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    Salome 02

    „Christiane!“, rufe ich und schon erscheint meine Frau und Assistentin auf der Bildfläche und nimmt sich des Mädchens an. Ich blicke noch einmal zur Schar des versammelten Publikums und bemerke, dass es hinter mir einen kleinen Tumult gibt. Die elegant gekleidete Aramis versucht ihren Mann abzuschütteln, der sie an irgendetwas hindern will. Das erregt natürlich Aufmerksamkeit. Das Publikum blickt neugierig zu unserer Gruppe her, die wir ja an der Bar stehen. Ich werfe meiner Frau einen auffordernden Blick zu. Sie versteht es meisterhaft, mit rabiaten Männern umzugehen. Schon tritt sie zu dem streitenden Paar. Der soignierte Porthos hat seine Frau am Arm gepackt und will sie zum Eingang dirigieren. Christiane tritt hinzu, greift ihrerseits nach dem Arm von Porthos und drückt ihn so, dass dieser sich ihr zuwenden und in die Augen schauen muss. Damit ist es um ihn geschehen. Und dann Christianes sanfte Stimme:

    „Verzeihen Sie, Porthos! Ist diese Dame, Aramis, die Sie auf rüde Weise festhalten, Ihr Eigentum? Ihre Sklavin? Ihr Haustier?“

    Er starrt Christiane verblüfft an und gibt mit wütender Stimme seine Antwort:

    „Sie ist meine Frau. Ich will sie vor einem Fehler bewahren! Sie will sich peitschen lassen!“

    „Haben Sie Ihre Frau gefragt, weshalb sie das will?“, erwidert Christiane ganz ruhig, nimmt Aramis an der Hand, lässt seinen Arm los, nimmt die des Mädchens, das mit offenem Mund das Intermezzo beobachtet hat und führt die Damen zur Vorbereitung in die Garderoben des Theatersaals. Mit offenem Mund starrt Porthos den drei Frauen nach. Ich schiebe ihm rasch ein volles Glas vor die Nase und sage lachend:

    „Prost, Du wirst Dich schon noch an unsere zwanglose Art gewöhnen, Porthos. Hier geschehen unglaubliche Dinge, auch Grausamkeiten, aber alle werden freiwillig ertragen, aus Neugier, Lust oder gegen Geld und niemand kommt zu Schaden. Du wirst sehen. Wir erleben das alles schließlich in einem Märchen!“

    Sobald unsere Gläser leer sind, machen wir uns auf den Weg zum Theater Saal.

     

     

     

     

     

    PEITSCHEN TÄNZE

     

    Unser Theater Saal ist terrassenförmig angelegt, eine Art Viertelrund. Auf jeder Terrasse stehen Tische und Stühle für die Zuschauer. Von jedem Platz hat man beste, ungehinderte, Sicht auf die Bühne. Für uns ist ein Tisch in der Mitte vor der Bühne bereitgestellt. Wir nehmen Platz. Porthos mustert den dritten, leeren Sessel und fragt:

    „Wird Christiane uns Gesellschaft leisten, Gerd?“

    „Selbstverständlich, Porthos, sobald sie mit ihrer Arbeit fertig ist!“, erwidere ich.

    Die Bühne ist durch einen purpurroten Vorhang verhüllt, also schauen wir uns ein wenig im Saal um. Zufrieden bemerke ich, dass er bis auf den allerletzten Platz besetzt ist und meine Hostessen eifrig Bestellungen aufnehmen. Schon wird das Licht gedimmt und gebeten, die Handys auf stumm zu schalten. Es wird ruhig.

    Ein Scheinwerfer Strahl richtet sich auf die Mitte des Vorhangs. Von rechts schreitet eine nackte Frau selbstbewusst, aber nur schemenhaft sichtbar, dieser Mitte zu und tritt in den Lichtkegel. Ein erstauntes, erfreutes Raunen und Wispern erheben sich. Es ist Christiane. Nackt, mit Ausnahme von Sklavinnen Halsband, Hand und Fuß Manschetten und eleganten Schuhen. Applaus brandet auf. Sie lächelt und verbeugt sich leicht. Das Schaukeln der Brüste lässt den Applaus anschwellen, also versucht sie es mit einem Knicks, aber da wird das Klatschen noch stärker. Daher richtet sie sich wieder auf, senkt den Kopf und legt den Finger beschwichtigend und Ruhe heischend an die Lippen. Langsam tritt Stille ein. Mit klarer Stimme verkündet sie:

