum denk ich an diesen
Arsch, fang ich an zu nippeln, lauf schon fast von alleine aus und
..“
„Dir
ist nicht zu helfen, Bea. Vielleicht ist es ja wirklich gut für
dich. Komm, wenn um ¼ vor das Taxi kommt, musst du startklar sein.
Zieh dir was an…“
„Ich
soll mich im Taxi doch schon wieder ausziehen und mich um 7 nackt vor
der Eingangstür mit ausgestreckten Armen und Beinen hinlegen. Wie
ein, ein … hilfloses Tier.“
„Erkennst
du nicht die Symbolik da drin? Du gibst dich ihm hin. Ganz und gar
und das sogar Freiwillig. Dein Roger wird sich schon was bei gedacht
haben.“
„Ist
das was Gutes?“
Bette
lachte. Zieh dir ein Kleidchen über. Nackt gehst du jedenfalls du
mir nicht aus dem Haus. Und – nimm dein Handy mit! Wenn was ist,
ruf mich an.“
Unten
an der Tür klingelte es schon. „Nu mach schon, du arme Sau!“
Bette klatschte ihr auf den Po, „und vergess nicht, wo du wohnst.
Denk auch dran: du hast Morgen ne Vorlesung.“
Unten
wartete schon der Taxifahrer, ließ abschätzend seinen Blick über
sie gleiten. „Bist du die Beate oder auch Bea, die ich zum Studio
fahren soll?“
Sie
konnte nur stumm nicken. „Dann steig ein. Kannst auch vorne
einsteigen. Macht Martina auch immer.“
„Sie
kennen Martina?“
„Sag
ruhig du. Ich bin Ismir, jetzt persönlicher Fahrer dank Martinas
Gnaden für das Studio und den Frauen von Roger.“
„Den
kennen sie, äh du auch schon?“
„Natürlich.
Er hat ein schönes Haus und ein sehr interessantes Spielzimmer. Das
dürftest du heute sicher auch kennen lernen, oder?“
Bei
Bea stieg die Röte ins Gesicht. „Ich, ich hoffe es…“
„Na,
dann solltest du anfangen und dich ausziehen. Du weißt ja: nackt vor
dem Kellereingang. Und ich hab Martina versprochen zu warten, bis
jemand aus der Tür kommt und dich im Empfang nimmt.“
„Danke.“
Sie hob ihren Hintern hoch und zog das Kleid nach oben. „Stört es
sie, äh dich, wenn ich…“
Ismir
lachte nur gutmütig. „Ich hab schon soviel hier erlebt in meinem
Taxi, da wirst du mich kaum noch nervös machen können.“
Bea
zog nun das Kleid weiter hoch, über ihren Kopf und knüllte es zu
einer Rolle zusammen, quetschte es in ihre Handtasche, in der sich
auch ihr Handy befand.
„Geht
das so?“ Sie setzte sich aufrecht hin.
„Ich
stell fest, dass es dir nicht viel ausmacht, nackt in der
Öffentlichkeit zu sein, oder?“
„Wenn
du zu Roger oder Martina gehörst, wirst du mich vielleicht noch
öfter so sehen müssen, oder?“
„Sag
nicht müssen, sag dürfen. Du bist eine sehr gut ausehende, junge,
reizvolle Frau. Und Martina hat mich gewarnt, dass ich von dir die
Finger lassen soll. Zumindest bis du da vor der Tür liegst…“ Er
lachte, strich ihr über die Wange. „Machs gut, Beate!“
Diese
Stärkung tat ihr sehr gut. Trotzdem hatte sie weiche Knie, als sie
Punkt sieben Uhr aus dem Taxi stieg, die 4 Schritte barfuss hin zu
diesem Türbogen ging, sich hinkniete, dann auf den Bauch legte, den
Kopf mit den Kinn auf dem staubigen Boden ablegte und ihre Arme und
Beine seitlich ausstreckte.
Sie
hörte, wie das Taxi wieder anfuhr, aber im Hintergrund mit laufendem
Motor stehen blieb und dieser Ismir sie beobachtete. Dann plötzlich
gab er Gas und fuhr los. Nun hörte sie im Kies knirschende Schritte
auf sich zukommen.
ER
kommt!
Eingeschüchtert
schloß sie ihre Augen…
Kapitel
6
Martina
„Ich
muss los!“ Martina umarmte noch einmal ihre drei, die schon beim
Abendbrot saßen und betrachtete sich ein letztes Mal im Spiegel. In
Ermangelung einer stilvolleren Garderobe hatte lediglich wieder ihr
leichtes Sommerkleid über ihren ´Panzer` gezogen. Stephan hatte
zwar anfangs skeptisch geblickt, als er sie beim Anziehen
beobachtete, aber er war eh schon ausgiebig ausgelaugt von ihr. Zum
Glück hatte das Bett diesmal alles heil überstanden.
„Seh
ich dich heut noch?“
„Ich
hoffe doch. Schatz, wofür hältst du mich?“
„Gut,
dann bis nachher. Machs nicht so doll…“
Aber
da war sie schon im Hausflur, huschte auf ihren bisher einzigen
Stöckelschuhen nach unten, wo Ismir schon stilgerecht am Taxi stand,
ihr die Beifahrertür aufhielt und diese auch wieder schloß, als sie
drinnen war.
„Na
Madame,“ blinzelte er ihr zu, „hast du bemerkt, dass deine
Familie oben aus dem Fenster schaute?“
„Sicher
doch. Sie akzeptieren es zwar, aber wissen noch nicht so recht, woran
sie jetzt mit mir sind.“
„Ich
wäre auch sehr skeptisch, glaub mir!“ Dabei legte er
´unabsichtlich` seine rechte Hand auf ihren Oberschenkel, worauf er
ein zischendes „Ismir!“ zu hören bekam.
Er
ließ seine Hand trotzden dort liegen und sie … akzeptierte es.
„Hast
du Bea abgeliefert?“
„Natürlich
und sicher zu auch deiner vollen Befriedigung. Sie hat sich bei mir
ausgezogen und hatte eigentlich wenig Schamgefühl, war aber sehr
nervös.“
„Sie
ist es wohl schon gewöhnt. Gestern auf der Feier war sie die ganze
Zeit nackt.“
„Ich
hab auch in der Einfahrt gewartet, bis Roger rauskam.“
„Nur
Roger?“
„Nein,
auch Maren.“
„Sehr
gut. Dann wird sie gleich wissen, auf wen sie ebenfalls noch hören
muss.“
„Hörst
du auch auf Maren?“
„Sicher.
Maren war schon immer die Dominierende von uns. Aber“ sie
schmunzelte, „ich kenn bei ihr ein Zauberwort!“
„Aha?
Und wie heißt das?“
„Ismir,
für wie blöd hältst du mich! Glaubst du, dass ich dir das
verrate?“
Er
lachte nur. „Wohl kaum. Du bist wirklich eine außergewöhnliche
Frau, Martina. Mal lockend, mal fordernd, mal suggestiv, mal
beeinflussend, mal geil…“
„Welche
gefällt dir am Besten?“
„Er
legte die rechte Hand wieder an das Lenkrad. Alles an dir. Du …
weißt was du willst und bisher jedenfalls weißt du deine Qualitäten
auch einzusetzen.“
„Whow!
Das hast du jetzt schon erkannt? Aber tröste dich: Bis vor 3 Tagen
war ich nur eine kleine unscheinbare brave Hausfrau…“
„Und
Roger hat dich so verändert…“
„Hmm.
Im Nachhinein glaub ich inzwischen, dass es nicht nur Roger war. Er
war der Auslöser, ja. Aber Maren war immer dabei… Egal.“
Sie
sah auf die Straße. „Hier also wohnt die Highsociety der Stadt.
Hast du oft Touren von und nach hier?“
Er
schmunzelte. „Jetzt kommt auch gleich wieder die Frage, welche
alles von oder zu den beiden älteren Herren waren, oder?“
„Ismir,
das ist nicht fair. Du durchschaust mich zu schnell.“ Lachend
schlug sie ihm ans Bein.
„Ich?“
Er grinste frech, „isch nur türkische Taxifahrer, isch nichts
wissen oder durch kucken.“ Dabei zeigte er auf zwei große Villen.
Die linke ist Steingräber, die rechte gehört dem Professor. Alle
Achtung. Du bist schon sehr schnell aufgestiegen.“
„Frau
tut was sie kann!“ Dabei schaute sie auf die Uhr 7:55 „Eine
Frau, die zu pünktlich ist, wirkt unseriös. Holst du mich nachher
ab?“ Dabei sah sie ihn verschwörerisch an, zog ihr Kleid hoch bis
an die Hüfte, „Vielleicht ….“ Sie lachte und zog es wieder
nach unten.
„Und
der Hund sieht den Knochen und sabbert gierig.“
Ismir
war ebenfalls nicht auf den Mund gefallen. „Seh zu, dass du den
reiferen Herren nicht zu sehr den Kreislauf hochjagst. Und jetzt raus
mit dir. Cu und trotzdem viel Erfolg und Spaß.“
Lachend
stieg sie aus und stöckelte auf das linke Anwesen zu, registrierte
anerkennend, dass er wartete, bis ihr die Tür geöffnet wurde.
Ismir
passte auch auf sie auf…
Eine
schon reichlich reifere Haushälterin öffnete ihr, sah etwas
missbilligend an ihr herunter.
„Herr
Steingräber und Herr Professor Bohnsack erwarten sie bereits im
Kaminzimmer. Würden sie mir bitte folgen?“ schnarrte sie nasal
herunter.
Martina
konnte es nicht lassen. „Wieso glauben sie zu wissen, dass die
Herren gerade mich erwarten?“
„Herr
Steingräber hat selten Damenbesuch und wenn eine wie sie nun nach
dem letzten Abend hier vor der Tür steht…“
„Eine
wie ich… Interessant. Ich bewundere ihre Menschenkenntnis, Frau..?“
„Ich
bin hier nur die Haushälterin. Herr Steingräber ruft mich Hanna.“
„Weil
er sich nicht umgewöhnen wollte und ihre Vorgängerin ebenfalls
Hanna hieß?“
„Woher
schließen sie das?“
Martina
lächelte süffisant. „Weil sie mir nur den Rufnamen, mit dem ihr
Herr sie ruft, sagten, nicht ihren eigentlichen. ´Eine wie
ich`erkennt sowas sofort. Aber wenn sie mich ankündigen – ich
heiße Martina und dieses ist mein richtiger Name.“
Sprachlos
öffnete ´Hanna` ihr nun die Tür. „Die Dame .. Martina ist
eingetroffen.“
„Danke
Hanna. Sie können Feierabend machen.“
Beide
standen auf und umarmten nun den Gast, die sich allerdings lächelnd
an den Gastgeber wandte. „Soll ich dich von nun an bedienen? Lass
sie doch im Hintergrund warten. Eine gute Dienerin wartet gerne auf
die Anweisungen ihres Herren, oder Hanna?“
„Martina,
was führst du im Schilde?“
„Eine
wie ich möchte sich vielleicht auch einmal bedienen lassen?“
Hanna
stand noch immer an der Tür und kochte bereits innerlich. „Herr
Steingräber ist seit etlichen Jahrzehnten schon mein Arbeitgeber und
er sah nie einen Grund oder eine Veranlassung, mich despektierlich zu
behandeln.“
„Schade
aber auch, oder?“ Lächelnd wandte Martina sich wieder dem
Hausherrn zu.
„Ich
kam ja eigentlich, weil ich etwas verwirrt war. Mir kam zu Ohren,
dass irgendetwas unser Projekt beeinflussen könnte.“
„Martina,
anscheinend hörst du sogar schon das Gras wachsen.“ Der
Professor ließ sich in einen der beiden Sessel vor dem Kamin
fallen. „Stimmt, mir wurde von einigen kontroversen Planungen
berichtet.“
„Sogar
schon mehrere, interessant.“ Sie sah sich nach einer
Sitzgelegenheit um, weil ihr Walther sich in den zweiten Sessel
bequem gemacht hatte. Lediglich das große weiße Eisbärfell vor dem
offenen Kamin bot sich ihr noch an. Sie drehte sich zu dem offenem
Kamin hin, aus dem die Wärme der knackenden Flammen ihr entgegen
strömte. „Und welche dieser kontroversen Planungen könnte für
uns relevant sein?“
„Eigentlich
alle.“ Steingräber beugte sich etwas vor. „Was möchtest du
trinken, meine Liebe.“ Sie drehte sich zu ihm, immer noch nahe an
den Flammen und hob hinten ihr Kleid etwas höher, dass die Wärme
ihr unter den Rock fahren konnte.
„Darf
ich mich an euch anschließen? Ich sehe, ihr habt da einen sehr guten
Cognac auf dem Tischchen zwischen euch stehen.“
Hanna
trat dazu. „Ich hatte einen Sekt für sie vorbereitet. Ich dachte…“
„Eine
wie ich labt sich an der guten Hausmarke? Aber wenn sie mir nun doch
lieber ein Glas wie den beiden Herren bringen könnten? Auch ich habe
bisweilen Geschmacksanwandlungen und genieße derart exquisite
Genüsse.“
Mit
versteinerter Miene wurde ein halb gefüllter Schwenker gereicht.
„Danke. Ich sehe, sie halten mich für eine sehr trinkfreudige
Dame.“ Sie lächelte Walther zu. „Gibst du als der Gastgeber nun
das Getränk frei? Ich würde gerne mit euch .. anstossen.“
„Hanna,
sie können wirklich gehen. Wir kommen nun schon alleine klar,
danke.“
Ihm
wurde dieser Zickenkrieg zuviel. „Du magst es manchmal, zu
provozieren, oder?“
„Ihr
beide nicht?“ Sie stieß lächelnd mit beiden an. „Ihr schürt ja
auch Unruhe, lasst uns im Unklaren, wer oder was sich gegen uns
stellen will.“
„Aber
Martina…“
„Ihr
wisst schon, dass sich inzwischen schon einige weit aus dem Fenster
gelehnt haben, um mit partizipieren zu können.“
„Sie
hört wirklich das Gras wachsen.“ Der Prof erhob sich, stellte sich
neben sie.
„Dass
die Amerikaner nicht so kampflos aufgeben würden, war Roger oder
besser Maren sicher auch schon klar. Dass sie sich nun Hilfe erkauft
haben bei zwei Clans aus der Großstadt, sollte uns und auch euch
mehr Kopfschmerzen bereiten. Ich habe schon Gegenmaßnahmen
angeschoben. Roger sollte sich dringend mit seinem Securityleiter
absprechen, bevor Sabotageangriffe ausgeführt werden könnten.“
„Aber
die dürften eher das kleinere Problem sein.“ Steingräber hatte
sich auch erhoben, sich auf ihre andere Seite gestellt, nippte an
seinem Glas, „eher befürchte ich, dass uns die Presse in die Seite
fahren könnte.“
„Wenn
Publik wird, dass eventuell Altlasten im Boden sein könnten…“
„Wie
du schon so schön sagtest: Könnten. Nur – sie sind vorhanden. Ich
weiß es. Nicht umsonst lag das Gelände solange brach.“
Steingräber war sehr ernst geworden.
„Und
trotzdem hast du uns in unseren Bemühungen so intensiv unterstützt?“
Er
gab sich unschuldig. „Es war mir wohl entfallen.“
„Ihr
wolltet wohl eher abwarten, bis Maren und auch andere Investoren mit
dem Objekt auf die Nase fallen und dann..“
Der
Professor seufzte auf. „Was bist du misstrauisch!“
Sie
schmunzelte, nippte an ihrem Glas und hockte sich dann auf das Fell.
„Ihr
Strategen! Also die Bunten und die Presse werden schweigen. An dem 2.
Bürgermeister ist, wie du ja so schon vorgegeben hast, Jenn dran. An
Herrmanich ist Juliette involviert. Auch der hätte eigene Interessen
an dem Vorhaben. Zudem wird er den jetzigen Bürgermeister lenken
dürfen. Und das etwaige Altlastvorkommen – wer wird darauf kommen?
In diesem Bereich werden doch überhaupt keine Baumaßnahmen
durchgeführt. Im Gegenteil: wir wollen der Natur zurückgeben,
was ihr schon ewig gehörte.“
Die
beiden Alten sahen sich an. „Was habt ihr, besser du denn nun
ausgeheckt?“
Martina
setzte ihr Glas auf dem kleinen Tischchen ab. „Mir wird es
allmählich warm hier vor dem Kamin. Darf ich?“ Sie zog ihr dünnes
Kleidchen unter ihrem Hintern hoch und versuchte es, sich über den
Kopf zu ziehen.. Natürlich waren ihr sofort beide Herren behilflich.
„Danke!“
lächelte sie. „Ihr wisst ja, nichts geht über eine gute
Vernebelungstaktik. Euch vernebele ich die Gedanken, indem ich mich
etwas freier offenbare, was ich übrigens gerne für euch mache, und
den etwaigen Kritikern bieten wir auf dem Gelände großzügige
Rückzugsmöglichkeiten für Mensch und Natur.“
„Das
heißt?“
„Wir
werden das Gelände nach Norden und Süden erweitern. Bisher haben
wir zwar schon den Großteil der Freiflächen gesichert durch den
Kauf des Studios, aber der im Norden angrenzende Bereich, sogar noch
mit den etwas verfallenen Kaianlagen ist noch im Besitz der Stadt.
Und vorsorglich hatte Maren schon eine Kaufoption auf den
zusätzlichen Erwerb dieser Flächen beantragt. Natürlich würde
damit auch der Kapitalaufwand etwas mehr strapaziert, aber wozu hat
man potente Herren nicht nur als Geldgeber, sondern auch als Partner
an der Seite... Reichst du mir nun bitte mein Glas, Walther? Wird
euch eigentlich nicht auch schon etwas heiß unter euren Anzügen?“
Es
wurde eine sehr anstrengende, zwischendurch von Telefongesprächen
unterbrochene Sitzung. Gegen 10:30 zeigte sich bei Beiden die Grenzen
der schon ältlichen Konstitution. Martina konnte es sich nicht
verkneifen, vor die Tür zu schauen und zufällig die Haushälterin
dort vorzufinden und sich vor sie hinzuhocken.
„Hanna
oder wie ist ihr richtiger Name?“ „Beate“ „Gut Beate, der
Name gefällt mir schon besser.“ „Warum?“ „Weil das ´sie
selbst` sind.
„Darf
ich sie um etwas bitten?“
„Ja
sicher. Darum bin ich doch wach geblieben..“
„Können
sie ihren Walther, den Herrn Steingräber ins Bett bringen? Sie
kennen ihn ja schon etliche Jahre und .. er ist wirklich zeitweise
ein sturer Bock, aber dahinter..“
Ein
Seufzen kam als Antwort.
„Seien
sie etwas offener zu ihm. Ich werde ihm gleich mitteilen, dass
´Beate` ihn hoch in sein Zimmer bringt. Seien sie dann Beate, die
Frau, die ihn anlächelt, ihn mal mit etwas überrascht und ihm
Freude in seinen Alltag bringt. So von Frau zu Frau,“ sie reckte
sich an ihr Ohr, “kochen sie ihn sich langsam gar. Ich habe ihn ja
leider erst gestern kennen gelernt, aber trotzdem sofort gemerkt,
dass ihm etwas fehlt. Geld allein kann es nicht sein. Jetzt wird er
zwar die nächsten Wochen wieder so einiges um die Ohren haben.
