|
Ein Disput
MARIO 1
„Das hast Du jetzt
von Deinem Edelsteinfimmel, Mario! Immer weißt Du alles besser! Weißt Du jetzt
auch, wie das weiter gehen soll? Ich habe Angst!“, zischt die zierliche Astrid
ihren Mann an, während sie in einem Militärfahrzeug rumpelnd durch den Urwald
gekarrt werden.
Das Besondere: beide
sind gefesselt, sitzen einander gegenüber, mit Stricken an die Ladebordwand
gebunden, Mario ist bekleidet, aber Astrid ist nackt. Die wenigen
Kleidungsstücke, die sie angehabt hatte, waren der Gefesselten, trotz ihrer leidenschaftlichen
Proteste, beim Verladen durch die Soldaten, unter deren höhnischem und gierigem
Gelächter, einfach vom Leib gerissen worden. So hat Mario Astrid noch nie
gesehen!
Trotz der
bedenklichen Lage, in der die beiden sich befinden, kann Mario seine Blicke
nicht von dem nackten, wehrlosen Körper seines Weibchens wenden. Die Beine sind
ihr auseinandergespreizt festgezurrt worden. Er starrt direkt in ihren weit
geöffneten Schoß, bis sie hochrot vor Scham und Wut zischt:
„Mario! Du geiler
Bock! Hörst Du mir überhaupt zu?“ Aus
seinen erfreulichen Betrachtungen gerissen, schüttelt er sich, blickt ein wenig
verwirrt herum und meint dann zögernd:
„Ja, ja, Astrid! Hast
ja Recht! Das war unvorsichtig von mir. Ich bin mir aber sicher, dass wir nicht
in die militärische Schutzzone geraten sind. Ich weiß nicht, was ich davon
halten soll. Schlimm kann es nicht werden. Wir haben uns nichts zuschulden
kommen lassen!“
„Mario! Dein ewiger,
wirklichkeitsfremder, Optimismus geht mir gewaltig auf die Nerven. Wir sind
gefesselt, wehrlos, ich bin nackt. Wir werden von Unbekannten, mit ebenso
unbekanntem Ziel, durch den Urwald gekarrt! Weißt Du noch, wie man uns vor der
Reise vor den südamerikanischen Gefängnissen gewarnt hat? Dort herrschen
mittelalterliche Zustände! Folter! Vergewaltigung! Es wird schon nicht so
schlimm werden! Ha! Bist Du so naiv oder spielst Du mir nur etwas vor?“
„Reg Dich doch nicht
so auf, Astrid! Wir können gar nichts tun! Wir sind ja gefesselt! Kommt Zeit,
kommt Rat! Jetzt lass mich Deinen Anblick genießen, der ist wirklich geil. So
schön gespreizt hast Du Dich meinen Blicken schon lange nicht mehr präsentiert!
Schade, dass ich mich nicht rühren kann. Ich würde Dich gerne ein wenig
vergewaltigen. Schau die Beule in meiner Short! Deine Wehrlosigkeit erregt
mich!“
„Du bist
hoffnungslos, Mario! Schau nur, dass Du nicht selbst vergewaltigt wirst. Ich
würde mich ja gerne von Dir vergewaltigen lassen, wenn ich dadurch die Fesseln
loswerden könnte! Aber mir schwant Anderes, Übleres! Möglicherweise musst Du
zuschauen, wie andere mich vergewaltigen, vielleicht sogar quälen und foltern!
Wie fändest Du das? Hast Du denn die Berichte in den Zeitungen nicht gelesen?
Da war doch der Bericht von dieser Reporterin! Die wurde wochenlang von den
Wärtern und Wärterinnen missbraucht und auch gepeitscht, sogar auf die Brüste
und zwischen die Beine!“
„Hmm, hmm!“, brummt
er. „Stimmt, das habe ich auch gelesen!“ Dabei lässt er seine Blicke
abschätzend über Astrid gleiten. Die wird tatsächlich rot, ob vor Scham oder
vor Zorn oder vor Beidem, sei dahingestellt. Wütend rüttelt sie an ihren
Fesseln, will die Beine schließen, ihren Schoß seinen Blicken entziehen,
erreicht aber natürlich nichts, außer dass nun zusätzlich ihre Titten
verführerisch wackeln. Schließlich gibt sie ihre vergeblichen Bemühungen auf,
bemerkt das lüsterne Funkeln in Mario’s Augen und zischt wütend:
„Und? Was denkst Du
denn? Außer, dass Du mich vögeln willst! He, sag was!“
„Ach, liebste Astrid,
ich male mir soeben aus, wie das aussähe, wenn Du Dich nackt gegen einige Kerle
wehrst, die Dich vergewaltigen oder peitschen wollen. Muss ein geiler Anblick
sein, meinst Du nicht auch, mein Engelchen?“ Unsicher, ob er das ernst meint,
mustert sie seine Mienen.
„Etwas anderes fällt
Dir wohl nicht ein, Du Hurenbock!“ Sinnend blickt sie Mario in’s Gesicht und
meint dann:
„Irgendwie kann ich
Dich eigenartigerweise sogar verstehen, Mario! Es ist auch für mich ein
reizvoller, erregender Gedanke, von Dir gefesselt, vergewaltigt und vielleicht
auch gequält zu werden! Aber von diesen schmutzigen Kanaken, nein, danke! Da
graut mir davor!“
Mario bekommt bei
diesen Worten große Augen. Erstaunt fragt er:
„Warum hast Du mir
das nicht früher gesagt?“
„Weil ich mich
geschämt habe und nicht sicher war, wie Du mein Geständnis aufnehmen würdest!
Jetzt sind wir in einer Zwangssituation und bekommen von dem, was wir uns
wünschen, wahrscheinlich mehr, als wir haben wollen. Ich fürchte, wir sind da!“
Tatsächlich wird das
Fahrzeug langsamer, das Rumpeln hört auf, raue Flüche, Lachen und Johlen
dringen zu den beiden Gefangenen, die hintere Tür wird aufgerissen, bärtige
Gesichter mustern unverhohlen grinsend die Fracht, vor allem natürlich die
nackte Astrid. Grölend machen die Uniformierten ihrer Begeisterung Luft. Zwei
von ihnen klettern hinein und lösen Astrid’s Fesseln, schnüren ihr aber sofort
die Handgelenke hinter ihrem Rücken wieder zusammen, bugsieren sie zur Hecktür
und befördern sie mit einem Tritt in den Hintern hinaus, dass sie aufschreiend
in den Dreck stürzt und mühsam versucht sich aufzurappeln. Ihre verzweifelten
Versuche haben schallendes Gelächter der Umstehenden zur Folge, die mit heißen,
gierigen Augen die vergeblichen Bemühungen der nackten Frau genießen.
Vergeblich deshalb, weil ein kleiner Schubs mit der Schuhspitze genügt, sie
zurück in den Staub und Schlamm des Hofes zu senden. Grölend machen sich die
Männer einen Spaß daraus, Astrid auf diese Art zu quälen. Bald starrt ihr
nackter Leib von dem Schmutz des Kasernenhofes. Mario muss dem zusehen. Er ist
von widersprüchlichen Empfindungen hin und her gerissen. Er ist zornig über die
Unbill, die seiner Frau angetan wird, aber auch erregt und zwar in lange nicht
mehr gekanntem Ausmaß.
|