    „Willkommen zu unserer heutigen Vorstellung. Ich freue mich, heute drei Damen aus dem Publikum ankündigen zu dürfen. Salome, die bereitwillige Sklavin von Herrin Aramis und Herrn Porthos, heute zu Gast bei uns. Weiter ihre Herrin Aramis, die sich entschlossen hat, hier und heute die submissive Seite ihres Wesens kennenzulernen. Schließlich Yvonne, eine junge Dame, die wissen will, wie weit sich ihre Träume und Sehnsüchte in echte Erlebnisse verwandeln lassen.

    Alle drei Damen werden uns allen in Peitschentänzen mit steigenden Anforderungen zur Verfügung stehen. Wir beginnen mit Salomes Tanz von Richard Strauss, schließen Ravels Bolero an und beenden mit dem Säbeltanz von Chatschaturjan. Ich wünsche viel Vergnügen.“

    Christiane verbeugt sich wieder zum Gaudium der Zuschauer und geht im Scheinwerferlicht, das sie begleitet, nach links ab, von der Bühne herunter und zu unserem Tisch, wo sie sich lächelnd niedersetzt, ihr Glas ergreift, Porthos und mir zuprostet und voll Genuss den ersten Schluck nimmt. Porthos erhebt sein Glas ebenfalls, kann seine Augen nicht von Christiane lösen und wispert mir fragend zu:

    „Wird Deine Christiane auch auftreten?“

    Ich nicke nur bejahend, denn kaum hat Christiane sich zu uns gesellt, geht rauschend der Vorhang auf und gibt ein helles, berauschendes Bild frei. In der Mitte Salome, nackt bis auf einen roten Schleier, rechts Aramis, ebenfalls nackt, aber in einen blauen Schleier gehüllt. Von Yvonnes Nacktheit bekommen wir Zuschauer am wenigsten zu sehen. Sie versucht, Brüste und Scham mit dem durchsichtigen Schleier so gut wie möglich zu verhüllen.

    Jede von den drei Damen steht auf einem etwa zehn Zentimeter hohen, drehbaren Podest als Tanzfläche. Hinter jeder steht ein in schwarzes Leder gekleideter Mann, die rechte Hand auf die linke Schulter seiner Dame gelegt, besitzergreifend, drohend, denn in den linken Händen tragen alle drei Männer je drei Peitschen, eine dünne für den ersten, eine dickere für den zweiten und eine böse aussehende Bullenpeitsche für den Säbeltanz.

    Die drei Damen lächeln zwar, aber dieses Lächeln wirkt ein wenig gequält, gewollt. Salome wirkt beinahe gelöst, Aramis gespannt, Yvonne ein bisschen verkrampft. Die ersten Takte von Richard Strauß erklingen, die schwarz gekleideten Männer treten zurück, nehmen Aufstellung, die Podeste beginnen sich ganz langsam zu drehen, die Damen versuchen, trotz der Angst vor den Peitschen, auf ihren Podesten einen tänzerischen Rhythmus zu finden.

    Salome findet ihn rasch, löst den um ihren Hals geschlungenen Schleier und wiegt und dreht sich mit erhobenen Händen zum Takt der Musik, gibt ihren Körper preis. Aramis belässt den blauen Schal um ihren Hals geschlungen, nimmt die beiden losen Enden in die Hände und bewegt sich im Tanz, als ob sie Flügel hätte, kraftvoll, stolz und doch beschwingt. Yvonne hüllt sich in ihren grünen Schleier ein, so gut es halt geht und führt eine Art Disco Tanz auf.

    Sobald die Frauen ihren Rhythmus gefunden haben, schwingen die Ledermänner ihre Peitschen. Die dünnen Schnüre suchen und finden die nackte Haut der tanzenden Weiber. Sanft berührend zuerst, langsam heftiger werdend, Schreie auslösend, schließlich brennend, dünne Striemen erzeugend, immer schneller. Yvonne kreischt als erste, Aramis keucht, beherrscht sich noch, versucht durch Bewegung den Schmerz zu verdrängen. Salome wiegt sich weiter im Takt der Musik, obwohl sie am wenigsten versucht, den Hieben auszuweichen, obwohl sie ihren Körper ungeschützt den dünnen Peitschenschnüren anbietet und Striemen sich an Striemen reiht. Sie wirkt wie in Trance.