Vielleicht werde ich ihn ebenfalls noch öfter besuchen kommen, aber
– sehen sie mich nie als Konkurrentin. Ich will ihm eine Freundin
sein, eine, die ihn unterstützt. An seiner Seite müssen sie stehen.
Sie als Beate, nicht als Hanna. Er muss eben noch mal umlernen,
erkennen, was er an ihnen hat.“
„Warum
sagen sie mir das alles? Sie kennen mich doch gar nicht. Woher wissen
sie, dass ich…“
„Wenn
er ihnen gleichgültig wäre, hätten sie nicht hier draußen
gewartet, bis diese ´eine wie ich`endlich gegangen ist. Hab ich
Unrecht?“
Beate
hatte leicht feuchte Augen, als sie nickte. „Danke. Ich, ich werde
mich bemühen.“ Sie griff nach Martinas Hand, drückte sie.
„Und
wenn etwas sein sollte,“ sie erbat sich Zettel und Schreiber,
„rufen sie mich hier unter dieser Nummer an.“
Als
Nächstes rief sie an bei Ismir, dann ging sie wieder ins Kaminzimmer
zurück.
„Hab
ich euch zulange allein gelassen? Ihr habt schon wieder den Cognac am
Hals.“ Sie rief nach draussen „Beate, können sie den Kamin noch
etwas nachlegen?“
„Wieso
Beate? Ich…“
Beruhigend
nahm sie Walthers Hand. „Du hast selber Schuld. Warum musstest du
mich kaufen. Jetzt hast du mich zusätzlich als deine Plage am Hals.
Ich würde ja Sklavin aus deinem Mund akzeptieren, aber nicht Hanna.
Und mich hast du ja auch schon kennen lernen dürfen. Ich hab
manchmal handfeste Argumente, oder?“
Jetzt
musste selbst er lächeln.
Kurze
Zeit später läutete die Türglocke. Beate ging nachschauen, dann
rief sie ins Zimmer: „Martina, ihr Taxi ist da!“
„Es
dauerte nur Sekunden, bis sie nun wieder in ihr Kleid geschlüpft
war, sich von beiden verabschiedet und aus der Tür war. Am Eingang
umarmte sie die vormals so abweisende Haushälterin. „Nicht wieder
unterbuttern lassen. Sagen sie sich einfach nur: ich bin Beate, oder?
Und denken sie dran: ich werd immer mal wieder kontrollieren kommen.“
Als
die Haustür fast hinter ihr zugefallen war, konnte sie Steingräber
aus dem Kaminzimmer rufen hören: „Beate, können sie…“
Etwas
erschöpft ließ sie sich bei Ismir auf den Vordersitz fallen. „Welch
ein Abend! Fährt du mich, uns zu Roger?“
*
* *
Juliette
Juliette
musste sich beeilen. Ein Unfall unterwegs hatte sie aufgehalten, aber
nachdem Polizei und Krankenwagen wieder unterwegs waren, löste sich
der Stau auf.
Beim
Vorbeirollen an dem total zerstörten Auto erkannte sie einen
Schriftzug. Es war ihr zwar peinlich, aber fast instinktiv hatte
sie die Unfallstelle und das Fahrzeug mit ihrem Handy
aufgenommen. Dieser Beruf steckte ihr anscheinend in den Knochen.
Somit
war es schon 20:07, als sie endlich, korrekt mit MundNaseMaske das
exklusive Restaurant betrat.
Sie
wandte sich fragend an den Chef du Rang, der ihr irgendwie bekannt
vorkam. War das nicht…?
„Juliette,
was machst du denn hier?“
Natürlich,
der hatte gestern den Saal unter sich. Wie hieß der bloß noch?
Egal.
„Ich
hab hier eine Verabredung. Herr Herrmanich. Er hat einen Tisch
reserviert und..“ „Stimmt. Ist das nicht der, der dich bekommen
hat von dieser Frau Kinderjan?“
Ungläubig
schaute sie auf den ca. 35 jährigen. „Was hast du für ein Namens-
und Personengedächtnis! Stimmt. Und ich weiß nicht mal mehr deinen.
Du hattest mich zwar mit eingestellt, aber …“
„Es
war alles etwas hektisch am Anfang, stimmt. Aber es lief doch alles
vorzüglich. Hat Spaß gemacht, dich arbeiten zu sehen. Wenn du mal
nen Job im Serrvice brauchst, melde dich bei mir. Übrigens, fürs
dein Gedächtnis: ich bin Jochen Steiner. Von hier wurde ich gestern
freigestellt.“
„Warum
dürft ihr hier eigentlich noch so unbeschwert arbeiten? Diese
Auflagen..“
„Galten
die nicht auch fürs Casino? Die einen machen die Vorschriften, die
anderen halten sich dran. Die von uns machen sie. So, ich will dich
nicht länger aufhalten. Ich bring dich zu deinem,“ er
schmunzelte, „´Herrn`“
Etwas
verwundert blickte Justus Herrmanich zu ihr hoch, als sie an seinen
Platz gebracht und mit vollem Namen angekündigt wurde.
„Kennt
ihr euch?“
Juli
schmunzelte. „Gestern Abend war er der Chef du Rang. Er hatte mich
eingestellt, anscheinend auch bei der Arbeit beobachtet. Die Welt ist
eben klein in unserer kleinen Großstadt. Kann ich das Ding hier
abnehmen?“
„Siehst
du irgendeinen damit hier rumlaufen?“ Er legte seine Finger auf
ihre Hand. „Ist dieser Platz angemessen für dich oder?“
„Solange
du mich nicht in ein Separee schleifen willst, ist es ideal.
Zwar sitz ich hier mit dem Rücken zum Saal, aber dafür hast du ja
den Überblick.“ Sie versuchte, sich etwas diskret umzusehen.
„Hast
du schon bestellt?“
Er
nickte. „Heute nur was Kleines. 3 Gänge, also wirst du das auch
schaffen.“ Er ließ seinen Blick ebenfalls schweifen. „Hier
trifft sich der gesamte Geldadel der Stadt. Wenn du etwas erreichen
willst, musst du hier anfangen.“
“Oder
im Casino, konnte ich nun ebenso feststellen.“
Justus
lachte. „Hattest du jemanden erzählt, dass du hierher wolltest?“
„Nein,
weswegen? Warum fragst du?“
„Weil
da vorne die Frau Dr. Brunner mit dem Grabow von den Bunten
aufgetaucht ist.“
„Bitte?“
Juli drehte sich verblüfft um. „Ich hatte keine Ahnung.“
Allerdings
hatte Jenn sie ebenfalls schon erkannt und war impulsiv auf ihren
Tisch zugestürmt. „Juli! Herr Herrmanich, was machen sie denn
hier?“
„Das
wollte ich grad dich fragen.“
„Mich
hat Frieder eingeladen und ich hab ihn verdonnert, ein Lokal
auszuwählen, wo es nicht nur bio-und vegetarische Kost gibt. Das es
der Yachtclub wurde..“
Justus
legte eine Hand auf Juli’s Schulter und sah auch auf den Grabow...
„Wollen
wir nicht zusammen einen Tisch nehmen? Schließlich sind wir beide ja
sehr großzügig.. ´beschenkt` worden.“
„Aber
die Haltbarkeitsdauer war befristet bis heute Morgen, jetzt sind wir
alle wieder rein privat unterwegs. Also ich würde gerne, was meinst
du, Frieder?“
Man
erkannte sofort, wer bei diesen Beiden das Sagen hatte.
„Soll
ich den Chef du Rang fragen?“ Justus nickte, also stand Juli auf
und ging zu dem. “Jochen? Kann ich dich um etwas bitten?“
„Du?
Aber sicher doch.“
„Hast
du einen Platz für vier Personen? Wir haben grad festgestellt, dass
Frau Dr. Brunner mit Herrn Grabow ebenfalls gekommen sind und...“
„Soll
ich dann nicht lieber gleich einen auswählen für 6 Personen? Ich
hab hier noch eine Reservierung von Frau Dr. Kinderjan mit Frau.
Allerdings einen 6er hab ich nur dahinten im Separee oberhalb der
Empore.“
Juliette
strahlte. „Das wird ja immer besser. Ich müsste zwar erst
Rücksprache halten, aber mach es. Danke.“ Sie drückte dem völlig
Überraschten einen Kuss auf die Wange und eilte zu ihrem Tisch. „Es
gibt nur noch einen freien 6er Tisch oberhalb der Empore. Ist zwar
nur ein Separee, aber…“
„Warum
ein 6er-Tisch?“
Juli
war ganz aufgeregt. „Weil gleich auch noch Frau Dr. Kinderjan, äh
Johanna mit Barbara kommen.“
„Wirklich?“
Auch Jenn strahlte. „Barbara hatte mich auch einladen wollen, aber
ich hatte ja mein ..Date und..“
Beide
Männer sahen sich etwas enttäuscht an; nichts mit einem
ruhigen Ausklingen des letzten Tages. Es dauerte auch nicht lange,
bis die zwei noch Fehlenden zu ihnen an den Tisch geführt wurden und
mehr als nur euphorische Klänge durch das ansonsten gesetzte
Ambiente klangen.
Zum
Essen wurde es zwar etwas ruhiger, aber es baute sich eine
undefinierbare Anspannung auf, weil sowohl der Herausgeber als auch
die Stadträtin und der 2. Bürgermeister keinen Draht
zueinander fanden.
Als
gegen 22:15 Uhr dann Herrmanich in seine Redaktion aufbrach,
verabschiedete sich auch Jenn’s Begleiter, sodass die 4 Damen dann
alleine sitzen blieben. „Und was machen wir jetzt?“
Jenn
fiel ein, dass bei Roger ja die frische ´dev-Einführung`
stattgefunden haben sollte, also rief sie bei Roger an. Maren meldete
sich ebenfalls nicht. „Merkwürdig. Um 7 sollte sich Bea dort
einfinden. Vielleicht weiß Martina mehr.“
´Ja,
Martina?`
´Hi
Tina, hier ist Jenn, Weißt du, wo Roger ist? Er meldet sich nicht,
Maren nimmt auch nicht ab`
´Kann
nicht sein, wir haben doch fast ständig den ganzen Abend
telefoniert´
´Wo
bist du gerade?`
´Ich
bin auf dem Weg zu beiden. Will ihm Bericht erstatten`
´Sag
nicht, du hast etwas klären können?`
´Sicher
doch. Die Beiden wollten uns doch tatsächlich auflaufen lassen. Aber
ich hab denen unsere neuen Gedanken vermittelt und nun sind sie
wieder auf unserer Spur. Maren muß nun nur noch Kontakt aufnehmen zu
Johanna, dass wir uns die Optionen auf die Vorkaufsrechte absichern…`
Jenn
gab das Telefon weiter an ihre Mutter.
´Hallo
Martina. Hier ist Johanna. Was für Vorkaufsrechte?`
´Was
macht ihr denn zusammen? Wer ist noch bei euch?`
´Juliette
und Barbara. Wir haben uns alle zufällig im Yachtclub getroffen`
´Unsere
Begleiter sind leider schon wieder weiter…`
´Der
Herrmanich und der Grabow?`
´Genau.
Die kamen mit dem ganzen Weiberhaufen wohl nicht so recht klar`
Martina
lachte.
´Du
denkst aber dran, dass wir uns die warm halten müssen!`
´Natürlich!`
´Du
Jenn, ich bin gleich bei Roger. Wollen wir uns da alle treffen?`
´Aber
wenn was ist?`
´Keine
Sorge, ich hab Ismir dabei`
Jenn
begann zu lachen. ´Du lüsternes Weib!`
„Martina
fragt, ob wir uns nicht alle treffen wollen bei Roger?“
Das
Frauenpaar sah sich an, nickte zustimmend, auch Juliette zeigte
Interesse.
´Okay,
wir fahren dann gleich von hier los, sind in ca 10 Minuten dort. Wenn
du oder wohl eher ihr früher da seid, wollt ihr auf uns warten?`
´Machen
wir. Bis gleich!´
Johanna,
Jenn und Barbara fuhren schon sofort los. Da Juli allerdings noch mit
dem aufmerksamen Chef de Rang Jochen Steiner die Telefonnummern
tauschen wollte, brauste sie etwas später hinterher
Kapitel
7
Roger
+ Maren
„Sollen
wir sie noch länger so da liegen lassen?“ Roger sah auf Maren
herunter.
„Einen
Moment noch.“ Sie schmunzelte, „ihr dürfte dabei einiges durch
den Kopf gehen.“
„Sadistin!“
Er klatschte ihr leicht auf den Po, dann schob er die schwere Tür
auf, schritt langsam durch den Kies auf sie. Sie verspannte sich,
wartete, wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Stumm blieb er vor
ihr stehen.
„Du
bist also tatsächlich gekommen. Hast du es dir überlegt?“
Bea
versuchte sich aufzurichten, doch ein STOPP! ließ es bei den
Versuch. „Du wirst warten müssen, bis ich dir das erlaube. Ist dir
das nicht bewusst?“
In
ihrem Kopf rauschte es, tausende Gedanken stürzten ihr wie ein
Wasserfall durch das Hirn. „Ja, Meister.“
Er
ließ er sie noch etwas länger warten, dann.. „Knie dich hin!“
Etwas
schwerfällig zog die ihre Glieder an, stützte sich mit den Händen
ab und zog die Beine vor, sah demütig auf den Boden.
„Schau
mich an!“
Eingeschüchtert,
aber doch erwartungsvoll hob sie den Kopf. So hatte sie ihn schon
einmal anschauen müssen, dürfen.
„Du
weißt, was ich von dir erwarte, wenn du dich auf mich einlässt.“
„Ja
Meister!“ Plötzlich fiel es ihr schon leichter. Dieser Blick,
diese Augen..
„Warum
willst du das antun?“ Er beugte sich zu ihr runter, strich ihr
übers Haar.
„Ich
weiß es selber nicht, … Meister. Aber ich will. Ich möchte
einfach nur erleben, zu wen und zu was ich mich dann unter dir
entwickle.“
„Keine
Ängste oder Befürchtungen, dass ich dich nur ausnutze?“
„Ich
werde meinem Meister vertrauen. Ihm wird ja auch schon von anderen
vertraut.“
„Hast
du mit Martina gesprochen?“ „Ja Meister,“
„Hat
sie es die nicht ausreden können?“
„Sie,
sie hat es versucht, ja aber sie ist ihrem Meister selber verfallen.
Durch dich hat sich ihr Leben total verändert. Sie sagte, dass sie
durch dich sogar halbwegs zur Nutte geworden ist.“
„Ist
das sowas Schlimmes?“
Diesmal
zögerte sie etwas. „Jein, Meister. Irgendwie bin ich das ja schon
selber. Du, äh sie haben doch selber gesagt, dass ich unter dir
deine Sau sein werde. Na und? Einige, die mich kennen, halten mich eh
schon dafür.“
„Für
eine versaute BWL-Studentin!“
„Ja
Meister! Nicht umsonst hab ich schon einige Abende bei dir als solche
gearbeitet.“
„Und
dann sträubst du dich, als ich dich in einen Club stecken wollte?“
„Wenn
mein Meister das will? Escort ist doch kaum was anderes.“
„Das
stimmt.“ Er kniete sich vor ihr nieder, hob mit dem Zeigefinger
ihre Kopf etwas höher, „ich will aber, dass auch du etwas aus
dieser neuen Rolle ziehen wirst. Zum einen werde ich von dir
erwarten, dass du dein Studium vorrangig absolvierst und dich nur
nebenbei von mir einsetzen lässt. Dass du die anderen Frauen von mir
uneingeschränkt akzeptierst und sich auch denen unterordnest,
speziell,“ er winkte Maren heran, „meiner Maren oder Truie. Sie
wird dich beobachten, dich ebenfalls einsetzen, unabhängig von dem,
ob du das selber willst oder nicht willst. Ist dir dir das bewusst?“
Sie
musste schlucken. Das war ihr nicht in den Sinn gekommen. Trotzdem…
„Ja
Meister.“
„Auch
bei den anderen wirst du dich erst unterordnen. Aber du kannst dir
sicher sein – niemand wird dich ungerecht benutzen. Du würdest
dich auch benutzen lassen, wenn ich nicht dein Meister werden würde.“
Worauf
will er hinaus?
„Eine
dev sucht sich ihren Herrn selber aus, muss aber dann, wenn er sie
angenommen hat, ihm auch folgen, ohne wenn und aber.“
Was
ist das? Sie soll ihn selber noch einmal darum bitten? Was macht sie
denn die ganze Zeit? Er soll einfach nur Ja sagen und sie ficken und
dann…
„Ja,
Mei.. äh Roger, ich möchte, dass du mich als deine dev nimmst und
somit auch mein Meister wirst.“
„Nun
reicht das aber!“ Gleich kommen mir noch die Tränen. Ist ja wie
bei ner Hochzeit!“ Maren unterbrach diese Zeremonie, reichte ihr
die Hand „Komm, lass uns reingehen. Du willst doch auch nicht, dass
der Meister dich hier auf dem Hof gleich nimmt, oder? Ich mag den ja
auch, aber dass möchte ich ihm nicht zumuten.“ Dabei zog sie Bea
hoch. „Und eines verspreche ich dir: selbst wenn du es gleich bist,
werden wir anderen dich auch noch in unseren Kreis aufnehmen müssen
und das könnte etwas .. feuchter werden.“
Sie
lächelte zu Roger rüber, der leicht genervt mit den Augen nach oben
schaute. „Jetzt nehm deine Sachen und folge deinem Herrn, so wie es
sich für eine dev gehört.“
„Mit
Abstand, ja. Ich hab davon schon gehört.“ Bea wurde es leichter in
der Brust.
Mit
leichterem Schritt folgte sie ihm nun in das Gebäude, vorbei an den
Studios hin zum Fahrstuhl, der noch wartend mit offenen Türen stand.
„Drück
auf den Knopf nach unten!“ ordnete Roger an und schmunzelte wieder.
„´Fahrstuhl zum Schafott` oder wie hieß der Film?“
„Soweit
wird’s doch nicht kommen, oder?“
Erschrocken
sah sie ihn an, doch er nahm sie beruhigend in den Arm. „Du weißt
doch: Ich will dich, ich brauch dich und ich will, dass du dasselbe
denkst. Du weißt ja: ich bin nicht nur dein Motivator!“
Die
Logik aus diesem Satz erschloss sich ihr zwar nicht, aber seine
beruhigende Stimme bewirkte ein wolliges Schauern.
Maren
ging neben ihr, als sie durch den nur mit winziger Notbeleuchtung
erhellten Raum schritten. Der anschließende lange Gang erregte schon
eher ihre Neugier. „Was ist das hier?“
„Ein
bombensicherer Notausgang. Das ganze Gebäude war früher mal ein
Bunker, daher auch die dicken Wände und die hohen Decken.“
„Und
was kommt nach diesem Gang?“ Der Ausgang ist auf der anderen Seite
der Straße, endet unter dem Cafe.“ „Direkt neben dem
Spielzimmer,“ ergänzte Maren sarkastisch, während sie ihr über
den blanken Po streichelte.
