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    Viktoria

     

     Vorwort zu meinen Märchen der Grausamkeit!

    Alle hier veröffentlichten Texte entstehen wie Träume einzig und allein in meiner Fantasie, etwa wie ein Krimiautor Morde beschreibt, ohne diese verherrlichen oder gar selbst welche begehen zu wollen! Ich möchte dieselbe Toleranz auch für meine Fantasien einfordern.

    Nichts von dem hier Beschriebenen darf ohne Zustimmung der Sex Partnerin, des Sex Partners, in die Realität umgesetzt werden!

    Wer Fantasie nicht von Realität unterscheiden kann, sollte diese Geschichten nicht lesen! Alle anderen sind eingeladen, sie wie ein Tausendundeine Nacht zu genießen, als Märchen der Grausamkeit.

     Viktoria

     Beim Betrachten von Bildern tauchen immer wieder blitzartig Fantasien in meinem Kopf auf. Ich bin im 90. Lebensjahr, aber meine Fantasien genieße ich noch immer und wenn mir danach ist schreibe ich sie auf, um sie wieder zu vergessen. Meine geliebte Frau ist vor 16 Jahren nach 55 Jahren gemeinsamen Lebens an Krebs verstorben, meine danach angelachte Freundin und Reisebegleiterin vor zwei Jahren an Herzinfarkt.

    Also habe ich mir diese Viktoria als Escort Dame angelacht. Zuerst treffen wir einander in gemütlichen Hotels. Wozu?, fragst Du mit Recht. Mit Sex ist in diesem Methusalem Alter nicht mehr viel los. Also plaudern und kuscheln. Dabei erzähle ich ihr meine Fantasien. Ich genieße es, wenn ihre Augen groß werden, sie zu zittern beginnt und sie sich an mich klammert, wenn ich von den Folterkammern des Mittelalters, von den KZ-Lagern im dritten Reich, oder den Misshandlungen der Junta, mit denen Frauen zum Verrat gebracht wurden, erzähle. Danach ist sie kuschelweich und lutscht mit Vergnügen meinen Schwanz. Mir fällt auch auf, dass Viktoria bei meinen Gruselgeschichten oft feucht wird.

    Also frage ich nach einiger Zeit, ob wir einander nicht auch bei mir zu Hause treffen könnten? Sie stimmt überraschend schnell zu. Einige Wochen geht das so dahin. Ich muss immer wieder lächeln, wenn bei der Schilderung besonders grausamer Taten, ihre Lippen zu zittern beginnen und sie vor Lust und Grauen stöhnt. Wenn Viktoria zu stöhnen beginnt, weiß ich, dass sie in höchstem Maße erregt ist. Sie versucht das als unprofessionell zu unterdrücken, aber es gelingt ihr halt nicht. Ich nehme an, dass ihr noch kein Kunde solche Geschichten erzählt hat, wie ich es tue. Also erlaube ich mir und ihr zum Genuss, einen Orgasmus nach dem anderen zu verpassen.

    Schließlich mache ich die Probe und frage einfach beiläufig: „Viktoria! Du weißt aber schon, dass Dein Verhalten mir gegenüber höchst unprofessionell ist?“

    Sie rückt ein wenig von mir ab, starrt mir ins Gesicht. Ich lächle sie an. Ich warte, ob die Vernunft oder die Lust siegen wird. Sie starrt mich an, erinnert sich an die Warnungen, die Distanz zu wahren, keine Intimität zuzulassen, dann wieder wird ihr Gesicht weich in Erinnerung an die Lust. Schließlich gibt sie dem weiblichen Instinkt nach.

    „Würdest Du mich einmal fesseln, Gerd? Ich möchte wissen, wie sich das anfühlt!“, fragt sie mit zitternder Stimme. Ganz wohl ist ihr nicht dabei, aber ich kann sie beruhigen:

    „Das kann ich Dir gut nachfühlen, Viktoria, aber ich kann Dich beruhigen! Ich habe es selbst ausprobiert, bin zu einer Domina gegangen, die ich von Vorträgen kannte und habe sie gebeten, mich zu fesseln, nackt, wie ein großen X ausgespannt. Ich sage Dir, Viktoria, nie in meinem Leben war ich entspannter, bar jeglicher Verantwortung, glücklicher, zufriedener als in dieser halben Stunde. Ich hätte es gerne länger genossen, aber die Domina merkte, dass meine Hände blaurot wurden und befreite mich rechtzeitig. Soll ich die Fessel Utensilien holen, Viktoria?“

    Viktorias Miene verändert sich bei meiner Schilderung langsam. Von zögernd, misstrauisch, über gespannt, hoffnungsvoll, nach begeistert. Mit leuchtenden Augen bittet sie mich:

    „Ja, Gerd! Du hast mich überzeugt! Was soll ich tun?“, fragt sie.

    „Du brauchst Dich nur einfach anzuziehen, wie Du gekommen bist. Es ist ein Fesselspiel, das ich mit Dir spiele, aber ich werde sehr, sehr realitätsnahe agieren. Du wirst auf Deine Rechnung kommen, je ernster Du es nimmst, desto besser für Dich!“

    Victoria macht zwar eine skeptische Miene, will noch etwas fragen, aber ich bin schon weg und suche meine Klamotten zusammen. Lautlos öffne ich die Tür einen Spalt und luge ins Zimmer. Brav sitzt sie auf dem Lehnsessel. Sobald ich eintrete, fährt sie erschrocken zusammen und schlägt die Hände vor Mund und Augen. Was sie zwischen den gespreizten Fingern sieht, ist ein schwarz gekleideter Kerl mit Maske. In der linken Hand eine Pistole mit Schalldämpfer, in der rechten Hand eine Peitsche mit langem Peitschenriemen. Mit durch die Maske sehr bedrohlich wirkender und verfälschter Stimme befehle ich der verängstigten Viktoria:

    „Auf den Boden mit dir du Nutte, Arme auf den Rücken!“ Aufschluchzend und unsicher, ob das wirklich nur ich bin oder nicht, gehorcht sie.  Schnell setze ich mich auf ihren Rücken und ziehe die Stricke aus den Taschen, mit denen ich ihre Handgelenke verschnüre.

    „Unterschenkel zurückschlagen!“, ist mein nächster Befehl. Sie gehorcht wieder. Ich höre, wie sie ängstlich ein Schluchzen unterdrückt. Rasch verbinde ich Fuß und Hand Fessel. Sie ist wehrlos. Ich kann sie drehen und wenden wie ich will. Bald sitzt die Fesselung wie auf dem Bild zu sehen. Flugs halte ich die Nase Victorias zu. Sie will aufbegehren und ermöglicht mir damit, einige Seil Schlingen so zu legen, dass sie als sicherer Knebel wirken.

    So bin ich also in der Lage, ihr eine Homeinvasion zu demonstrieren.

    Wie es weitergeht, überlasse ich der Fantasie jeder Betrachterin, jedes Betrachters, dieses Bildes. Ich will mit dieser Kurz Kurz Geschichte nur demonstrieren, welche Märchen aus so einem Nicht Nackt Bild entstehen können. Ich vergesse diese Märchen sofort wieder, wenn ich nicht vorhabe sie weiter zu führen.

     
      Posted on : Jun 5, 2024
     

     
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    Kuno70
    Kuno70's profile
    Comments: 1,392
    Commented on Oct 12, 2024
    Sehr gut geschrieben, sehr plastisch. Ich kann mich gut in die Situation hinein versetzen. Toll ist, dass Du den weiteren Verlauf mir und meiner Phantasie überlässt.
     




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