    Die ersten fünf Minuten sind um und überstanden. Die Peitschen werden zu den ersten Takten des Boleros von Ravel gewechselt. Die Tänzerinnen stellen sich auf die langsame, immer schneller werdende Musik ein. Unwillkürlich kommt mir in den Sinn, ob wohl alle drei Frauen wissen, dass der Bolero mindestens fünfzehn, aber bis zu fünfundzwanzig Minuten dauert? Ich weiß nicht, welche Version Christiane ausgewählt hat. Eine kürzere, nehme ich an. Zum Bolero zu tanzen ist nicht ganz einfach und die Peitschen sind jetzt bösartiger und werden rücksichtsloser geführt. Den Männern macht es Spaß, ihre Opfer zu quälen. Die Hiebe zerfetzen die Schleier jetzt und erzeugen schmerzhafte Striemen auf der Haut der drei Frauen, aber die haben wohl unterschiedliche Motive, aber alle drei den Willen, nicht zu versagen, die Schmerzen zu ertragen, sich selbst und anderen zu beweisen, dass der Wille auch Schmerzen zu bewältigen im Stande ist.

    Yvonne kreischt bei jedem Hieb auf, Aramis knirscht mit den Zähnen und knurrt und ächzt und auch Salome schreit, wenn die Peitsche einen neuen brennenden Striemen auf ihre Haut zeichnet. Es ist beinahe unglaublich, aber alle drei Frauen nehmen den Kampf mit sich selbst und gegen die Schmerzen und Qualen durch die Peitschen Hiebe, auf, als der Bolero verklingt.

    Der Säbeltanz ist kurz, aber die Peitschen dazu sind jetzt schwer und jeder Hieb eine unerträgliche Qual. Trotzig werfen alle drei die sinnlosen Reste der Schleier weit von sich und wappnen sich gegen die Schmerzen, gegen das Brennen, das jeder Hieb hervorruft. Yvonne verschränkt die Hände krampfhaft auf dem Rücken, Aramis legt sie fest auf den Hinterkopf, als wollte sie ihren wohlgeformten, nackten Körper ungeschützt darbieten und Salome bleibt bei ihren erhobenen Händen und ihrem drehenden und wiegenden Tanz. Trotzdem werden die Schreie der drei Frauen nun beinahe unerträglich laut. Keine von ihnen kann sie zurückhalten. Sie taumeln und krümmen sich zusammen. Es ist ein Bild wie aus der Hölle, das sie den Zuschauern bieten. Blutrote Striemen ziehen sich kreuz und quer über die nackten, schweißnassen Körper. Das Klatschen und Knallen des Peitschen Leders auf der hellen Haut der drei Frauenlässt wohl niemanden kalt. Da entstehen heftige Emotionen im Publikum, das ja nicht nur aus Sadisten besteht. Letztere empfinden die Qualen und Schmerzen, unter denen die nackten Leiber sich winden und schreiend in diesem Alptraum aufbäumen als sexuell ungeheuer erregende Darbietung, als unerwarteten Genuss, aber viele, die nur aus Neugier dasitzen, sind schockiert. Bei einem Teil werden die bisher unerlaubten Triebe wohl aufbrechen, andere werden den Deckel über ihren unerlaubten Trieben noch fester zumachen.

    Die Zuschauer springen bei dem furiosen Schauspiel auf, johlen, brüllen, feuern die Tänzerinnen an, die schon mehr taumeln als tanzen, sie grölen, pfeifen als Beweis für ihre Zustimmung, ihren grandiosen Genuss. Schließlich endet die Musik. Einen kurzen Augenblick ist Stille. Den Tänzerinnen werden Bademäntel umgelegt, sie verbeugen sich ächzend, ein verzerrtes Grinsen im Gesicht. Der Vorhang fällt unter dem Beifalls Klatschen des aufgeregten und aufgeheizten Publikums.