„Spielzimmer?“
„Hast
du nie ´50 Shades of Grey` gelesen oder gesehen?“
„Doch
schon, aber..“
„Mein
oder besser nun unser Roger hatte schon lange vor mir für seine
abartigen Gelüste einen schalldichten Raum mit einigen
Schweinereinen eingerichtet.“
„Warst
du nicht auch immer gerne mal hier unten?“ Spöttisch sah iihr
Meister sie an.
„Hier
gibt’s ja nicht mal Handy-Empfang.“
„Verdammt!
Dann müssen wir nach oben, falls Martina uns anruft,“ fiel ihm
ein.
„Ich
weiß, sie wollte noch irgendwo hin zu ihren alten Männern.“
Roger
musste lachen. „Unsere Superwomen plaudert zuviel. Schon allein
deshalb müssen wir dich sogar nun unbedingt in unseren Kreis
aufnehmen, damit nichts nach außen dringt.“
Bea
warf nach einem kurzen Blick in dieses ´Spielzimmer`, folgte dann
den beiden nach oben in das Wohnzimmer über dem Cafe im 1.Stock.
„Maren,
äh Truie, sorgst du bitte für ein etwas angenehmeres Ambiente?“
„Ja
Meister,“ knurrte sie, „immer wenn ich was machen soll, wozu du
keine Lust hast, bringst du deine Truie. Und die blöde Sau macht das
dann auch noch.“
„Siehst
du,“ er lächelte Bea an, „das wird dir auch blühen. Schon
Zweifel?“
Sie
schüttelte den Kopf.
„Es
ist schön, wie ihr zwei interagiert.“
„Whow!
Auf den Mund gefallen bist du weiß Gott nicht. Schon wieder etwas
lockerer?“
Maren
nahm sie in den Arm. „Schau, es gibt Situationen, in denen auch
eine starke Frau ebenfalls mal einen festen Halt braucht. Und dafür
hab ich meinen Meister,“ sie lächelte Roger an, „und wenn
er mal nicht das tut, was ich will, knurr ich eben.“
„Ob
ich mich das auch trauen werde?“
„Du
wirst und du musst es sogar. Wir alle sind intelligente Frauen, die
auch alleine ihre ´frau`stehen könnten, aber manchmal… Es ist
schön zu wissen, dass er da ist. Nicht nur wegen seinem Schwanz. Der
ist zwar auch nicht zu verachten, aber Roger gibt uns mehr. Er hat…“
„Eine
Ausstrahlung. So wie er hat mich noch nie ein Mann behandelt. Und
dazu noch dieser Blick..“
„Bea,
sei froh, dass ich nicht eifersüchtig bin, sonst würd ich dir die
Augen auskratzen.“ Amüsiert sah und hörte Roger den beiden zu,
dann trat er vor den inzwischen schon Wärme ausstrahlenden Kamin.
„Komm her Beate, hier ist’s etwas wärmer für dich.“
„Hab
ich was falsch gemacht?“ Erschrocken sah sie zu ihm rüber.
„Warum?
Ach…“ er lachte, „soll Beate dein Schlüsselwort werden?“
„Tu
das bloß nicht!“ warnte Maren sie, „bei mir muss er nur Truie
sagen und schon mach ich für ihn das Weibchen.“
„Du,
du hattest gesagt, für dich wäre ich Bea, nur Bea.“
„Ach
Bea, ich muss wirklich großen Eindruck auf dich gemacht haben,“ er
seufzte, dabei wollte ich doch nur…“
„Wie
wär’s mit einem Dimple?“ Maren war an das Schränkchen mit den
Alkoholika getreten.
„Nein.
Heute ist mir nach … Sau. Schwarze Sau „ Er sah Bea wieder in
ihre großen Augen. „Passt irgendwie auch zu dir, oder? Maren,
holst du uns ein Glas und Eiswürfel?“
Kichernd
ging diese in die Küche, kam, inzwischen schon laut lachend wieder.
„Dir wird nachher so dein Schwanz brennen und ich muss den nachher
ablecken.“
„Was
ist das?“
„Nun
ja, meine holde Aspirantin, den Dimple on the Rocks á la Bea kennst
du ja schon, nun kommt die private, etwas säuischere Variante des
Hausherrn.“
„Aber
in der Darreichungsform das gleiche, oder?“ Bea ahnte, was ihr
bevor stand.
„Und
du arme Sau hast gedacht, du kommst her, wirst gefickt und das wars
dann?“ Maren kraulte in ihrem Haar, dann zeigte sie auf den
flachen, stabilen Coachtisch. „Hock dich auf unseren Mufuti..“
„Den
was?“ Fassungslos starrte Bea auf diesen merkwürdigen flachen
Tisch, sogar mit einer Kurbel zum Höherdrehen an der Seite. „Das
hässliche Ding hat dein Roger gekauft. Der fand den praktisch..
Zumindest ist der sehr stabil und die Fliesen da drauf sind zwar
kalt, aber.. auch leicht abwischbar. Manchmal kommt unser Roger eben
auf abstruse Gedanken…“
Bea
ahnte zwar, was ihr bevor stand, doch mit leicht ungutem Gefühl
stieg sie auf diesen Tisch, hockte sich schon gleich etwas
breitbeinig hin und sah ungläubig zu Maren, wie sie diesen
schwarzen, stark nach Lakritz riechenden Likeur in das Glas goss,
während sie selber den ersten Eiswürfel in den Mund nahm.
„Würde
der Herr bitte ein Glas placieren?“ Maren nippte kurz selber an dem
Zeug, wobei sie schon leicht angeekelt die Mundwinkel verzog.
„Lass
das bitte!“ Roger schlug ihr leicht mit der Linken an den
Hinterkopf, während er das Glas placierte.
Bea
sah ihm wieder in die Augen, er nickte, dann nahm sie den
Eiswürfel aus dem Mund und drückte ihn zwischen ihre Schamlippen,
spannte, entspannte sich und …
Platsch!
.. getroffen. Sie strahlte wieder.
„Du
glaubst doch nicht, dass nur ein einziger Eiswürfel reichen soll?
Noch zwei mehr. Und du ahnst es sicher schon: diesmal wirst du bei
einem Fehltreffer bestraft, oder siehst du das anders?“
Sie
schluckte. „Nein, Meister.“ Zögerlich griff sie in den
Eiswürfelbehälter, lutschte den ersten wieder etwas runder, führte
ihn sich ein, sah wieder zu ihm hoch, spürte seinen Finger, der
ihren Kopf anhob, das spannen, entspannen und… pling.
„Das
war wohl daneben. Was meinst du, was nun passieren muss?“
„Ich
… bekomme nun eine Strafe?“
„Frage
nun Truie, wie sie dich bestrafen möchte.“
„Ich?“
Maren war überrascht, „ich soll das machen?“
„Natürlich.
Ich habe eh vor, sie dir als deine persönliche Jungsau oder Sklavin
zu unterstellen. Oder hättest du damit ein Problem, Bea?“
Verwirrt
schaute diese nun beide an. „Was bin ich dann? Nur die,“ sie
schluckte, „die Jungsau und Sklavin von Maren und sie sind dann
wieder.. nur Roger? Ihr könnt doch nicht so einfach über mich
verfügen. Ich will mich ja unterordnen, aber doch nicht so!“
„Ach
Bea,“ Roger seufzte, „seh doch nicht schon Probleme, wo noch
überhaupt keine entstanden sind.“
Bea
allerdings begann nun, sich reinzusteigern. Wütend stellte sie sich
auf, stieg vom Tisch. „Warum bin ich eigentlich hergekommen? Wie
blöd kann ich eigentlich nur sein. Ja, ich wollte deine Sklavin
sein,“ fauchte sie Roger an, „DEINE! Nichts gegen Maren.
Dass sie deine Nummer Eins ist, war mir von Anfang an klar. Aber mich
gleich von gleich von Null auf Hundert an sie weiterreichen- ich bin
doch kein Schoßhund! Behandelt man so einen Menschen, der bereit ist
sich hinzugeben?“
Roger
und Maren sahen sich nur etwas bedrückt weiter schweigend an, hörten
ihr zu.
Bea
hatte inzwischen ihre Tasche gefunden, sich ihr Kleidchen
herausgezogen und hielt es in der Hand, um es sich über den Kopf zu
ziehen.
„Ich
habe die letzten Stunden kaum geschlafen, hab immer wieder
nachgedacht. Ich bin ja bereit, ja, wirklich. Ich hatte wirklich vor,
mich auf diesen blöden Vertrag einzulassen. Hätte sogar in euren
blöden Pornos mitgemacht oder wäre in diesen noch blöderen Puff
gegangen. Für dich, Roger! DU solltest mein Meister werden. Auch
wenn dann Maren mich vielleicht trotzdem so einsetzt, wie sie es für
richtig hält.
Scheiß
drauf. DU warst mein Motivator und du schmeißt mich so einfach weg.
Ich..“
„Komm
her!“ Roger streckte beide Arme nach ihr aus. „Ich habe einen
großen Fehler bei und mit dir gemacht, dass sehe ich ein. Komm…“
Sie
sah ihn nur schweigend und auch bockig an, streifte aber
trotzdem ihr Kleid weiter ganz über ihren Leib.
„Komm
.. bitte.“
Langsam
kam sie auf ihn zu, ließ ihn die Arme um sie legen und sich sanft an
seine Brust pressen. Er hielt sie einfach nur fest, seufzte dann
tief.
„Vielleicht
war es für mich auch alles etwas zu schnell und zuviel. Lange hatte
ich ja nur Maren, die mir allemal gereicht hat. Sicher, ich hab immer
mal auch mit anderen geschlafen, aber auf dieser neuen Basis, die
sich ja auch erst vor 3-4 Tagen recht spontan von meiner Seite aus
gebildet hat, muss ich anscheinend auch erst mal mit zurecht kommen.
Bea, du bist keine x-beliebige Frau, die ich nur mal so einfach
requieren und vereinnahmen kann. Ich habe gespürt, dass an dir, mit
dir etwas ist, was zu mir, aber auch zu meinen anderen Frauen passt.
Und dass du eine von denen werden würdest, sollte dir klar geworden
sein. Ich wollte immer nur, dass ich dir den Halt geben kann, den du
auch brauchst. Manchmal brauchst aber auch du jemanden, der dir in
den Hintern tritt, oder?“
Er
spürte, wie sich ihre Anspannung langsam auflöste.
„Ich
verspreche dir, ich werde dich nie als untergeordnet ansehen und
behandel, aber doch so, dass ich dich einfach so immer mal wieder
disziplinieren werde oder…“ er sah mit ihr zu Maren rüber, „dich
bestrafen lasse. Normalerweise wäre das sogar die Aufgabe von
Martina.“
„Wieso
Martina?“
Roger
begann zu lachen. „Als wir alle unser Coming out hatten, musste
Jenn als unsere Rechtsanwältin das alles gleich schriftlich
fixieren. Martina wurde dadurch meine Dienerin und Maren, Jenn und
Regina zu Nutztieren deklassiert. Und in diese Kategorie würdest du
auch fallen.“
Maren
trat dazu, legte ihre Hand auf Beas Schulter. „Nimms hin, Bea.. Für
Roger sind wir alle nur willige geile Säue, die er nach Lust und
Laune hin- und herschieben kann. Aber tröste dich: wenn er nicht so
will, wie wir wollen, dann hat auch er schlechte Karten. Und
dass ich dich in meine Finger bekommen soll, war mir zwar auch neu,
aber – was spricht dagegen? Wir sind doch alle ein Team, wir von
CoR…“
„Was
zur Hölle ist CoR?“
Maren
lachte auf. „Darauf kam auch Martina. Wir sind die Cunts
of
Roger.
Das wird unser Markenname werden. Wird dann zwar offiziell anders
heißen, aber wir, die das verkörpern, wissen es besser, oder? Und
Roger wird dich zwar auch mit unter seine Fittiche nehmen, aber –
was wäre er ohne seine Cunts?“
Sie
zog sie aus Rogers Armen, drückte sie vor sich auf den Boden.
„Willst du immer noch eine der Cunts, der Schlitze von Roger
werden?“
„Darum
bin ich ja hier. Ich.. will immer noch…“
„Dann
weißt du, was dir nun bevorsteht und warum, oder?“
„Ich,
ich habe einen Fehler gemacht und muss bestraft werden, oder?“
„Auch
wenn das ein Spiel ist – du hast es letzte Nacht bei Martina
erlebt, als die bestraft wurde – jetzt bist du dran!“
„Und..wie
soll das von statten gehen?“
„Wir
sind ja nicht im Spielzimmer, denn dort hättest du Bekanntschaft
machen dürfen mit der Muschi..“
„Der
Muschi?“
Maren
lachte und strich ihr über die Wange, „Die neunschwänzige Katze.
Die, die auch schon Tina fühlen durfte.“
„Und
stattdessen..?“
„Nun,“
Maren setzte sich so auf den ´MuFaTi, dass ihre Oberschenkel im
rechten Winkel zum Boden standen, „hier über meine Beine legst du
dich rüber mit deinem nackten Arsch. Wärst du eine Hündin, müsste
ich für dich ne eingerollte Zeitung holen, aber als Jungsau reicht
die blanke Hand. Oder siehst du es anders?“
Etwas
unsicher stand Bea auf, ließ sich von Maren an ihre rechte Seite
ziehen und sich über ihren Oberschenkel drapieren. Dabei schob diese
ihr auch das Kleid soweit wieder hoch, dass der Hintern erneut frei
lag, sah dann zu Roger rüber. „Wieviele?“
Dieser
lächelte nur. „Ich hatte es dir überlassen, sowohl die Ausführung
als auch die Anzahl.“
„Nun,
„Maren streichelte ihr über den Hintern, für den ersten Fehler
fünf Schläge, wenn du erneut denselben Fehler machst, dann 10.
Hältst du das aus?“
Bea
schluckte zwar, aber nickte. „Ich bin nicht aus Zucker.“
„Gut,
dann aber auch laut mitzählen.“ Sie beugte sich vor, küsste auf
die linke Pobacke, dann schlug sie abrupt zu. Es klatschte
laut… Eins
„Ahnst
du nun, woher der Name für unseren ursprünglichen Weiberstammtisch
hätte stammen können?“
„Wieso
hätte?“
„Ursprünglich
haben wir nur laut gesabbelt, heute lassen wir’s laut
klatschen..“ sie holte kurz aus und ließ den zweiten Schlag
folgen… Zwei
„Ooh,
wird dein kleines Ärschlein schon so rosa…“ spottete sie,
streichelte wieder über die grad getroffene Pobacke und schlug
erneut zu.. Drei
Diesmal
stöhnte Bea etwas lauter auf, denn dieser Schlag war einiges fester.
„Wir
sind dich doch nicht aus Zucker, oder?" Sofort folgte Nummer
Vier und Beas Wimmern wurde noch lauter.
„Willst
du, dass ich aufhöre?“
„Nein,
nein, wir sind doch eh gleich durch, oder?“
„Da
stimme ich dir zu.“ Maren beugte sich wieder vor auf die letzte
Schlagstelle, küsste ihr auf den Hintern, dann holte sie ein letztes
Mal aus, dieses Mal nur ein sanfter Patscher.
„Das
wars!“ Wieder drückte sie auf jede Pobacke einen Kuss, dann
zog sie Bea hoch und drückte diese fest an ihre Brust.
„Und
jetzt? Weitermachen?“
Die
junge Frau nickte nur stumm, zog sich ihr Kleid wieder über den Kopf
und wollte schon wieder auf den Tisch steigen als Maren ihr ans
Becken griff, sie nahe an sich heranzog und ihr über die Scham
leckte. Bea zuckte zusammen. Mit allem hatte sie gerechnet, aber
nicht damit.
„Ich
muss doch auch wissen, wie meine Saukollegin schmeckt, oder?“ Maren
lachte zu ihr hoch, griff ihr dann fest in den Schritt „Jetzt hock
dich wieder hin!“
Roger
hatte alles nur schweigend beobachtet, trat nun dazu und küsste
beiden auf die Stirn…
„Die
´geile schwarze Sau` wartet, oder?“
Bea
musste erst einige Sekunden überlegen, bevor ihr klar wurde, was er
damit meinte.
„Stimmt!
Wir wollen die nicht länger warten lassen. Noch ein Eiswürfel? Die
Sau muss ja wohl eiskalt getrunken werden. Und dazu muss das
Trinkgefäss ebenfalls wieder runtergekühlt werden.“ Schon
hatte sie die nächsten beiden Eiswürfel im Mund, knatschte beide
umeinander, dann schob sie den ersten wieder in ihre Scheide, den
zweiten gleich hinterher und sah zu Roger hoch. „Wenn ich nicht
treffe, bitte ich darum, für jeden, der daneben geht, wieder
bestraft zu werden, aber wenn ich nun beide schaffe, dann füllt das
schwarze Sauzeug in mich, nun deine Sau, trink es und dann fick mich
endlich. Ich wi… bitte darum.“
Roger
lachte. „Du willst es nun wissen, oder?
„Ja
Meister. Jetzt erst recht.“ Sie korrigierte ihre Haltung, dann
holte sie tief Luft und sah zu ihm hoch, konzentrierte sich und …
platsch platsch.. Alle beide Eiswürfel hatten getroffen.
„Ja!“
Erleichtert stieß sie die angehaltene Luft aus, sah nun
erwartungsvoll zu Roger hoch, als sich von unten durch ihren Schritt
eine schmale Hand schob und sich auf ihre Scham legte, sanft mit dem
Mittelfinger an ihrer Klit spielte und ihr zusätzlich noch auf den
Nacken geküsst wurde.
Maren
belohnte sie auf ihre eigene Weise….
„Drei
Eis dürften ausreichen, oder?“ Er strich ihr über die Wange,
„nun, dann bereite das Trinkgefäß vor…“
Bea
nun musste aber erst die Berührungen von Maren verinnerlichen, bevor
sie sich drehte und mit dem Rücken auf diese harten, kalten Fliesen
legte, diesmal aber die Beine wie bei einer Kerze hoch streckte, sie
öffnete und nun noch zusätzlich ihr Becken anhob, die Beine in
Richtung des Kopfes streckte. Blank und frei lag ihr Schambereich
offen. Sofort schob Maren nun ihren Kopf zwischen die Beine, küsste,
leckte den schon feuchten Schlitz und schob die Labien mit der Zunge
auseinander.
„Wenn
du schon so schön dabei bist, füll ihr den Inhalt ein. Alles, auch
die Eiswürfel!“
Maren
lächelte ihren Roger an, nahm von ihm das Glas entgegen und spreizte
mit dem Zeigefinger und Daumen der linken Hand die Schamlippen noch
weiter auf, auf, während sie den Glasinhalt langsam einfüllte, am
Schluß auch die 3 Eiswürfel hineinrutschen ließ. Bea keuchte auf,
als es so schnell in ihr abkühlte, hielt aber angespannt ihre
Haltung.
„Nun
denn, lasst uns die ´geile schwarze Sau`aus dir trinken, Sau.“
Roger
beugte sich über die fast gefüllte Scham, saugte das dunkle Gebräu
aus ihr heraus, spielte damit genießerisch in seinem Mund, sah dann
zu Maren. „Nun du, Truie!“ Maren zuckte zusammen, folgte aber
willig der Anweisung ihres Meisters, füllte ihren Rachen und fischte
sogar mit zwei Fingern einen der Eiswürfel hinaus und schob den
zwischen ihre Lippen. Bea keuchte schon, sei es wegen der
Eiseskälte als auch wegen dieser Berührung.
Nun
nickten sich Roger und Maren zu, dann schluckten beide diesen
Lakritzschnaps.
Maren
schüttelte sich etwas, holte tief Luft. „Durch dich schmeckt das
nicht mehr so eklig, Bea,“ lachte sie und küsste erneut ihre
Schamlippen.
„Bleib
gleich da und saug auch denn Rest heraus!“ ordnete Roger an.
Maren
ahnte schon weswegen. Sie presste ihre Lippen fest auf die Scham,
saugte ihren Mund voll, dann holte sie beiden letzten Eiswürfel
heraus, schob diese ebenfalls zwischen ihre Lippen, dann beugte sie
sich zu Bea, berührte mit ihren Lippen deren Mund und ließ den
Mundinhalt in die junge Frau fließen. Bea erstarrte, dann schluckte
sie vorsichtig alles nach und nach hinunter, auch die inzwischen
zerkauten Eiswürfel.
Langsam
ließ sie die hochgestreckten Beine herunter, setzte sich wieder
aufrecht hin, die restilche Flüssigkeit lief nun aus ihr heraus.
„Leck
die Jungsau sauber!“ kam nun von Roger, der schon anfing, seinen
Hosengurt zu öffnen und die Hose nach unten zu streifen.
Bea
hatte allerdings nur noch Augen für Roger, der nun langsam sein Hemd
aufknöpfte, es auszog. Maren wandte sich nun zu ihm, zog ihm die
Unterhose nach unten, dann das T-Shirt und nahm sich dann seinen
Schwanz vor. Mit ihrem noch lakritzverschmierten Mund begann sie ihn
zu blasen, winkte dann zu Bea, dass diese sie ablöste und sofort
kniete die Willige neben ihr, umschloss mit ihren Lippen das Ziel
ihrer Begierden.
„Es
reicht, denke ich,“ Roger schob ihren Kopf weg, drückte sie nun
mit dem Rücken auf den Tisch, auf diese kalten, verklebten Fliesen,
kniete sich davor, spielte mit seinem Glied an der zwar äußerlich
sauber geleckten, aber immer noch eisgekühlten, trotzdem schon
erwartungsvoll glänzender Scham. „Ich denke, du solltest selber
Hand anlegen und ihn dir einführen,“ er griff nach ihren Händen,
führte sie an seinen Riemen, „du weißt, was du dir antun willst?“
„Ja
Meister!“
„Du
weißt, dass ich von dir Hingabe und Gehorsam erwarte!“
„Ja
Meister.“
„Das
du manchmal auch Dinge ausführst, wobei dir der Sinn nicht ganz klar
ist!“
Ja..a
Meister.“ Das kam schon etwas zögerlicher…
Und
du weißt, dass auch du irgendwann dein Tattoo erhälst!“
„Welches
Tattoo?“
„Dieses
hier,“ Maren war neben sie getreten, hatte ihren Morgenmantel
aufgeschlagen und zeigt ihr die umgedrehte Rose. Und vielleicht kommt
noch für jede von uns ein Brandzeichen dazu…“
„Ein
Brandzeichen?“ Nun wurde auch Roger hellhörig.
„Unser
CoR, nur wie es aussehen wird und wo es hinkommt, müssen wir alle
gemeinsam entwerfen.“
„Ich
werde auch das Tattoo und ein Brandzeichen ebenfalls gerne tragen,
aber bitte, Meister, Herr, mach mich endlich entgültig zu deiner
Sau!“ Bea wurde allmählich unruhig und begann, ihn an seinem Glied
zu zerren, dass er endlich in sie eintauchte.
Roger
tat ihr den Gefallen und dann bewies er ihr, dass er durch
jahrelanges Training den Ständer ausgiebig und in etlichen
Stellungen sanft und hart, gefühlvoll und grob in alle ihre
Öffnungen versenken konnte. Am Ende durfte sie ihren Meister ´zum
Finale ´reiten` bis sie schließlich schweißüberströmt auf ihm
zusammen sackte. Er nahm sie fest in den Arm, streichelte sie und
blinzelte Maren verschwörerisch zu, die daraufhin eine Flasche Sekt
aufmachte und der Neuen und ihrem gemeinsamen Herren gratulierte.
Bea
war glücklich. Allerdings, als Maren nebenbei aufs Handy schaute,
stellte sie entsetzt fest, dass es schon 21 Uhr war.
Und
dann klingelte zum ersten Mal das Handy…. Martina!
Als
alle drei sich endlich geduscht und entspannt vor dem Kamin legen
wollten, klingelte das Ding noch öfters, bis gegen 22 Uhr ein
letztes Mal Martina anrief.
„Ich
komm gleich zu euch. Hab Ismir dabei, Und Jenn, Juliette, Johanna
und Barbara werden auch kommen. Wenn wir dann eh wieder alle zusammen
sind - könnt ihr anrufen bei Regine? Die sollte inzwischen wieder
Nüchtern sein, oder?“
*
* *
Regine
Mit
einem sehr schlechten Geschmack im Mund wachte Regine auf, rieb sich
schlaftrunken die Augen, während sie auf die Wanduhr schaute: ½ 8.
Auf ihrer Haut klebte alles – die beiden Jungs hatten sich richtig
ausgiebig auf und mit ihr ausgetobt.
Unbewusst
kratzte sie an ihrer Scham, alles juckte und schmierte noch. Langsam
kamen die Erinnerungen wieder. Warum waren sie gekommen? Angeblich
wegen der Wohnungseinweihung, wie Rodrigo so großspurig behauptet
hatte. Immerhin, beide hatten was drauf und sie nun auch ihre erste
Sandwichnummer hinter sich.
Ein
sehr schlechtes Gewissen hatte sie wegen Conny und Peggy. Schließlich
sollte sie Conny betreuen, doch wie es aussah, kam die mit Peggy sehr
gut, sogar besser als mit ihr zurecht. Irgendwann waren beide
ebenfalls bei ihr gewesen, hatten mit zugeschaut, wie sie sich
austobte und auch selber aneinander gespielt. Ob Conny ebenfalls bi
wie Peggy war?
Ihr
sollte es egal sein – erstmal stieg sie unter die Dusche, alles ab,
wegspülen.
Was
wohl die anderen machten?
Zwar
war sie von den meisten auf ihrem Arbeitsplatz besucht worden, aber
nachdem sie den ersten Joint beraucht hatte, war ihr
Erinnerungsvermögen doch etwas eingeschränkter. Sie konnte sich nur
noch daran erinnern, dass ihre Empfindungs- und
Wahrnehmungsfähigkeiten sehr gesteigert worden waren.
Und
an Roger konnte sie sich erinnern, wie er sie dort rausholte.
Ihr
Meister…
Na
ja, nicht nur ihrer. Sie war nur eine der Seinen, eine von vieren.
Die Ältere, diese Ute, hatte er ja schon weitergereicht. Wie sie da
gestanden hatte, mit ihrer schwarz eingefärbten Haut, kahl
geschoren, nur Möse, Arsch und Euter waren hellhäutig geblieben.
Warum eigentlich? Sie wollte als ein Tier, genauer als Kuh leben.
Weswegen dann die Hervorhebung dieser Geschlechtsregionen durch
Nichteinfärbung?
Schade,
dass sie das, was dieser Tierarzt an ihr vornehmen wollte, nicht mehr
mitbekommen hatte, weil sie auf dem Klo arbeiten musste.
Ficken
und sich ficken lassen, sollte das nun das alles sein, was ihr in der
Zukunft bevorstand? Doch allein dieser Gedanke reichte, wieder das
Jucken ihrer Mumu zu spüren..
Etwas
Essen..
Allerdings
war der Blick in ihren Kühlschrank frustrierend: gähnende Leere!
Ob
Peggy etwas für sie hat?
Barfuss
und nackt
´warum renn ich eigentlich jetzt nur noch nackt hier rum?` ging
sie über den Flur, rüber zu Peggy, klopfte, doch niemand sagte
etwas. War sie nicht da? Sie wollte, sollte doch auf Conny aufpassen!
Ob sie…?
Die
Türen waren hier ja eh nie abgeschlossen, also schob sie diese auf
und sah dann beide eng umschlungen auf dem Bett liegen.
Conny
schreckte als erste auf, doch als erkannt hatte, wer da kam,
schmiegte sie sich erneut erst an Peggy, die nun allerdings ebenfalls
aufwachte, sich wohlig streckte und ihrer Mitschläferin einen Kuss
auf den Rücken drückte.
„Na
ihr Langschläfer!“ Regine setzte sich zu Beiden auf das Bett, „ich
bin hier auf Betteltour. Mein Kühlschrank ist leer und…“
„Ach
du Arme!“ Peggy schob Conny beiseite, „ich hatte vergessen, für
dich noch einzukaufen gestern. Ess was mit uns. Wir müssen auch was
zwischen die Zähne bekommen.“
Sie
stand auf und setzte die Kaffeemaschine in Betrieb.
„Wie
geht’s dir heute?“ Regine setzte sich zu Conny, drehte sie auf
den Rücken. Die offenen Stellen an ihrem Körper waren schon wieder
gut verheilt, auch der misshandelte Unterleib konnte von ihr schon
wieder, ohne Schmerz zu erzeugen, angefasst werden. „Da hat Peggy
mich behandelt,“ gab Conny kichernd von sich, „sie hat eine
Zunge…“
„Wirklich?
Diese Technik muss ich noch etwas vervollkomnen,“ gab Regine zu.
„Soll
ich’s dir beibringen? Vielleicht können wir das beide sogar bei
einem Dreh machen. Ich muss mal Maren fragen.“
„Warum
Maren? Ich denk, Roger ist der Chef?“
Schmunzend
gab Peggy das zu, fügte aber an: „Maren ist eigentlich die richtig
treibende Kraft hier. Ohne sie hätten wir noch diese Amitypen hier
und wer weiß, wer dann noch von uns Alten hier wäre.“
„War
dass so schlimm mit denen?“
Seufzend
musste Peggy sie aufklären. „Roger war hier ja offiziell der
Geschäftsführer, aber was und wie gedreht werden sollte, bestimmten
die. Außerdem hatten sie draußen neben dem Studio ihr Labor. Und so
auch laufend genügend Nachschub für die Drehs. Wieviele hab ich
schon hier kommen sehen…“
„Nur
kommen?“
Mit
missmutigem Gesicht beichtete Peggy nun: „Die hatten bei den Dreh
eine sehr hohe ´Unfallquote`. Da hab ich die Mädels schön
geschminkt und fertig gemacht, aber zum Abschminken kamen viele nicht
mehr zurück. Und ins Studio durfte ich während der Drehs auch
nicht. Als dann Maren hier mit einstieg, wurde das alles etwas
seltener. Irgendwas hat sie festgestellt und dann anscheinend diesem
Oberboss das Messer an die Brust gesetzt und ihn erpresst. Und
kurz darauf war sie die Chefin hier und die Amis haben alles sie
Belastende verschwinden lassen.“
„Und
Roger?“
„Der
stand ja von Anfang an immer voll hinter ihr. Schließlich hat er sie
ja auch selber hergeholt. Dass er Geschäftsführer blieb, ist ja
auch ihr Verdienst.“
„Und
dieses Labor? Ist das noch da?“
„Maren
hat sich diesen Chemiker zur Brust genommen. Danach haben die Beiden
sämtliche Vorräte an Chemikalien noch verarbeitet und anschließend
die Geräte abgebaut, verpackt und ausgelagert.“
„Und
was passierte mit den Sachen, die noch unter Maren produziert worden
waren?“
„Auch
alles weg. Maren hat da nie drüber sprechen wollen. Nur manchmal…….“
“Manchmal
was?“
„Na
ja, wenn bei den Drehs oder auch bei den Veranstaltungen mal eine
ausflippte, hat Maren sie immer sehr schnell wieder in die Spur
bringen können…“
„Aha?
Hat sie also immer noch irgendwelche Drogen?“
Peggy
zuckte mit der Schulter. „Möglich. Ich hab da immer die Augen
zugemacht. Aber ich hab mitbekommen, dass sie der Choreografin des
Baletts immer eine kleine Tüte mit Pillen gab.“
„Meine
Maren als Drogendealerin…!“ Regine lachte auf.
„Sprech
da bloß nicht mit ihr darüber. Sonst schiebt die mich auch ab.“
„Wieso
auch?“
„Früher
wohnten hier sehr viel komische Typen, die bei den Amis mit gedreht
haben. Bis auf die beiden Schwarzen sind die alle weg.“
„Und
warum sind die noch da?“
„Keine
Ahnung. Jetzt sind die Beiden zum Glück erstmal ebenfalls weg.
Aber,“ sie stand auf, „genug geredet. Jetzt wird zuerst
gefrühstückt und danach zeig ich dir, was frau mit der Zunge gerade
an und bei frau alles für die richtigen Gefühle erzeugen kann.“
„Und
dass kann Peggy wirklich gut,“ kicherte Conny, „mein Pfläumchen
juckt und cremt immer noch nach.“
„Ja,
du leckst tatsächlich wie ein kaputtes Auto,“ spöttelte die
Verursacherin, sah zu Regine hin, „Wie wär’s, wenn du bei ihr
weiter machst? Oder magst du nur noch mit Kerlen?“
„Ich
hab auch einige Frauen bedienen dürfen,“ widersprach Regine, bevor
sie sich Conny zuwandte, „Ihr vier Frauen,“ die Maskenbildnerin
sinnierte laut vor sich hin, „Maren seh ich bei euch als den
Machertyp, die…“
„Maren
war schon immer eine Leitwölfin. Klassensprecherin, Schulsprecherin…
Selbst unser Kaffeeklatsch war ihre Idee. Na ja, als sie schwanger
wurde, war das dann schlagartig vorbei. Ihr Mann..“
„Was
macht der eigentlich?“
„Soweit
ich weiß, war der Kapitän, kam nur alle 3-4 Monate mal kurz nach
Hause…“
„Und?
Hat sie die Abwesenheit genutzt?“ „Überhaupt nicht. Sie war
die ganzen Jahren über dieses unscheinbare, brave Hausmütterchen
wie Martina oder ich. Nur Jenn blieb von der Kinderseuche
verschont…“
„Kinderseuche!“
Peggy musste auflachen, „wie viele hast du?“
“Zwei. Andrea
und Michaela, beide 21, Zwillinge halt.“
„Die
Mann hätte lieber Söhne gehabt, oder?“
„Wie
kommst du da drauf?“ „Na, bei den Namen…“
Regine
seufzte. „Ich hab immer nur Ja und Amen gesagt. Ich will die Kinder
nicht missen, aber den Mann dazu… Bei Roger hingegen. Schon als ich
ihn nur als Wirt sah, strahlte der schon irgendwas aus..“
„Ja,
er hat schon ne gewisse Aura. Das muss ich sogar zugeben.“ Peggy
stimmte ihr zu.
„Roger.
Ist das der Chef von hier? Der mich da rausgeholt hat?“
„Genau
der. Kanntest du den schon vorher?“
Conny
schüttelte den Kopf. „Aber auf der Bühne bei der Versteigerung,
da schon hat er mich beiseite genommen, hat mir ein Armband mit nem
Pieper dran umgelegt, falls was sein sollte.“
“Ich
glaube, er kannte diesen Arsch, wusste, dass der sich vergessen
kann.“
„Was
ihm ja auch passierte. Vielleicht hab ich auch selber mit Schuld dran
gehabt. Ich hatte ihm ja von meiner Neigung zum Masochismus erzählt
und …“
„Kein
Grund, dich fast totzuschlagen.“
„Eure
Maren hat mir prophezeit, dass mir das irgendwann erneut passieren
wird.“
„Dann
pass bloß auf, dass sie dich nicht als Escort für spezielle Kunden
vermitteln will.“
„Sowas
habt ihr hier auch?“ Conny wurde hellhörig.
„Maren
ist halt sehr geschäftstüchtig und solange Roger ihr freie Hand
gibt.. Selbst mich hat sie schon mal vermittelt.“
„Jetzt
kommt aber, der Tisch ist gedeckt. Und du Conny, leg dir was unter.
Ich will nicht, dass du die Stuhlbezüge einsaust!
Verlegen
ging diese vorher ins Bad und holte sich ein Handtuch.
Kapitel
8
Dieses
Kapitel wird etwas ... hektischer.
Lasst
euch überraschen...
Roger
+ Maren + Bea
Maren
hatte das Gespräch angenommen, sah nun zu Roger. „Wieder Martina.
Sie kommt gleich her. Ebenfalls Jenn mit Johanna und Barbara ud
zusätzlich noch Juliette. Ob wir nicht dann auch Regine dazu holen
wollen?“
Roger
sah mitleidig Bea an. „Dein großer Abend wurde so doch ganz schön
gestört, oder? Ständig diese ganzen Anrufe.“
„Aber
die waren doch auch wichtig für euch. Und wenn jetzt alle anderen
´Damen`von dir kommen, dann lernen die mich nun gleich als eine der
ihren kennen.“
„Ach
du neugierige Jungsau!“ Maren nahm sie fest in den Arm, „ich ruf
Regine an.“
….
„Na du
Spritdrossel? Wir haben gleich ein großes Meeting, bei Roger unten
im Keller. Dein Herr erwartet auch die Anwesenheit seiner Geilsau,“
sie kicherte ins Handy, „kommst du?“
„Ich
bin grad wieder bei Peggy und Conny. Wir haben uns alle gemeinsam
regeneriert..“ „Regenerieren nennt man das jetzt?“
„Na
komm. Was habt ihr denn anderes gemacht?“
„Wir
haben unsere, nein Roger hat seine neue Jungsau bestiegen und somit
ganz offziell aufgenommen. Jetzt sind wir schon zu fünft!“
Maren
wandte sich zu Roger: „Sie ist bei Peggy und Conny. Wollen wir die
auch? Obwohl – wenn Tina was von unserem Vorhaben erzählt,
werden’s zu viele Ohren, denke ich.“
„Es
wäre dann wirklich nicht gut. Noch ist alles in der Schwebe und
bevor wir nichts festgeschrieben und besiegelt haben, sollte es unter
uns bleiben.“
„Und was
ist dann mit Regine?“
„Maren,
du kennst sie. Sie ist eine von uns, irgendwann wird sie es eh
erfahren müssen.“
„Regine?