     

    INTERMEZZO

    Der Scheinwerferstrahl richtet sich auf unseren Tisch, Christiane steht auf, entschuldigt sich und wird von dem Strahl unter den beifälligen Pfiffen des Publikums auf die Bühne geleitet. Sie legt wieder den Finger, Stille heischend, an den Mund und verkündet:

    „Meine Damen und Herren! Ich hoffe doch sehr, dass sie mit den Darbietungen unserer Laiendarstellerinnen zufrieden sind, Ihr überwältigender Applaus beweist das auch. Salome, Aramis und Yvonne werden nun in unserem Regenerationsbad vollkommen von ihren durch die Peitschen verursachten Verletzungen und Schmerzen befreit, um uns nach einem kleinen Intermezzo, das von unserem Stamm Personal bestritten wird, wieder für neue Torturen zur Verfügung zu stehen.

    Die Idee dazu kam uns vor einigen Jahren, als ich mit meinem jetzigen Mann, Gerd, in Paris war. Ich jung und unbeleckt, er erfahren in Sachen Schmerz und Lust. Er schleppte mich in eine SM Schau nach der anderen, die abwechselnd Lust und Abscheu in mir weckten. Eine davon haben wir für unsere Bedürfnisse abgewandelt und wollen sie Ihnen, meine Damen und Herren, nicht vorenthalten. Ich wünsche Ihnen gute Unterhaltung.“

    Christiane verlässt die Bühne wie zuvor. Sobald sie an unserem Tisch sitzt, wird der Vorhang aufgezogen, flotte Musik ertönt und sechs Mädchen wirbeln von allen Seiten auf die Bühne, verkleidet als weiße Kätzchen, nackt bis auf Katzenmaske, Fell Pfötchen und einem weißen Fell Höschen mit einem langen Schwanz hinten dran. Zur feurigen Musik führen sie eine Art Ballett auf, bei dem die nackten Brüste, obwohl eher klein und straff, doch ins Hüpfen und Zittern geraten. Die Tierchen spielen miteinander, reiben sich an einander und schmiegen sich an einander, bis schließlich die Brustwarzen durch dieses anregende Spiel hart und groß aufragen.

    Plötzlich wirbelt ein schwarzer, gestiefelter Kater in die Menge der Kätzchen. Gierige Pfoten fallen über ihn her, wollen ihn festhalten. Er kann sich ihrer nicht erwehren. Zipp Verschlüsse ratschen, von der Musik übertönt, bald ist der Kater seines Fells beraubt und bis auf Maske und Stiefel nackt. Ein gut gebauter Kater, der verzweifelt versucht, seine Blößen zu verbergen, zu fliehen, aber es gelingt ihm weder das eine, noch das andere.

    Mit vor Vergnügen blitzenden Augen schlagen die Kätzchen auf seinen nackten Körper ein, wozu sie ihre Schwänze in die Hand nehmen und ihn damit verdreschen. Er versucht, die Kätzchen zu fassen, festzuhalten, aber es gelingt ihm nicht, zu groß ist die Überzahl. Vergnügt miauend trachten sie danach, ihm mit ihren künstlichen Schwänzen zwischen die Beine zu dreschen, seinen Schwanz und seine Eier zu treffen, weil er da so schön aufjault und seinen Schoß zu schützen versucht. Aber auch sonst verzieht er immer wieder das Gesicht. Die Enden der Katzenschwänze müssen ziemlich hart sein. Beinahe möchte er einem leidtun, aber dazu ist die Szene zu reizvoll.

    Ich frage mich, ob die eine oder andere Sadistin im Publikum sitzt und diese Szene verzückt genießt, nur bedauert, dass sie nicht auf der Bühne sein darf. Da ertönt plötzlich und unerwartet ein lauter Tusch der Musik.