Kannst du runterkommen? Unten durch den Saal, vorbei an den Separees
zur Stahltür, dann bist du im Keller des Cafés und dort die rechte
Tür: Da ist Rogers Spielzimmer. Da werden wir alle sein. Bis
gleich!“
„Soll
ich alleine kommen?“
„Heute
ja. Es gibt noch einiges an Interna zu besprechen, sonst hätte ich
gesagt, bring Peggy und auch Conny mit. Vielleicht ergibt sich noch
eine Gelegenheit, dass wir beide später dazu holen.“
„Na
gut. Ich komm dann runter.“
Regina
trennte die Vebindung, sah zu Peggy hin.
„Ich
soll runter ins Spielzimmer kommen. Roger hat eine Neue aufgenommen
und ich soll sie nun auch kennenlernen.“
„Jetzt
geht’s ja ruckzuck mit eurer Requirierung,“ lachte Peggy. „Dann
viel Spaß noch.“
„Danke!“
Regine war schon ungeduldig und zu neugierig, also war sie nackt wie
sie war aus dem Zimmer heraus, die Treppe runter, über den Gang
hin zum Fahrstuhl.
Merkwürdig!
Warum ist die Beleuchtung hier an? Und warum geht die Fahrtuhltür
unten wieder zu? Ob schon jemand von den anderen gekommen und gerade
eben runtergefahren ist?
Vielleicht
treff ich die unten noch…
Sie
drückte schon etwas aufgeregter auf den Fahrstuhlknopf, hörte, wie
die Kabine hochfuhr, die Schiebetüren sich aufschoben, sich hinter
ihr wieder schlossen und der Fahrstuhl mit ihr die eine Station nach
unten fuhr, als – kaum dass sich die Fahrstuhltür unten
geöffnet und sie herausgetreten war, zwei ihr unbekannte,
südländisch aussehende Männer sie anblickten, die sie ebenfalls
etwas überrascht anstarrten, sie dann aber grob an den Armen zu sich
aus der Kabine zogen, sie festhielten und ihr den Mund zuhielten.
Sie
wollte noch protestieren, sich losreißen, doch ein harter, fester
Schlag an ihren Kopf beendete jeglichen Widerstand….
Jenn
„Ich
hoffe, das Treffen wird nicht zulange dauern. Ich muss morgen wieder
in die Kanzlei.“
„Tröste
dich, auch wir müssen wieder zur Arbeit,“ nahm Johanna sie in den
Arm, „aber ich will nun auch unbedingt selber wissen, was Martina
neues oder zusätzliches ausgehandelt hat. Und vielleicht rückt
Roger noch etwas mehr über deinen Halbbruder raus.
„Ach
du ahnungslose Oma,“ kicherte Jenn, „jahrzehntelang hörst du
nichts und auf einmal holt dich die Vergangenheit ein.“
„Blöde
Kuh!“ Ihr wurde fest in die Seite geknufft, als Barbara schon auf
den Hof einbog und sich neben den großen schwarzen PickUp am Eingang
stellte.
„Scheinbar
ist Martina auch schon da. Aber soll das nicht ein Taxi sein?“
„Vielleicht
hat er sie privat hergefahren,“ mutmaßte Jenn, „Aber egal. Lasst
uns reingehen.“
„Wollen
wir nicht auf Juli warten?“
„Hast
du nicht gesehen, wie sie diesen Oberkellner angesehen hat? Ich hab
ihr doch auch den Code gegeben, ansonsten kann sie ja anrufen.“
Die
drei traten vor die Eingangstür, Jenn tippte die 4 Zahlen ein und
die Tür schnarrte auf.
Es
war alles hell erleuchtet in dem großen Gebäude, ohne Probleme
erreichten den Fahrstuhl. Dieser kam erst nach einer etwas längeren
Wartezeit, doch endlich hörten sie, wie sich die Tür zuschob, die
Kabine zu ihnen hochfuhr.
„Dauerte
das gestern Abend auch so lange mit dem Fahrstuhl?“ wunderte sich
Barbara. Jenn schüttelte den Kopf. „Ich war ja ein paar Stunden
hier drin als Fahrstuhlgirl. Da ging’s immer ruckzuck. Ausser…“
„Ausser
was?“
„Was
soll’s.“ Jenn winkte ab, „Manchmal hab ich unterwegs gestoppt
und bei besonderen Gästen eben die Stimmung weiter angeregt.“
„Meine
Tochter ist wirklch ein geiles Stück!“ stellte Barbara ironisch
fest, als endlich die Kabine unten angekommen war.
Als
sich die Tür aufschob, sahen sie sich völlig unvorbereitet zwei
dunkelgekleideten Männern gegenüber, die, ohne das auch nur eine an
Abwehr denken konnte, sich sofort mit Schlagstock und Taser auf
sie stürzten. Jenn wurde als Erste am Kopf getroffen, ging sofort zu
Boden, während Barbara einem ersten Schlag noch ausweichen konnte,
dann aber mit einem Handkantenschlag gegen die Halsschlagader
ebenfalls außer Gefecht gesetzt wurde. Johanna stand wie
erstarrt, nun wurde auch ihr mit der Baseballkeule in den Magen
geschlagen und aufschreiend krümmte sich vor Schmerzen zusammen, bis
ein weiter Schlag auf den Kopf sie endgültig betäubte.
Als
sie wieder wach wurde, lag sie unten im Saal neben dem Aufzug,
erkannte in dem diffusen Licht eine ihr unbekannte nackte Frau,
daneben Jenn und Barbara, beide ebenfalls hilflos mit auf dem Rücken
gefesselten Kabelbindern und einem Tuch im Mund. Und dann war sie
dran…
So
bekam sie auch gar nicht mehr mit, wie der Fahrstuhl erneut nach oben
fuhr
Martina
+ Ismir + Juliette
Martina
war die Nächste, die zusammen mit Ismir auf den Hof fuhr.
„Wer
ist denn noch alles da? Und wer fährt diesen PickUp? Jenn bestimmt
nicht.“
Vielleicht
diese Steuerberaterin oder diese Reporterin?“
„Kann
ich mir nicht vorstellen. Aber egal, die warten sicher.“
Sie
schmiegte sich an Ismir, „ich würde dich ja gerne mit runter
nehmen, aber ich weiß nicht, ob Maren das gerade wegen dieser neuen
Erkenntnisse gerne sehen würde.“
Ismir
strich ihr übers Haar. „Ich kann’s schon verstehen. Wenn du
nachher fertig bist – du hast ja meine Nummer.“ Er gab ihr einen
Kuss und sie wollte gerade aussteigen, als der Wagen von Juliette
hinter ihnen ebenfalls auf den Hof bretterte.
„Ich
dachte, du bist schon längst da mit unten?“ Martina trat an ihren
Wagen.
„Glaubst
du, ich kann mir solche Wagen leisten?“ Juli stieg aus, „Der da,
der Daimler, das ist der Wagen von Barbara. Jenn und Johanna waren
bei ihr im Wagen. Aber dieses PickUp? Ich musste noch etwas ..
besprechen.“
„Aha?
Besprechen nennt man das jetzt?“
Beide
lachten. „Trotzdem ist da was faul.“ Martina trat zurück an das
Taxi. „Ismir, tu mir den Gefallen: Kannst du uns doch begleiten,
wenn wir runterfahren? Dieser Wagen da… Irgendwas stimmt hier
nicht.
Der
Professor hatte ja erwähnt, dass die Amis sich an einen der Clans
gewendet haben sollen. Wenn die schon…“
„Keine
Angst, ich bring euch sicher runter,“ versprach Ismir, schloss sein
Taxi ab und folgte beiden zum Eingang, wo Martina schon den Code
eingab und in der Tür auf ihn wartete. Juli hatte bereit vorsorglich
etwas aus ihrer Handtasche geholt und sah nun auch bedachtsamer aus.
Als
der Fahrstuhl wieder runter fuhr, stand Ismir bereits angespannt an
der Schiebetür, über die Finger der rechten Hand hatte er einen
Schlagring geschoben, während die beiden Frauen sich etwas hinter
ihm aufhielten. Nach dem Öffnen der Tür unten sahen sie erstmal
nichts – das fahle Notlicht war ausgeschaltet worden - doch nachdem
einer der beiden Eindringlinge sich auf Ismir stürzte und ihn
mit dem Baseballschläger auszuschalten wollte, riss dieser
instinktiv die linken Hand hoch, wehrte diesen Schlag ab, erwischte
dann mit einem seitlichen Schwinger die Schläfe des Angreifers. Mit
dem durch den Schlagring verstärkten Treffer wurde dieser
sofort ausgeknockt. Ismir bekam dadurch gar nicht mit, wie ein
zweiter Angreifer sich auf die Frauen stürzte, aber von Juli erst
mit dem Tränengasspray in die Augen geblendet und anschließend mit
einem sauber geführten Handkantenschlag an den Hals zu Boden
geschickt wúrde.
Alle
drei sahen sich entsetzt an, dann kniete sich Martina neben den, der
von Juli erlegt worden war, fühlte nach einem Puls, aber sie spürte
nichts. Der Erste lag ebenfalls bewusstlos auf dem Boden, lebte aber
noch.
„Verdammt,
wer sind die denn? Wo sind Roger und die anderen?“
Etwas
im Hintergrund erkannte Juli die verschnürten anderen vier Frauen.
„Die
wurden auch von denen niedergeschlagen. Sind da vielleicht noch
mehr bei Roger und Maren?“
„Ihr
bleibt hier!“ Ismir sah zu Martina, „wo geht das das hier
weiter?“
„Komm,
ich war heut Nacht schon in dem Tunnel gewesen,“ Juli bückte sich
und gab Martina einen der Schlagstöcke, „wenn einer wieder zu sich
kommt – einfach zuschlagen.“
„Wohin
denn?“
„Wohin
wohl! Auf den Kopf natürlich!“
Dann
wandte sie sich an Ismir. „Komm! Wir schauen, ob da noch mehr
sind.“
Roger
Er
hatte sich einen Bademantel übergezogen, bevor er sich mit Maren und
Bea nach unten begeben hatte. Staunend betrachtete Bea die
Einrichtung, erkannte das verstellbare Kreuz wieder, in dem sie 3 der
´Kolleginnen`in der letzten Nacht bereits gesehen hatte. „Möchtest
du schon mal Probehängen?“ Maren zog sie an des Gestell und noch
kichernd ließ Bea sich die Arme fixieren. Als dann aber auch um die
Knöchel die Fesseln geschlungen wurden und sie feststellte, dass sie
ohne Hilfe da nicht mehr rauskommen würde, wurde sie doch unruhiger.
Zumal nun auch Maren anfing, sie immer heftiger zu stimulieren.
Roger
hatte sich gegen die Liege gelehnt, sah den Spielereien seiner devs
amüsiert zu. „Schieb ihr den Plug in den Mund. Uns hört hier zwar
niemand, aber dann erkennt unser Frischling, bei was für Perversen
sie gelandet ist.“
Maren
holte das Teil, allerdings nicht ohne auch die Katze und ein Tuch
mitzunehmen.
„Du
weißt doch, Schmerz kann auch Lust erzeugen,“ teilte sie Bea mit,
bevor sie diese fest küsste und ihr denn den Mund verschloss. Als
ihr dann allerdings auch noch die Augen verbunden worden waren,
wurde Bea doch etwas panisch. Es half ihr nichts, Maren hatte Lust
auf sie bekommen und sie war ein reizvolles Opfer.
Nach
zwei Schlägen auf den Hintern dann einem leichten auf die Vagina
gönnte sie Bea eine kurze Pause, allerdings nicht, ohne ihr diese
´Muschi` mit dem lederumwickelten Griff tief in die schon wieder
nasse Scheide zu schieben….
„Roger!
Maren! Wir sind überfallen worden!“ Atemlos keuchend stürzte Juli
in den Raum, Ismir hinter ihr. Vorsorglich hatte er wieder
seinen Schlagring übergeschoben.
„Was
ist passiert?“
Roger
packte Juli an den Oberarmen: „Wer wurde wo überfallen?“
Ismir
war etwas besonnener. „Da am Fahrstuhl haben zwei Männer
anscheinend gewartet. Sie haben dort 4 Frauen niedergeschlagen, davon
3 gefesselt. Martina ist bei denen. Scheinbar haben die uns kommen
gehört. Juli und ich haben die erledigt, aber .. Hier bei euch ist
noch niemand gewesen, oder?“
„Nein,
natürlich nicht. Würden wir sonst hier so ruhig spielen?“ Roger
ging an eine Schublade, holte eine Pistole heraus. „Ich geh nach
oben und schau, ob jemand auch nach oben gegangen ist. Kommst du
mit?“ blickte er Ismir an.
„Sicher.“
„Schaut
ihr nach den Frauen?“ Dann gingen beide leise und vorsichtig die
Treppe hoch. Maren war einen Augenblick etwas kopflos. Sie vergaß
Bea am Kreuz und rannte durch den Tunnel hin zum Fahrstuhl. Martina
hatte schon Jenn und Barbara befreit hatte und war gerade dabei,
Johanna loszubinden.
„Was
ist mit Regine?“ Sie kniete vor der Freundin, die regungslos auf
dem Boden lag, fühlte nach dem Puls. Zum Glück spürte sie etwas.
„Sie lebt noch.“ Erleichtert zog sie Regine an ihre Brust, dann
schaute sie zu den zwei Angreifern. „Wer sind die? Was wollten
die?“
„Keine
Ahnung.“ Martina kniete sich zu den Beiden runter. Die sehen aus,
als kämen sie aus dem Libanon. Warte, der Professor hat gesagt, die
Amis hätten sich an einen der Clans gewandt. Ob die…?“
„Möglich.
Ich hatte ja befürchtet, dass die etwas machen werden, aber dass sie
gleich soweit gehen?“
Martina
sah bedrückt Maren an. „Wollen wir nicht erst anrufen bei der
Polizei und dem Notarzt?“
„Warte.
Regine kommt grad wieder zu sich. Wie sieht’s mit den Beiden aus?
„Der
eine rührt sich nicht mehr, der andere stöhnt noch.“
„Was
war das denn?“ Johanna hockte schon neben dem Regungslosen, fühlte
den Puls. „Dieses Schwein ist tot.“
Juli
kniete sich dazu, schob dessen rechten Arm frei, erkannte eine
Tätowierung. “Der gehört zu Al Bensa.“ Sie legte auch bei dem
Anderen den Unterarm frei, „der ebenfalls.“ Sie erhob sich
wieder. „Ich hab mal über die Clans geschrieben und auch dafür
recherchiert. Die arbeiten hier neben Drogenhandel und Prostitution
auch als Auftragskiller.“ Sie durchsuchte die Taschen des einen.
„Hier, wusste ich doch. Alles dabei: Pistole mit Schalldämpfer,
Springmesser und he! Der hatte sogar ein Garottegeseil dabei. Das
sind Profikiller!“
Jenn
hockte sich neben dem Toten. „Wenn bei der Polizei durchsickert,
wer dafür verantwortlich ist, dann sind auch wir alle dran. Die
werden bei den Ermittlungen dann ebenfalls die ganzen Verkaufs- und
Übergabeverträge überprüfen und sich dabei dran stoßen an den
niedrigen Verkaufszahlen. Dass da irgendetwas nicht koscher war,
würde selbst einem Blinden auffallen. Und dann haben wir zusätzlich
die Steuerfahndung am Hals. Unsere ganzen Planungen könnten wir dann
vergessen und sowohl Maren als auch Roger werden in den Bau wandern.“
„Und
was sollen wir dann machen?“
Maren
und war mit Juli dazu gekommen und sah kalt auf beide herunter. „Wir
lassen die verschwinden.“
„Aber
nicht so einfach. Den da,“ Juli deutete auf den Bewusstlosen, den
bringen wir zum Reden. Wir spannen den ans Kreuz…“ Juli war schon
wieder ganz abgeklärt, doch Maren zuckte zusammen. „Verdammt! Wir
haben Bea dort hängen lassen!
Maren
und Jenn starrten sich an. „Wir haben die vergessen. Scheiße!“
Beide
rannten los zum Spielzimmer, wo Bea hilflos in ihrer Fesselung
zappelte und erstmal tief Luft holte, als man ihr den Knebel aus dem
Mund zog, dann aber wie ein Rohrspatz zu zetern anfing. „Ihr könnt
mich doch nicht so einfach allein lassen. Wenn was passiert wäre..“
„Es
ist genügend passiert, sogar zuviel,“ erklärte ihr Maren, während
sie ihr die Bänder löste, „wir sollten überfallen und scheinbar
auch beseitigt werden…“
Jenn
sah das anders. „Sollten? Wir wurden überfallen. Regine ist noch
ohnmächtig, einer von den Typen ist tot, der andere noch
besinnungslos…“
„Ist
die Polizei auch schon da?“
Jenn
und Maren sahen sich kurz stumm an, dann versuchte Maren zu erklären.
„Es kommt keine Polizei. Bea. Du bist jetzt voll eine von uns. Es
dürfte zu einer Konfrontation mit der Mafia oder einem der beiden
Clans hier kommen. Noch kannst du aussteigen, wir würden dir das
nicht mal übel nehmen. Aber – wir Alten, wir zeigen es dem Pack.“
Bea
stand inzwischen wieder auf eigenen Füßen, rieb sich die
Druckstellen. „Ich aussteigen? Warum? Nur weil es Ärger geben
könnte? Wer bin ich denn? Zwar nur die Jüngste von euch, aber ich
bin nun auch ein Teil von euch, von CoR.“
Sie
richtete sich auf. „Wo sind die anderen?“
„Vorne,
noch am Fahrstuhl. Martina versucht Regine ganz aufzuwecken, Juli,
Barbara und Johanna sind auch da und dieser Taxifahrer von Martina.
Der und Juli haben die zwei erlegt.“
„Juli?
Diese kleine Zierliche?“
„Genau
die. Laut Martina hat sie dem Toten die Schlagader blockiert und den
Halswirbel zertrümmert,“ Jenn sah Maren an, „und wie cool die
dabei geblieben ist. Als ob ihr das nicht das erste Mal passiert
ist.“ Nachdenklich sah diese zurück. „Wenn, dann wird sie auch
wissen, wie wir das geheim halten können.“
„Und
was ist mit Barbara und Johanna? Wie werden die reagieren?“
„Johanna
wird schweigen. Dafür bring ich ihr ihren Sohn, also meinen Bruder.
Und Barbara – ich glaub, die tickt so wie ich..“
„Außer
bei der Partnerwahl,“ kicherte Maren schon wieder.
„Na
und? Frau ist halt flexibel und heute hätte wohl auch sie weniger
Probleme damit.“
„Und
der Taxifahrer?“
Nun
wurde Maren etwas nachdenklich. „Ich kenn den zuwenig. Martina hat
den besser im Griff…“
„Wie
ihr redet! So .. verschwörerisch.“ Bea stand plötzlich mit vor
den Brust verschänkten Armen vor den Beiden, „wir sind überfallen
worden und ihr redet schon darüber, wie ihr das vertuschen könnt.“
Maren
nahm sie in den Arm, zog sie fest an sich. „Bea, du hast eben ´wir`
gesagt. Ja, ´wir` müssen nun zusammen stehen. Da wird noch
mehr auf uns zukommen, glaube mir.“
„Was
sagt Roger dazu?“
Maren
griff nach ihrer Hand, drückte sie fest. „Wir werden das
gleich erfahren…“
Kapitel
9
Luftholen
und Aufräumen...
Roger
kniete sich neben Regina nieder, die im Arm von Martina lag. „Wie
geht es ihr?“
„Siehst
du doch,“ fauchte Martina ihn an, „diese Arschlöcher haben
sie fast totgeschlagen, wenn sie nicht von Jenn und Johanna gestört
worden wären.“
„Wie
kamen die überhaupt rein hier?“
„An
der Tür gab’s keine Einbruchspuren. Ich selbst hab auch nur den
Code eingeben, den Maren mir gesagt hat und der funktionierte. Ich
bin heilfroh, dass Ismir mit runter gekommen ist und auch Juli. Wie
die reagiert hat! Die muss gespürt haben, dass da was faul ist..“
„Wieso?“
„Na,
weil sie schon im Fahrstuhl ihren Tränengasspray rausgeholt hatte.
Scheinbar hat sie ein Gespür für solche Sachen.“
„Und
die hat den da zusammengeschlagen?“
Martina
nickte. „Das ging alles so schnell. Dieser eine, der kam auf uns
zu. Hatte ne Stange oder sowas in der Hand. Juli hat dem ihr Gas in
die Augen gesprüht und dann …
Wenn
ich so darüber nachdenke – die hat sich halb zurückgelehnt und im
wieder Vorschnellen sich irgendwie gedreht und mit der linken Hand
ihn am Hals getroffen. Der ist weggesackt wie…“
„Das
Ergebnis sehen wir. Gut oder auch nicht gut.“ Roger küsste Regine
auf die Stirn. „Komm wieder zu dir, Kleine!“
Er
erhob sich wieder auf, ging rüber zu Barbara und Johanna. „Wie
geht es euch?“
Bei
beiden hatte sich der Schock schon wieder etwas gelöst, Barbara
weinte zwar noch, aber Johanna hielt sie fest im Arm. „Was machen
wir jetzt? Die Polizei anrufen?“
„Bleibt
uns was anderes übrig?“ Roger war reichlich demoralisiert. „Wenn
bei Regine nun etwas Schlimmeres passiert ist.
Diese
beiden Kerle da – scheiß drauf. Aber den da,“ er deutete auf den
Bewusstlosen, „den bring ich noch zum Reden! Jetzt brauch ich
Maren.“
„Ich
bin doch schon hier, mein Meister.“ Sie war als erste wieder am
Fahrstuhl erschienen. Bea, noch sehr aufgelöst und ebenfalls Jenn
folgten ihr.
Vom
Boden hörten sie ein leises Wimmern: Regina kam wieder zu sich.
Juli
kniete sich neben sie. „Gibt es hier irgendwo Eis? Wir müssen sie
kühlen. Ich könnte auch was zum Kühlen brauchen.“
„Für
deine Hand, oder?“
Juli
nickte, versuchte dabei zu lächeln, „So oft mach ich sowas ja auch
nicht.“
Martina
sah sie überrascht an, legte ihr dann die Hand auf den Arm. „Red
da nicht drüber. Zumindest jetzt nicht.“ Wieder strich sie ihr
über die Stirn. „Wie fühlst du dich? Bist du okay?“
Juli
konnte schon wieder lächeln. „Ich hab zwar grad nen Mann
erschlagen, aber sonst bin ich okay. Lieber der als eine von uns.“
Nun
konnte sich Martina nicht mehr an sich halten – sie zog die junge
Frau fest an ihre Brust. „Danke!“
Roger
hatten sich mit Maren neben Ismir gestellt. „Kennst du einen von
denen?“
Dieser
nickte. „Den da,“ er zeigte auf den Bewusstlosen, „wenn der
mich erkannt hat, dürfte auch ich dran sein. Was willst du mit dem
machen?“ Dabei sah er Roger ernst an.
„Wir
bringen den erstmal ins Spielzimmer und fragen ihn nach seinen
Auftraggebern. Allerdings – ich frag mich immer noch, wie die
beiden überhaupt hier reingekommen sind?“
„Diese
Tür öffnet sich, wenn sie nicht von innen ausgeöffnet wird, nur
mit Code oder Chipkarte. Da ist auch ne Kamera über der Tür. Ich
kann nachvollziehen, wessen Code oder welche Karte die benutzt haben.
Aber das dürfte der da uns sicher auch sagen können.“ Marens
Verstand arbeitete wieder auf Hochtouren.
Juli
war dazu gekommen. „Soll ich den zum Reden bringen?“
Alle
drei starrten sie an.
„Was
ist? Ich kann mehr als nur schreiben und ficken.“ Sie zuckte
achtlos mit der Schulter. „Ich sollte mal für eine Behörde eine
Dokumentation über ne Kommandoeinheit schreiben. Und die haben mich
deswegen in deren Ausbildungseinheit gesteckt. Die dachten wohl, sie
könnten bei mir als kleinem Mädchen damit Eindruck schinden.“ Sie
lächelte bei dieser Erinnerung. „Ich war allerdings hinterher
ebenfalls überrascht, wie viel und wie schnell ich von
denen gelernt habe. Von daher kann ich mich nicht nur
verteidigen.“
„Man
hat’s gesehen!“ Ismir zog sie zu sich in den Arm.
„Du
hast aber auch sehr schnell reagiert. Alleine mit deinem Schlagring..
Eigentlich hätte sein Stirnbein gebrochen sein müssen….“
„He!
Tauscht euch gefälligst später über eure Heldentaten aus. Zuerst
muss Regine hoch in ein Bett. Ich denke, wir legen sie in unseres,
oder Roger?“ Maren hatte wieder dss Kommando übernommen. Sie sah
auf Johanna und Barbara. „Bleibt ihr auch hier? Zum Schlafen kommt
ihr eh nicht mehr. Außerdem müssen wir noch reden über Martinas
neueste Erkenntnisse. Und ich denke, du Roger, solltest den da
erstmal aufwecken und zusammen mit Ismir und Juli zum Reden bringen.
Ehrlich gesagt – ich möchte nicht mit dabei sein. Und du Martina,
du lieber auch nicht. Der wäre sonst tot, bevor der ein Wort würde
sagen könnte.
Was
machen wir dann später mit den Beiden? Verschwinden müssen die ja
und…“
„Aber,
der eine da, der lebt doch noch!“ Nun wurde es doch etwas zuviel
für Bea.
„Ach
Kleine…“ Martina nahm sie fest in den Arm, „komm, wir Frauen
tragen Regine hoch." Sie sah die anderen Frauen an, deutete auf
den Bewusstlosen, „der hier ist was für die Spezialisten.
„Ich bring dir dann auch gleich etwas Eis runter, Juli.“
Dabei
griff sie Regina von hinten unter ihre Arme, Jenn und Maren packten
an den Füßen mit an…
Das
Verhör
Juliette
sah zu Roger hoch. „Wo wollen sie ihn zum Reden bringen? Hier
oder…?“
„Ich
denke, wir bringen ihn ins Spielzimmer. Dort wird den niemand hören
können. Oder was meinen sie, Ismir?“
„Besser
wäre es schon. Und der andere?“
„Weglaufen
wird der uns kaum noch.“ Juli sah das ganz pragmatisch.
Gemeinsam
schleppten beide Männer den 85 kg-Mann durch den Tunnel und legten
ihn auf dem harten Boden ab, schlossen die schalldichte Tür.
„Wie
bekommen wir den jetzt wieder wach?“
„Ganz
einfach: Wasser! Aber lasst uns ihn erst ausziehen. Nacktheit
verstärkt das Unsicherheitsgefühl, gerade bei so einem.“
Wieder
war Juliette tonangebend.
„Lass
den doch sich selber ausziehen. Gerade wenn eine Frau dabei ist,
wird’s ihm noch peinlicher sein.“
„Und
wenn der wieder auf uns losgeht?“
Ismir
nickte. „Der wird sich wie ein in die Enge gedrängtes Tier fühlen,
stimmt. Zu Verlieren hat er nichts mehr und das wird ihm bewusst
sein. Binden wir ihn lieber in…“ er sah sich um, „das Kreuz
da.“
„Aber
nackt will ich ihn trotzdem haben. Mir war das immer sehr peinlich in
derartigen Situationen.“
„Was
hast du, äh sie denn schon alles erlebt?“ Roger sah Juli
überrascht an.
„Wollen
wir in dieser Situation nicht alle beim DU bleiben? Irgendwie
schweißt uns die Lage doch zusammen, oder?“
Beide
Männer nickten…
Juli
hatte sich schon wieder neben den Bewusstlosen hingehockt, zog dem
die schwere Lederjacke, das Hemd darunter sowie die feste schwarze
Hose aus.
Gemeinsam
hoben sie nun den Bewusstlosen hoch, Juli legte die festen
Ledergürtel um beide Arme, dann wurden die Beine des schlaffen
Körpers ebenfalls am Kreuz fixiert.
„Hast
du ein Messer oder eine Schere hier?“ Sie sah Roger an.
„Reicht
ein Rasiermesser?“ Roger wühlte in einer Schublade.
„Ideal!“
Juli ließ die Klinge über ihre Härchen am Unterarm streifen, dann
begann sie, sein T-Shirt aufzuschneiden.
„Warte.“
Ismir fasste an ihre Hand, „wir wecken den erst auf. Soll er doch
mitbekommen, was mit ihn passiert.“ Sie lächelte. „Angst fressen
Seele auf. Stimmt. Roger, hast du einen Eimer Wasser?“
Roger
fühlte sich zwar etwas wie ein Dienstbote, aber in diesem Fall
überließ er das Handeln lieber den beiden Anderen. „Wir
schieben das Kreuz in den Nassbereich da in der Ecke. Da ist ein
Abfluss im Boden. Wenn wir zuviel hier rumsauen, jammert Maren später
wieder mit mir rum.“
„Hast
du nun nicht schon genügend Frauen, die du dafür einsetzen
könntest?“ Auf den Mund gefallen war Juli auch in dieser Situation
anscheinend noch nicht.
Wieder
wurde der schlaff in dem Kreuz hängende Körper durch den Raum
geschoben. Allmählich fing der schon an zu stöhnen. Trotzdem hielt
Juli ihm den Duschkopf vor das Gesicht und drehte das kalte Wasser
auf, bis er langsam wieder zu sich kam.
„Hoffentlich
spricht der Deutsch,“ hoffte Roger, während er ihm ins Haar griff,
doch Ismir beruhigte ihn. „Ich kann auch Arabisch. Was wollen wir
eigentlich alles aus ihm herausholen?“
Roger
hatte konkrete Vorstellungen. „Seine Auftraggeber, wie er hier
reingekommen ist, seine Aufgabe..“
„Uns
wird garantiert noch mehr einfallen. Aber wenn wir das alles erfahren
haben – was dann?“
„Du
würdest den auch gerne hopps gehen lassen, oder?“ Ismir sah zu
Roger rüber, „dann hätten wir aber zwei Leichen zu entsorgen. Das
kann dann aber lieber seine Familie machen.“
„Wie
meinst du das?“
Ismir
lächelte. „Wir rufen den Clanführer an. Die haben ein
ausgeprägtes Ehrgefühl. Falls er dann noch leben sollte - umbringen
werden die ihn wenn dann hoffentlich selber – schließlich hat er
versagt. Wichtiger für uns ist aber auch: wenn wir uns direkt an die
wenden, erkennen sie, wen sie vor sich haben und wie wir reagiert
haben. Wenn wir die einfach verschwinden lassen, schicken die uns die
nächsten Beiden.“
„Du
denkst wie ein Profi, Ismir.“ Roger erkannte die Situation. „Also
– bringen wir diesen Vogel zum Singen.“ Er sah Juli an
auffordernd. „Willst du uns mal zeigen, was du noch so alles
gelernt hast?“
„Darf
ich wirklich?“ Sie wandte sich an den inzwischen wieder zu sich
Gekommenen, „Wer bist du?“
Statt
zu antworten spuckte er wütend auf sie und ließ eine Fluchtirade
los.
„Na
dann..“ Juli trat zurück und ging gemächlich rüber an den
Strecktisch. „Habt ihr ein Problem damit, wenn ich mich etwas
lockerer anziehe? Ich will mich bei so einem wie dem da doch nicht
dreckig machen.“
Beide
Männer lachten. „Pass aber auf, dass du den da nicht noch nebenbei
geil machst.“
„Soll
er doch,“ kam es schnippisch von Juli zurück, „dann wird eben
das Rasiermesser dafür sorgen, dass dies dann sein letzter Ständer
gewesen sein wird.“
Sie
tänzelte nun nur noch in BH und Tanga zu ihm hin, streichelte
mit dem Rasiermesser über sein Gesicht. „Wie war nun noch mal dein
Name?“
Ein
erneutes wütendes Grunzen war die Antwort. „Nun denn…“ sie
fuhr mit der Klinge unter sein T.Shirt und schlitzte dieses von oben
nach unten auf, dann wollen wir das Kerlchen mal ganz freilegen.“
Es
war zu erkennen – sie konnte geschickt mit der Klinge umgehen.
Schon nach wenigen Schnitten war sein Oberkörper freigelegt, die
Unterhose ging sogar noch schneller. Roger durchsuchte die
Kleidungsteile und wurde fündig. Neben Ausweispapieren, die ihn als
Ahmed G. auswiesen, auch eine Chipkarte für die Türanlage.
„Was
haben wir denn da? Wo hast du die denn her?“ Juli hielt ihm das
Teil vor die Augen, doch eine Antwort blieb er schuldig. „Nun denn,
sie suchte in den Schubladen, fand ein Schachtel Streichhölzer, von
denen sie eines anzündete und an seine rechte Hand griff. Auch wenn
er krampfhaft versuchte, sich ihrem Griff zu entziehen – langsam
begann sie vom kleinen Finger ausgehend die Flamme über die
Fingerkuppe brennen zu lassen. Zuerst versuchte er, den Schmerz zu
unterdrücken, doch nach dem 3. Streichholz und einem angebrannten
Mittelfinger brach sie langsam seinen Widerstand. Zudem sie ständig
nachfragte, woher er diese Karte hatte.
Als
sie endlich den Zeigefinger erreicht hatte, kam endlich außer
Schmerzensschreien auch die Aussage, dass sie von ´den beiden
Negern` stammen sollte.
„Haben
sie dir diese Karte freiwllig gegeben?“ fragte Roger nach. Nach
einem kurzen Nachdrücken auf die schon angekokelten Fingerkuppen gab
er zu, dass beide nach München gelockt worden waren, dort ausgefragt
und anschließend entsorgt worden waren.
„Also
hatten die das schon langfristig geplant,“ stellte Roger fest,
„unser Gespräch gestern mit den Amis war also von vornherein
bedeutungslos. Gut zu wissen.“
„Was
solltet ihr hier veranstalten? So ohne eine bestimmte Absicht war
dieser Überfall dann sicher auch nicht.“
Wieder
schwieg Ahmet, also machte Juli unbeeindruckt weiter. Vorher zog sie
ihm die zerschnittenen Teile seiner Unterhose vom Leib, amüsierte
sich über seinen kleinen beschnittenen Schwanz, den sie ungerührt
anwichste, dann fest den Hodensack quetschte und ihn aufstöhnen
ließ, als sie erneut ein Streichholz tief in die Harnröhre schob
und dieses anzündete.
„Du
kleinschwänziger Kanake, du hast die Frage gehört: Was habt ihr
hier vorgehabt?“
„Ich
dich bring um, du Hure!“ kam als hasserfüllte Antwort.
„Na
dann…“ Sie lächelte, streichelte über sein Gesicht, dann
tasteten sich ihre Finger auf die schon leicht hervorstehenden
Halsschlagadern und … drückte die Blutzufuhr zum Gehirn ab. Nach
einem kurzen Aufbäumen sackte Ahmet ohnmächtig in seinen Fesseln
zusammen.
„Interessant!“
Ismir trat dazu, „wo hast du gedrückt?“
Juli
lachte ihn trotz dieser recht makabren Situation an, „einfach
hier,“ sie legte ihre Hand an seinen Hals und übte einen kurzen
Druck auf die Blutgefässe aus, allerdings drückte er sie sofort von
sich, „das kurz halten, dann trittst du nach 3-4 Sekunden sofort
ab. Und wichtig auch – es hinterlässt keine Spuren.“
„Wo
lernt man denn sowas?“ Er rieb sich noch seinen Hals.
„Das
hat mir mein Herbert beigebracht,“ schmunzelte sie, “aber
genaueres wirst du sicher nicht wissen wollen.“
Sie
sah Roger an. „Können wir den nicht auf die Bank legen? Das Kreuz
mag ja zum Spielen ideal sein, aber zum Ausfragen wie bei dem hier
ist das unpraktisch. Außerdem brauch ich dann nicht immer meine Arme
nach oben halten. Und du hast hier eine so schöne Streckbank…“
Kurz
darauf lag Ahmet lang ausgestreckt nackt mit dem Rücken auf dieser
Unterlage, während er langsam wieder zu sich kam.
„Na,
hast du inzwischen eine Antwort für mich?“ Juliette bohrte weiter
nach, „was habt ihr hier vorgehabt?“ Zur Bekräftigung ihrer
Frage griff sie nach seiner rechten Hand, umfasste den Zeigefinger
und … knickte ihn nach hinten weg. Laut und vernehmlich
knackte es und er stöhnte auf…
Lächelnd
strich mit einem Finger über seine Brust. „Du hast noch
9 weitere Finger und glaub mir: ich habe keine Skrupel, dir jeden
Finger einzeln zu brechen.
Also:
Was habt ihr hier vor gehabt?“
Als
sie endlich auch mit den Fingern der linken Hand angefangen hatte,
war er endlich soweit.
„Wir
sollten diesen Kremer und diese Kruppke beseitigen.“
„Aber
warum habt ihr dann die anderen nur betäubt und gefessellt?“
“Wir
wussten nicht, wer diese Kruppke ist und dann kamen plötzlich immer
mehr herunter und….“
„Ihr
hättet doch sowieso jeden umgebracht, oder?“
„Es
sollte keine Zeugen geben, war der Auftrag.“
„Warum
dann nicht auch gleich und….“
„Wir
mussten sicher sein, dass wir diese Kruppke erwischen…“
„Und
darum erstmal alle festsetzen und dann, wenn ihr Klarheit habt…“
Sie deutete das Zeichen von `den Hals brechen`
„Genauso
wie du meinen Bruder umgebracht hast?“
Juli
schüttelte strafend ihre Finger vor seinen Augen. „Dein stinkender
Bruder hat sich von einer kleinen schwachen Frau umbringen lassen,
dieses Dummerchen. Und dafür wird er auch ohne seine Eier auf seine
versprochenen 72 Jungfrauen treffen dürfen. Genauso wie du… Ich
wollte dir zwar keinen äußerlichen Schaden zufügen, aber – die
hier,“ sie umfasste seinen Hodensack, „von denen darfst du dich
schon mal verabschieden.“
Ismir
trat lächelnd zu ihr, legte ihr seine Hand auf ihre Schulter und
reichte ihr ein Rasiermesser. „Schneid ihm die Eier ab. Und den
Schwanz gleich mit dazu.“
„Kannst
du das nicht machen? Ich mag diesen stinkenden kleinen Stummel nicht
mehr anfassen. Dieser Kerl ist so…“
„Juliette,
mach doch eine Pause. Geh nach oben, kühl deine Hand und
beruhige die Frauen oben. Ich mach mit Ismir hier weiter. Und schicke
dann Maren runter. Oder,“ Roger sah zum Taxifahrer, „willst du
von all dem hier lieber auch nichts weiter mitbekommen?“
Ein
Lachen war die Antwort. „Wann erlebe ich mal sowas während meiner
Arbeit? Wenn ich nachher mit deiner sogenannten Dienerin alles
nachspielen darf…“
Roger
lächelte wissend. „Du willst Martina, du bekommst Martina….“
Pläne
Etwas
demoralisiert stieg Juli die Treppe hoch zum Cafe, von dort weiter
nach oben in die Wohnung darüber.