    Plötzlich wimmelt es auf der Bühne von schwarzen Katern. Je fünf nehmen sich eines der halbnackten Kätzchen vor, die erschrocken erbärmlich zu miauen beginnen, aber gegen die haushohe Übermacht an Katern nicht die geringste Chance haben. In dem von dissonanten Tönen der Musik begleiteten Getümmel werden den Kätzchen die Höschen vom Leib gerissen und die Pfoten ausgezogen. Binnen Sekunden werden aus den putzigen, munteren Kätzchen nackte, hilflose Frauen mit Katzenmaske. Ein Kater kniet sich mit aufgestützten Ellbogen kauernd hin. Drei packen ihr nacktes ehemaliges Kätzchen und werfen es Rücken an Rücken auf den kauernden Kater. Die Musik wird ruhiger. Ein Kater packt die Handgelenke, je einer ein Bein. Diese beiden zerren dem nackten Weib die Beine auseinander, bis es vor Schmerz herzbrechend zu miauen beginnt. Der fünfte Kater ergreift das abgestreifte Höschen mit dem Schwanz und drischt mit diesem erbarmungslos auf das ehemalige Kätzchen ein. Schenkel und Brüste müssen daran glauben und entlocken dem Weib ein immer schriller werdendes Miauen, je näher die Hiebe sich dem ausgebreiteten Schoß der Wehrlosen nähern. Hilflos wimmernd und miauend winden und krümmen sich die nackten Leiber unter den auf sie eindreschenden Schwanzenden, gehalten von den unnachgiebigen Fäusten des dreschenden Katers und ausgespreizt gehalten von den ebenso eisern zupackenden Fäusten der drei Kater, die das Opfer in dieser Lage halten.

    Die Musik muss lauter werden, um das Klatschen der Hiebe auf nackter Haut und das klägliche Miauen zu übertönen. Zwischen den fünf aufgespreizten Frauen saust der nackte Kater herum wie der Teufel und schwingt eine mehrsträhnige Ledergeißel, mit der er einmal hier, einmal dort, kräftig zuschlägt und jeweils heftige Reaktionen der Getroffenen auslöst. Tiefrote Striemen verzieren die getroffenen Stellen, die Brüste, die Schenkel und vor allem Schamlippen und Kitzler.

    Die nackten, hilflosen Leiber winden und krümmen sich, schnellen und bäumen sich auf in den erbarmungslosen Fängen der kräftigen Kater. Das klägliche, schrille Miauen macht der Musik Konkurrenz. Ich kenne diesen Teil der Schau ja seit Jahren und trotzdem werde ich ungeheuer stark sexuell erregt. Ich drehe mich um zum Publikum und kann viele Hände sehen, die im Schoß vergraben sind, im eigenen, oder in dem der Partnerin, des Partners.

    Schließlich beginnt die ganze Bühne sich zu drehen und befördert die bisher am weitesten im Hintergrund gewesene Gruppe nach vorne, damit jede meiner Protagonistinnen einmal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit des Publikums sein kann. Das ist zwar ein zweifelhaftes Vergnügen, aber so steht es im Vertrag. Da erlebt das Publikum und natürlich vor allem das Opfer nun einen Höhepunkt an Grausamkeit, denn es gibt jeweils drei Hiebe mit einer mehrsträhnigen Geißel über jede Brust, dann dreht sich die Scheibe auf der die Gruppe agiert und bietet den Zuschauern den Blick in den gespreizten Schoß. Dorthin erhält das ausgespannte Weib drei kräftige und teuflische Hiebe mit einer kurzen Peitsche, einer Knute etwa, oder gar einem Ochsenziemer. Teuflische Instrumente für diese zartbesaiteten Stellen, die nahezu immer blutende Striemen ziehen. Dementsprechend sind auch die Reaktionen der Gepeinigten. Allerdings dürfen sie nur Katzenlaute von sich geben, eine zusätzliche Verschärfung. Der peitschende Kater zieht seinem Opfer die Schamlippen brutal auseinander, damit das Publikum sieht, was er mit seinen Hieben angerichtet hat.

    Heute ist ein dunkelhaariges Mädchen als erste an der Reihe. Es zischt seinen Schmerz hinaus bei jedem Hieb der Geißel auf die Brüste und noch wilder bei jedem Hieb des Ochsenziemers in seine Schamspalte. Dazwischen miaut sie herzerweichend. Ich bewundere dieses junge Ding. Es ist Studentin, ich glaube der Psychologie und verdient sich so das Studium. Ich glaube nicht, dass diese junge Dame einschlägige Fantasien oder Erfahrungen hat. Sie kommt einmal im Monat, um sich ihr Körberlgeld im wahrsten Sinne des Wortes zu „erleiden“.

    Die nächste junge Dame, die uns präsentiert wird, ist ein molliges, blondes Mädchen, Regina. Sie ist fix angestellt und hat sich in den Kopf gesetzt, ihre masochistischen Fantasien Realität werden zu lassen. Dabei ist sie ungeheuer schmerzempfindlich und leidet entsetzlich, auch jetzt, da sie vor uns liegt. Schweiß steht zwischen ihren vollen Brüsten, Kopf und Hals sind gerötet, das Blut pulsiert in ihren Adern am Hals vor Anstrengung und ihren vergeblichen Versuchen loszukommen, sich zu wehren gegen die Geißelhiebe, die ihre Brüste zerfleischen. Tränen der Qual, der Scham und der Hoffnungslosigkeit sickern unter ihrer Maske hervor und rinnen über die Stirne in ihr Haar. Durch die Augenschlitze der Maske meine ich ihre tränennassen Augen flehentlich auf mich gerichtet zu sehen, während die Geißel sich in ihre Brust verbeißt und Wunden reißt. Beinahe bin ich froh, dass die Gruppe gedreht wird und ich in einen weit gespreizten Schoß blicke. Zwar bewegen sich After und Scheidenöffnung auch ein wenig aus Angst vor dem ersten Hieb des Ochsenziemers, aber das ist doch unpersönlicher als die Augen. Ich kann die drei Hiebe und die Reaktionen darauf genießen, als wäre ich einfach nur Publikum.

    Das nächste Opfer, das uns zugedreht wird, ist eine ältere Frau, ich schätze um die dreißig, dunkelhaarig, drall und kräftig, hat für mich etwas Bäuerliches. Ihre Muskeln zittern von den vergeblichen Versuchen sich freizustrampeln. Sie kann die Katzenrolle nicht ganz durchhalten, kreischt bei den Hieben, die ihre Brüste zerfetzen haltlos auf und schluchzt, als der Ochsenziemer ihre Schamspalte striemt. Wahrscheinlich eine Einspringerin, noch nicht fertig ausgebildet.

    Dafür kenne ich das nächste Mädchen umso besser. Es ist blond, hat die Ausbildung bei uns mit Bravour überstanden, gibt sich aber nach Möglichkeit vollkommen unbeteiligt, auch der heftigste Schmerz bringt sie nicht aus einer gewissen Gelassenheit. Ich hatte den Verdacht, dass sie sich Schmerzmittel oder Suchtmittel einverleibt, ehe sie ein oder zwei Mal im Monat bei uns anruft und sich zur Verfügung stellt. Aber alle Harn und Blut Proben waren negativ. Auch jetzt liegt sie beinahe teilnahmslos vor uns. Wenn die Maske nicht wäre, würden wir sehen, dass die Augen geschlossen sind. Kein Laut kommt über ihre Lippen, obwohl die Geißel sich auch in ihr Brustfleisch gräbt. Es ist beinahe gespenstisch. Auch das Publikum hält den Atem an. Selbst die Hiebe in ihren Schoß verkraftet sie lautlos. Sie bäumt sich auf, sie windet sich, sie spürt den Schmerz, aber sie gibt keinen Laut von sich. Erst als der Kater, der ihre Schamlippen brutal auseinanderreißt, um dem Publikum die blutigen Striemen zu zeigen, entlockt ihr ein zitterndes Winseln der Scham.

    Ich sinniere über diese geheimnisvolle Frau nach und bekomme von dem letzten Opfer kaum etwas mit, außer dem wütenden Miauen und Pfauchen. Erst als Christiane aufsteht und auf die Bühne geht, schüttle ich meine Gedankenverlorenheit ab.

     

     

     

     

     

     

     

     

     
      Posted on : Apr 22, 2022
     

     
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    Fleischst&Atil
    Fleischstück's profile
    Comments: 836
    Commented on Apr 24, 2022
    Hallo!
    Fantastisch geschrieben. ich liebe solche harten Geschichten. Finde es aber auch sehr gut von Euch das nach der Qual und dem Schmerz die Damen Respekt erfahren und gepflegt werden. Danke dafür. Ich werde alle Geschichten noch lesen.
    Devoter gruß
     




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