Schon
vor der Tür hörte sie das laute Stimmengewirr der sechs Frauen, das
allerdings schlagartig verstummte, als sie die Tür aufschob.
„Juli!“
Maren war als erste bei ihr, „wie geht es dir?“
Sie
versuchte, sich zu einem Lächeln zu zwingen. „Der Eine lebt noch.“
„Habt
ihr was aus dem herausbekommen?“ Martina kam mit einem Glas Sekt in
der Hand zu ihr. „Trink das erstmal.“
Überrascht
nahm sie einen Schluck. „Wir haben den auf die Streckbank gelegt.
Ismir und Roger wollen noch einige der restlichen offenen Fragen aus
ihm herausholen. Ich … ich konnte und mochte nicht mehr.“
„Ach
Kleine!“ Martina nahm sie in den Arm, „Schmerzen in der Hand oder
ist’s die Psyche?“
“Letzteres.
Dieser Kerl da unten widert mich an.“ Sie nahm einen erneuten
Schluck, „wie geht es euch hier? Was ist mit Regine?“
„Mit
mir geht’s schon wieder,“ diese kam leicht benommen dazu, „ich
hab gehört, du hast einen von denen kaltgemacht?“
Juli
nickte. „Der hatte das Pech, dass ich ihn voll erwischt hatte. Aber
der andere,“ sie sah Martina an, „Ismir befürchtet, dass dieser
ihn eventuell erkannt haben könnte.“
„Also
sollten wir den auch nicht mehr reden lassen.“ Ganz sachlich hatte
Martina die Situation analysiert.
„Aber
was machen wir anschließend mit den Leichen?“
„Das
ist die Frage. Wir könnten beide einfach verschwinden lassen, aber
dann kommen morgen schon zwei andere. Die müssen zu ihrem Clan
zurück, am Besten als Leiche. Die sollen selber sehen, dass sie euch
so nicht so einfach beikommen können.“
„Sag
nicht ´euch`, sag ´uns`. Juli, du bist nun auch eine von uns, ob
du’s willst oder nicht.“
Leicht
irritiert blickte Juli zu Maren rüber, die sie so selbstverständlich
vereinnahmt hatte.
„Gut,
dann wir. Aber wie erreichen wir, dass dieser Clan keine weiteren
schickt?“
„Ganz
simpel,“ in Martina arbeitete es schon wieder, „Wer hat denn
diesen Verein beauftragt? Diese Amis. Was ist also am
Naheliegendsten?“
„Das
wir die Leichen zu denen bringen?“
„Damit
erreichen wir gar nichts. Die würden darauf bestehen, dass Al Bensa
den Job beendet. Wissen wir, wo diese Typen wohnen?“
„Die
sind abgestiegen im ´Interhotel`. Sind ne Gruppe von zwei Personen
plus zwei Bodyguards,“ wusste Juli zu berichten.
Maren
nickte. „Entweder, die widerrufen ihren Auftrag bei denen, oder….“
Martina
lehnte sich mit dem Rücken an die Theke, „oder wir liefern die
ebenfalls zusammen mit diesen Killern beim Clan ab.“
Sie
blickte auf Maren. „Waren das dieselben, für die du und Roger
damals gearbeitet habt?“
„Der
Eine, dieser mit dem Bart. Der war aber auch nur der Handlanger vom
Söhnchen dieses Patriarchen.“
„Und
nun schickt der diese Beiden, dass sie für den wieder die Eisen aus
dem Feuer holen?“
Maren
nickte, „ich hatte ihm ja einiges angeboten, aber sie wollten nicht
auf mich eingehen. Die waren scheinbar nur da, um die Lage hier zu
sondieren.“
„Hatten
die auch die Bodyguards dabei?“
„Ich
habe niemanden von denen gesehen.“
Martina
schmunzelte. „Und anschließend schicken die ein Killerkommando.
Dumm sind die also auch noch…“
„Wieso
das?“
„Wie
hätten sie ohne Marens und Rogers Unterschrift wieder diese Firma
zurückbekommen können. So einfach geht das in Deutschland noch
nicht.“ Dieses Argument kam von Jenn..
„Maren,
deine Pillen – hast du die hier griffbereit?“
„Woher
weisst du von denen?“
„Du
hattest mir welche angeboten, falls es mir zuviel werden würde.
Weißt du das nicht mehr?“
Alle
Blicke richteten sich wieder auf Juliette. „Die sollten so wirken,
dass man alles mit sich machen lassen kann. Quasi wie KO-Tropfen.“
Maren
nickte verlegen. „Es gibt davon mehrere Dosierungen. Die einen
lassen einem alles ganz leicht werden, andere wirken …
tiefgründiger.“
Juli
nickte verstehend. „Wenn wir diese Männer damit so ruhig stellen,
können wir die zusammen mit den beiden Leichen abliefern bei dem
Clan, bräuchten wir die nicht auch noch selber umbringen.“
„Und
wie bringen wir die dazu, dass sie das Zeug schlucken?“
„Indem
wir denen 2-3 Nutten unterschieben als kleine Aufmerksamkeit ihrer
Dienstleister, zusammen mit der Frau, die ihnen die ganzen Probleme
verschafft hat. Und dann sehen wir mal, ob das ausreicht, dass sie
ihre Vorsicht vergessen.“
„Du
willst also, dass ich mich quasi als Pfand ausliefern lasse?“
Maren
sah sprachlos zu Martina. „die bringen mich doch gleich um!“
„Nicht
wenn wir sie anrufen und ihnen den Erfolg der Mission verkünden. Du
und Roger werdet denen gefesselt, aber lebend vorgesetzt. Denk dran:
ihr nutzt denen tot gar nichts. Und dann müssen wir eben schnell
sein….“
„Und
wo soll das vor sich gehen?“
„Hier
natürlich.“ Juli mischte sich ein, „Ismir könnte einen der
Killer spielen, ich und Bea würden als die beiden Nutten agieren. Du
Martina, zusammen mit Barbara seid die Bardamen, die als
Serviceschlampen unten wieder arbeiten. Euch kennen die Amis nicht,
zumindest nicht als mit Dazugehörige. Und denen dann die
präparierten Getränke unterjubeln sollte doch ne Kleinigkeit sein,
oder?“
Erst
waren alle still, mussten erst diesen Vorschlag verarbeiten, dann
lachte Barbara auf. „Welch ein Wandlung. Gestern wurde ich noch als
Sklavin verkauft und jetzt bin ich schon aufgestiegen zur Bardame und
konspirativer Giftmischerin.“ Sie sah zu Johanna. „Lässt du
mich?“
„Du
bist zwar verrückt,“ kicherte diese nun ebenfalls, „du weißt
schon: wenn das publik wird, sind wir aber dann alle mit dran.“
„Wie
du eben so schön gesagt hast: WIR. Zeigen wir Frauen, was wir den
Kerlen voraushaben!“
Der
Plan
„Was
habt ihr Frauen uns voraus?“ Roger war mit Ismir dazu gekommen,
umarmte als erstes Maren, die auf ihn zugestürmt war. „Was habt
ihr hier unter euch ausgeklügelt?“
„Wir
haben einen Plan entwickelt, besser Juli und Martina.“
„Und
was sieht euer Plan vor?“ Roger hatte sich von Maren gelöst und
hatte Regine in den Arm genommen, die immer noch etwas angeschlagen
auf der Coach hockte.
Martina
löste sich nun ebenfalls von Ismir, der sie gleichfalls an sich
gezogen hatte.
„Wir
locken die Auftraggeber dieser Aktion hierher.“
„Und
wie wollt ihr das anstellen?“
„Indem
wir die anrufen und denen dich und Maren übergeben werden.“
Roger
war fassungslos. „Was habt ihr vor?“
„Reg
dich ab“ Maren versuchte ihn zu beruhigen, „einer der Killer wird
die anrufen und denen klarmachen, dass sie uns hier abholen können.
Was die dann mit uns anstellen sollen, überlassen sie dem Amis.“
„Und
wo soll das stattfinden?“
„Wo
wohl? Hier unten im Keller natürlich. Wir richten die Bar wieder
her, sorgen für ne lauschige Atmosphäre, besetzen wieder die Bar,
besorgen denen 2-3 Nutten…“
„Wo
willst du die herbekommen?“
„Schau
dich doch um! Wir haben doch genügend zur Auswahl: Bea, Juli,
Martina, Jenn, für die Bar Barbara und dazu einen glaubwürdigen
Entführer: Ismir.“
„Moment!“
Jetzt mischte der sich auch ein, „werde ich denn gar nicht
gefragt?“
„Muss
man dich erst fragen? Stell dir vor – während wir auf die warten,
darfst du mich hier am Tresen flachlagen..“
Martina
versuchte ihm den Plan schmackhafter zu machen, „du musst nur
vorher als einer der Killer bei denen anrufen und die erfolgreiche
Ausführung melden. Und wenn einer das glaubwürdig kann, dann
du, oder?“
„Und
du glaubst, die gehen drauf ein?“
„Mir
ist das so lieber als wenn wir deren Hotel stürmen und die dort
kaltmachen. Hier haben wir immerhin Heimvorteil.“
„Aber
das sind 2 Typen von der Mafia sowie mindestens 1 Leibwächter.“
„2,“
stellte Juli fest, „na und? Wir haben die Waffen von den beiden
Killern sowie auch gleichzeitig eine autoritäre Puffmutter, die für
den Service verantwortlich sein wird..“
Nun
wurden alle, auch die Frauen hellhörig. „Wer soll das sein?“
„Ach
Leute!“ Juli wirkte enttäuscht, „wir haben zwei Politikerinnen
hier unter uns, die zumindest viel Reden können, auch wenn sie etwas
nicht so richtig verstehen.“
Johanna
begriff zuerst, dass auch sie mit eingespannt werden sollte.
„Ich
soll also die Verhandlung führen. Hmm,“ sie sah schmunzelnd zu
ihrer Frau, „dass du mir dann aber keine Schande machst, wenn du
hinter der Bar stehst. Und du Juliette, danke für das Vertrauen,
welches du Politikern entgegen bringst.“
„Gerne
doch..“ lächelte diese süffisant, dann wandte sie sich wieder an
Maren. „Was wir dann noch brauchen sind deine
bewusstseinserweiternden Hilfsmittel…“
Diese
schnaubte etwas verächtlich. „Welch eine schöne Bezeichnung für
dieses Dreckzeug. Gut, ich hab da Tropfen. Geschmack- und farblos,
wirken augenblicklich und lassen auch in kleinen Mengen jeden nach
1-2 Minuten willenlos, aber weiter bei Bewusstsein bleiben.“
„Dein
Chemiker muss ein Ass gewesen sein..“
Maren
nickte. „Er hat nur den Fehler gemacht, selber das Zeug zu intensiv
an sich testen wollen.“
„Lebt
der eigentlich noch?“
„Ich
hab ihn untergebracht in einem privaten Pflegeheim.“
„So
schlimm?“
„Phasenweise
ja. Aber er hat dort trotzdem weiterhin sein eigenes Labor und
arbeitet in seinen klaren Zeiten auf Projektbasis für einen
Pharmamulti.“
„Mädels!
Schweift nicht von unserem Problem ab!“ Roger wurde ärgerlich,
„Izmir, kannst du die anrufen? Etwas Englisch solltest du ja auch
können, das zusätzlich mit einem starken Dialekt dürfte die Herren
überzeugen. Worauf es ankommt, hat uns der liebe Ahmet ja noch
mitteilen können. Soll ich noch einige Leute vom Sicherheitsdienst
dazu holen?“
Maren
winkte ab. „Lass uns beim ursprünglichen Plan bleiben. Je weniger
Leute eingeweiht sind, desto weniger können sich versprechen.“ Sie
wandte sich an Johanna. „Johanna, kannst du denen das bisherige
Überleben von Roger und mir so verkaufen, dass wie beide für die
Rückumwandlung des Verkaufs am Leben sein müssen? Kannst ja
anbieten, dass du einen Notar an der Hand hast. Soll ja alles
plausibel wirken, oder?
Roger,
hast du eigentlich eine Telefonnummer aus dem Arsch rausholen
können?“
“Sicher
doch. Sogar mehrere. Sowohl die der Amis als auch die vom Clanführer
von Al Bensa. Aber bei denen kann Ismir nicht anrufen – die sind da
alle miteinander verwandt, da würde selbst er auffallen. Das müssten
die Amis dann schon selber machen. Also Ismir – viel Erfolg. Und
ihr könnt schon mal anfangen, die Bar wieder aufzumachen und euch
entsprechend herzurichten.“
Er
nickte zu Ismir, der seufzend das Handy von Ahmed in die Hand nahm
und auf eine der gespeicherten Nummern drückte…
Kapitel
10
Hier
wirds später etwas geschäftlicher. Wer gedankliche Fehler
findet.... verzeiht's dem Schreiberling...
Vorbereitungen
Die
anderen zogen sich zurück in das Schlafzimmer der Wohnung, in der
Roger für Maren einen geräumigen, begehbaren Kleiderschrank
eingerichtet hatte.
Nicht
nur Regine war begeistert, speziell als ihnen die Hausherrin ihren
Fundus an Party- und Unterwäsche vorstellte. Trotzdem war allen die
Anspannung anzumerken, die ihnen bevorstand.
Johanna,
Jenn und Martina nahmen Maren beiseite.
„Wir
müssen noch einen Blick auf die alten Verkaufsunterlagen werfen.
Nicht dass wir etwas übersehen. Zudem – wie kam es eigentlich
damals zu diesem Arrangement?“
Maren
schluckte nervös.
„Roger
und ich hatten hoch gepokert. Ich war ja damals auch schon etwas
länger bei dem Laden beschäftigt und..“
„Schon
seit über 4 Jahren,“ Juli war dazu gekommen, „zumindest wenn man
von den Anmeldungen zur Sozialversicherung ausgeht.“
„Woher
weißt du denn das?“ Maren fuhr gehetzt auf.
„Recherche.
Wenn ich auf irgendetwas stoße, was nicht zusammenpasst, dann
werde ich gründlich. Und da hab ich eben auch etwas mehr bei dir
geforscht.“
„Und
was hast du herausgefunden?“
„Soll
ich das hier so offen erzählen oder wollen wir nicht lieber…?“
Juli
merkte, dass ihr Recherchewissen wohl niemandem der Anderen bekannt
war.
Hilflos
sah Maren auf, dann setzte sie sich auf ihr Bett, sah zu ihren
Freundinnen hoch. „Wegen Roger und mir ist das heute alles so aus
dem Ruder gelaufen. Eigentlich läuft dieser Ärger mit den Amis
schon seit nem ½ Jahr. Die haben da erst gemerkt, was für eine
Goldgrube sie aufgegeben haben und was, gerade bei dem ganzen
Anlagevermögen und Geldwäschemöglichkeiten noch alles als
Potenzial vorhanden ist.“
Martina
legte ihr ihre Hand auf die Schulter. „Maren, du überrascht mich
immer mehr,“ küsste ihr auf die Schulter, „du hast uns nun
alle ins Boot geholt. Komm, streite das nicht ab, du hattest dabei
auch einen Hintergedanken. Wir sind dir gefolgt, wohlgemerkt: WIR. Du
hast uns zu CoR
gemacht. Aber dann wollen wir nun auch die ganze Wahrheit wissen,
auch oder gerade, weil jetzt Roger nicht dabei ist. Also, rede
endlich mal Klartext, bitte.“
Geständnis
Hilflos
sackte Maren leicht in sich zusammen, dann fing sie mit gesenktem
Kopf zu erzählen.
„Ich
hatte mir und auch euch lange etwas vorgemacht. Meine Ehe ist schon
vor über 4 Jahren geschieden worden. So wie bei Regine, auch
quasi über Nacht. Mein Rainer, dieser Arsch, hatte mich gegen eine
Jüngere ausgetauscht, hat mich einfach rausgeworfen. Damals war ich
noch sehr unselbständig. Ich stand praktisch von heute auf morgen
ohne Geld da. Hab versucht, nen Job zu finden, aber ich fand nichts.
Gewohnt hab ich damals bei ner alten Tante von mir in der Stadt.
Etwas Geld hatte ich ja noch – Rainer hatte vergessen, mir die
Scheckkarte abzunehmen. Nur, als ich wieder mal zum Tanken fuhr, ging
dann diese Karte nicht mehr und,“ verlegen schaute sie hoch, „der
Typ an der Kasse hatte mir angeboten, nen Kumpel anzurufen, der
die 30 €uro übernehmen würde. Der war ja auch ganz nett, hat mich
mit zu sich genommen. Und dann war er angeblich auch irgendwann blank
und hat mich überredet, mit nem Bekannten zu schlafen. So kam ich zu
meiner ersten Nummer. Und weil’s so gut lief, stellte er mich auf
den Autostrich.“ Etwas verlegen sah sie hoch. „Ich war so naiv
damals. Dieser Typ hat mich gleich voll vereinnahmt und ich war so
blöd, mich vereinnahmen zu lassen. Sechs Wochen stand ich für den
an der Straße.
Aber
dann kam Roger ins Spiel. Er kannte mich ja schon länger von unserem
Kaffeeklatsch bei ihm im Cafe. Er hat gemerkt, dass ich in der Luft
hing, hat mich erstmal von diesem Zuhälter weggeholt, mir ein Zimmer
hier oben besorgt und auch den Job verschafft in dieser
Filmklitsche.“
„Hast
du damals auch schon mit ihm geschlafen?“
„Sicher.
Roger war gut darin. Er wusste was er wollte und wie er mich zu dem
machen konnte, wie er eine Frau haben wollte.“
„Also
hat er dich da schon zu seiner dev gemacht?“
„Hat
er. Mir gefiel diese Konstellation. Erst hab ich alles gemacht für
ihn, praktisch ne 24/7 Beziehung. Aber dann hat er mich motiviert,
auch wieder selber zu denken. Durch ihn wurde ich zu dieser
dynamischen Person, die ich schon während der Schulzeit war.“
„Und
trotzdem bliebst du seine dev?“
„Sicher.
Er zwang mich immer wieder, Verantwortung zu übernehmen, selber zu
planen. Auch, wie ich eigenes Geld verdienen sollte.“
„Hast
du?“
„Sicher. Das
Ficken hatte ich ja inzwischen mehr als ausgiebig kennen gelernt. Hab
dort auch mit ihm drehen müssen.“
„Müssen?“
Verlegen
schaute Maren zu Jenn hoch. „Dort auf dem Set war er nur
professionell. Ist schon was anderes. Hinterher, ja da hat er mich so
richtig eingeführt. Ich wurde zu seiner ´Privatsau`. Lächelnd
schaute sie hoch.
„Dabei
lernte ich ihn noch näher kennen, hab gesehen, dass er eigentlich
selber auch keine richtigen Ziele hatte und hab da schon angefangen,
ihn etwas anzuleiten.“
„Du
als seine dev?“
„Warum
nicht? Ich hab diesen Kerl zu lieben gelernt und ich glaube, er mich
auch. Damals haben wir uns deswegen diese Tattoos stechen lassen.“
Martina,
Jenn und Regine sahen sich an und seufzten alle drei gemeinsam auf…
Ich
hatte da auch schon begonnen, diesen Leitenden der Amis, diesen
McIron, zu bearbeiten.“
„Mit
ihrer Möse kann frau viel erreichen, oder?“ Jenn konnte diese
flapsige Bemerkung nicht zurückhalten.
„Stimmt
Jenn!“ bekam sie als Antwort, „ich durfte dann sogar auch schon
die ersten eigenen Scripte schreiben und Roger wurde sein
Stellvertreter. Eigentlich war der ganz in Ordnung…“
„Nur
eigentlich?“
„Er
musste seinen Chefs Profite vorweisen, hatte aber überhaupt keine
Ahnung oder Ideen, wie und womit. Und da hab ich ihm durch Roger
vorgeschlagen lassen, wie er für seine Organisation Geld
waschen kann.
Seine
ganzen Filme brachten doch kaum noch was ein, seit das Video- und
DVD-Geschäft durchs offene Internet zusammengebrochen war. Dann
wollte er solche Snuff- und Dolcettfilme drehen. Lief zwar auch
anfangs gut an, allerdings hatte er immer Ärger und Probleme damit,
die Leichen verschwinden zu lassen. Durch Roger hatte ich ihn davon
wieder abgebracht.
Immerhin
hatten wir so Beweismittel gegen ihn gesammelt – im Fundament des
Anbaus stecken alleine drei Frauen. Und Roger hatte sich inzwischen
aktiver um die Akquise von neuen Objekten gekümmert. Das er gut mit
Frauen kann, habt ihr wohl alle schon erfahren….“
„Warst
du denn nie eifersüchtig?“
„Was
hätte es mir gebracht? Ich hatte ja auch meine Freiheiten, zumal er
sich auf und mit mir austoben konnte. Uns hat’s damals einfach nur
Spaß gemacht, wenn er mit mir in die Clubs ging oder auf Parkplätze
fuhr.“
Selbstbewusst
sah sie in die Runde: „Ich war damals seine Ficksau, seine Truie
und – ich habs genossen. Er brauchte es nur sagen und ich..“
„Werde
zur gehorsam hechelnden Hündin..“ warf schmunzelnd Martina ein.
Giftig
schaute Maren sie an. „Nutz das nie wieder aus. Es reicht schon,
das Roger mich immer noch wie einen Köter durch diesen Pawlowschen
Reflex konditionieren kann.
Na
ja, und dann stieg er nach einem Jahr selber tiefer mit ein in die
Geschäftsführung dieses Ladens und..“
„Was
war er denn vorher dort?“
Maren
sah zu Martina hoch. „Er war einer der Darsteller, hat sich auch
gekümmert um das Casting, hat Drehbücher und Scripts geschrieben
und die festen Mitarbeiter hier angeleitet. Allerdings, das alles
neben seinem Cafe. Das brauchte er einfach als Ausgleich.“
„Und
was hat dann der Geschäftsführer der Amis gemacht?“
Abfällig
winkte Maren ab. „Der hat doch dafür immer schon seine Leute
gehabt. Als Rogers Vorgänger Skrupel bekommen hatte, hatte er den
abserviert, wollte, dass Roger im selben Stil weitermachen sollte.
Erst wollte der das ja auch, allerdings schob er dann mich vor. Hatte
mich dem McIron verkauft als willfähriges Dummchen,“ sie lächelte
zu Martina hoch, „war ich damals ja zeitweise noch. Hab da auch
schon angefangen, neben der Dreherei und auch mal Scripts schreiben.
Und ließ mich nebenbei in die Buchhaltung einweisen. Und dabei
hab ich gemerkt, was für Potenzial so ein Laden mit Kapital im
Rücken hat. Okay, abgesehen von dieser Filmsparte, die zwar lukrativ
sein kann, wenn man gute Connections hat , aber auch gefährlich sein
konnte .
Ich
hab dann angefangen, nebenbei eine schwarze Kasse zu führen.
Offiziell hab ich zusammen mit Roger Geld anlegen sollen und dafür
für die Firma andere Firmen, Grundstücke und Häuser gekauft.“
„So
kam dieser Laden also zu den Flächen am alten Kanal.“ Diesmal war
Jenn diejenige, die nachfragte. „Hat denn niemand nachgefasst,
warum gerade diese Flächen so günstig zu haben waren?“
Maren
zuckte mit der Schulter. „Roger kam damit an. Er kannte eine aus
dem Katasteramt, die ihm gesteckt hat, dass unser allseits
geschätzter Bürgermeister diese heißen Grundstücke billig
loswerden wollte. Also sind wir, also die Amis, mit eingestiegen in
seinen neugeplanten Industriepark und haben so nebenbei diese Flächen
am Kanal mit übernommen.“
„Und
später, als diese Investitionen im Industriepark sich wieder gut
verkaufen ließen, habt ihr diese mit gutem Gewinn wieder verkauft,
das Geld war gewaschen und die Firma behielt dieses andere Gebiet im
Anlagevermögen.“ Barbara kombinierte messerscharf.
„Stimmt.
Und dann hab ich dem McIron gesteckt, was er da für eine Zeitbombe
im Portefeuille hat. Natürlich bekam er da kalte Füße. Zudem ich
diese Drogenküche, die er selber hier unter dem Cafe, im Spielzimmer
eingerichtet hatte..“
„Das
Spielzimmer war ein Drogenlabor?“
Maren
nickte. „Die Räumlichkeiten gehen nach hinten noch weiter. Das
Spielzimmer ist nur ein kleiner Teil davon.“
„Aber
davon ist nichts mehr vorhanden?“ Johanna war nun doch etwas
pikiert.
„Ich,
besser Roger, hat alles ausräumen und eine Trennwand einziehen
lassen.
Der
Chemiker, übrigens ein genialer Kopf, hat nun ein eigenes Labor
bekommen für legale Forschungen für einen Pharmakonzern, wenn er
denn mal wieder klar im Kopf ist….“
„Sag
nicht, diese Firma Interpharm gehört nun auch zu dir oder euch?“
Überrascht unterbrach Juliette sie.
„Der
Pharmakonzern ist sehr zufrieden mit dem, was wir bereits für sie
entwickelt haben. Deswegen auch unsere Beteiligung von inzwischen 12%
an dem Laden.“
„Also
auch ehemals den Amis?“
Maren
lachte auf. „Gott bewahre. Davon wissen die nichts.“ Sie sah Jenn
verschwörerisch an. „Wir beide haben die Verträge so
verklausuliert, dass selbst Interpharm bis heute noch nicht weiß,
wer dieses Kapitalpaket von denen hält.“
„Solange
sie weiterhin fleißig Dividenden in Form von Aktien ausschütten,
wirds denen egal sein.“
„Also
vertritt dich dein Anwaltsbüro, sprich jetzt Jenn, bei der Wahrung
deiner Interessen,“ schlussfolgerte Juli..
Maren
konnte nur stumm nicken.
„Jedenfalls,
die Amis haben McIron gefeuert, als dessen Zahlen nicht besser wurden
und haben dafür einen der Mafiabosse geschickt. Und ja, ich hab dem
vorgerechnet, was auf sie und seinen Geldgebern alles zukommen
könnte, auch gerade bei den Filmprojekten, die nebenbei produziert
wurden. Jedenfalls hat Roger dem nahe gelegt, lieber den Laden zu
liquidieren. Ich hab dann angeblich einen Käufer aufgetrieben,
der so dumm wäre, noch einiges an Geldern für den gesamten Laden
auszugeben, sodass er ohne Gesichtsverlust aussteigen konnte.“
„Im
Hinblick auf etwaige strafrechtliche Konsequenzen haben die dann auch
nicht allzu viel gefordert, oder?“ Jenn hatte schon ein breites
Lächeln im Gesicht.
„Deswegen
hab ich dich doch damals ebenfalls mit beauftragt, diese
Verkaufsverhandlungen vorzunehmen, als die den Schwanz
eingezogen hatten.“
„Damals
wusste ich selber aber auch noch nichts über die Art und die
Lage dieser Grundstücke und was es sich mit dem Pharmalabor und den
Leichen im Fundament auf sich hatte.“
„Ja
und deswegen hatte Roger die Idee, euch mit einzubeziehen.“
„Aber…“
Martina war vom Bett hoch gekommen, „deswegen also das ganze
Theater von Unterwerfung und sich Unterordnen und..“
Maren
sah ihr in die Augen. „Haben wir dich gezwungen? Bedauerst du es?
Roger und ich, wir wollten Personen um uns haben, die denselben
Background haben, die wir kennen und denen wir vertrauen können.
Quasi CoR. Und es hat auch funktioniert.
Du
Jenn, hast uns Johanna und Barbara näher gebracht, dich
Juli,
hab ich requiriert, und du,
Martina,
brachtest uns den Professor und den Steingräber und nun auch deinen
Izmir.
Wir
haben alle eine gemeinsame Idee. Vielleicht ist das eine verrückte
Idee, aber wenn wir nun heute die Amis endgültig abschieben können,
dürften wir alle sehr erfolgreich werden.“
„Und
wo bleibe ich dabei ab?“ Etwas eingeschüchtert meldete sich Beate.
„Ach
Bea …“ Maren zog sie an ihre breite Brust, „du bist Rogers
Ziehkind und ich verspreche dir, dass er aus dir nicht nur seine
perfekte Sklavin, sondern auch eine selbstbewusste Geschäftsfrau
machen wird. Sieh mich an!“
„Was
soll sie an dir sehen?“ Roger war mit Ismir zu dem Damen ins
Schlafzimmer gekommen.“
Schuldbewusst
blickte Maren zu ihm rüber. „Ich habe Klarschiff gemacht.“
Martina
trat zu ihr. „Maren hat uns aufgeklärt, was alles bei euch
gelaufen ist.
Und
sie hatte Recht, uns aufzuklären. Wir sind da in eine Sache
gerutscht, die uns alle unser Leben hätte kosten können und immer
noch kann.
Jetzt
wissen wir wenigstens, warum und ich denke, jede von uns weiß nun,
worauf sie sich einlässt.
Ich
jedenfalls bleibe dabei. Vielleicht geht’s in die Hose, gut. Aber
dann habe ich erstmals seit 20 Jahren mal wieder dieses Kribbeln in
mir gespürt, das ich nun auch nicht mehr missen möchte.
Und
du Jenn. Ich denke ´WIR`,“ sie lächelte verschmitzt Maren an,
„können weiterhin auf dich zählen. Geb zu, es kribbelt doch auch
wieder in dir. Wann hast du zum letzten Mal so über dich bestimmen
lassen?“
„Noch
nie,“ gab diese zu, „und was dabei das Verrückte ist – es
gefällt mir. Meine sonst so steife Parteikollegin hat sich als meine
Mutter entpuppt, ihre Frau tickt genauso verrückt wie ich und ich
will außerdem meinen Bruder kennenlernen.“
„Wir
auch!“ Barbara legte ihren Arm um Johanna, „außerdem will ich
dann aber auch CoR als Mandanten bekommen.“
„Wirklich?“
Maren kniete vor den beiden auf dem Fußboden. „Du hast Feuer
gefangen und du auch, Johanna? Auch als Teil von CoR?“
„Solange
ich für meinen Teil nicht mit Roger schlafen muss,“ sie sah ihre
Frau an, „was du daraus machst, musst du selber entscheiden..“
Alle
begannen zu lachen, nur Barbara schaute schmunzelnd zu Roger hoch,
„Wenn er es noch bringt? Bisschen Bi schadet doch nie, oder?
Allerdings, das mit der Dominanz behalte ich mir doch vor. Da reicht
mir meine Johanna.“
“Und
was ist mit dir, Juliette? Es heisst zwar ´Mitgefangen ist
Mitgehangen`, aber es soll deine eigene Entscheidung sein.“
„Ich
hab eigentlich nur etwas Kellnern wollen und vorher nebenbei etwas
dazu recherchieren und nun steh ich hier und soll mich gleich ganz
vereinnahmen lassen?“ Juliette blickte ratlos zu Maren.
„Warum
zögerst du? Du hast dich doch insgeheim schon entschieden. Zum
einen, weil du bereitwillig auch weiterhin mit dem Herrmanich ins
Bett steigen willst, zum anderen, weil du bereits den einen dieser
Typen erlegt hast und bei dem anderen auch keine Skrupel gehabt
hättest…“
„Stimmt
zwar, aber..“ sie sah zu Roger hoch, „willst du das auch?“
„Wenn
Maren das sagt, werde ich da kaum dagegen angehen. Allerdings bist
du keine Frau, die sich dominieren lässt. Dafür bist du nicht
gepolt. Aber dass du zu uns passen würdest, das habe ich auch
erkannt. Und wenn du ein Teil von uns bist, wirst du uns nicht mehr
in die Pfanne hauen können, oder? Ich würde dich jedenfalls gerne
bei CoR dabei haben.“
Er
drehte sich um zu Ismir. „Du hast dich ebenfalls als unverzichtbar
gezeigt. So einen Mann wie dich brauchen wir genauso. Und dein
Schaden wird’s auch kaum sein.“
Dieser
dämpfte etwas die aufkommende Euphorie. „Wir stehen hier kurz vor
einer Konfrontation mit einem mächtigen Gegner. Lieber solltet ihr
euch Gedanken machen, mit welchen Argumenten wir diese Mafiosi
besänftigen können. Bei denen wird’s doch auch sein wie bei dem
Clan: Wenn sie scheitern oder ebenfalls verschwinden, kommen andere
nach.“
Martina
ging auf Ismir zu und umarmte ihn. „Du hast Recht. Die sollen
selber die Kanaken zurückpfeifen. Wenn wir auf deren Forderungen
eingehen…“
„Spinnst
du?“ Maren war empört, „erst wollen die uns alle umbringen und
dann willst du denen noch etwas anbieten?“, doch Martina lächelte
nur und griff nach Ismirs Hand und legte diese auf ihre Brust.
„Bieten
wir denen doch einen vermeintlichen saftigen Knochen an: einen
zentralen Teil des Geländes. Quasi das Filetstück.“
„Was
meinst du damit?“ Fragend sah Maren auf ihre Freundin, die
allerdings nur schmunzelte.. „Den Teil, auf dem der Müllberg
liegt, quasi als sichere Geldanlage. Jenn muss eben nur bei der
Überschreibung eine Klausel einbauen, dass sie keine Veränderungen
oder Bauten darauf errichtet werden dürfen und zusätzlich ein
etwaiges Vorkaufsrecht an CoR eingeräumt wird. Dann geht der
geplante Absicherungsbereich mit dem Golfplatz vor dem Müllhügel an
die Amis. Die dürften dann erstmal besänftigt sein, zumal CoR oder
besser diese Immobilienfirma anbieten könnte, die bisherigen
Geldwäscheaktivitäten fortzuführen. Aber dazu bräuchten sie auch
in Zukunft Roger und Maren. Wir melken die also weiter.“
Sie
sah Maren an. „Ist das nicht hinnehmbar? Und das besiegeln wir
gleich schriftlich. Jenn sollte in ihrer unnachahmlichen Art sehr
schnell zusammen mit Barbara und Johanna dies in ihren Laptop
hämmern. Und danach wird dieser Abschluss gefeiert.“
„Du
meinst, sie werden das akzeptieren? Obwohl..“
„Obwohl
sie dich und Roger kennen, ja. Martina schmunzelte, „und wenn
nicht, nun dann wenden wir uns direkt an deren Vorgesetzte in den
Staaten.“
„Und
was machen wir dann mit deren Unterhändlern?“
„Was
wohl? Du hast immer herumgetönt, dass dein Chemiker dir solche
genialen Pülverchens und so gebastelt hat. Ist da nichts dabei, was
denen den eigenen Willen in unserem Sinn beeinflussen könnte?“
„Schon.“
Maren wirkte nun doch etwas verwirrt, „aber wenn die mal wieder
aufwachen?“
Sie
sah zu Ismir hoch, „Ich jedenfalls habe Lust darauf, jetzt ´meinen`
Retter in mir zu spüren.“
Dieser
lächelte zwar zustimmend, gab aber zu bedenken: „Die wollen um
1:00 Uhr, also in einer Stunde, hier antanzen. Lass uns also das
Spielzimmer und den einen Barbereich etwas vorbereiten.“
„Befindet
sich da nicht noch dieser zweite Killer?“
Ismir
zuckte gleichgültig mit der Schulter. „Roger und ich haben die
beiden hinten in ihren Geländewagen verstaut.“
Auf
die Frage „Sind nun etwa beide tot?“ bekam Martina nur ein
verächtliches ´Schulterzucken`und ein nichts sagendes Lächeln als
Antwort.
Kapitel
11
Kurz
vor 01:00 Uhr standen Ismir und Martina bereits vor dem Tor zum
Parkplatz und warteten auf diese ´Gäste´.
Ihr
war beim Belohnung Abholen´eine neue Idee gekommen, die sie
anschließend umgehend Maren mitteilte.
Diese
hatte sie zwar erst zweifelnd angeschaut, aber dann doch zugestimmt.
Ismir
sah auf sein Handy, während sie sich an ihn geschmiegt hatte.
Seine
linke Hand streichelte über ihren Bauch und ihr Becken. Dabei spürte
er, dass sie ohne Unterwäsche neben ihm stand.
Martina
schnurrte vor Wohlbehagen, als seine Hand das kurze, engere Kleid
etwas höher streifte und er mit einem Finger über ihre weiche
Scham strich.
„Du
willst mich doch nicht etwa ablenken, oder?“ Sie sah zu ihm hoch,
während sie die Auffahrt beobachtete.
Er
lachte kurz auf. „Wir hatten unseren Spaß, jetzt wird’s gleich
gefährlicher.“
Er
lauschte, dann patschte er ihr auf den Hintern und zog ihr das Kleid
wieder runter. „Sie kommen. Es geht los jetzt.“
Sie
holte tief Luft, dann löste sie sich von ihm.
Ein
schwarzer SUV fuhr auf den Parkplatz und hielt neben beiden. Der
Beifahrer stieg zuerst aus, schaute sich um, dann öffnete er die
hintere Tür. „It looks clean.“
Beide
Amerikaner stiegen nun aus, richteten den Blick auf Ismir. „Have
you done your Job?“
Ismir
nickte, sprach dann aber auf deutsch mit starkem Akzent weiter.
Die
sind alle im Gebäude
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